Leserstimmen zu
Das Haus der finsteren Träume

Shaun Hamill

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Titel: Das Haus der Finstern Träume Autorin: Shaun Hamill Einband: Taschenbuch Seiten:464 Seiten Verlag: Heyne Verlag Preis: 15 € Dieses Buch habe ich vom heyne Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, dafür möchte ich mich noch einmal Herzlich bedanken. Klappentext: Die USA in den 1960er-Jahren: Harry Turner, ein geradezu fanatischer Verehrer von H. P. Lovecraft, macht sich an die Verwirklichung eines gewaltigen Vorhabens. Auf seinem Grundstück soll ein Geisterhaus entstehen, und zwar das größte und unheimlichste, das Amerika je gesehen hat. Harrys komplette Familie arbeitet an dem Projekt mit, obwohl seine pragmatisch veranlagte Frau und seine beiden Töchter die Augen vor der gruseligen Wahrheit verschließen: Die Monster, die im Geisterhaus der Turners ihr Unwesen treiben, sind echt. Der einzige, der diese Tatsache akzeptiert, ist der jüngste Turner-Spross Noah. Doch als er eines Tages beschließt, den Ungeheuern die Tür zu öffnen, wird das Leben der Turners zum Albtraum ... Meinung: Das Buch ist sicherlich etwas für alle H.P Lovecraft Fans unter euch. In dem Buch werden einige Anspielungen auf seine Bücher gemacht und seine Bücher kommen auch tatsächlich im Buch vor. Das Buch wird aus der Sicht von Noah erzählt, dem jüngsten Spross der Familie Turner. Im ersten Teil des Buches geht es um die Mutter als sie jung war sie studiert und sie lernt den Vater Ihrer Kinder kennen. Und obwohl zu dieser Zeit Noah noch nicht lebt, werden die Kapitel aus seiner Sicht erzählt. Er spricht auch direkt mit dem Leser das fand ich wirklich besonders toll ein Beispiel dafür ist als die Mutter gesehen hat, dass sie schwanger ist mit Noah, da hat er gesagt: und hier komme ich jetzt ins Spiel. Ich finde Noah ist ein kleiner süßer aufgeweckter Junge der auch ein bisschen naiv durchs Leben geht deswegen finde ich es schön, dass das Buch aus der Sicht eines kleinen Jungens geschrieben wurde - wie er die Welt aufnimmt und wie er alles wahrnimmt besonders den gruseligen Teil in diesem Buch und die ganzen Monster die darin vorkommen. Das Buch ist in mehrere Teile unterteilt und hat wirklich sehr kurze Kapitel, das habe ich total begrüßt denn ich bin ein großer Fan von kurzen Kapiteln. Am Ende jedes Abschnittes gab es ein Teil aus den sogenannten Turner Reihen. Es war wirklich sehr interessant diese Teile zu lesen da man gar nicht wusste was das genau ist und warum man das liest. Diese Abschnitte hatten teils was mit der Handlung zu tun, die im vorherige Teil stattfand, teils aber auch nicht deswegen war es wirklich total toll herauszufinden warum man diese kurzen Abschnitte liest. Die Familie und die Atmosphäre sind rund rum gruselig gehalten, sehr düster und sehr mysteriös. In dem Buch passieren wirklich einige sehr gruselige mysteriöse Sachen aber die Familie selbst ist auch schon ein bisschen eigenartig. Alle haben ihre kleinen Geheimnisse und alle haben sehr außergewöhnliche Hobbys und Leidenschaften. z.b. die Familie in ihrer Freizeit ein Geisterhaus gebaut hat. Das hat mir wirklich sehr gefallen, dass diese Familie so skurril ist. Der Autor hat einen wirklich sehr schön und realistischen schreib still durch den ich mir alles wirklich sehr gut vorstellen konnte. Er hat alles ins kleinste Detail beschrieben, was aber nicht gestört hat im Gegenteil, hätte er das nicht gemacht könnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, was da jetzt genau vor sich geht. Der Autor hat einen kleines Psycho spiel mit einem gespielt man wusste z.b. nie, ob der Charakter das gerade wirklich sieht und erlebt oder ob das nur seiner Vorstellung, seiner Fantasie oder in einem Traum passiert. Natürlich geht es in dem Buch nicht nur um die skurrilen Eigenschaften und Charakterzüge der Familie Turner, in dem Buch werden auch Thematiken angesprochen wie ich Verlust, Ängste, Krankheit aber auch Streit. Da die Kapitel alle aus der Sicht von Noah geschrieben sind, konnte man ihn begleiten wir erwachsen wird und wie er wächst und wie er die Welt mit der Zeit mit ganz anderen Augen sieht. Dieses Buch liefert dir einen total tollen erzähl still, eine sehr atmosphärische und gruselige und düstere Stimmung, tolle Protagonisten, eine super Idee und gruselige Kreaturen. Doch es ist ein etwas ruhigerer Horror Roman ich saß da nicht und habe mich gegruselt es gab mir eher ein düsteres Gefühl. Ich kann jedem das Buch empfehlen der auf eine düstere Atmosphäre in einem Buch steht mit Monstern und mit Familien Geheimnissen. Wer aber wirklich einen richtigen Horror Roman lesen möchte,, wo man sich gruselt und wo man Angst hat dem würde das Buch eher nicht empfehlen. Das Lesen hat auf jeden Fall Spaß gemacht.

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>>Atmosphärisch<< Obwohl die Story einen ganz anderen Start hat, als man vielleicht annehmen könnte und ein Erzähler diese Rolle übernimmt, der erst Jahre später auf der Bildfläche auftaucht, wird doch schnell klar, dass Shaun Hamill auf jeden Fall mit Atmosphäre arbeiten kann. Noahs Geschichte beginnt lange vor seiner Geburt und so beginnt auch diese Geschichte mit einem Anfang, der zwar zum Träumen einlädt, sich aber immer mehr verliert. Die Familie Turner findet ihre Erfüllung mehr oder weniger in ihrem persönlichen Horror-Haus. Ein Zusammenschluss von ihren Interessen, etwas, was sie verbindet und hoffentlich jetzt mehr denn je, denn das haben die Turners bitter nötig. So hatte die Geschichte zuerst etwas von einem Familiendrama, sodass man die kleinen Horrorelemente fast hätte überlesen können, doch genau jetzt scheinen diese immer mehr und besser an die Oberfläche zu geraten. Die Geschichte spielt über mehrere Jahrzehnte, bietet somit einiges an Input und jede Menge Entwicklungen, vor allem zwischen den Charakteren. Dennoch habe ich leider nicht zu jedem so einen Draht aufbauen können, wie ich es gerne gewollte hätte. Auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass genau das der Plan des Autors war. Alles ein wenig unnahbar und unberechenbar zu halten. >>Ganz anders als erwartet<< Shaun Hamill hat hier definitiv ein beeindruckendes Werk geschrieben, nur leider konnte ich es gar nicht wirklich als das genießen, weil ich etwas komplett anderes erwartet habe. Ich habe mit Lesestunden gerechnet, die mir den Schlaf rauben – zum einen, weil ich das Buch nicht weglegen kann und zum anderen, weil mich das Gelesene noch im Traum verfolgen würde. Doch statt eines gewaltigen Horrortrips, gab es eben eher eine ruhigere, wenn auch tiefe Leseerfahrung. Es sind eher die Schrecken, die uns im realen Leben erwarten. Familientragödien, Verluste und Ängste. Dinge, denen wir einfach nicht aus dem Weg gehen können und die wesentlich weniger greifbar sind, als so manches Monster unter dem Bett. Zusammengesponnen entsteht hier ein wirklich interessantes Bild, an das man nur eben nicht mit den „falschen“ Erwartungen herangehen sollte. Wer auf weniger Action steht und dafür aber eine große Vorliebe für die Klassiker aus dem Genre hat, wird aber bestimmt dennoch auf seine Kosten kommen, denn ich glaube, genau das ist die Zielgruppe. Das Haus der finsteren Träume ist wie eine kleine Hommage. FAZIT Das Haus der finsteren Träume ist definitiv ein beeindruckendes und interessantes Werk - Shaun Hamill baut eine unglaublich umfassende und atmosphärische Story auf. Leider war die Geschichte nur eben komplett anders, als ich erwartet hätte. Die typische Horror-Action lässt bis zu den letzten Seiten auf sich warten, stattdessen bekommt man ein Familiendrama mit ziemlich skurrilen Ausmaßen. Wer eine Abwechslung zu den eher kurzlebigen Gruselgeschichten sucht und sich gerne eine Hommage an die Horror-Klassiker geben möchte, sollte definitiv mal ein Blick in das Buch werfen.

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Meine Meinung Als ich das erste Mal den Klappentext zu Shaun Hamills Werk Das Haus der finsteren Träume gelesen habe, war ich hellauf begeistert. Ich habe mir einen düsteren Horror à la H. P. Lovecraft vorgestellt. Auch das Cover mit den schwarzen Tentakeln und dem Totenkopf haben große Hoffnungen in mir geweckt, dass eine stimmige, klassische Horrorstory auf mich wartet. Leider waren die Horrorelemente sehr rat gesät. In Gruselstimmung bin ich nicht gekommen. Trotzdem muss ich sagen, dass mich Das Haus der finsteren Träume letztlich recht gut unterhalten hat. Es ist definitiv anders und hebt sich von der breiten Masse ab. Ein gut gelungener Genremix aus Horror, Fantasy und vorallem Drama. So würde ich den Roman am ehesten beschreiben. Das Buch hat sehr unterhaltsam und interessant begonnen. Shaun Hamill konnte mich bereits nach ein paar Kapitel abholen. Besonders spannend fand ich, dass das Buch aus Sicht von Protagonist Noah, dem jüngsten Spross der Familie Turner, geschrieben ist. Zu Beginn des Buches ist er zwar noch nicht geboren, erzählt aber dennoch seine Familiengeschichte, die in den 60er Jahren beginnt und alles andere als 0-8-15 ist. Noahs Familie erleidet einen Schicksalsschlag nach dem anderen. Ein dramatisches Ereignis folgt aufs nächste. Es geht um Krankheit, Verlust und den Kampf gegen die drohende Armut. Es werden viele ernste Themen angesprochen. Dabei versprüht der Autor mit seinen Worten eine unterkühlte und sehr düstere Grundstimmung. Man spürt, dass innerhalb der Familie Turner viel schief läuft, auch ohne es schwarz auf weiß zu lesen. Shaun Hamill gibt seinen Figuren und der Handlung viel Raum und nimmt sich ordentlich Zeit für deren Entwicklung. Seine Beschreibungen sind sehr ausführlich, ohne ausschweifend zu wirken und es war ein Genuss in die tiefen Abgründe der Turners zu Blicken und von deren Ängsten, Sehnsüchten und Träumen zu lesen. Nach rund der Hälfte des Buches hat sich bei mir dann aber dennoch ein bisschen Langeweile eingeschlichen und ich hatte Mühe weiter zu lesen. Immer mehr stellte ich mir die Frage, wann denn endlich die "versprochenen" Monster auftauchen. Die Antwort lautet: recht spät und anders als erwartet. Erst im letzten Drittel gings nach der Talfahrt wieder bergauf und es kam die Spannung, wie ich sie zu Beginn erlebt habe, wieder zurück. Das Ende war dann für meinen Geschmack ein bisschen zu gewollt, aber dennoch gut. Und was hat es jetzt mit dem Horrorhaus auf sich? All zu viel möchte ich nicht verraten, außer, dass es aus Geldnot entsteht. Um ihre finanzielle Zukunft zu retten, beschließen die Turners ein Geisterhaus zu bauen und Führungen anzubieten. Wie der Spuk darin aussieht, das müsst ihr selber lesen! Fazit Wer Das Haus der fnsteren Träume aus der Feder von Shaun Hamill lesen möchte, sollte auf jeden Fall mit den richtigen Erwartungen an das Buch heran gehen. Das Buch ist kein Horrorroman im klassischen Sinn, sondern ein gut konstruierter Genremix aus Drama, Fantasy und Familiengeschichte. Der Autor erzählt sehr eindringlich und dramatisch die traurige, teils trostlose Geschichte der Familie Turner, welche in den 60er Jahren ihren Anfang nimmt. Die vorkommenden Horrorelemente würde ich nicht als gruselig bezeichnen. Mich konnte Shaun Hamill trotzdem recht gut unterhalten. Da das Buch auf fast 500 Seiten jedoch einige Längen - vorallem im Mittelteil - aufweist, vergebe ich "nur" 3 Sterne.

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Shaun Hamill nennt seinen Debütroman in der Danksagung einen "Hybrid aus mehreren Genren", und das trifft es sehr gut. Man findet Fantasy, ein paar Gruselaspekte (Horror ist es für mich nicht), ebenso mystische und romantische/ erotische Elemente und evtl. kann man zu manchen Szenen 'Psychothriller' sagen.. Sehr cool fand ich all die Erwähnungen zu H.P. Lovecraft und Stephen King, man merkt, dass Hamill zu diesen Schriftstellern aufsieht. Wir begleiten die Familie Turner etwa ein halbes Jahrhundert lang und lernen so die Familienmitglieder in unterschiedlichen Abschnitten ihres Lebens kennen. Dennoch wird die Geschichte größtenteils aus der Ich-Perspektive der Hauptfigur erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Somit gibt es hier und da ein wenig foreshadowing, also dass es Andeutungen bzgl. der Zukunft gibt. Das hebt aus meiner Sicht die Spannung an und lässt einen schnell neugierig werden und zu rätseln beginnen. Tatsächlich wurde ich auch geschickt auf eine falsche Fährte gelockt! Die Atmosphäre ist oft drückend, geheimnisvoll, mystisch und lauernd, was vor allem sehr gut durch den Schreibstil hervorgerufen und gehalten wird und dieser gefällt mir richtig gut! Sehr flüssig zu lesen. Für viele schwierige Szenen werden die richtigen Worte (natürlich angepasst an die Charaktere) gefunden, wodurch man noch tiefer in die Geschichte hineingezogen wird. Vieles wird sehr direkt beschrieben und nimmt dadurch den Leser schon ein wenig mit, denn, dies sei gesagt, das Buch bearbeitet viele harte Themen. Der Familie widerfährt über die Jahrzehnte alles schrecklich erdenkliche (ohne zu viel zu spoilern, keine Sorge): Von Krankheit, Armut und Arbeitslosigkeit über Verlust, Depressionen und Selbstmord. Diese Themen werden schonungslos, aber nicht übertrieben oder unrealistisch, dargestellt, was den Leser so auf unterschiedliche Weise fesselt und beschäftigt. Nicht nur einzelne Szenen und der Schreibstil sind überzeugend, auch den Charakteren wurde viel Leben eingehaucht, sodass sie mich alle überzeugen konnten. Allein schon Harrys Faszination für seine Horrorbücher ist dem Autor super gelungen! Die Familienmitglieder wirken so real auf mich, ebenso wie diverse Nebenfiguren wie Nachbarn, Freunde etc. Echt klasse! Nur einzig mit dem 6-jährigen Noah hatte ich kleine Schwierigkeiten, weil er mir manchmal für sein Alter zu erwachsen vorkam. Jedoch muss ich zugeben, es gibt wirklich solche Kinder, die früh eins und eins zusammenzählen und bestimmten Gedankengängen folgen können. Außerdem stört sein Verhalten nicht der Handlung, es trifft eher das Gegenteil zu. Die Abfolge der Handlungen ist gut durchdacht und einzelne Szenen haben mich packen können, dennoch konnte mich die Handlung im Gesamtbild nicht richtig fesseln. Ich hatte keine Langeweile, doch echte Spannung tauchte nur hier und da auf und gruselig/ unheimlich wurde mir nie.. Der Anfang zog sich, denn die Einleitung nimmt fast die gesamte erste Hälfte des Buches ein. So fühlte es sich für mich jedenfalls an. Allerdings hat die Vorgeschichte wirklich einen sehr großen Umfang, den man auch wirklich braucht, um den Rest zu verstehen. Für mich war die Mitte des Buches der beste und spannendste Teil, bevor mich dann nach einem etwas enttäuschenden Abschnitt (ca Seite 300 bis 400) die letzten paar Seiten nochmal ziemlich an Tempo und Spannung gewannen. Das Ende passt gut zum Rest des Buches, auch wenn es mir etwas geschmerzt hat. Dabei hätte es sogar gerne schlimmer sein können, hätte der Geschichte ganz gut getan. Na ja, ich mag/liebe das Ende trotzdem so wie es ist. Zum Worldbuilding: Die erschaffene Welt der Monster ist geheimnisvoll, kreativ und mystisch, doch hier und da hätte ich noch ein paar Fragen. Allerdings kann ich mir gleich eine Antwort dazu liefern, denn diverse Fakten zu den Monstern mit allem drum und dran spielen nur begrenzt eine wichtige Rolle, daher gibt der Autor auch nicht viel Auskunft. Ich denke, in erster Linie dreht sich das Buch um die Menschen. Um das Erwachsen werden, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und einfach mal mutig sein oder bei etwas nicht so tollem die Zähne zusammenzubeißen und über sich selbst hinauszuwachsen. Was erwarte ich vom Leben, wie will ich leben, wer oder was hat Bedeutung für mich und, nun ja, wer bin ich eigentlich? Das Haus der finsteren Träume wird mich sicherlich noch eine Weile beschäftigen, denn die Figuren sind mir teils sehr unter die Haut gegangen und die Botschaft(en) und Kommentare des Erzählers fand ich hervorragend! Die Handlung insgesamt konnte mich leider nicht ganz packen und überzeugen, weshalb das Werk 4/5 Sterne erhält!

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Ich liebe den guten, alten, klassischen Horror, daher habe ich zu diesem Buch gegriffen, obwohl ich von dem Autor noch überhaupt nichts gehört habe. Was mich erwartet hat, war jetzt für mich kein richtiger Grusel oder Horror (für mein Empfinden), aber spannend war es allemal. Die Geschichte ist sowohl eine Horrorgeschichte als auch ein Familiendrama - und das hat der Autor äußerst geschickt miteinander verwoben. Besonders gut gefallen hat mir der Mix aus Vergangenheit und Gegenwart: Der eigentliche Roman spielt im Jetzt und dreht sich um die Erlebnisse des jüngsten Familiensprosses Noah, aber immer wieder ist die Handlung unterbrochen von Passagen, die als "Die Turner Reihe" einen Rückblick in die Vergangenheit geben, auf Noahs Eltern und Großeltern, und auch zeigen, wie lange die Familie Turner eigentlich schon, ohne es zu wissen, Teil des Horrorszenarios ist. Protagonisten sind Noah, der jüngste Sohn, aber auch seine Schwestern Sydney und Eunice, sowie die Eltern der Drei, Harry und Margaret, spielen Schlüsselrollen. Vor allem Harry ist eigentlich derjenige, der die Faszination für den Horror (in Film- und Romanform) und seine Entstehungsgeschichte an seine Kinder weitergibt. Ich fand es eher nicht unheimlich, sondern anfänglich eher niedlich, wie Noah Bekanntschaft mit dem Monster macht, das sein Freund sein will. Erst nach und nach wird klar, um was für ein Wesen es sich dabei wirklich handelt. Es handelt sich hier nicht um einen Splatterroman - die Wirkung dieser Geschichte beruht größtenteils auf Psychologie, auf erzeugter Spannung, denn tatsächlicher Horroszenarien. Ja, es passieren schlimme Dinge, aber es gibt eben keine knochenzerfetzenden und bluttriefenden Szenen. Man wird im Verlauf der Handlung sehr schnell auf eine Fährte gelockt, aber es wäre zu einfach und zu schlecht geplottet, wenn man den Handlungsverlauf wirklich so schnell absehen könnte. Lasst Euch also am Anfang beim Lesen nicht täuschen! Zwischendurch gab es nochmal einen kurzen Moment der Enttäuschung, als ich dachte, jetzt löst sich alles auf ganz menschlicher Ebene auf und hat überhaupt kein Horrorelement mehr, zumindest nichts monstermäßiges, aber auch da wurde ich wieder getäuscht. Was ich an dieser Geschichte besonders klasse fand ist, dass sie allein schon durch das "Hobby" der Familie Turner durchweg ziemlich düster ist - die Familie beginnt nämlich, Spukhäuser zu betreiben, ähnlich wie die Geisterbahn auf Messen oder auf einer Kirmes, und es entsteht ein richtiger Wettbewerb mit Betreibern ähnlicher Etablissements, wobei sich alle versuchen, an Gtrausamkeit und beängstigenden Elementen zu überbieten. Da wird die Grenze zum guten Ton teilweise in meinen Augen schon stark überschritten. Manchmal finde ich es krass, wie schmal der Grat zwischen "Fantasie-Horror" und menschengemachtem Horror, den es wirklich und wahrhaftig gibt, eigentlich ist. Der Mensch ist eben doch immer das größte Monster.... Am Ende des Buchs geschieht dann noch einiges und da kommt dann auch nochmal so ein richtig filmreifer Schub an Horror, das typische klassische Horrorfinale, wo nochmal so richtig aufgedreht wird. Hat jemand "Die Universität" von Bentley Little gelesen? Ganz andere Story, aber vom Aufbau her zum Ende hin irgendwie ähnlich - wo vorher der Effekt fast nur durch Psychologie erzielt wurde, gibts am Ende tatsächlich noch Szenarien, mit denen man so nicht mehr gerechnet hätte. Shaun Hamill erzählt auch richtig toll - der Film läuft unweigerlich im Kopf mit ab, und zwar in Farbe und mit Musik, die Stimmung kommt in jeder Szene total echt rüber, ich könnte mir das Buch wirklich richtig gut verfilmt vorstellen. Das einzige, was vor meinem inneren Auge nicht so wirklich Gestalt annehmen wollte, war das Monster selbst - ich hatte irgendwie immer Rotkäppchens Wolf mit einem roten Cape vor Augen, ein bisschen albern also, aber vielleicht geht es Euch beim Lesen ja anders. Er schafft es auch, dass man oft nicht genug weiß, ob man sich jetzt im einem "kopfgemachten" Horror befindet, oder ob es sich wirklich so abgespielt hat, wie er gerade beschreibt - und die Protagonisten wissen das oft selbst nicht. Fazit: Shaun Hamill schreibt toll, spannend und bringt seine Geschichte bildhaft und mit viel Stimmung rüber. Ich fand es beim Lesen nicht so richtig gruselig, aber das macht nichts - Horror ist es auf jeden Fall, vor allem wenn man rückblickend über die Story nachdenkt. Realistisch ist es nicht, bitte daher nicht mit einer solchen Erwartungshaltung rangehen - dann hat man als Fan des klassischen Horrorromans aber sicherlich tolle Lesestunden. Von mir gibt es 5/5 Sterne.

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Die Turners erscheinen auf den ersten Blick wie eine ganz normale Familie. Doch die Membran zwischen ihrer Welt und etwas dunklem und Bösen ist ausgerechnet bei dieser Familie dünner als sie sein sollte. So hütet jeder von ihnen, für sich allein ein dunkles Geheimnis. Sie sehen Monster. Nacht für Nacht kratzt es an Scheiben, beobachte sie, bittet darum herein gelassen zu werden. Selbst als das Familienidyll immer weiter zu zerbrechen droht fehlt ihnen der Mut, sich gegenseitig anzuvertrauen. Und was soll nur aus Noah, dem jüngsten der Familie werden? Schließlich beschloss er eines nachts dem Grauen das Fenster zu öffnen und ihm Einlass zu gewähren… Shaun Hamill wuchs mit Horrorromanen und –filmen auf, er veröffentlicht mit „Das Haus der finsteren Träume“ sein erstes eigenes Horrorbuch. Wobei man hier betonen mag, dass es sich bei seinem Werk um einen Genre Mix handelt. Es vereint mehrere Elemente miteinander, neben Horror hat es vor allem auch Drama und Fantasy Bestandteile. Der englische Originaltitel „The Kosmology of Monster“ (die Kosmologie der Monster) vermittelt vielleicht einen etwas besseren Eindruck in welche Richtung sich der Roman entwickelt. Man kommt natürlich trotzdem auch hinter die Wahl des deutschen Titels, ich fürchte jedoch, der ein oder andere Horrorfan verliert zwischendurch die Nerven. Die Geschichte an sich ist schön, tiefgründig, traurig und umfassend durchdacht. Sie ist Detailreich und Gefühlvoll, hat Geheimnisse, Rätsel und unerwartete Wendungen, doch sie ist nicht gruselig. Selbst die Charakter Zeichnung ist für einen Debütroman sehr gelungen. Noah, der als Erzähler fungiert und Erlebtes, sowie die Vorgeschichte wiedergibt, lernt man dadurch schnell und intensiv kennen. Doch auch seinen Eltern und Geschwister wird auf geschickte Art und Weise Raum geschaffen. Ihre Eigenheiten und ihre tief verwurzelte Liebe zum Horror kommen da zum Ausdruck. Durch Hamills Schreibweise entwickelt man in den dramatischen Teilen hohe Sympathie für die Familienmitglieder und leidet zusammen mit ihnen. Ab einem gewissen Punkt hielt mich aber nur noch die Hoffnung, noch etwas Grauen zu erhaschen, im Buch. Welche übrigens vergeben war. Es gab den ein oder anderen kurzen Blick auf dunkle Strukturen, doch diese Momente hatten nach der langen Durststrecke durch Drama und einer Art Twilight Version für Werwolf Fans, einen gar faden Beigeschmack. In meinen Augen konnte der Genre Mix nicht überzeugen. An sich eine nette Story, die ohne den ganzen Monsterschwank ernst zu nehmender ist, als mit. Man muss nicht immer die ganze Welt mit Liebe retten und in einem Horrorroman erst recht nicht. Ein paar Untiere, Tentakeln und ein Jahrmarkt Spukhaus schaffen noch lange keinen Alptraum á la Lovecraft, King, Jackson oder Poe. Dafür fehlte in den entsprechenden Momenten gänzlich die Atmosphäre. Es war düster aber eher auf psychischer Ebene, hätte Hamill nicht verzweifelt versucht dem Ganzen ein „Happy End“ zu geben, wäre sicher mehr daraus geworden. Man muss nicht immer alles erklären, der Horror lebt davon, dass unerklärliches geschieht. Fazit: Nette Story, der Genre Mix hat jedoch viel kaputt gemacht. Mehr Horror hätte dem Buch gut getan.

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In Deutschland ist die Horrorliteratur nie so populär geworden wie in Amerika. "Das Haus der finsteren Träume" spielt in den 60er Jahren, wo es einen wahren Horror Boom gab. Harry Turner ist geradezu besessen von der Horrorliteratur. Er hat eine riesige Sammlung von Autoren wie Lovecraft und King. Auf einmal ist er von einer neuen Idee besessen: der Bau eines Gruselhauses! Jedoch hat die ganze Sache einen Hacken: die Turners bekommen Besuch von echten Monstern! Besonders der Sohn Noah sieht sich mit diesem Problem konfrontiert. Beim Lesen dieses wirklich ungewöhnlichen Buches war es sehr spannend die Kultur der 60er Jahre in Amerika zu erleben. Besonders für Leser der Horrorliteratur werden dabei ihre Freude haben, weil in der Geschichte viele Insider stecken. Ich persönlich habe viel über ein Genre gelernt, das leider nie wirklich in Deutschland angekommen ist. Neben dem Hintergrundwissen ist "Das Haus der finsteren Träume" auch von Charakteren wirklich einzigartig. Fast alle Personen haben in diesem Buch ihre Geheimnisse (manche düsterer als andere) und ich fand es wirklich sehr gut, dass auch immer wieder verschiedenen Charaktere näher beleuchtet werden. Auch wenn Noah der Protagonist (und auch oft der Erzähler) der Geschichte ist, sind andere Personen genauso vielschichtig und unglaublich spannend. Dieses Buch ist eine wirklich tiefsinnige Geschichte, die wirklich vielseitig ist. Hier wird wirklich alles angesprochen: Freundschaft, Familie, Liebe und natürlich der Grusel! Mich hat die Story wirklich gepackt und ich hoffe sehr, dass es noch viele weitere Bücher von Shaun Hamill geben wird! Fazit: Ein wirklich außergewöhnliches Buch, dass ich an alle Leser von King und Lovecraft empfehlen kann. Dieser Gruselroman ist wirklich unglaublich vielschichtig und sehr zu empfehlen!

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Die USA in den 1960er-Jahren: Harry Turner, ein geradezu fanatischer Verehrer von H. P. Lovecraft, macht sich an die Verwirklichung eines gewaltigen Vorhabens. Auf seinem Grundstück soll ein Geisterhaus entstehen, und zwar das größte und unheimlichste, das Amerika je gesehen hat. Harrys komplette Familie arbeitet an dem Projekt mit, obwohl seine pragmatisch veranlagte Frau und seine beiden Töchter die Augen vor der gruseligen Wahrheit verschließen: Die Monster, die im Geisterhaus der Turners ihr Unwesen treiben, sind echt. Der einzige, der diese Tatsache akzeptiert, ist der jüngste Turner-Spross Noah. Doch als er eines Tages beschließt, den Ungeheuern die Tür zu öffnen, wird das Leben der Turners zum Albtraum ... (Klappentext) ✧✧✧✧✧ "Hier werden die Wände dünn, die Verwirrung nimmt zu. Es gibt Türen, wo früher nur Wände waren, und wo Licht brannte, greifte die Dunkelheit um sich. Der einzige Weg nach draußen führt hier hindurch auf die andere Seite." (S. 200) Ich möchte gleich einmal damit beginnen, dass der Klappentext irreführend ist und daher völlig falsche Erwartungen weckt. Aufgrund dessen habe ich nämlich mit einer spannenden und gruseligen Horrorstory über ein Spukhaus mit grauenerregenden Monstern gerechnet. Ja, es kommt ein Spukhaus vor, jedoch nur am Rande. Im Grunde ist es auch kein Spukhaus, sondern nur ein Hobby und eine Einnahmequelle für die Familie. Und Ja, es kommt ein Monster darin vor, jedoch keineswegs grauenerregend und angseinflößend. Ergo - es ist definitiv kein Horrorroman! Obwohl meine Erwartungen diesbezüglich nicht erfüllt wurden, habe ich dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Doch um was geht es denn nun in diesem Roman? Es begann alles mit der Begegnung von Harry und Margeret. Harry, ein Büchernarr, Fan von Horrorfilmen und vor allem Horrorromanen und glühender Lovecraft-Bewunderer. Er arbeitet bei McDonalds und kümmert sich nebenher um seine schizophrene Mutter. Margeret hingegen kommt aus gutem Hause, studiert und ihre Eltern wünschen sich für sie eine gute Partie und somit finanzielle Sicherheit. Margeret wirft ihre sichere Zukunft über Bord, um mit ihrer großen Liebe, dem Büchernerd Harry, ein einfaches aber glückliches Leben zu führen. Es scheint auch alles gut zu laufen. Sie leben in einem kleinen Haus, Margeret hat ihr Studium hingeschmissen und ist nun Hausfrau und Mutter zweier Mädchen, die vom Charakter und Temperament her nicht unterschiedlicher sein könnten. Doch plötzlich beginnt sich Harry zu verändern und sich seltsam zu benehmen. Er möchte sich auf Biegen und Brechen einen Kindheitstraum von einem Spukhaus im eigenen Garten erfüllen - eine Attraktion für die Nachbarn, ähnlich einer Geisterbahn. Er steckt all seine Energie und alles Geld in diesen Wunschtraum, scheint wie besessen. Auch Margaret ist nicht mehr glücklich in ihrer Ehe und ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter. Hier scheint das Schicksal seinen Lauf zu nehmen und zwar keinen guten. Das einzig halbwegs Gute, was dann noch passierte, war die Geburt ihres Sohnes Noah. Doch sah Margaret nicht schon viel früher das Monster an ihr Fenster klopfen? "Das Kratzen am Fenster war so sachte wie ein sanfter Stupfs gegen die Schulter. Wäre ich älter oder vorsichtiger gewesen, oder hätten die Erwachsenen in meiner Kindheit besser auf mich achtgegeben, dann hätte ich mir vielleicht Sorgen gemacht, dort draußen erwischt zu werden. Aber ich war daran gewöhnt, unsichtbar zu sein, und es fiel mir sowieso schwer, mir wegen irgendetwas Sorgen zu machen, sobald mein Freund da war." (S. 169) Noah ist der Erzähler dieser Geschichte und man begleitet ihn über mehrere Jahrzehnte hinweg. Mit ihm taucht man in eine Familiengeschichte voller Abgründe ab. In eine Familie, in der jeder mit sich selbst beschäftigt und mit seinen eigenen Problemen und inneren Dämonen zu kämpfen hat. Und auch Noah sieht das Monster, freundet sich mit diesem jedoch an. Diese Kreatur wird zu seinem einzigen Freund, hilft ihm mit einigen Schicksalsschlägen zurechtzukommen und öffnet ihm das Tor zu einer anderen Welt - im wahrsten Sinne. "In einer Familie zu leben, die unter einem Verlust leidet, an den man sich selbst nicht erinnern kann, ist ungefähr so, als säße man im Kino hinter einem großen Menschen. Rundherum lachen oder weinen die Zuschauer und reagieren irgendwie, aber man hat keine Ahnung, was da vorne los ist." (S. 145) Wie man eventuell erkennen kann, fällt es mir schwer eine aussagekräftige Inhaltsangabe zu schreiben, denn es ist eine komplexe Story, die so viel mehr enthält und welche sich erst am Ende vollends entfaltet. Es ist kein Horrorroman, sondern eine Story, welche dem Subgenre Phantastik zugeordnet werden kann. Eine Story in der ein Wesen die Familie von Beginn an zu verfolgen scheint und das mysteriöse Verschwinden von Kindern in der Umgebung der Turners beinhaltet. Es ist aber auch gleichzeitig eine Geschichte über eine Familie in der Geheimnisse und das Schweigen innerhalb einer Familie, Verdrängung und das Flüchten in eigene Welten ebenso thematisiert werden, wie auch gleichgeschlechtliche Liebe und der Kampf um Akzeptanz. Aber auch Krebs, Depression und Suizid sind Inhalt der Story. Daher kommt das Buch auch nicht gänzlich ohne Triggerwarnung aus. Und überall begegnen einem H.P. Lovecraft und seine Geschichten. Er scheint der rote Faden dieser Story zu sein - er und sein Tor zur Anderswelt. "Da erhellt ein Blitz, der anscheinend im Park einschlug, den grauen Tag. In diesem Moment wirkt der Absprungplatz wie ein riesiger pechschwarzer Turm, so glatt wie Vulkanglas, der sich in den flüchtig erhellten Himmel reckt. Die Oberfläche sieht ölig und schmierig aus wie frischer Teer." (S. 358) Der Schreibstil ist einfach und flüssig und die Erzählweise äußerst packend. Doch vor allem besticht die Story durch seine bedrückende Atmosphäre, welche einem von Anfang bis Ende umgibt wie dichter Nebel, der sich erst am Ende zurückzieht und einem die Story als Ganzes verstehen lässt. Fazit: Dieses Buch enthält keinen Horrorroman, sondern eine Mischung aus Familiendrama, Lovecraftschen Peter Pan und Coming-of-Age. Gleichzeitig ist es eine Story der modernen Phantastik, eine Hommage an H.P. Lovecraft und allgemein eine Hommage an Bücher. Diejenigen, welche also furchteinflößenden Geisterhorror erwarten, wie der Klappentext durchaus suggeriert, werden enttäuscht sein. Doch wer bereit ist, sich auf die Story und die Phantastik einzulassen und auch Geduld mitbringt, dem kann es durchaus passieren, sich in der Story zu verlieren. ">>Kommen Sie sich nicht albern vor? Sollten Sie nicht eher Bücher für Erwachsene Lesen?<< >>Ich halte Horrorgeschichten für die wichtigsten Bücher der Welt<<, entgegnete er." (S. 39) © Pink Anemone (inkl. Leseprobe und Autoren-Info)

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