Leserstimmen zu
Die unbewohnbare Erde

David Wallace-Wells

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Unbedingt lesen!

Von: Sadie_76

29.10.2019

Wenn es in eurem Bekanntenkreis Menschen gibt, die den menschengemachten Klimawandel mit einem "Pffft, interessiert mich nicht", "Dann wird es halt etwas wärmer, na und?" oder ähnlichen wenig zielführenden Kommentaren abtun, schenkt ihnen dieses Buch. Vor allem, wenn besagte Menschen Kinder haben. Denn wenn es sie schon nicht interessiert, was der Klimwandel "denen da irgendwo" beschert, dann vielleicht, was sie selbst ihren Nachfahren hinterlassen. Abgesehen davon, dass das "denen da irgendwo" Quatsch ist, denn die weitreichenden Folgen werden überall spürbar sein. Das ist es, was David Wallace-Wells in seinem erschreckenden und schier unvorstellbarem Machwerk aufzeigt – die Welt in wenigen Jahren, Jahrzehnten und im kommenden Jahrhundert. Natürlich ist das sehr spekulativ, und wie groß die Ausmaße der Veränderungen sein werden, hängt letztlich davon ab, um wie viel Grad sich die Erde bis zum Tag X erwärmt – doch selbst wenn wir die besten Prognosen einhalten und schon jetzt viel zu optimistische Ziele doch noch irgendwie erreichen, werden die Folgen verheerend sein. Nicht überall und nicht für alle gleich. Aber auch gemäßigte Mitteleuropäer dürften sich beklagen, wenn Primark, Zara und Co. bald mehr leere Regale als neue Polyesterkollektionen im Angebot haben, wenn Bangladesch schlimmstenfalls einfach weg ist. "Huch, nanu, daran habe ich ja noch gar nicht gedacht" mag sich euer "Hauptsache im Sommer jeden zweiten Tag grillen"-Mitmensch nun denken, und David Wallace-Wells zeigt noch viele weitere Folgen, Verknüpfungen und damit zusammenhängende Auswirkungen auf (ganz allgemein: WAS für eine Rechercheleistung! WAS für ein Quellenstudium!). Seine Kaskaden bauen auf verschiedenen Faktoren auf, die er zunächst isoliert in zwölf Kapiteln betrachtet. Denn Klimawandel heißt ja nicht nur "zwei Grad wärmer" (und für küstennahe Städte den Unterschied zwischen Leben und Ertrinken). Es heißt auch: Hitze, Hungertod, Süßwassermangel, Wirtschaftskollaps, Konflikte... Zwölf erschreckende Kapitel, zwölf gruselige Folgen. Und dann kommt am Ende alles zusammen – was diese Kaskaden auslösen können, nein, werden – ich weiß manchmal nicht, warum überhaupt noch fiktionale Horrordystopien geschrieben werden, wenn unsere eigene, nur allzu wahrscheinliche Zukunft, den Gruselschocker schlechthin in petto hat. Im zweiten Teil des Buchs betrachtet Wallace-Wells den Klimawandel unter kulturellen, wirtschaftlichen, politischen Gesichtspunkten – nicht ganz so nahbar und beeindruckend wie im ersten Teil, aber dennoch sehr lesenswert. Auch stellt das Buch ein paar Lösungsansätze vor, aber eher stichpunktartig. Es bietet keine allumfassende Lösung, aber das will es auch gar nicht. Es will wachrütteln, Bewusstsein schaffen, und das macht es wirklich gut. Der Autor selbst sagt, dass er sein Leben, so wie es ist, eigentlich total mag. Er ist kein Ethikapostel, er ist ehrlich und würde am liebsten genauso weitermachen, was soll's. Aber – und das ist der Unterschied – er weiß: Das ist nicht möglich. Das ist die Botschaft, und je mehr Menschen das endlich verstehen, akzeptieren und Konsequenzen folgen lassen, umso besser.

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Sehr interessant

Von: Waran

14.10.2019

Das Buch zeigt sehr interessant, was mit der Welt passieren kann, wenn wir den Klimawandel nicht aufhalten. Wie viel Wahrheit dahinter steckt weiß man nicht, aber es lässt einen mit einem anderen Blickwinkel auf solche Dinge schauen.

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Ganz aktuell!

Von: Leselaune

13.10.2019

Das Thema ist ja sehr aktuell und man trifft es überall. Man merkt, dass der Autor nichts auslassen will. Aber es gibt eine umfangreiche Quellenangabe. Also einfach zu lesen ist es nicht, das zeigt aber auch die Komplexität des Themas. Geschrieben aus journalistischer und passionistischer Sicht zum Aufrütteln oder Dranbleiben kann ich es nur empfehlen.

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1 Greta ist viel zu wenig

Von: Marita Wilke aus Rostock

11.10.2019

Erschütternd,was hier dargelegt wird! Jeder ,aber auch wirklich jeder müsste dieses Buch lesen!!!!

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Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung Auf Seite 160 schreibt der Autor: "Wenn Sie es bis hierher geschafft haben, sind Sie ein tapferer Leser. Jedes dieser zwölf Kapitel enthält für sich genommen genügend Schreckensvisionen, um selbst beim optimistischsten Menschen eine Panikattacke auszulösen". Ich habe innerhalb der letzten 12 Monate schon ähnliche Bücher dieses Genres gelesen und erinnere mich, dass mich das erste Buch am meisten beeindruckt hat. Wahrscheinlich stumpft man ab. Aber auch dieses Buch rüttelt, vor allem jene, die sich bisher nicht so sehr für die Wetterveränderungen interessiert haben, wach. Wer einen eigenen Garten und viele Pflanzen hat, wird seit ein paar Jahren unweigerlich festgestellt haben, dass da mit dem Wetter etwas nicht stimmt. Wenn ich mich beklage, heißt es immer "es ist doch Sommer, Trockenheit oder viel Regen und Sturm hat es doch immer schon gegeben.....", aber alle diese Menschen, die das äußern, haben selbst keinen Garten und keine Verantwortung für Pflanzen. Ich hoffe, dass dieses Buch von David Wallace-Wells genau diese Ignoranten erreicht, um sie zu einem Umdenken zu bewegen. Viele Wissenschaftler sagten schon, es sei nicht 5 vor 12, sondern es ist 12. Ähnlich drückt es dieser Autor aus und ja, er beunruhigt damit enorm. Das Buch ist nicht unbedingt zum Nachmittagskaffee zu lesen. Tatsächlich musste ich jeweils nach höchstens 40 Seiten eine eintägige Pause machen, um das Gelesene zu verkraften. Der Autor brauchte mich nicht zu bekehren; wer wenigstens die Tageszeitung liest und sich ab und zu mal einen entsprechenden Bericht im Fernsehen ansieht, ist vorgewarnt. David Wallace-Wells macht auch ein bisschen Mut, nicht aufzugeben und sät Hoffnung, Einiges noch zum Guten zu bewenden. Trotz allem, ganz will mein Verstand diese Schreckensszenarien nicht wahrhaben. Was ich ganz stark hoffe, dass endlich die Politik richtig wach wird und dementsprechend handelt. Heute las ich, dass die Regierung schon wieder zurück gerudert ist, was die Klimaziele angeht. Wenn doch nur einer von denen auf die Wissenschaftler hören würde. Mein Bruder sucht in diesen Tagen eine Wohnung an der Nordseeküste. Er liebäugelt mit einer direkt im Hafenviertel. Ich habe mit all meinen Künsten versucht, ihm das auszureden. Ohne Erfolg. Vielleicht muss man der Hoffnung wirklich mehr Chancen geben. Das Buch sollte, wie viele andere allerdings auch, zur Pflichtlektüre werden.

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Ein wichtiges Werk unserer Zeit

Von: Larissa

24.09.2019

„Die unbewohnbare Erde“ rüttelt auf. War ich bisher ein Mensch, der die Nachrichten der Klimakatastrophen mit Mitleid zur Kenntnis nahm, so bin ich nun ernsthaft besorgt. Mit dem Satz: „Es ist schlimmer, viel schlimmer, als Sie denken.“ eröffnet David Wallace-Wells eine Ansammlung von Naturphänomenen, die zusammengefasst ein ziemlich angsterregendes Bild darstellen als einzeln in den Abendnachrichten womöglich wahrgenommen wurde. War ich bisher der Annahme, dass der Mensch der Natur überlegen ist und behutsam mit ihr umgehen muss, so lese ich Begriffe wie „zornige Bestie“ und „Kriegsmaschine“ die das Bild einer einseitig zerstörenden Kraft doch ziemlich verzerrt. „Wir haben es mit dem Ende des Normalen zu tun, es wird kein Normal mehr geben.“, schreibt Wallace-Wells. Wo geht unsere Zukunft hin? Werden wir überhaupt eine Zukunft auf diesem Planeten haben? Eindringlich ist der Weckruf des Autors auf 335 Seiten, wovon 68 Seiten dem Quellennachweis gewidmet sind. Kapiteltitel wie „Hitzetod“, „Sterbende Meere“, „Süßwassermangel“ oder „Wirtschaftskollaps“ verdichten die zusammenwirkenden Facetten des Klimawandels und verdeutlichen die Dringlichkeit der Lage. Die Klimaverzerrung wird im Buch mit viel zu vielen Beispielen veranschaulicht, konzentriert sich aber auf die Auswirkungen auf unser Leben. Der Klimawandel hat so sehr an Triebkraft gewonnen, dass wir uns die Auswirkungen auf vorher- und unvorhersehbare Zeit kaum vorstellen können. „Die bisherigen Erfahrungen und die Geschichte der Menschheit bieten keine guten Anhaltspunkte dafür.“ Wir sind in einem beispiellosen und verhängnisvollen Wandel der unsere Existenz, wie wir sie kennen, im Höchstmaß gefährdet. Ob Jahrtausendflut im US-Bundesstaat Maryland, Rekordhitzewellen von Denver bis Belfast, 50 Grad Messungen im Oman oder Waldbrände in Kalifornien, die Dimension von Naturkatastrophen erreicht immer öfter Superlative, die zweifellos unsere Zivilisation bedroht. Alte Tugenden wie Bescheidenheit, Maß, Gerechtigkeit und Mitgefühl gehören nicht nur in den Umgang mit unseren Mitmenschen sondern auch in den Umgang mit der Natur und den Tieren, mit denen wir schließlich die Erde teilen. Unsere evolutionäre Intelligenz sollte nicht selbstzerstörend sein. David Wallace-Wells schreibt sachlich, klar und intensiv über ein Thema das jeden von uns betrifft. Mit demonstrativen Beispielen trägt er das globale Phänomenon zusammen, sodass es nicht nur erschreckend sondern auch überwältigend ist. Es ist das Kollektive, das einem beachtlich aufrüttelt, sonst kennen wir ja die einzelnen Vorkommnisse aus den Medien. Folgen wie die Unterbrechung der Nahrungsmittel und Medikamentenversorgung, verminderte Ernteerträge, Pandemien oder zerstörte Infrastruktur werden weitreichend sein. „Die unbewohnbare Erde“ ist ein wichtiges Werk unserer Zeit: wir müssen dringend Handeln.

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Das Thema Klimaschutz ist mittlerweile in aller Munde und beschäftigt immer mehr Menschen. Doch kennen wir wirklich alle Fakten, oder kommt vieles gar nicht bei uns an? Mit "Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung" hat der Journalist David Wallace-Wells wissenschaftliche Erkenntnisse in Buchform gebracht, die wirklich jeden wachrütteln sollten. Interessant ist vor allem die Tatsache, dass David Wallace-Wells sich nicht als Umweltaktivist sieht. Er ist Kolumnist und stellvertretender Chefredakteur beim „New York Magazine“, wo er immer wieder Beiträge zum Thema Klimawandel verfasst. "Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung" basiert auf vielen wissenschaftlichen Fakten und fordert daher viel Aufmerksamkeit vom Leser. Es handelt sich um eine Aneinanderreihung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und bereits geschehenen Katastrophen, zu denen der Autor teilweise seine Gedanken äußert. In seinem Buch stellt David Wallace-Wells sowohl Best-Case Szenarien, als auch Worst-Case Szenarien vor. "Die Vorhersagen der Vereinten Nationen sind noch erschreckender. 200 Millionen Klimaflüchtige bis 2050. Das entspricht der gesamten Weltbevölkerung in der Blütezeit des römischen Reiches, falls man sich vorstellen kann, dass jeder Mensch, der damals irgendwo auf der Erde lebte, sein Zuhause verlor und sich auf den Weg durch unwirtliche Gegenden machte, um ein neues zu finden." Zitat aus "Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung" von David Wallace-Wells, Seite 17 Vieles war mir tatsächlich bisher nicht bekannt. Macht mir dieses Buch Angst - definitiv! Diverse Zukunftsszenarien sind wahnsinnig erschreckend, zumal diese voraussichtlich noch in meiner Lebensspanne liegen werden. Sollte man in Panik verfallen? - nein, denn noch ist es nicht zu spät. Nach dem Lesen dieses Buches lebe ich bewusster und versuche einen kleinen Teil zu einer besseren Welt beizutragen. Denn jeder von uns kann etwas tun, es ist nur nicht komfortabel und man ist ja im Laufe des Lebens bequem geworden. Doch das Wissen, was da alles auf uns zukommen kann, ist (zumindest für mich persönlich) Motivation genug. Was mir persönlich gefehlt hat, war ein kleiner Leitfaden oder eine To-do Liste für den normalen Alltag. Eine Übersicht über alle Punkte, die jeder einzelne von uns im Alltag ändern könnte, wäre klasse gewesen und hätte das trockene Fachwissen etwas aufgelockert. David Wallace-Wells geht auf viele unterschiedliche Faktoren ein, die das Klima beeinflussen. Genauso intensiv werden die Folgen der Erderwärmung dargestellt. Umweltkatastrophen, Krankheiten, Wassermangel und Nahrungknappheit sind nur ein paar Folgen, die besprochen werden. Besonders interessant fand ich den Abschnitt über das Massensterben der Saiga-Antilope im Jahr 2015. Über 200.000 tote Tiere in nur drei Wochen - und die Ursache war ein eigentlich harmloses Bakterium, das die meisten Saiga-Antilopen in sich tragen. Doch wie konnte ein harmloses Bakterium so plötzlich zur tödlichen Gefahr werden? Auslöser für das Massensterben war eine Veränderung des Klimas mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Unter diesen Umweltbedingungen konnten sich die Bakterien in der Blutbahn unkontrolliert vermehren und führten zu einem tödlichen toxischen Schock. 60% der gesamten Antilopen-Population starb innerhalb kürzester Zeit an innere Blutungen und Organversagen. Was genau bedeutet das für den in der Zukunft lebenden Menschen? Diese Frage kann niemand beantworten, doch eines ist klar: es gibt jede Menge Faktoren, deren Entwicklung und Auswirkungen auf den Menschen nicht absehbar sind. "Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung" ist ein Buch, das wachrüttelt und dem Leser viele Best-Case und Worst-Case Szenarien präsentiert. Besonders interessant sind die vielen Fakten, die der Öffentlichkeit im allgemeinen nicht bewusst sind. Der Journalist David Wallace-Wells hat ein anspruchsvolles Buch geschaffen, dass dadurch leider nicht alle Leser erreichen wird, aber absolut lesenswert ist.

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Sehr spannend erläuterte Erörterung über das aktuell interessanteste Thema, das viele interessiert. Viele Jugendliche kämpfen um diese Erde. Ein Muss, dieses Buch zu lesen, aber wirklich zu lesen!

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