Leserstimmen zu
Die unbewohnbare Erde

David Wallace-Wells

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Ganz aktuell!

Von: Leselaune

13.10.2019

Das Thema ist ja sehr aktuell und man trifft es überall. Man merkt, dass der Autor nichts auslassen will. Aber es gibt eine umfangreiche Quellenangabe. Also einfach zu lesen ist es nicht, das zeigt aber auch die Komplexität des Themas. Geschrieben aus journalistischer und passionistischer Sicht zum Aufrütteln oder Dranbleiben kann ich es nur empfehlen.

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Erschreckend und aufrüttelnd

Von: lovelytesting

09.10.2019

Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung Auf Seite 160 schreibt der Autor: "Wenn Sie es bis hierher geschafft haben, sind Sie ein tapferer Leser. Jedes dieser zwölf Kapitel enthält für sich genommen genügend Schreckensvisionen, um selbst beim optimistischsten Menschen eine Panikattacke auszulösen". Ich habe innerhalb der letzten 12 Monate schon ähnliche Bücher dieses Genres gelesen und erinnere mich, dass mich das erste Buch am meisten beeindruckt hat. Wahrscheinlich stumpft man ab. Aber auch dieses Buch rüttelt, vor allem jene, die sich bisher nicht so sehr für die Wetterveränderungen interessiert haben, wach. Wer einen eigenen Garten und viele Pflanzen hat, wird seit ein paar Jahren unweigerlich festgestellt haben, dass da mit dem Wetter etwas nicht stimmt. Wenn ich mich beklage, heißt es immer "es ist doch Sommer, Trockenheit oder viel Regen und Sturm hat es doch immer schon gegeben.....", aber alle diese Menschen, die das äußern, haben selbst keinen Garten und keine Verantwortung für Pflanzen. Ich hoffe, dass dieses Buch von David Wallace-Wells genau diese Ignoranten erreicht, um sie zu einem Umdenken zu bewegen. Viele Wissenschaftler sagten schon, es sei nicht 5 vor 12, sondern es ist 12. Ähnlich drückt es dieser Autor aus und ja, er beunruhigt damit enorm. Das Buch ist nicht unbedingt zum Nachmittagskaffee zu lesen. Tatsächlich musste ich jeweils nach höchstens 40 Seiten eine eintägige Pause machen, um das Gelesene zu verkraften. Der Autor brauchte mich nicht zu bekehren; wer wenigstens die Tageszeitung liest und sich ab und zu mal einen entsprechenden Bericht im Fernsehen ansieht, ist vorgewarnt. David Wallace-Wells macht auch ein bisschen Mut, nicht aufzugeben und sät Hoffnung, Einiges noch zum Guten zu bewenden. Trotz allem, ganz will mein Verstand diese Schreckensszenarien nicht wahrhaben. Was ich ganz stark hoffe, dass endlich die Politik richtig wach wird und dementsprechend handelt. Heute las ich, dass die Regierung schon wieder zurück gerudert ist, was die Klimaziele angeht. Wenn doch nur einer von denen auf die Wissenschaftler hören würde. Mein Bruder sucht in diesen Tagen eine Wohnung an der Nordseeküste. Er liebäugelt mit einer direkt im Hafenviertel. Ich habe mit all meinen Künsten versucht, ihm das auszureden. Ohne Erfolg. Vielleicht muss man der Hoffnung wirklich mehr Chancen geben. Das Buch sollte, wie viele andere allerdings auch, zur Pflichtlektüre werden.

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Ein anspruchsvoller und effektiver Weckruf

Von: Selection Books

24.09.2019

Das Thema Klimaschutz ist mittlerweile in aller Munde und beschäftigt immer mehr Menschen. Doch kennen wir wirklich alle Fakten, oder kommt vieles gar nicht bei uns an? Mit "Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung" hat der Journalist David Wallace-Wells wissenschaftliche Erkenntnisse in Buchform gebracht, die wirklich jeden wachrütteln sollten. Interessant ist vor allem die Tatsache, dass David Wallace-Wells sich nicht als Umweltaktivist sieht. Er ist Kolumnist und stellvertretender Chefredakteur beim „New York Magazine“, wo er immer wieder Beiträge zum Thema Klimawandel verfasst. "Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung" basiert auf vielen wissenschaftlichen Fakten und fordert daher viel Aufmerksamkeit vom Leser. Es handelt sich um eine Aneinanderreihung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und bereits geschehenen Katastrophen, zu denen der Autor teilweise seine Gedanken äußert. In seinem Buch stellt David Wallace-Wells sowohl Best-Case Szenarien, als auch Worst-Case Szenarien vor. "Die Vorhersagen der Vereinten Nationen sind noch erschreckender. 200 Millionen Klimaflüchtige bis 2050. Das entspricht der gesamten Weltbevölkerung in der Blütezeit des römischen Reiches, falls man sich vorstellen kann, dass jeder Mensch, der damals irgendwo auf der Erde lebte, sein Zuhause verlor und sich auf den Weg durch unwirtliche Gegenden machte, um ein neues zu finden." Zitat aus "Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung" von David Wallace-Wells, Seite 17 Vieles war mir tatsächlich bisher nicht bekannt. Macht mir dieses Buch Angst - definitiv! Diverse Zukunftsszenarien sind wahnsinnig erschreckend, zumal diese voraussichtlich noch in meiner Lebensspanne liegen werden. Sollte man in Panik verfallen? - nein, denn noch ist es nicht zu spät. Nach dem Lesen dieses Buches lebe ich bewusster und versuche einen kleinen Teil zu einer besseren Welt beizutragen. Denn jeder von uns kann etwas tun, es ist nur nicht komfortabel und man ist ja im Laufe des Lebens bequem geworden. Doch das Wissen, was da alles auf uns zukommen kann, ist (zumindest für mich persönlich) Motivation genug. Was mir persönlich gefehlt hat, war ein kleiner Leitfaden oder eine To-do Liste für den normalen Alltag. Eine Übersicht über alle Punkte, die jeder einzelne von uns im Alltag ändern könnte, wäre klasse gewesen und hätte das trockene Fachwissen etwas aufgelockert. David Wallace-Wells geht auf viele unterschiedliche Faktoren ein, die das Klima beeinflussen. Genauso intensiv werden die Folgen der Erderwärmung dargestellt. Umweltkatastrophen, Krankheiten, Wassermangel und Nahrungknappheit sind nur ein paar Folgen, die besprochen werden. Besonders interessant fand ich den Abschnitt über das Massensterben der Saiga-Antilope im Jahr 2015. Über 200.000 tote Tiere in nur drei Wochen - und die Ursache war ein eigentlich harmloses Bakterium, das die meisten Saiga-Antilopen in sich tragen. Doch wie konnte ein harmloses Bakterium so plötzlich zur tödlichen Gefahr werden? Auslöser für das Massensterben war eine Veränderung des Klimas mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Unter diesen Umweltbedingungen konnten sich die Bakterien in der Blutbahn unkontrolliert vermehren und führten zu einem tödlichen toxischen Schock. 60% der gesamten Antilopen-Population starb innerhalb kürzester Zeit an innere Blutungen und Organversagen. Was genau bedeutet das für den in der Zukunft lebenden Menschen? Diese Frage kann niemand beantworten, doch eines ist klar: es gibt jede Menge Faktoren, deren Entwicklung und Auswirkungen auf den Menschen nicht absehbar sind. "Die unbewohnbare Erde - Leben nach der Erderwärmung" ist ein Buch, das wachrüttelt und dem Leser viele Best-Case und Worst-Case Szenarien präsentiert. Besonders interessant sind die vielen Fakten, die der Öffentlichkeit im allgemeinen nicht bewusst sind. Der Journalist David Wallace-Wells hat ein anspruchsvolles Buch geschaffen, dass dadurch leider nicht alle Leser erreichen wird, aber absolut lesenswert ist.

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Das Thema Klimaerwärmung begegnet uns jeden Tag und ist in aller Munde. Das Buch von David Wallace-Wells veranschaulicht die Problematik aus allen Perspektiven: Er beginnt zusammenfassend die Probleme zu benennen und nimmt sich selbst nicht raus aus der ganzen Misere. Er beschreibt ehrlich, wie man sich anfangs nicht angesprochen fühlt und dann immer mehr anfängt, über sein eigenens Handeln nachzudenken. Wenn er anfängt von all den Naturphänomenen zu berichten, welche sich in den letzten Jahren ereignet haben, wird einem dann auch Angst und Bange ... So zusammengefasst betrachtet man es ja selten. In seinen einzelnen Kapiteln geht er dann auf Hunger, Hitze, Seuchen, Brände uvm ein. Das Buch wirkt gut recherchiert und zusammengefasst. Es liest sich alleine gut, ist aber zum gemeinsamen Lesen nicht geeignet, da die Sätze des Autors manchmal so lang sind, dass man beim Vorlesen selbst schon wieder den Anfang vergessen hat. Alles in allem ein Buch dieser Zeit und eine gute Zusammenfassung. Es sollte vielleicht viel mehr auf diesem Wege publiziert und dargestellt werden, um die eigentliche Tragweite des großen Ganzen begreifbarer zu machen.

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„Niemand solltest sich der Hoffnung hingeben, den Klimawandel einfach rückgängig zu machen. Das geht nicht. Er wird uns davonlaufen.“ So schreibt David Wallace-Wells schon auf den ersten Seiten (vgl S.24 / Z.13-15) seines Buches und genau diese Tatsache sticht dem Leser auf nahezu jeder Seite erneut ins Auge. Es ist ein Tatsachenbericht, eine nüchterne Betrachtung der aktuell bekannten Fakten und Forschungsergebnisse. Verschiedene Szenarien, wie die Erde in wenigen Jahrzehnten aussehen könnte, finden hier ihren Platz. Dadurch taugt dieses Buch natürlich weniger als leichte Abendlektüre, was das Lesen jedoch in keinem Fall weniger lohnenswert macht, denn genau durch diese Schwere und Ernsthaftigkeit regt es zum eigenen Reflektieren und hoffentlich auch zum Umdenken an. Besonders gefallen hat mir der Schreibstil des Autors: Er behandelt das Thema auf eine angenehme und nicht übergriffige Art und Weise, sodass dem Leser keine Meinung aufgezwungen wird. Auch der Aufbau kommt einem entgegen: Man muss das Buch nicht zwingend chronologisch durchlesen, weil der Mittelteil des Buches in einzelnen Kapiteln die verschiedensten Folgen der Erderwärmung behandelt: angefangen bei verpesteter Luft bis hin zum Wirtschaftskollaps. Alles in allem also ein rundum zu empfehlendes Buch, um für eine ausführliche Klimawandeldebatte besser gewappnet zu sein!

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Aufrüttelnd

Von: Anna

08.09.2019

David Wallace-Wells beschreibt in diesem Buch die weltweit jetzt schon spürbaren Folgen der Klimaerwärmung. Er geht auf Klimaereignisse ein, die bereits eingetreten sind und beschreibt Folgen und wo sie auf der Welt auftreten würden. Einerseits ist das Buch erschreckend, aber es macht auch Hoffnung und Mut, etwas zu tun, um unsere Erde zu retten.

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Sehr informatives Buch!

Von: JasminXL

08.09.2019

Das Buch liefert jede Menge Fakten und Hintergründe zum Thema Klimawandel, rüttelt den Leser wach und regt zum Nachdenken an!

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Eine Erderwärmung um mindestens 2° Grad kann nicht wegdiskutiert werden, auch wenn dies erst in 30 Jahren oder später so weit sein könnte. Die Anzeichen für den Klimawandel und die daraus resultierende Erderwärmung sind deutlich erkennbar. An den Polen schmelzen die Gletscher und sterben, große Waldflächen brennen weltweit, CO2 Speicher werden vernichtet, Klimaverhältnisse verschieben sich spürbar, der Wasserspiegel steigt. Täglich werden wir mit diesen Katastrophen konfrontiert. Die ständigen Informationen und Diskussionen in den Medien sowie im Internet betrachten doch nur die Spitze des Eisbergs. Auch wenn viele klimatische Ereignisse uns nicht mittelbar betreffen (nach dem Motto: Ist ja nicht in der Nachbarschaft, daher nicht so schlimm) sind wir Menschen verunsichert, meckern über Hitzewellen und die gefühlte Verschiebung von Jahreszeiten. Handlungsbedarf wird nicht gesehen oder betrifft uns nicht und wenn dann sind es nur Tropfen auf dem heißen Stein. Sicher können wir, jeder Einzelne, mit unserem persönlichen Verhalten Veränderungen herbeiführen, aber nur das gesamtheitliche globale Verständnis und Handeln wird vielleicht sichtbare Ergebnisse zeigen, den Wandel aber nicht verhindern. Die Erde steht, wenn auch nicht sofort, vor einem Klimakollaps. Und die Menschheit sorgt sich zu wenig bis gar nicht über den Erhalt des Lebensraums Erde (nach mir die Sintflut im wahrsten Sinne des Wortes). Schlimm, das es so weit kommen muss. Und SCHLIMM ist noch das harmloseste Wort, das in diesem Zusammenhang benutzt wird. Dass die Menschen unter einer derart hohen klimatischen Belastung leiden müssen, weil Politiker, Wirtschaftsbosse aber auch die Gesellschaft die Zeichen des Klimawandels und der damit verbundenen Erderwärmung nicht erkennen können bzw erkennen wollen oder ignorieren, sogar leugnen. Die Wissenschaft hat den Wandel erkannt, erforscht und Daten, Fakten zusammengetragen, Studienergebnisse und Fachartikel veröffentlicht. Aber wer will schon die Wahrheit wissen oder daraus Konsequenzen ziehen? Mit präzisem Blick und analytischem Verstand zeigt David Wallace-Wells in seinem Buch "Die unbewohnbare Erde" die Ursachen und daraus resultierenden Konsequenzen der Erderwärmung auf. Er polarisiert, provoziert aber relativiert auch. Hunderte von Quellen (ausführlich aufgelistet) hat er studiert und analysiert. Seine Schlüsse gezogen und mit journalistischer Akribie Verbindungen hergestellt. Widersprüche werden herausgefiltert und Mythen entzaubert. Ein forderndes, informatives und lesenswertes Sachbuch, journalistisch hervorragend recherchiert, wissenschaftlich geprägt. Einzelne Passagen müssen mehrfach gelesen, um verstanden zu werden. Manchmal auch erst mit Hilfe des Quellenverzeichnisses. Dennoch interessant und spannend. Geht in die Tiefe und zeigt dennoch nicht alle Facetten des Klimawandels auf. Sehr zu empfehlen.

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