Leserstimmen zu
Vom Himmel zum Meer

Lisa Marcks

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Inhalt: 1892: Agnes Martin ist ein Findelkind und in einem Waisenhaus in Straßburg aufgewachsen. Als sie 21 Jahre alt und damit mündig ist, muss sie das Heim verlassen und wird Gesellschafterin bei der ruppigen Pfarrerswitwe Tilly Bevenkamp in Hamburg. Als sie sich gerade etwas eingelebt hat, bricht in Hamburg die Cholera aus und Agnes und Tilly fliehen zusammen mit elf Heimkindern an die Ostsee. Dort wohnen sie in einer kleinen Kate, die Tillys verstorbenen Eltern gehört hat. Um etwas Geld zu verdienen, verkauft Agnes selbst gebackene Backwaren an die reichen Strandgäste. Doch in der kleinen Küche der Kate wird es schnell zu eng. Die wunderschöne große Küche eines leerstehenden Herrenhauses würde sich für Agnes Zwecke perfekt eignen, doch leider verweigert der reiche Besitzer ihr seine Einwilligung. Aber so schnell lässt sich Agnes nicht von ihrem Plan abbringen… Meine Meinung: Das Buch lässt sich wunderbar leicht und flüssig lesen und während es am letzten Sonntag ohne Unterbrechung regnete, konnte ich völlig in der Geschichte abtauchen. Sie ist zwar relativ anspruchslos, aber sehr unterhaltsam und warmherzig. Es macht Spaß, die vielen, meist etwas skurrilen Charaktere, kennenzulernen. Auch die, die zunächst etwas abweisend und brummig erscheinen, haben doch ein gutes Herz. Bis auf ganz wenige Ausnahmen wachsen einem alle Charaktere, vor allem Agnes, schnell ans Herz, auch wenn es im Lauf der Geschichte immer mehr werden. Lisa Marcks hat die Zeit gegen Ende des 19. Jahrhunderts sehr anschaulich beschrieben; z.B. das Leben der ärmeren Bevölkerung, die Anstrengungen der Reisen und auch die Rolle der Frau. Heute ist es unvorstellbar für uns, wie prüde man damals war (googelt mal den Begriff „Badekarren“!). Nach den tollen Beschreibungen von Agnes köstlichen Backwaren hätte ich mir ein paar Rezepte auf den letzten Seiten gewünscht. Gegen Ende fand ich die Geschichte etwas schwächer; alle Probleme lösen sich wie von allein und schließlich gibt es ein dickes Happy End. Fazit: Insgesamt ein schöner und unterhaltsamer historischer Roman mit viel Frauenpower. 4,5 ⭐

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Inhalt: Hamburg 1892, Agnes das Findelkind, fängt als Gesellschafterin bei Tilly Bevenkamp an. Als die Cholera die Stadt beherrscht, reisen die beiden in Tillys altes Elternhaus an die Ostseeküste. Dort verzaubert sie die vornehme Gesellschaft am Strand mit ihren Köstlichkeiten... Als sie an einem ausgedehnten Spaziergang ein altes Herrenhaus entdeckt ist sie hin und weg. Leider verweigert der Adlige Benjamin von Reiker ihr den Zugang zu dem Herrenhaus. Aber ob er es auch schafft sie von seinem Herzen fern zu halten? Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es lässt sich sehr flüssig lesen und man kann kaum vor ahnen, in welche Richtung das Buch geht. Die Charaktere haben mich direkt überzeugt. Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sterne.

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"Vom Himmel zum Meer" Lisa Marcks Inhalt: Hamburg 1892. Die junge Waise Agnes tritt eine Stelle als Gesellschafterin der Pfarrerswitwe Tilly Bevenkamp an. Doch dann bricht die Cholera aus, und die Frauen fliehen in Tillys altes Elternhaus an die Ostseeküste. Eines Tages entdeckt Agnes bei einem Spaziergang ein leer stehendes Herrenhaus mit einer herrlich ausgestatteten Küche. Einer, in der man anders als in der Kate die wunderbarsten Köstlichkeiten zaubern könnte … Sie hat jedoch die Rechnung ohne den Besitzer, den attraktiven Adligen Benjamin von Reiker, gemacht. Kategorisch verweigert er ihr den Zutritt zu dem Haus. Aber gelingt es ihm auch, ihr den Zutritt zu seinem Herzen zu verbieten? S. 314 Goldmann Verlag, Softcover Preis Cover: Ansprechende Szenerie mit Sanddornzweig und Möwe, Hintergrundfarbe: Sandfarben. In der Mitte steht der Titel. Das Cover steht für mich für eine eher „einfach gestrickte Liebesgeschichte“. Eine ehemalige Mitschülerin vom Gymnasium hat ein Buch geschrieben. Das finde ich spannend. Auch wenn es nicht nach meinem Genre aussieht, konnte ich nicht widerstehen. Sehr einfach war der Einstieg in die Geschichte. Die Protagonisten wachsen einem schnell ans Herz und haben viel Tiefe und Charakter. Der historische Hintergrund ist so gut recherchiert und mit der Geschichte verbunden, dass ich unsicher wurde, ob die Personen und Szenerien einen historischen Hintergrund haben. Die Orte und Landschaften sind bildhaft beschrieben was natürlich auch dazu beiträgt, dass der Leser den Protagonisten „über die Schulter schauen kann“. Man kann sehr einfach abtauchen in der Geschichte und zum Ende fehlen einem die lieb gewonnenen Figuren, denn, obwohl das Ende passend gewählt ist, könnte die Geschichte noch Jahre weitererzählt werden. Das Thema „Starke Frauen“ im späten 19 Jahrhundert wird mit der Protagonistin Agnes und ihrer Entwicklung sehr anschaulich vermittelt. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und macht auch heute noch Mut. Die Schreibweise ist flüssig - ich habe mich an keiner Stelle gelangweilt- die Geschichte ist nicht vorhersehbar und hat noch einige Überraschungen in Petto. Ich wünsche mir ein Rezeptbuch zu den Büchern der Autorin bzw. wenigstens die im Buch beschriebenen Rezepte auf zusätzlichen Seiten mitzuliefern. Bei den detaillierten Beschreibungen von Agnes Köstlichkeiten bekommt man Lust diese nachzukochen. Mir hat die Geschichte „Vom Himmel zum Meer“ sehr gut gefallen, wenn ich das Buch einordnen sollte, würde ich „historischer Frauenroman“ schreiben. Ich bin positiv überrascht, von „platter Liebesgeschichte“ sind wir doch weit weg. Die Geschichte ist tiefgründig, aber auch lustig und es geht in erster Linie um das Findelkind Agnes und wie sie ihr Leben meistert und immer auf die Füße fällt. Leseempfehlung eher für Frauen. Ich habe mir gerade das erste Buch der Autorin bestellt und bin gespannt, ob auch dieses mich überzeugen kann.

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Mit der Volljährigkeit muss Agnes das Waisenhaus verlassen und wird Gesellschafterin bei Tilly Bevenkamp, einer resoluten Pfarrerswitwe. Als die Cholera in Hamburg wütet , flüchten Tilly und Agnes an die Ostsee, denn dort an der Küste steht Tillys Elternhaus. Beim Streifzug durch die Dünen entdeckt Agnes ein altes Herrenhaus und verliebt sich sofort in die wundervoll große Küche, in der sie ihre traumhaften Köstlichkeiten für die Sommerfrischler zubereiten könnte. Doch der Zutritt zur Küche wird ihr verwehrt, denn der Besitzer, ein gewisser Herr von Rieken, verweigert ihr den Zutritt. Wird es Agnes gelingen, nicht nur die Küche für sich zu erobern, sondern auch das Herz des Besitzers ? "Vom Himmel zum Meer" ist ein traumhaft schöner Roman, der das Herz weit macht für all die wunderschönen Zeilen, die die Autorin hier verfasst hat. Nicht nur, dass sie charmante und warmherzige Persönlichkeiten in diesem Roman zum Leben erweckt, nein, sie lässt auch wundervolle Aromen und Düfte von warmen Apfelstrudel, Zimt und anderen Köstlichkeiten durch die Stube wehen. Agnes hat mein Herz von Anfang an in Sturm erobert, denn sie ist eine liebenswerte junge Frau, die nicht nur das Herz auf dem rechten Fleck hat, sondern auch mit beiden Beinen fest im Leben steht und anpacken kann. Ihre Träume bekommen durch die Autorin Flügel und Lisa Marcks zeigt auf, dass man seine Träume auch leben kann, wenn man nur ganz fest daran glaubt, dass sie wahr werden. Ihr zur Seite steht die resolute Pfarrerswitwe Tilly, die zwar eine harte Schale aber auch ein butterweiches Herz besitzt. Ihre Lebensgeschichte ist tragisch und zeigt auf, warum sie so eine energische und rigorose Inszenierung ihrer Selbst an den Tag legt. Beide Geschichten verschmelzen hier wunderbar zu einem Roman der vieles zu bieten hat - ansprechende Nebenschauplätze werden durch ebenso treffend skizzierte Figuren mit ihren Geschichten und Geschichtchen belebt, bereichern so die Handlung mit viel Einfallsreichtum und am Ende verwebt Marcks alles zu einem Roman voller Liebe, erfüllten Lebensträumen und ganz vielen Köstlichkeiten. Die wunderschönen Landschaftsbilder der Ostsee, die Stadtszenen in Lübeck und nicht zuletzt die vielen kleine Episoden in und um das Herrenhaus zeichnen ein plastisches Bild, das mir ermöglicht, in der Geschichte abzutauchen und eins mit dem Buch zu werden. Ich habe währendem Lesen das Lied der Münchner Freiheit "Solang man Träume noch leben kann" im Ohr und ich würde sagen, besser kann ein Lied zu diesem Buch nicht passen :)

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Wenn eine Waise das Waisenhaus verlassen muss, weil es erwachsen geworden ist, bedeutet das in den meisten Romanen nichts Gutes. Meistens drohen solche Figuren erst Mal "unter die Räder zu kommen" bis dann doch etwas aus ihnen wird. Hier ist es ganz anders. Und das ahnt man bereits bei den ersten Zeilen!Handfest & QuirligKurzweilig erzählt Lisa Marcks die ersten zwei Jahre ihrer Hauptfigur Agnes. Die sich weder schämt ein Findelkind zu sein noch denkt, als Frau sei sie weniger wert als Männer und kein Blatt vor den Mund nimmt und dennoch sympathisch wirkt. So entstehen die ersten amüsanten Dialoge und ratzfatz lese ich den Schmöker zu einem Drittel durch. Ich versinke im Hamburg als dort die Cholera um 1872 ausbricht, lache dabei, wie Agnes geschäftstüchtig wird und ihr Leben wie Beppo Straßenkehrer aus Michael Endes "Momo" angeht. Schritt um Schritt vorwärts kommen ohne das große Ganze aus den Augen zu verlieren. In Agnes Fall dreht es sich erst Mal nur um ihr eigenes Überleben. Aber es geht noch weiter. Was man mit sympathischer Art und handfestem Tun in die Wege leiten kann, wenn man nur will, das zeigt diese Geschichte ganz nebenbei auf. Es überhaupt zu versuchen und merken, was alles geschehen kann oder auch nicht.Die Geschichte allein ist prima. Jeder Faden wird verflochten, keiner löst sich und Marcks schreibt charmant, lässt schmunzeln und Zeit und Raum total vergessen. Ein wunderbarer Schmöker!

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