Leserstimmen zu
Die Tochter der Hexe

Paula Brackston

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Paperback
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Als ich das Buch anfing, hatte ich eine Menge Vorfreude aufgebaut. Nach den ersten Seiten war diese aber gedämpft, der Schreibstil war nicht direkt das, was ich erwartet hatte, und mit der Handlung ging es erst langsam voran. Dazu kamen seltsame Tempuswechsel, die sich mir erst wenig später als Tagebucheinträge offenbarten. Sobald allerdings die Geschichte wirklich Fahrt aufgenommen hat, war ich dann doch begeistert; das Buch gefiel mir zunehmend besser. Zum Schluss fühlte ich mich wirklich mit der Protagonistin (die Hexe Bess - ein toller Charakter!) verbunden, wie man es in guten Büchern hat, und habe dann das (etwas zu aprupte) Ende verschlungen. Achtung, kleiner Spoiler: Besonders gut haben mir die Ausflüge der Autorin in die Vergangenheit gefallen (was das Buch sehr vielschichtig macht), die historischen Beschreibungen und die ausgewählten Zeitpunkte sind etwas Besonderes, die dem Leser auch über das Buch hinaus erhalten bleiben. Dabei ist erwähnenswert, dass die Autorin dort auch Mühe in historisch korrekt wirkende Zeitungsartikel, Telegramme etc. investiert hat, was mich auch begeistert hat! Insgesamt kann man also sagen, dass ich (nach dem holprigen Anfang) durchaus gut unterhalten wurde; es ist recht vielschichtige Lektüre, die man auch schnell durchlesen kann, die aber trotzdem einiges an Handlung bereithält. Etwas kurz im Gegensatz zu den anderen Abschnitten des Buches ist das Ende geraten, in dem die actionreiche Handlung sich sehr vom Rest des Buches unterschied, der schon spannend, aber nicht actiongeladen daherkam. Für mich als Fantasy-Leser eine klare Empfehlung, aber auch für Fans historischer Romane, die sich auf einen Touch Magie einlassen können, bestimmt gute Lektüre

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Paula Brackston nimmt uns mit ihrer außergewöhnlichen Geschichte mit auf eine Reise durch die Jahrhunderte, in denen Bess allerlei düstere Zeiten durchstehen muss. Der Aufbau des Romans besticht eben durch diese Vielschichtigkeit. Bess wächst im tiefsten Mittelalter zu Zeiten der Pest und Hexenverfolgung auf. Großartig schildert die Autorin die Umstände in Batchcombe, die Verzweiflung und die Angst der Bewohner, und das grauenhafte Schicksal der "Hexen", die als Sündenböcke herhalten mussten. Weiter geht es ins Jahr 1888. Bess ist OP-Assistentin (mit Doktortitel, was mir in dieser Zeit für eine Frau doch recht uwahrscheinlich erscheint) an einem Londoner Krankenhaus und macht Bekanntschaft mit Jack the Ripper. 1917 begleiten wir Bess an die Front im ersten Weltkrieg, wo sie als Krankenschwester arbeitet. Eingerahmt werden diese hervorragend recherchierten Ausflüge in die Vergangenheit von Bess' Tagebucheinträgen aus der erzählerischen Gegenwart, in welcher sie eine willige Schülerin in den guten Künsten unterweist. Die unterschiedlichen Erzählebenen entwickeln eine Dynamik, der man sich schwer entziehen kann, und so hatte ich das Buch innerhalb weniger Tage gelesen. Schriftstellerisches Geschick und historisches Fingerspitzengefühl beweist die Autorin außerdem bei den Textteilen, die nicht von Bess selbst stammen und die Kapitel jeweils abrunden, z.B. Zeitungsberichte, Telegramme oder Briefe. Dennoch ähneln sich die Strukturen aller Kapitel sehr. Bess gewöhnt sich an ihr Leben, verliebt sich in einen Mann - doch Gideon sitzt ihr immer im Nacken und stört ihr Glück. Am Ende kommt es zum Showdown, bei dem Bess nicht viel gegen ihren Meister ausrichten kann und flieht . Das sorgt zwar für eine gewisse Vorhersehbarkeit , aber das verzeihe ich gerne im Hinblick auf die ansonsten sehr spannende Handlung, die durch den lebhaften, detaillierten Stil noch unterstrichen wird. Abzüge bei der Endnote gibt es allerdings für die etwas platten Kampfszenen zwischen Gideon und Bess. Da werden Feuerbälle und Blitze geschleudert, was das Zeug hält, und das will so gar nicht zum restlichen fein ausgearbeiteten Magiekonstrukt der Geschichte passen. Auch Bess' Zwiespalt ist nicht immer authentisch, und die Dialoge zwischen ihr und Gideon drehen sich irgendwann im Kreis. Generell bleibt die Frage: Wozu das alles? Wozu diese Jagd auf Bess? Die Hintergründe von Bess' magischer Entfaltung bleiben etwas schwammig, und dadurch auch ihre hasserfüllte Beziehung zu Gideon, die als Faktotum im Raum zu hängen scheint. Hier hätte eine genauere Ausarbeitung dem Buch gutgetan. Dennoch wurde ich von "Die Tochter der Hexe" angenehm überrascht. Der Aufbau und der Stil des Romans konnten mich uneingeschränkt fesseln, die Handlung war dynamisch und spannend. Die Themen Hexerei und Magie werden in diesem Roman nicht überstrapaziert, hätten allerdings gerne noch näher erläutert werden dürfen. Dafür gibt's gut recherchierten historischen Input, der für eine extrem abwechslungsreiche Story sorgt. Ein kleines Highlight waren für mich die von Ruhe und Schönheit geprägten Tagebucheinträge, die die Handlung rahmen. Absolute Leseempfehlung für alle, die dem Alltag für einige tolle Lesestunden entfliehen wollen und dabei anspruchsvolle Fantasy nicht scheuen!

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Klare Empfehlung

Von: MsChili

09.04.2019

Bess Hawksmith muss mit ansehen, wie ihre Mutter als Hexe beschuldigt und hingerichtet wird. Nach vielen Jahren begegnen wir ihr wieder im Jahr 2007 und durchleben wichtige Punkte ihres Lebens in einer gelungenen Erzählung. Mich hat hier das Cover, wie auch der Klappentext angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe hier eine Erzählung erwartet über Bess‘ Leben. Das Buch beginnt 2007 und ist zuerst im Tagebuchstil verfasst, was ich anfangs etwas ungewohnt fand. Daran habe ich mich jedoch schnell gewöhnt. Wesentlich besser haben mir aber die verschiedenen Erzählungen aus ihrem Leben gefallen, die einen Großteil des Buches einnehmen. An manchen Stellen fand ich es zu ausgeschmückt, aber im Großen und Ganzen habe ich das Buch sehr gern und auch schnell gelesen. So hat man nicht nur Bess besser kennengelernt, sondern auch Einblicke in historische Geschehnisse erhalten. Ich finde es schwierig genaueres zu schreiben, ohne vorzugreifen. Für mich ist Bess ein toller Charakter, selbstbewusst, neugierig und sehr hilfsbereit. Mir hat es sehr gefallen wie sie sich für die Heilmagie entschieden hat. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, man sollte hier jedoch keine actionreiche Geschichte erwarten. Die Hexe Elizabeth erzählt ihr Leben, nicht mehr und nicht weniger.

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Hexenleben

Von: Silvia S.

09.04.2019

Das mystische Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen und ich wollte das Buch unbedingt lesen. Eine Mischung aus Historie und Gegenwart welche sehr gut zusammen passen, die Protagonistin Bess erzählt in dem Buch ihre Lebensgeschichte welche aufgrund des Umstandes das sie eine Hexe ist, sehr lang ist, da sie viel erlebt hat. Der Stil ist so flüssig und es ist durch detailgetreue Beschreibungen sehr lebensecht, beim Lesen sieht man die Erlebnisse der Protagonistin vor seinem inneren Auge. Die Handlung ist in mehrere Abschnitte geteilt da sie in unterschiedlichen Zeiten spielt und einige unerwartete Wendungen sorgen für die Würze in der Geschichte, man kann ihr aber sehr gut folgen und diese nachvollziehen. Es fällt leicht sich in die Protagonisten hinein zu versetzen, diese sind charakterlich sehr gut ausgearbeitet und passen sehr genau in ihre Rollen. Mich hat das Buch sofort in seinen Bann gezogen, konnte es kaum wieder aus der Hand legen, wollte unbedingt wissen, was Bess noch alles erleben wird. Absolute Leseempfehlung!

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Wundervolle, ergreifende Wanderung einer außergewöhnlichen , beeindruckenden Frau durch Zeit und Raum. Bess, Eliza, Elisabeth und Elise... Vier Schicksale vereint durch den Schmerz des einsamen Daseins und den Wunsch nach Liebe und Geborgenheit... Eine tiefsinnige, emotionale und zugleich unglaublich spannende Geschichte über den Kampf zwischen Gut und Böse. Ein Muss für alle, die Tiefsinn, Spannung und Magie lieben. Ein Ausnahme-Buch, das hineinzieht und nicht mehr losläßt...

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Magisch

Von: Andrea

08.04.2019

Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Durch den guten Schreibstil war ich von Seite 1 direkt in der Geschichte drin. Auch der Perspektivwechsel beim Erzählstil, wenn die Vergangenheit erzählt wird, macht das Ganze sehr "echt". Kann gut auch von Erwachsenen gelesen werden die jetzt nicht die riesigen Fantasyanhänger sind, aber sich durchaus auch mal von einer guten Geschichte verzaubern lassen.

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Die Tochter der Hexe von Paula Brackston

Von: Mary Lancaster

08.04.2019

Elizabeth Hawksmith zieht nach Matravers, ein ruhiges Dorf, um neu anzufangen. Als Heilerin stellt sie Kräutermischungen, Öle und vieles mehr her, um es auf den Markt zu verkaufen. Obwohl Eliza den Kontakt zu anderen Menschen, aus guten Gründen meidet, tritt plötzlich ein Mädchen in ihr einsames Leben, das sich für ihre Künste und ihre Vergangenheit interessiert. Es stellt sich heraus, dass Elizabeth eine unsterbliche Hexe ist, die mit ihren 384 Jahren quasi schon mehrere Leben geführt hat. Allerdings ist sie dabei ständig auf der Flucht... Dieser Fantasyroman handelt von Liebe, dunkler Magie, Macht und führt uns gleichzeitig in düstere Zeiten der Vergangenheit. Ich glaube, dass der Roman nicht für jeden etwas ist, denn er ist teilweise sehr brutal und fast durchgängig von einer negativen Atmosphäre geprägt. Der Anfang des Buches ist sehr langweilig, weil man erst das momentane Leben von Elizabeth kennenlernt. Keine Sorge, die Geschichte wird in ihrem Verlauf zunehmend spannender. Der Roman ist nämlich als Tagebuch der Hexe anzusehen und daher auch nach Daten eingeteilt. Immer, wenn die Hexe aus ihrer Vergangenheit erzählt wechselt die Erzählperspektive von der Ich-Erzählform in die Personale aus der Sicht Elizas. Dieser Wechsel beeinträchtigt den Lesefluss jedoch nicht. Ein schöner Nebeneffekt der Erzählungen aus der Vergangenheit war für mich, dass man irgendwie einen emotionalen Bezug zu tatsächlichen geschichtlichen Ereignissen entwickelt. Die Protagonistin ist eine liebenswerte Figur und mir hat besonders gut gefallen, dass sie eine moderne und starke Frauenrolle vertritt. Ich bin wirklich begeistert von dem Roman, denn er enthält viele spannende Plottwists und konnte mich richtig in die Vergangenheit zurückversetzen. Dazu trägt wesentlich auch der anschauliche Schreibstil der Autorin bei. Deshalb möchte ich 4 von 5 Sternen vergeben. Zum Ende des Buches möchte ich nichts verraten, aber meiner Meinung nach gibt es kaum Anreiz dazu den zweiten Band auch zu lesen, denn es bleiben nur wenige Fragen unbeantwortet. Trotzdem werde ich die Fortsetztung auch lesen, sobald diese auf deutsch erscheint, weil ich gespannt bin, wie die Autorin an den ersten Band anknüpft. Außerdem hoffe ich noch mehr aus Elizabeths Vergangenheit, die mich so fesselte, zu erfahren.

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Das Buch über die Hexe Bess Hawksmith und das Schicksal ihrer Familie spielt gekonnt in der Vergangenheit und der Gegenwart. Der Wechsel zwischen beiden Zeiten findet nicht zu sprunghaft statt - der Leser begleitet die Protagonistin durch verschiedene Epochen der Vergangenheit. Jede Handlung ist innerhalb einer Epoche in sich abgeschlossen und führt anschließend wieder in die Gegenwart, in der Bess einem heranwachsenden Mädchen, dem sie im Laufe der Zeit vertraut, die Geschichten aus ihrer Vergangenheit, in der ihre Mutter als Hexe verurteilt und hingerichtet wurde, erzählt. Die präzise, aber nicht zu ausschweifende Beschreibung der Landschaften bewirkt, dass man diese vor Augen hat und teilweise auch meint, Gerüche wahrnehmen zu können. Auch Räume und Personen werden so gut dargestellt. Die Handlung beginnt immer harmlos, wobei die Spannung stetig zunimmt und im Verlauf des Buches den Leser dazu animiert, mitzuraten, wer sich als "Böser" im jeweiligen Buchabschnitt herausstellt, und so manche Überraschung ist garantiert. Die Autorin scheut allerdings auch nicht davor zurück, geschehene, grausame Morde entsprechend zu beschreiben - es ist also kein Buch für seichte Unterhaltung. Die Autorin hat hier ein Buch verfasst, das ich kaum aus der Hand legen konnte, sodass ich es in wenigen Tagen durchgelesen hatte. Wer gerne historische Romane mit kriminalistischem Touch liest und sich auf einen Hauch Fantasy einlässt, wird mit diesem Buch seine wahre Freude haben.

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