Leserstimmen zu
Die Tochter der Hexe

Paula Brackston

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Rezension zu Die Tochter der Hexe

Von: Frieda Lorenzo

26.03.2019

Die Tochter der Hexe ist ein Roman von Paula Brackston und 2019 im Heyne Verlag erschienen. Bess, die Hauptperson erzählt uns in diesem Buch ihre Lebensgeschichte. Wie sie zur Hexe geworden ist, was sie durch die Jahrhunderte erlebt hat und wie sie jetzt in der Gegenwart lebt. Die Gegenwart ist als Tagebuch, indem Bess ihre Gedanken niederschreibt, verfasst. Hier lernt sie ein junges Mädchen namens Tegan kennen, mit welcher Bess sich anfreundet. Tegan erzählt sie dann ihre Geschichte. Die Szenen aus der Vergangenheit sind als von ihr erzählter Rückblick geschrieben. Im ersten Rückblick geht es um die Kindheit von Bess, ihre Familie und vor allem um ihre Begegnungen mit Gideon und ihren Weg zur Hexerei. In den zwei anderen Rückblicken erzählt Bess wie sie Gideon immer wieder entkommt, der auf der Jagd nach ihr ist. Wieder in der Gegenwart , spitzt sich die Situation zu, denn Gideon hat Bess erneut aufgespürt und sie sieht dieses mal keine Möglichkeit zur erneuten Flucht. Sprache und Stil des Buches sind angenehm einfach gehalten. So lässt es sich flüssig und entspannt lesen. An keiner Stelle bin ich über logische Fehler gestolpert oder musste die Handlung hinterfragen. Bess ist ein sympathischer Charakter dessen Beweggründe gut nachzuvollziehen sind. Der historische Hintergrund ist sehr realistisch dargestellt und vermischt sich sehr harmonisch mit den Fantasy Elementen. Leider verhindert der Tagebuch Stil ein wirkliches kennenlernen von Tegan. So war für mich nur schwer nachzuvollziehen, warum Bess sie für jemand besonderen hält und sie in ihr Leben lässt, obwohl sie solche Beziehungen eher vermeidet. Auch sonst blieb meine Beziehung zu den Charakteren eher oberflächlich. Zwar konnte ich Handlungen und Beweggründe sehr gut nachvollziehen, aber zum mitfiebern und mitfühlen war es für mich nicht ausreichend. Dennoch hat mir das Lesen Spaß gemacht. Wer eine leichte Lektüre für entspannte Nachmittage sucht, findet hier ein gutes Buch.

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Wenn man über den etwas zähen Anfang hinweg ist, entfaltet sich eine grandiose farbenprächtige Geschichte, die den Leser in eine Welt der Magie und der menschlichen Seele mitnimmt. Detailverliebt und doch nicht zu akribisch, emotional aber nie effekthascherisch, spannend bis zur letzten Seite, wobei mir der Schluß ein wenig zu abrupt kam. Dieses Buch macht absolut süchtig und man kann es kaum erwarten, wie es weitergeht!

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Nette kleine Hexengeschichte

Von: Scarlett Winter

26.03.2019

"Die Tochter der Hexe" erzählt die Geschichte von Bess in dem verschiedene Episoden ihres Lebens wie in einem Tagebuch erzählt werden. Wie sie zu Ihren Kräften kam, was das kostete und in wie fern es ihr gesamtes weiteres Leben beeinflusst.

Das Buch ist definitiv kein magischer Epos, oder eine Ich-muss-die-Welt-retten, Geschichte. Es lebt davon in das Leben einer einzelnen Hexe einzutauchen und ihr durch verschiedene Epochen zu folgen. Dadurch ist das Buch auch für kürzere Leseabschnitte gut geeignet, da die einzelnen Episoden mehr oder weniger in sich abgeschlossen sind. Der Schreibstil ist angenehm und einfach zu lesen. Leider hat das Buch für mich ein paar Längen gehabt, in denen es wenig spannend war und ich mich auf die Handlung in der jetzigen Zeit gefreut habe. Auch das Ende ist leider etwas vorhersehbar. 
Trotzdem ist es insgesamt ein erfrischendes Buch, in dem es um Hexen und auch deren Alltag geht, ohne dass die Welt-retten-Keule ausgepackt werden muss. Ich würde das Buch allen empfehlen, die Geschichten rund um Hexerei mögen und sich nicht direkt in die nächste weltbestimmende Gut-gegen-Böse-Schlacht stürzen wollen.

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Inhalt: England im Jahre 1628- Nachdem ihre ganze Familie von der Pest dahingerafft würde, muss die junge Bess Hawksmith mitansehen, wie ihre Mutter der Hexerei angeklagt und hingerichtet wird. Als auch ihr der Prozess gemacht werden soll, sucht sie Zuflucht bei dem geheimnisvollen Hexer Gideon Masters. Tatsächlich beginnt Gideon damit, Bess in der Hexerei zu unterweisen. Als sie jedoch merkt, dass er sie zu einem Pakt mit dem Teufel zwingen will, ergreift sie die Flucht. Im Jahr 2007 hat Bess nun ein neues Leben begonnen und nach Jahrhunderten, auf der Flucht vor Gideon, scheint nun alles gut zu werden...doch die Vergangenheit holt sie erneut ein. Meine Meinung: Das Buch beginnt mit einigen Kapiteln aus dem Tagebuch von Bess aus dem Jahr 2007. Auf den ersten 40 bis 50 Seiten passiert eigentlich nichts interessantes. Sie berichtet von ihrer Gartenarbeit, von ihren Besuchen in der Ortschaft, wieder von der Gartenarbeit, davon wie sie das Mädchen Teagen kennenlernt und dann Mal wieder ein bisschen von Gartenarbeit. Bereits hier habe ich mich gefragt, welches Lektorat, eine Autorin nicht darauf aufmerksam macht, dass 40 Seiten Gartenarbeit in einem Fantasy-Roman, einen Leser nicht wirklich fesseln!? Als Bess dann beginnt aus ihrer Vergangenheit zu erzählen, wird das Buch meiner Meinung nach jedoch richtig gut. Die Pest, die Hexenprozesse, die Ausbildung in den schwarzen Künsten und das Leben im Jahr 1628 wurde so spannend und fesselnd erzählt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Leider kam dann jedoch ein erneuter Sprung in das Jahr 2007 gefolgt von Erzählungen aus den Jahren 1888 und 1917. Mit jeder Erzählung, wird die Geschichte etwas lächerlicher und man fragt sich nach dem Sinn des ganzen. Gideon findet Bess in jedem Jahrhundert, weil er sie verführen möchte. Dafür ermordet er unter anderem, als Jack the Ripper im historischen London einige Prostituierte und man fragt sich, was das eine mit dem anderen zu tun hat!? Meiner Meinung nach gar nichts! Ein wirres und unnötiges Szenario jagt das nächste, bis wir dann zum großen Showdown im Jahr 2007 kommen, welches einen dann an eine trashige Fantasy-TV-Serie aus den 90ern erinnert. Auch der Schreibstil war für mich, wie der Inhalt sehr schwankend. Der Charakter der Bess Hawksmith macht über die Jahrhunderte keine sonderlich nachvollziehbare Entwicklung durch und bleibt relativ flach. Außerdem fragt man sich, warum Bess nicht auf die Idee kommt, ihren Nachnamen zu ändern, wenn sie es doch schon seit mehreren hundert Jahren mit einem übernatürlichen Stalker zu tun hat! Fazit: Insgesamt leider ein sehr enttäuschendes Buch....ich hatte mehr erhofft... Ich gebe 2 von 5 ⭐

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Hexenbücher gehen bei mir ja immer, denn ich finde die Thematik interessant und abwechslungsreich. Bei “Die Tochter der Hexe” hatte ich aber ziemlich Startschwierigkeiten, denn es brauchte ewig bis ich mich so richtig in die Handlung fallen lassen konnte. Es war irgendwie nichts los zu Beginn. Die Autorin erzählt über das Leben einer Frau, die mit ihren Kräutern lebt und es passiert einfach nichts spannendes, obwohl ich die Beschreibungen nicht uninteressant fand. Als dann aber Tegan in die Geschichte eintritt, kommt endlich Fahrt in die Sache und wir begleiten Elisabeth an verschiedene Orte. Sie ist nämlich eine Hexe und muss echt oft umziehen. Es gibt dann aber noch eine junge Tegan in der aktuellen Zeit, die Elisabeth näherkommt. Persönlich hat mir die Geschichte recht gut gefallen. Ich fand diese spannend und unterhaltsam, obwohl ich zu Beginn Probleme hatte. Gerade die Sache mit den verschiedenen Orten in der Vergangenheit fand ich absolut ansprechend, denn es sind ein paar historische wichtige Dinge dabei. Natürlich alle in England. Es gibt dann aber auch noch Gideon und von diesem will Elisabeth absolut nicht gefunden werden, so war es dann auch noch recht spannend. Die Charaktere empfand ich als gelungen beschrieben. Ich würde jetzt alle als authentisch bezeichnen und gerade die Charaktere in der aktuellen Zeit haben mir sehr gefallen. Beispielsweise hat die junge Tegan eine richtig toll Lebensfreude und wirkte so begeistert von allem Neuen. Richtig toll. Der Schreibstil lies sich sehr gut lesen und der Handlung konnte man wirklich gut folgen, denn alles ist toll verständlich. Die Autorin wechselt sehr oft die Handlungsorte und die Zeit, sodass ich aber dennoch aufpassen musste, dass ich nichts verpasse. Das Cover des Buches gefällt mir wirklich gut. Ich liebe schwarze Katzen einfach. Fazit: Schöne Geschichte, die mir einen schönen Ausflug in die Vergangenheit bescherrt hat und es gibt auch noch Hexen. Richtig klasse. 4 von 5 Sterne

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Die Tochter der Hexe

Von: Angela Kulik

23.03.2019

Aufmerksam geworden bin ich durch das Cover. Gefallen tut es mir nicht so ,aber hat mich Neugierig gemacht , es lesen zu wollen. Weil der Klappentext sooo richtig gut klang. Ganz überzeugen konnte es mich nicht so, grade weil es Abschnitte gab die sich etwas gezogen haben. Da fehlte mir etwas die Spannung. Die flaute leider immer ziemlich schnell ab was ich Schade fand. Die Story aus 2 Zeitebenen zu Schreiben ist gut umgesetzt worden. Man erfährt einiges über Bess die ein Tagebuch führte und wie es ihr im 17 Jahrhundert erging. Und was passiert in der Heutigen Zeit ? Wen das Interessiert muss das Buch selbst lesen. Weil die Kombination aus Kampf, Verfolgung, Liebe und Verfolgung gut passt. Trotz der Negativen Momente hat mir das Buch gut gefallen. Normalerweise lese ich diese Art der Bücher nicht aber enttäuscht bin ich nicht. Was wohl auch an dem locker , leichtem Schreibstil der Autorin liegt. Sie hat es einem leicht gemacht in das Buch reinzukommen. Ich kann das Buch gut Empfehlen !!

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Fesselnde Reise durch die Jahrhunderte

Von: Manuela Dressler

23.03.2019

Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Man taucht direkt zu Beginn mit ein in die Geschichte und möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Charaktere und überhaupt die ganze Atmosphäre des Buches haben mir sehr gefallen. Man ist irgendwie mittendrin und fühlt sich nicht wie ein Leser sondern als wäre man ein stiller Beobachter an der Seite von Bess. Paula Brackston hat mit diesem Buch lebendige Charaktere erschaffen. Zeitgleich werden die Lebenssituationen in den fortschreitenden Jahrhunderten sehr detailgetreu und realistisch beschrieben, so dass der Leser gleich auch noch ein Gefühl für die Veränderungen im Denken der Gesellschaft und dem Fortschritt der Medizin/ Technik bekommt.

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Mein Name ist Elizabeth Anne Hawksmith, und ich bin dreihundertvierundachtzig Jahre alt. Wenn du sie hören möchtest, werde ich dir eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte voll Magie, Liebe und Verlust. Eine Geschichte, die zeigt, wie aus Unwissenheit Angst entstehen kann, und wie tödlich diese Angst sein kann. Lass mich dir erzählen, was es bedeutet, eine Hexe zu sein. Mein Fazit gleich zu Beginn: Dieses Buch ist eine sehr große Enttäuschung für mich. Die Rahmenhandlung ist in 2007 angesiedelt, als Elizabeth Hawksmith sich in dem kleinen Ort Matravers niederlässt und Stück für Stück ihre Geschichte preis gibt. Sie verdient ihr Geld damit, Tränke und Heilkräuter zu verkaufen und macht die Bekanntschaft der jungen Tegan, ebenfalls erst seit kurzem in Matravers wohnhaft. Tegan zeigt sich sehr interessiert an dem, was Elizabeth verkauft und ist sofort davon überzeugt, dass diese über Magie verfügt. Stück für Stück erzählt Elizabeth ihre Geschichte. Nun, zunächst beschreibt die Autorin - meiner Meinung nach viel zu ausführlich - über mehrere Kapitel, wie Elizabeth ihr Haus bezieht und ihren Kräutergarten anpflanzt. Und den Kräutergarten pflegt. Und was die Setzlinge im Kräutergarten für Fortschritte machen. Kein unbedingt gelungener Start in das Buch, wenn man nicht sonderlich an Botanik interessiert ist. Zu meinem Ärgernis hat der ausführlich bepflanzte Kräutergarten auch im weiteren Verlauf des Buches keine allzu große Rolle mehr, die den langsamen Beginn rechtfertigen würde. Gerade in den ersten Kapitel möchte ich als Leserin gefesselt werden, ich möchte Interesse an der Handlung und den Figuren entwickeln und nachdem mir Gartenarbeit einfach nicht liegt, hat die Autorin hier keine Punkte sammeln können. Den Anfang beiseite genommen: Nachdem die Setzlinge alle verpflanzt wurden, beginnt die Hexe jedoch mit ihrer Geschichte. Die Reise beginnt im Jahre 1628, Elizabeth ist die unbedarfte Tochter eines Apfelbauern und lebt mit ihm, ihrer Mutter, ihrem Bruder und ihrer Schwester ein einfaches Leben. Schon damals beginnt sie, von Freiheit zu träumen und möchte den kleinen Ort, in welchem sie leben, am Liebsten sofort verlassen. Mit ihrer schnippischen Art eckt sie bei einigen Personen sehr an, doch Elizabeth denkt sich nicht viel dabei. Sie lebt ihr Leben, lernt von ihrer Mutter Geheimnisse über Kräuter und die Arbeit einer Hebamme und malt sich aus, wie ihr Leben noch aussehen wird. Doch sämtliche Zukunftspläne zerfallen schon bald, als ein grausames Ereignis das ganze Land heimsucht - die Pest. Elizabeth muss sich durchschlagen, während immer mehr Menschen der Seuche zum Opfer fallen und damit nicht genug. Kaum dass die stark betroffene Ortschaft diesen Schicksalsschlag überwunden hat, beginnt ein ganz neues, düsteres Kapitel - die Zeit der Hexenjagd. Diese Kapitel sind wirklich spannend geschrieben, das einfache Leben der Familie Hawksmith und die Bekanntschaft mit dem unheimlichen Gideon fliegen nur so dahin. Man bangt mit Elizabeth und ihrer Familie und stellt selbst allerhand Vermutungen über Gideon und seine angeblichen Zauberkräfte an. Die unfairen Hexenprozesse und das Elend, das dadurch ausgelöst wird, sind anschaulich dargestellt und auch die Herangehensweise an tatsächliche Hexerei ist hier sehr gut gelungen. Schade nur, dass der Roman nicht ebenso gelungen weiter geführt wurde. Die weiteren Abschnitte in den Jahren 2007, 1888 und 1917 haben schon einen ganz anderen Schreibstil und können auch von Spannungsbogen und Handlungsentwicklung dem Abschnitt von 1628 nicht das Wasser reichen. Auch der Ton der verschiedenen Jahrhunderte wird nicht gut getroffen, da man über das Leben und die Gesellschaft nicht mehr allzu viel erfährt. Während im siebzehnten Jahrhundert noch geschildert wurde, wie das Leben der einfachen Leute ablief, welche Werte als wichtig angesehen wurden und womit man seine Zeit verbracht hat, fehlen solche Eindrücke in den weiteren Kapiteln größtenteils. Beinahe wirkt die weitere Erzählung etwas gehetzt und während zwar die technologischen Entwicklungen Raum erhalten, währen Elizabeth mit diesen umgeht, fehlt mir hier doch etwas. Ein tatsächliches Gespür für die weiteren Jahrhunderte kommt hier nicht auf. Gerade hier wäre Potential gewesen, um Elizabeth mit verschiedenen Personen interagieren zu lassen und auch ihre Meinung über die sich wandelnde Gesellschaft anzubringen. Wie empfindet sie die sich ändernde Mode, medizinische Entwicklung, sich wandelnde Rollenbilder? Welche Kunstformen gefallen ihr mittlerweile mehr als andere, was vermisst sie an vorherigen Jahrhunderten? Viel Tiefe bekommt die Hexe hier nicht. Schade ist auch, dass den Lesern hier keine Kontakte und Interaktionen mit weiteren, womöglich vollkommen anderen, Hexen und Hexenzirkeln geboten werden. Gerade wie sich diese nach der Verfolgung wieder aufgestellt haben und was sich hier für eine Gesellschaft entwickelt hat, wäre eine interessante Nebenhandlung geworden. Elizabeth Charakterentwicklung ist schon beinahe sprunghaft, da sie in jedem Abschnitt vollkommen neue Eigenschaften an den Tag legt, ohne dass näher darauf eingegangen wird, was genau ihre Entwicklung bewirkt hat. Zwischendrin wird die Geschichte auch vollkommen abstrus und ergibt teilweise einfach keinen Sinn mehr. Es werden verschiedene historische Brocken aufgenommen, ohne dass diese tatsächlich sinnvoll zu den Charakteren und der eigentlichen Handlung - dem Kampf gegen das ewig Böse durch die Jahrhunderte - passen. Teilweise sind die Interaktionen vollkommen widersprüchlich mit dem, was man über die Charaktere zu und ihre Ziele zu wissen glaubt, teilweise sind diese einfach unverständlich. Dies tut dem Spannungsbogen nichts Gutes, denn eine tatsächliche Handlung geht vollkommen verloren, vielmehr ist der Roman nur noch eine Aneinanderreihung verschiedener Episoden, die mit teilweise überaus flachen Dialogen aufwarten, in denen der selbe Konflikt wieder und wieder aufgearbeitet wird, ohne eine Entwicklung oder neue Erkenntnisse über die Figuren zustande zu bringen. Die Handlungsweisen der Charaktere sind vielleicht auch deswegen nicht nachvollziehbar, da der Bezug zu den Figuren nach 1628 nicht mehr vorhanden ist. Sicherlich kann man Charakterentwicklungen erwarten, wenn man eine Geschichte über 300 Jahre erzählen möchte, hier hätte die Autorin jedoch mehr auf die verschiedenen Facetten der Persönlichkeit ihrer Hauptfigur eingehen können. Die Kapitel in der Gegenwart haben mich leider überhaupt nicht fesseln können, da hier zu viele Kapitel vergehen, ehe tatsächlich etwas passiert. "Die Tochter der Hexe" hat eine durchaus interessante Idee, deren Umsetzung mich jedoch absolut nicht überzeugen konnte. Für mich waren lediglich die Kapitel im Jahr 1628 überzeugend, der Rest des Romans konnte hier jedoch nicht anknüpfen.

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