Leserstimmen zu
Vom Himmel zum Meer

Lisa Marcks

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Die junge Agnes Martin verlässt an ihrem 21. Geburtstag das heimelige Waisenhaus im Elsass, in dem sie glücklich und behütet aufwachsen durfte, um ihre Stellung als Gesellschafterin für die Witwe Bevenkamp in Hamburg anzutreten. Doch als sie die Stadt erreicht, ist ihr erstes Zusammentreffen mit „Tilly“ erst einmal wenig erfolgversprechend, denn diese hat sie gar nicht erwartet und geht weiter ihrer Arbeit im örtlichen Waisenhaus nach. Agnes allerdings lässt sich dadurch nicht einschüchtern. Sie zieht im Bevenkamp`schen Haushalt ein und versucht mit ihren begrenzten Mitteln einen normalen Tagesablauf zu organisieren. Als wenige Monate später in Hamburg die Cholera ausbricht, verlässt Agnes in einer Nacht und Nebelaktion mit einigen Waisenkindern und natürlich auch Tilly im Schlepptau die Stadt Richtung Ostsee. Dort ist sie in ihrem Element: Sie verköstigt mit Hilfe der Dorfbewohner nicht nur die Kinder, sondern backt auch noch für die Strandurlauber, die ihren Köstlichkeiten nicht wiederstehen können und sie ihr gegen gute Bezahlung aus der Hand reißen … Lisa Marcks bringt uns mit „Vom Himmel zum Meer“ einen unterhaltsamen und gefühlvollen Roman vor historischer Kulisse. Der Schreibstil ist flüssig, bildgewaltig, was mir die Geschichte sehr schnell näher brachte. Die Beschreibungen sind farbenfroh und ließen auch mich von einem verwunschenen alten Gutshaus mit wildem Garten und Spaziergängen am Strand träumen. Die Autorin hat den historischen Hintergrund gut mit ihrer Handlung verwebt und zeigt die gesellschaftlichen Standesunterschiede sehr gut auf. Natürlich wird hierbei auch die damalige Rolle der Frau thematisiert. Das Baden der nackten Füße in der Ostsee stellte für so manche Dame eine Herausforderung dar … Die Charaktere in diesem Buch sind ein buntes Sammelsurium an schrulligen und teils skurrilen Typen. Agnes ist eine eigensinnige Frau mit einem Riesenherz, die die Arme aufkrempelt und sich für nichts zu schade ist. Tilly Bevenkamp ist zwar auf ihrer Seite, stellt im Laufe der Geschichte aber doch Agnes Gegenpart dar. Sie ist eine durchweg traumatisierte Frau, die ihre Unsicherheiten nach außen hin, durch ihre herrische und spröde Art zu vertuschen versucht. Und dann gibt es da noch Fräulein Frieda und die anderen Dorfbewohner … „Vom Himmel zum Meer“ ist ein Roman, der vielleicht nicht in die Tiefe der angeschnittenen Themen geht, aber auf jeden Fall tief ins Herz des Lesers. Eine kurzweilige Lektüre, die mir ein paar sehr unterhaltsame Stunden bescheren konnte!

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Zum Inhalt: 1892. Die junge Agnes Martin wächst in Straßburg in einem Waisenhaus auf, wo sie mit den Jahren ihre Leidenschaft fürs Backen und Kochen entdeckt. Mit 21 Jahren muss sie das Haus verlassen und soll als Gesellschafterin nach Hamburg zur Pfarrerswitwe Tilly Bredenkamp gehen. Nicht lange nach ihrer Ankunft in dem ärmlichen Viertel bricht die Cholera aus und Agnes und Tilly flüchten mit einigen Kindern, die in ihrer Obhut sind, an die Ostseeküste. Dort steht Tillys Elternhaus, das die Witwe allerdings nicht betreten will, weil irgendetwas Schreckliches in ihrer Vergangenheit dort geschehen ist. Agnes kümmert sich also um die Küche und die Versorgung der Kinder. Die kleine Kate ist dafür mehr schlecht als recht geeignet und als Agnes bei einem Spaziergang ein leerstehendes Herrenhaus mit einer großen und funktionsfähigen Küche entdeckt, reift in ihr eine Idee. Denn erst kürzlich hat sie am Strand an die reichen Feriengäste ein paar ihrer selbst gebackenen Köstlichkeiten verkauft. Wenn sie nun eine bessere Küche nutzen könnte, wäre das ein Traum. Aber wie reagiert der Besitzer des riesigen Hauses, Benjamin von Reiker, auf ihre Idee? Meine Meinung: Ein lebendig geschriebener Roman vor historischer Kulisse. Das Porträt einer mutigen jungen Frau, die sich nicht so schnell entmutigen und unterkriegen lässt, um ihre Träume zu verwirklichen. Oft wird deutlich, wie die Rolle der Frau damals in der Gesellschaft war, denn Agnes stößt mit ihren Ideen mehr als einmal an Grenzen. Grenzen, die ihr von den Männern gesetzt werden. Dabei sind es oft nur Kleinigkeiten, die für uns heute selbstverständlich sind. Trotzdem bleibt sie optimistisch und hört nicht auf zu träumen. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge, was sie dem Leser gleich sympathisch macht und kümmert sich liebevoll um die ihr anvertrauten Kinder. "Vom Himmel zum Meer" ist ein unterhaltsamer Roman, der einen manchmal zum Schmunzeln und manchmal auch zum Nachdenken bringt. Es gibt auch viele gefühlvolle Szenen. Trotzdem hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefgang gewünscht. Ich kann es schlecht genauer benennen, aber um die volle Punktzahl zu vergeben, fehlt mir irgendwas. Vielleicht, weil die junge Agnes, die ja bisher nur das Leben im Waisenhaus kannte, manchmal doch ein wenig zu abgeklärt und erfahren wirkte. Fazit: Trotzdem hat mir das Buch gefallen, es liest sich leicht und spendet wie gesagt unterhaltsame Lesestunden. Außerdem ist das Cover einfach wunderschön anzusehen.

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Agnes war fünf Jahre alt, als sie in das Waisenhaus von Pfarrer Wieland in Straßburg kam. Nun ist sie volljährig und muss das Waisenhaus verlassen. Da Agnes sehr gerne backt und kocht, kommen ihr diese Eigenschaften zunutze. Sie tritt eine Stelle als Gesellschafterin der Pfarrerswitwe Tilly Bevenkamp in Hamburg an. Die Pfarrerswitwe Tilly arbeitet in einem Waisenhaus, so fällt Agnes der Abschied aus Straßburg nicht allzu schwer. Tilly scheint Agnes gar nicht zu erwarten. Sie ist gar nicht begeistert von Agnes Auftauchen und ignoriert sie vollständig. In Hamburg bricht die Cholera aus und sie flüchten mit einigen Kindern nach Kleenshoop an der Ostseeküste, wo Tilly’s Elternhaus, eine kleine Kate an der Küste, steht. In Kleenshoop angekommen, weigert Tilly sich ihr Elternhaus zu betreten. Die Dörfler verhalten sich auch merkwürdig. Nach Begegnungen am Strand mit einigen Sommerfrischlern, hat Agnes eine Geschäftsidee und deswegen auch jede Menge Herausforderungen. Bei einem Spaziergang entdeckt Agnes ein leer stehendes Herrenhaus mit einer perfekt ausgestatteten Küche. Dort könnte sie die wunderbarsten Köstlichkeiten zaubern. Das Herrenhaus gehört jedoch der adligen Familie von Reiker und die Familie ist alles anderes als begeistert dass Agnes das Haus vermieten will. Sie verweigern ihr den Zutritt zum Haus. Sie lernt den Sohn der Familie kennen, den attraktiven Adligen Benjamin von Reiker. Langsam bannt sich was an … Lisa Marcks schreibt flüssig, sehr lebendig und bildhaft, der Leser wird zum Träumen animiert. Das Buch ist aus der dritten Erzähl-Perspektive von Agnes geschrieben. Die Hauptprotagonistin ist die treibende Kraft in den Roman. Agnes ist authentisch beschrieben, ich konnte nicht anders als mit ihr mitzufühlen und mitzufiebern. Die sympathischen Nebencharaktere sind mit ihren Stärken, Schwächen sowie Gefühlen sehr gut dargestellt. Ganz besonders in mein Herz geschlichen haben sich die schrulligen Dorfbewohner, aber auch die liebenswerte Fräulein Frieda. Tilly dagegen ist als eine traumatisierte Frau gezeichnet, die nie über die Geschehnisse in der Vergangenheit hinweggekommen ist. Das Hauptthema des Buches ist „starke, unabhängige Frauen“, es werden aber auch die großen Unterschiede zwischen den Gesellschaftsklassen angesprochen. Leider gibt es einige Kleinigkeiten, die für mich nicht nachvollziehbar waren. In der Zeit konnte man bestimmt nicht einfach so hin und her reisen … und eine junge Waise konnte bestimmt nicht über so viel Lebensweisheit verfügen. Das Leben in dieser Zeit war bestimmt ganz anderes und diese Tiefe fehlt dem Roman. Fazit: “Vom Himmel zum Meer” ist ein unterhalsamer und gefühlvoller Roman. Ich vergebe 3,5 Sterne. Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Das Cover ist wunderschön und schlicht. Es passt perfekt zu diesem besonderen Buch. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Ich war sofort in der Geschichte gefangen. Die Beschreibungen der Landschaften haben mir sehr gefallen und mich sofort in Urlaubsstimmung versetzt. Die Charaktere waren gut beschrieben und ich habe mich mit ihnen gut identifizieren können. Man konnte die Wünsche und Gefühle so sehr gut nachvollziehen. Ganz besonders haben mir die tollen Kapitelüberschriften gefallen. Die Autorin war in diesem Zusammenhang sehr kreativ. Der Roman ist ein schöner, leichter Sommerroman durch den man in die Zeit zurück versetzt wird und für einige Seiten abschalten kann. Ich vergebe 4 Sterne.

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