Leserstimmen zu
Die unbewohnbare Erde

David Wallace-Wells

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Interessant aber schwierig zu lesen

Von: Steffi Ro

09.09.2019

Interessantes Thema, das von vielen verschiedenen Standpunkten betrachtet wird. Allerdings ist es schwierig zu lesen, da viele Zahlen, Jahreszahlen und weitere Fakten genannt werden.

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David Wallace-Wells schafft mit seinem Werk „Die unbewohnbare Erde“ zweifellos ein fesselndes Werk, das sich mit dem wohl wichtigsten Thema unserer Zeit beschäftigt, dem Klimawandel. Es handelt sich nicht um ein Märchen oder einen vermeintlich abtrünnigen Standpunkt der Umweltpolitik. Der Klimawandel ist real und er zeichnet bereits seine Spuren in einer Welt, die wir unser Zuhause nennen. David Wallace-Wells greift etliche Punkte des Klimawandels auf und präsentiert sie dem Leser wie Sushi am laufenden Band. Da kann dem Leser bei all der Informationsflut schon mal schwindelig werden. Dennoch stellt sich eine wesentliche Frage in den Raum. Werden wir den Klimawandel weiterhin leugnen? Oder begreifen wir endlich, dass sich das Leben der Menschen in Zukunft drastisch verändern wird?

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In "Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung" bespricht Autor David Wallace-Wells auf 267 Seiten plus Quellen, wie sich die Menschheit während einer Lebensspanne in die jetzige Klimakatastrophe gestürzt hat. In vier Kapiteln gibt er dem Leser einen Abriss über vorangegangene Klimawandlungen in der Erdgeschichte, den aktuellen Stand und verschiedene Prognosen, wohin der aktuelle Klimawandel führen kann. David Wallace-Wells ist ein US-amerikanischer Journalist und Schriftsteller, was man auf jeder Seite dieses Buches merkt. Er versteht es, Zahlen und Fakten durch Vergleiche, bildhafte Beschreibungen und Emotionen begreifbar zu machen und uns Leser wachzurütteln und mit der (bevorstehenden) Realität zu schockieren. Mir hat der Aufbau des Buches im Ganzen gut gefallen. Nach der Einführung im ersten Kapitel widmet er sich zum Beispiel im zweiten Kapitel verschiedenen Punkten (wie zum Beispiel Seuchen, zunehmenden Hitzetodesfällen und drohenden Hungersnöten) und entwirft auf Grundlage von aktuellen Zahlen (teilweise aus 2018) und Prognosen verschiedene Szenarien, wie sich das Leben der Menschen in diesen Bereichen möglicherweise verändern wird, bis hin zur Auslöschung der Menschheit. So eindringlich Wallace-Wells auch schreibt, merkt man dem Buch leider auch genauso an, dass er kein Naturwissenschaftler ist. Er erklärt kurz und verständlich, warum sich die einzelnen Elemente des Treibhauseffekts gegenseitig verstärken und welche Rolle die einzelnen Gase wie Wasserdampf, Methan und Kohlenstoffdioxid bei der Erderwärmung spielen und wie sich deren Verhältnisse zukünftig ändern werden und welche Folgen dies nach sich ziehen wird. Für Erklärung und Nachvollziehbarkeit gibt es ein dickes Lob. Allerdings haben mir das ganze Buch hinweg Diagramme, Tabellen, Fließschemata oder Karten gefehlt, die die Aussagen des Textes oder Sachverhalte überblickhaft darstellen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die persönliche Positionierung des Autors, die sich durch das ganze Buch zieht. Die Sachverhalte und Prognosen sind nicht neutral dargestellt, sondern man kann an vielen Stellen die Meinung des Autors mehr oder weniger direkt dem Text entnehmen oder Sachverhalten werden wertende Adjektive hinzugefügt, um Emotionen zu verstärken. Fazit: "Die unbewohnbare Erde" ist trotz meiner Kritikpunkte ein absolut lesenswertes Buch, weil es den Leser trotz seines geringen Umfangs aufrüttelt und zum Nachdenken anregt. Wer sich noch nicht mit der Erderwärmung und dem Treibhauseffekt sowie den Folgen für die Menschheit, das Tierreich, die Politik- und Finanzwelt beschäftigt hat und dies nun tun möchte, hat mit diesem Buch einen guten Einstieg, da viele Themenbereiche angeschnitten werden, aber kein Aspekt unnötig ins Detail geht. Wer mit der Thematik vertraut ist und mehr Wert auf wissenschaftliche Darstellung und nüchterne Fakten legt, wird hiermit vermutlich nicht besonders glücklich werden. Solide 3 Sterne von mir und einen herzlichen Dank, dass ich das Buch testlesen durfte.

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"Die unbewohnbare Erde" von David Wallace-Wells ist ein gut recherchierter Klimabericht. Das zentrale Thema ist die Erderwärmung und ihre Folgen. Am Anfang werden viele Studienergebnisse von den unterschiedlichsten Klimaforschern aneinandergereiht und zitiert. Ein Abschnitt der nach 160 Seiten endet mit den Worten des Autors: "Wenn Sie es bis hierher geschafft haben, sind sie ein tapferer Leser." Besonders dieser Teil ist es, der für mich sehr schwer zu lesen war, aufgrund ständiger Wiederholungen, aber auch teils widersprüchlicher Ergebnisse, die so keine Erklärung finden, sondern einfach nur aneinandergereiht werden ohne jegliche persönliche Wertung. Auf den nächsten hundert Seiten geht der Autor endlich näher auf die Problematik ein und dieser Abschnitt gefiel mir viel besser, da auch die eigene Meinung endlich Platz findet. Das Thema ist ein zentrales, nämlich, wie wird die Menschheit auf die Krise reagieren. Es werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, wie das aussehen könnte. Die letzten 65 Seiten sind Quellenangaben, was zeigt, dass der Autor seine Recherche recht gründlich gemacht hat. Der Schreibstil ist eher gehoben und journalistisch geprägt. Gut gefallen hat mir, dass das Buch klimaneutral hergestellt wurde, so dass hier auch ein deutliches Statement steht. Das Buch hat bei mir mehr Schrecken als Hoffnung hinterlassen und zeigt, dass es wirklich Zeit ist zu handeln.

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Langatmig

Von: bibi712

03.09.2019

Zuerst fand ich das Buch sehr interessant. Es werden viele, für mich neue Informationen über den Klimawandel beschrieben, die geschehen sind. Es ist erschreckend, wie schlimm es um unsere Erde steht. Das Buch bringt einen zum Nachdenken und macht wütend auf die Mächtigen der Welt, die nichts dagegen tun. Es wird ausführlich über jede Katastrophe mit Zahlen und Auswirkungen berichtet. Auch wie es in der Zukunft mit der Erde weitergeht, wenn sich die Erde immer mehr erwärmt, ist beängstigend. Leider konnte mich das Buch nicht lange fesseln. Da es sehr langatmig war, immer wieder Zahlen zu den Katastrophen zu lesen, habe ich das Buch nicht zu Ende gelesen. Ich denke, das hätte man in einer kürzeren Version auch verdeutlichen können.

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Bei dem Buch „Die unbewohnbare Erde” handelt es sich um eine Auflistung von Fakten und Wahrscheinlichkeitstheorien. Bei diesem ernsten Buch kann einem Angst und Bange werden. Allerdings liest es sich sehr schwer. Es ist von vielen Katastrophen auf der ganzen Welt die Rede. Leider kommt unser Europa in den Theorien etwas zu kurz. Fakt ist, es muss etwas geändert werden, das vermittelt dieses Buch unmissverständlich!

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Kein Buch zur

Von: Annika

03.09.2019

Dieses Buch ist in Kapitel wie Kaskaden oder das anthropische Prinzip unterteilt, welche einen ersten Schluss auf den Stil zulassen, in dem dieses Buch geschrieben wurde. Es ist, insbesondere im ersten Teil, voller wissenschaftlicher Daten, was die Lesbarkeit (trotz Fußnoten, deren Quellenangaben sich hinten im Buch befinden) erschwert und es recht langatmig erscheinen lässt (insbesondere, wenn man nicht zahlenaffin ist!). Nicht nur die naturwissenschaftliche, sondern auch die politische/soziologische/philosophische Seite wird berücksichtigt. Das ebenso in einer Sprache, wie sie Nicht-Akademikern wohl schwerfallen wird, nachzuvollziehen. Es wird auch ein gewisser Allgemeinbildungsstand vorausgesetzt. Man merkt stark, dass das Buch eigentlich auf das Zielpublikum der US-amerikanischen Leserschaft ausgerichtet ist. Hoffnung und Zuversicht macht Wallace-Wells aus meiner Sicht kaum. Allerdings ist die Trauer mit anschließender Wut-Phase, in die ein Leser, der zuvor noch nichts von dem Klimawandel wusste, wohl nach Lesen des Buches geraten wird, auch produktiv für den wichtigen Schritt, anzufangen zu handeln. Ich würde das Buch nicht empfehlen und allenfalls in 20 Jahren nochmals lesen, um zu vergleichen, was sich bewahrheitet hat.

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Lässt einen mit Schwermut zurück

Von: wortmelodie

25.08.2019

Der Klimawandel beschäftigt mich zurzeit sehr und so wollte ich wissen, wie ein "Leben nach der Erderwärmung" aussehen würde - und Autor David Wallace-Wells geht direkt mit dem ersten Satz in die Vollen: "Es ist schlimmer, viel schlimmer, als Sie denken". Das in 4 Teile aufgeteilte Buch umreißt zunächst, welche Dominoeffekte es bei der Klimaerwärmung gibt und beleuchtet anschließend die verschiedenen Elemente, die zur Erwärmung beitragen bzw. die von der Erwärmung betroffen sind. Im dritten Teil geht Wallace-Wells schließlich noch auf Faktoren wie Wirtschaft und Politik ein und beschreibt, inwiefern die Entscheidungen, die hier getroffen werden, einen Effekt auf den Grad der Erwärmung haben. Der abschließende Teil endet dann mit dem Hinweis, dass die Lösungen für das Aufhalten der Erwärmung bereits da sind und dass wir lediglich die Entscheidung treffen müssen, dass wir damit aufhören, die Erde zu zerstören. Mich hat das Buch mit Schwermut zurückgelassen. Die ersten beiden Teile des Buchs sind ganz schön harter Tobak, der einen so negativ und hoffnungslos stimmt, dass es mir zwischenzeitlich wirklich schwer gefallen ist, weiterzulesen. Ich finde es gut und richtig, einen realistischen Blick auf das Ausmaß der Erderwärmung zu bekommen und Wallace-Wells hat einen großartigen Job gemacht, hier die Studienlage zu analysieren und darzustellen, wie fatal es ist, dass die Wissenschaft bisher noch viel zu vorsichtige Voraussagen veröffentlicht hat, aus Angst, dass die Menschheit die ganze Wahrheit nicht ertragen könnte. Doch das, was mir durch das Zitat von Jonathan Safran Foer auf dem Cover versprochen wurde, nämlich "Hoffnung für die Zukunft", die mir dieses Buch ebenfalls geben sollte, das habe ich auch in Teil 3 und 4 des Buchs vermisst. Zwar schließt das Buch - wie oben beschrieben - mit einer positiven Note, dennoch betont Wallace-Wells auch die so wichtige Rolle der Politik und der richtigen Entscheidungen hier, die mich als Individuum dann wieder ohnmächtig und klein fühlen lassen, was - wie ich finde - das falsche Signal ist. Ein Buch wie dieses sollte zum Handeln und Mitmachen motivieren und sich nicht wünschen lassen, man könnte sich unter einer Bettdecke verkriechen und dort für den Rest des Lebens bleiben. Weiterhin schade finde ich, dass dieses Buch ganz gewiss nicht für Jedermann geschrieben ist. Zu viele Fachbegriffe und Fremdwörter spicken hier die Texte, die zu einem großen Teil auch nicht mal erklärt werden, obwohl sie ganz gewiss nicht zum Standard-Wortschatz eines Normalbürgers gehören. Dieser Aspekt und dass das Buch die politische Macht in den Vordergrund holt, hinterlässt bei mir eher den Eindruck, dass es eben genau für politische Entscheider oder sonstige Regierungsverantwortliche geschrieben wurde und weniger für die breite Masse. Somit war ich leider ein wenig enttäuscht und eher froh, als ich dieses Buch beendet hatte, weil es mich stimmungsmäßig doch eher runtergezogen hatte. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass es ein richtiges und wichtiges Buch ist und dass es - von den richtigen Leuten - gelesen werden sollte., den es gibt einen erschreckenden und erschreckend realistischen Blick auf die Auswirkungen, die die Erderwärmung auf unser aller Leben haben wird.

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