Leserstimmen zu
Schuldig

Kanae Minato

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Meinen ersten Versuch mit diesem Buch startete ich vor fast einem Jahr, brach nach knapp 100 Seiten wieder ab, weil absolut keine Spannung aufkam. Kaffeeliebhaber werden an diesen Seiten vermutlich ihre Freude haben, weil es hauptsächlich ums Kaffeebrühen und unterschiedliche Kaffeebohnen geht. Ich liebe Kaffee auch sehr, aber ich trinke ihn lieber, als etwas über seine Machart zu lesen – vor allem in einem Thriller. Ich fand diese ewigen Anekdoten über Kaffee wirklich anstrengend und war echt froh, als es endlich um die Vergangenheit und den tragischen Unfall ging. Zwar ist auch die Fahrt in das Bergdomizil, das Schauplatz des Unfalls sein soll, sehr langatmig beschrieben, aber es bot doch zumindest ein bisschen Abwechslung. Und es wurde dann auch echt spannend, aber sobald der Unfall passiert ist, springen wir wieder in die Gegenwart und irgendwie … geht es wieder um Kaffee. Auch der Protagonist trägt nicht unbedingt zur Handlung bei. Mir kam er die ganze Zeit sehr durchsichtig vor, wie ein Fähnchen im Wind, ohne eigene Meinung. Natürlich ist das so gewollt und hat seinen interessanten Beigeschmack, aber es ist halt trotzdem einfach langweilig und nicht besonders spannend, nur von so einem Charakter zu lesen. Das Ende wurde mir gespoilert und ich muss sagen, dass es mich dann doch ein bisschen überrascht hat. Weil ich einfach nicht an diese Auflösung gedacht hätte. Andererseits kam es mir während dem Lesen auch nicht so vor als gäbe es etwas aufzulösen. Das große Rätsel, um das es in “Geständnisse” geht, hat mir in “Schuldig” einfach gefehlt. FAZIT Dafür, dass ich mich so auf dieses Buch gefreut hatte, war die Enttäuschung natürlich umso größer. Ich fand es leider überhaupt nicht spannend und habe die stilistische und erzählerische Leistung von “Geständnisse” sehr vermisst. Nach so einem Highlight leider ein Flop.

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Mit „Geständnisse“ hat Kanae Minato die Messlatte für mich ziemlich hoch gelegt. Umso gespannter war ich auf „Schuldig“. Ein bisschen enttäuscht wurde ich schon, aber dennoch hat mir das Buch wieder sehr gefallen! 5 Freunde fahren in eine Hütte und wollen dort eine schöne Zeit verbringen. Einer verunglückt tödlich und nichts ist mehr wie vorher. Die Freunde können sich nicht erklären, wie es zu dem Unfall kam, bei dem der Freund in den Abgrund stürzte. Und sie werden von Schuldgefühlen gequält, weil sie es waren, die ihn bedrängt haben, den gefährlichen Weg zu fahren, obwohl er Fahranfänger war und Bier getrunken hatte. Das Buch spielt in der Gegenwart, genauer gesagt sind wir mitten in Fukases Leben. Als mysteriöse Briefe auftauchen, in denen die Freunde als Mörder beschimpft werden, kommt alles wieder hoch. Und Fukase wird zum Detektiv, um herauszufinden, was damals wirklich geschah und wer hinter den Briefen steckt. In ruhigem, fast sachlichem Tonus erzählt die Autorin die Geschichte abwechselnd in Rückblenden und aus dem Jetzt. So ergibt sich ein rundes Bild über die einzelnen Charaktere und die Freundschaft, die sie verbindet. Minato strickt eine Geschichte über Moral, die Frage nach Schuld und gesellschaftlichen Konventionen. Und mit dem Ende haut sie einen wieder um. Ähnlich wie sie es schon bei „Geständnisse“ getan hat. Leider fehlt bei „Schuldig“ etwas der Spannungsbogen und daher ist es nicht ganz so fesselnd. Dennoch ist es wieder ein subtiler fast perfider Roman, der einen am Schluss sehr zum Nachdenken anregt. Klare Leseempfehlung von mir und 4 ⭐️

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Meinung: Leider, leider bin ich von ''Schuldig'' nicht so begeistert wie von ''Geständnisse'', im Vergleich war dieses Buch eher entspannend, mit ausladender Story, wenig Drama und viel viel weniger von dem Durchgeknallten, das ich so sehr geliebt habe. Natürlich kann dieses Buch nicht sein wie ''Geständnisse'', es ist schließlich ein anderes, doch was mich daran gestört hat, das Potential zu einem richtig abgedrehtem Psychospielchen war definitiv da es wurde nur leider nicht ausgeschöpft. Es war seichter, ein Buch das man lesen kann, aber mich daran erinnern und sagen: ''Es war grandios'', das werde ich leider nicht. Trotzdem freue ich mich sehr auf mehr von der Autorin und glaube, dass sie noch einige richtig großartige Bücher schreiben wird. Fukase, die Person, die uns mit durch die Geschichte nimmt ist mir sehr sympathisch gewesen, allein schon weil er Kaffee über alles liebt, weil nicht zu laut aber auch nicht zu leise ist und weil er versucht alles aufzuklären statt seine eigene Haut zu retten. Auch liebe ich an diesem Buch, dass ich Fernweh bekomme, dass ich unbedingt nach Tokio reisen möchte, weil dieses großartige japanische Flair einfach vollkommen ankommt. Weshalb ich das Buch wirklich gerne gelesen habe. In dieser Geschichte lernt man viele Menschen kennen, erfährt viel über ihre jeweiligen Leben, was gut und was schlecht läuft auf dieser Ebene ist es sehr bewegend, weil es so nah ist, man so viele Einblicke bekommt und das Gefühl hat, dass man sie alle kennt, richtig gut kennt. Auch wenn ich nicht wirklich sehr überrascht vom Verlauf der Story war und einiges mir nicht komplett zusagte ist dieses Buch gut, es ist nur eben anders. Wenn man etwas wie ''Geständnisse'' erwartet, dann wird man es hier nicht finden, wenn man es aber ruhiger, einfühlsamer mag, dann ist ''schuldig'' wirklich gut. Abschließend möchte ich sagen, dass ich finde, Kanae Minato hat einen sehr klaren Stil, Ecken und Kanten und wenig weiches Material und das mag ich sehr. Es passt zu den Geschichten die sie schreibt und es passt zu der Idee, die ich zu Japan im Kopf habe, nicht alles ist Kawaii und ''so sweet'' sondern auch dunkel, böse und abgedreht und das bringt sie sehr gut rüber, wenn auch hier weniger aber rosa Wölkchen gibt es auch hier nicht und das ist ein Punkt, den ich sehr an diesem Buch und der Autorin schätze.

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Bereits aus dem Klappentext erfahren wir so gut wie den gesamten Inhalt. Die kleine Wendung am Ende hat insofern nicht dazu beigetragen, dass dieser Roman mir letztendlich doch noch gefallen hat. Das war das nämlich Mindeste, was ich am Ende erwartet habe. Nachdem ich von dem Vorgänger »Geständnisse« sehr begeistert war, hat mich dieses Buch enttäuscht, gelangweilt. Ich habe viel geblättert. Weiter zur Rezension: https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/schuldig-von-kanae-minato-rezension.html

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REZENSION – Der neue Roman der Japanerin Kane Minato, die seit 2014 mit ihrem Debüt „Geständnisse“ auch international auffiel und seitdem vielfach als Thriller-Autorin bezeichnet wird, ist gewiss kein typischer Thriller. Es steht folgerichtig auch kein Ausrufezeichen, nicht einmal ein Fragezeichen hinter „Schuldig“, dem Titel ihres kürzlich bei Bertelsmann erschienenen Romans. Es ist eher ein äußerst subtiler Psycho-Krimi. Auch in Minatos zweitem Roman geht es wieder um einen tragischen Unfall und die Frage der Schuld. Doch darf man tatsächlich von Schuld sprechen? Ist es nicht vielmehr Unkenntnis und Gedankenlosigkeit unseren Mitmenschen gegenüber, die uns am Unglück anderer mitschuldig werden lässt? Fünf Studenten aus Tokio wollen in den Bergen abseits eines Bergdorfes einige Ferientage verbringen. Vier sind bereits im Chalet eingetroffen, nur Gastgeber Murai verspätet sich. Als er in stürmischer Nacht vom Bahnhof abgeholt werden will, wird ausgerechnet Fahranfänger Hirosawa gebeten, trotz leichten Bierkonsums Murai mit dem Auto abzuholen. Auf dieser Fahrt stürzt Hirosawa mit dem Auto von der kurvenreichen Bergstraße ins Tal und kommt im brennenden Fahrzeug ums Leben. Drei Jahre später erhalten die vier Freunde anonyme Briefe, in denen sie des Mordes an Hirosawa beschuldigt werden. Fukase übernimmt die Aufgabe, den Absender ausfindig zu machen, mehr über den Charakter und das Leben seines verstorbenen Studienfreundes herauszufinden und eine Antwort auf die Frage nach ihrer Schuld zu finden. „Schuldig“ ist ein psychologisch tiefgehender Krimi ohne Blut und Schrecken. Minato schildert das Geschehen asiatisch zurückhaltend, fast schüchtern, so wie auch ihr Protagonist seiner Umwelt gegenüber auftritt. Wir lernen den introvertierten Fukase in seinem Arbeitsalltag als Außendienstler eines Büroartikelhändlers und in seiner Freizeit kennen. Ein junger Mann ohne Freunde, schon seit der Grundschule ein Einzelgänger. In seinem Stammcafé lernt er Mihoko kennen, doch die zarte Romanze bricht abrupt ab, als ausgerechnet sie den ersten anonymen Brief erhält: „Kazuhisa Fukase ist ein Mörder!“ Kanae Minato bietet uns Lesern in den Begegnungen und Gesprächen Fukases mit seinen früheren Kommilitonen sowie mit Eltern und Weggefährten des Verstorbenen mehrere Lösungsmöglichkeiten. Wir lernen die Studienkollegen charakterlich besser kennen und erfahren, in welcher Beziehung jeder zu Hirosawa stand. Es waren Schüler, junge Heranwachsende, charakterlich noch nicht ausgereift, im richtigen Umgang mit anderen noch unerfahren. Aber haben sie sich durch mögliches Fehlverhalten mitschuldig gemacht? Wurden sie letztlich gar zu Mördern? War es denn damals kein tragischer Unfall? Die ultimative Antwort auf diese Frage ist am Ende so einfach wie absolut überraschend. Manches an Minatos Charakterstudien ihrer Protagonisten mag uns Nordeuropäern fremd erscheinen, vielleicht sogar irritieren, wenn zum Beispiel erwachsene Männer im Gefühl möglicher Schuld beginnen zu weinen. Doch genau dies ist neben der eigentlichen Handlung das Empfehlenswerte an diesem ungewöhnlichen, deshalb lesenswerten Roman: Wir lernen einiges über Japan und die Mentalität seiner Bewohner, über uns fremde Moralvorstellungen und manche Zwänge der dortigen Gesellschaft. Sogar über japanische Esskultur erfahren wir beiläufig Interessantes. So mancher Leser wird nach der Lektüre sicher versucht sein, wie Kazuhisa Fukase auch einmal indonesischen Kaffee mit einem Löffel Buchweizen-Honig zu kosten.

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Schulding von Kanae Minato Vier Freunde, ein tragisches Unglück und die Frage nach der Schuld Fünf Studenten aus Tokio wollen in einem abgelegenen Dorf zusammen ein paar Ferientage verbringen. Einer von ihnen, Hirosawa, kommt bei einem Autounfall auf einer kurvenreichen Bergstraße ums Leben. Drei Jahre später holt das schreckliche Ereignis die ehemaligen Studienkollegen ein. Sie erhalten anonyme Briefe, in denen sie des Mordes an ihrem Freund beschuldigt werden. Raffiniert erzählt die japanische Erfolgsautorin Kanae Minato von den zahlreichen Verkettungen, die zu dem tödlichen Unfall geführt haben, lockt den Leser gekonnt auf falsche Fährten, bis schließlich die tragische Wahrheit ans Licht kommt. Meine Meinung: Im Buch lernt der Leser Fukase kennen. Er ist ein eigenartiger Typ, der zurückgezogen lebt und bereits als Kind ein Außenseiter war. Er blickte immer neidisch zu den anderen Kindern, die gemeinsam spielten. Für ihn gab es scheinbar nur seine Bücher.... An der städtischen Universität lernt er Yoshiki Hirowawa kennen, den ersten Jungen in seinem Leben, den er als richtigen Freund bezeichnet. Aber dann kommt es zu dem verhängnisvollen Abend, an dem Hirowawa tödlich verunglückt und fortan müssen Fukase und die anderen drei jungen Männer damit Leben, eine Mitschuld an Hirowawas Tod zu tragen. Denn obwohl er getrunken hatte ließen sie es zu, dass Hirowawa sich ins Auto setzte um einen der Freunde am Bahnhof abzuholen. Was wirklich geschah weiß niemand, bis alle Beteiligten Jahre später einen Brief erhalten..... der alles ändert. Der Schreibstil ist ruhig und sachlich, dennoch flüssig zu lesen. Der Klappentext ließ mich eine andere Geschichte erwarten.... was aber der eigentlichen Story nicht geschadet hat. Szenen werden bunt beschrieben. Auch die Charaktere sind bunt gemischt, vom super Sportler bis zum super Nerd, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Vor allem Fukase fand ich sehr interessant. Er wurde perfekt beschrieben und man konnte sich richtig in seine Lage hineinversetzen. Ein viel zu braver Typ, der alles für seine Mitmenschen tun würde. Die Namen erschwerten mir das flüssige Lesen etwas. Der Einstieg ins Buch war zunächst holprig, aber dran bleiben lohnt sich in diesem Fall wirklich. Ein Buch, das Trauer und Schuld unglaublich ruhig und dennoch schwermütig thematisiert und dessen Ende dem Leser den Boden unter den Füßen wegzieht. 4 von 5 Herzen

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Oje, das neue Buch von Kanae Minato hat es mir nicht leicht gemacht. Ein wenig Schuld trage ich an dem Versagen sicherlich auch, denn „Geständnisse“ fand ich echt genial erzählt und sehr überraschend. Bei „Schuldig“ hat mich eher die Langatmigkeit der ersten 100 Seiten überrascht. Ich wollte dieses Buch wirklich oft abbrechen. Grundsätzlich geht es ja laut Klappentext um 5 Studenten, die einen gemeinsamen Ausflug machen wollten. Dabei kam einer um und drei Jahre später erhalten sie anonyme Briefe und müssen sich noch mal mit der Frage der Schuld auseinandersetzen. Klingt doch spannend oder? Tja, die ersten 100 Seiten waren es für mich nicht, denn es ging um Essen und um Kaffee, was an sich zwar lecker sein kann, aber in einer Langatmigkeit und teilweise fehlender Sinnhaftigkeit niedergeschrieben wurde, dass ich mir hier und da die Haare raufen musste. Der Leser lernt einen der jungen Männer, Fukase, näher kennen. Fukase ist ein trister junger Mann, der sich selbst oft sehr klein hält, schüchtern ist und sich recht oft bemitleidet – wenn ich wäre wie der und der, würde ich dies und das machen. Tja, es ist halt immer eine Frage der eigenen Entscheidung, aber gut. Mit Fukase habe ich mich nach 2/3 des Buches etwas versöhnen können, aber die ersten 200 Seiten hätte ich ihn am liebsten angeschrien und geschüttelt, damit er mal aus seinem selbstgewählten Elends-Schneckenhaus raus kommt. Auf jeden Fall erhält jemand in Fukases Umkreis einen anonymen Brief: „KAZUHISA FUKASE IST EIN MÖRDER!“ und dann sieht er sich dazu gezwungen, die Geschichte von damals zu erzählen. Ich als Leser dachte mir, toll jetzt wird es endlich spannend, denn ich wollte das ja auch wissen. Statt dessen erzählt er DIE GANZE NACHT, was die fünf Studenten alles auf der Fahrt gegessen haben, was wer nicht gegessen hat, was besonders gut geschmeckt hat, was sie als nächstes gegessen haben und was sie am Abend essen wollen. Ja, in der japanischen Kultur spielt Essen eine andere Rolle als bei uns, aber mal Hand aufs Herz – wenn mir jemand gegenüber sitzt und von mir wissen will, was damals passiert ist und warum mich wer als Mörder bezeichnet, halte ich mich dann wirklich stundenlang damit auf und erzähle vom Essen? Also ich weiß nicht. Dass Fukase besonders gut Kaffee kochen kann und dafür eine Leidenschaft hat und besonders gern in eine bestimmte Kaffeerösterei geht und seine Freunde und Kollegen ihn dafür schätzen, dass er besonders gut Kaffee kochen kann, ist noch die andere Sache. Klar muss man dem Charakter auch irgendwie Farbe geben. Aber die ersten 100 Seiten kam in jedem dritten Satz mindestens einmal das Wort Kaffee vor. 30% weniger hätten auch gereicht, um mir ein gutes Bild von Fukase und seiner Leidenschaft zu vermitteln. Naja, nach etwa 100-150 Seiten ist er dann langsam aktiv geworden und es gab endlich etwas Handlung und zum Schluss wurde sowohl die Schuldfrage geklärt, als auch, wer die Briefe geschrieben hat. Letzteres fand ich nicht überraschend, aber naja. Aber was die Schuldfrage angeht … Klar, es ist eine super Überraschung am Ende. Also mit den letzten Sätzen des Buches eine wirklich unerwartete Wendung. Aber a) kam sie dann zu spät, um das Buch für mich noch zu retten, b) habe ich gegoogelt und für mich ist die Tragweite nicht zu 100% glaubhaft und 3) selbst Schuld! Mehr verrate ich nicht… (Wer genauer wissen will, was ich meine: gerne anschreiben, aber Achtung Spoiler) Insgesamt bin ich auf jeden Fall sehr unzufrieden mit dem Buch und mir aktuell noch nicht sicher, ob ich noch mal in ein Buch von Kanae Minato reinschauen werde.

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Ich habe vor ein paar Tagen das Buch "Schuldig" von Kanae Minato beendet. 🐝🍯 In diesem Buch fahren vier Freunde gemeinsam in den Urlaub und wollen ein paar Tage in den Bergen genießen. Da der fünfte Freund zum Reiseantritt verhindert war, reist dieser ein paar Stunden später nach. Er kommt jedoch nur bis zu einem Bahnhof in der Nähe der Unterkunft, sodass einer der vier Freunde losfahren muss um ihn abzuholen. Da sie nicht damit gerechnet haben, das er es schafft so schnell nachzukommen, hatten die vier Freunde den Abend bereits mit Alkohol angestoßen. Und nun stehen sie vor der Wahl: Wer soll ihn abholen? Die beiden, die nicht getrunken haben, besitzen leider keinen Führerschein. So kommt es, dass sie letztendlich Hirosawa schicken. Einer von den beiden, der etwas getrunken hatte, der aber selbst von sich aus sagt, dass sich alles noch in Grenzen hält. Es kommt schließlich zu einem Unfall, in dem er tötlich verunglückt und die vier Freunde müssen sich nun die Frage stellen: Sind wir daran Schuld? Ich habe das Buch wirklich sehr gerne gelesen, da besonders die ersten Szenen durch den Kaffee und den Honig verdankt im wahrsten Sinne des Wortes sehr aromatisch wirken. Ich hätte in diesem Moment gerne selbst in einem Café gesessen und Fukases besonderen Kaffee probiert. Auch der Protagonist Fukase war mir zu Beginn sofort sympathisch - auch wenn er etwas eigen sein mag und keinen richtigen Freundeskreis besitzt. Die gesamte Story an sich hat im Nachhinein betrachtet nicht wirklich mit dem Ende zu tun, trägt aber irgendwie doch dazu bei, dass es so kommt wie es kommt. Der Plot Twist - mit dem ich übrigens absolut nicht gerechnet habe - zeigt sich erst auf den letzten Seiten, doch für alle Ungeduldigen: der flüssige Schreibstil bringt einen schnell dorthin. Der Leser wird somit überrascht und schockiert zurück gelassen, was mir persönlich sehr gefällt. Mich wundern ehrlich gesagt die vielen negativen Rezensionen - mal wieder ein Beweis dafür, das man nicht so viel darauf geben darf. Aber gut, ich mag ja aber auf Kaffee und Honig und ich habe auch noch nicht "Geständnisse" von der Autorin gelesen. ;) (was ich aber defintiv nachholen werde)

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