Leserstimmen zu
Schäfchensommer

Beate Rygiert

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Ihr sucht nach einem richtig schönen Wohlfühlroman? Dann solltet Ihr unbedingt "Schäfchensommer" von Beate Rygiert lesen! Hier geht es um den Lämmerhof, den Elke zusammen mit ihrer Mutter bewirtschaftet. Es ist Tradition in der Familie, dass die Frauen als Schäferinnen arbeiten. Elke liebt ihren Beruf und die einsamen Stunden bei ihrer Herde. Das Leben in der freien Natur, das liegt ihr. Leider steckt der Familienbetrieb in finanziellen Schwierigkeiten. Wie soll es weitergehen mit dem Hof inmitten des idyllischen Schwarzwaldes? Als hätte Elke nicht schon genug Sorgen, taucht plötzlich auch noch ihre alte Liebe Chris wieder auf. Chris, der sie vor Jahren wegen einer anderen Frau verlassen hat. Und dann ist da auch noch ihre Schwester Julia, die ihren Betreuungsfall Zoe bei ihr abliefert. Das junge Mädchen soll eine Zeit lang auf dem Lämmerhof wohnen und helfen. Anderenfalls muss sie ins Jugendgefängnis. Weder Elke noch Zoe sind von der Idee begeistert, doch die gemeinsame Zeit bei der Schafherde lässt die beiden Frauen zueinander finden. "Schäfchensommer" - wer die Romane von Beate Rygiert kennt, weiß, dass hier viel mehr dahinter steckt, als der niedliche Titel vermuten lässt. Eine Geschichte über Familie, über Zusammenhalt, über das Verzeihen und über Neuanfänge. Wunderschön zu lesen, wie die Elke und Zoe sind langsam annähern. Die eine, noch immer verletzt, weil sie damals verlassen wurde. Die andere, nach dem Unfalltod der Mutter komplett aus der Bahn geworfen und in falsche Kreise geraten. "Schäfchensommer" - ganz bezaubernd, ganz viel Liebe und ganz viel Schäfchen!

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„Schäfchensommer“ ein Roman von Beate Rygiert im blanvalet Verlag erschienen. Mit 379 Seiten. Elke ist Schäferin mit Leib und Seele. Sie hat diesen Beruf von ihrer Mutter und diese von ihrer übernommen. Sie bewirtschaftet mit ihrer Mutter Bärbel den Lämmerhof im schönen Schwarzwald. Sie ist Single und Anfang 30. Nach ihrem Studium ist sie wieder nach Hause zu ihrer wahren Berufung zurückgekehrt – zu den Schafen. Leider haben Elke und Bärbel Geldprobleme. Als Julia, die Schwester von Elke, ihr ein Mädchen Namens Zoe aufs Auge drückt, denkt Elke sie hört nicht richtig. Julia ist Sozialarbeiterin und Zoe, 15 Jahre alt, ist beim Drogenschmuggel erwischt worden. Entweder bleibt Zoe bei Elke oder geht in den Jugendknast. Zoe willig nur ungern ein, aber der Knast ist dann doch schrecklicher als bei den Schafen zu sein. Elke will nämlich gerade mit ihrer Herde aufbrechen und die Almen abgrasen lassen. Diese Aufgabe bewältigt sie jedes Jahr im Auftrag der Naturschutzbehörde mit ihren ca 600 Schafen. Ihre Mutter Bärbel ist auch froh wenn Elke nicht alleine unterwegs ist, da gerade ihr ausgelernter Lehrling in Neuseeland einen anderen Job begonnen hat. Also starten Elke, Zoe, die vielen Hütehunde und ca 600 Schafe ihre Sommerreise auf die hohen Weiden. Jeder hat seine Probleme die er mit sich trägt. Zoe ist verschlossen und sehr zurückgezogen. Elke ist vor vielen Jahren von ihrer großen Liebe im Stich gelassen worden. Auch einige Gemeinsamkeiten stellen Elke und Zoe fest. Beide haben ein Elternteil bei einem Unfall verloren und so kommen sich die beiden näher. Zoe ist auch sehr Tierlieb und das hilft beiden sehr. Wird Zoe ihre Trotzphase und Drogenvergangenheit hinter sich lassen können? Wird Elke mit Zoe‘ s Hilfe die Herde unter Kontrolle halten können? Wer sind diese Motorradfahrer die sich nach Zoe erkundigen? Wer wird der Nachfolger-Chef für Elke von der Naturschutzbehörde werden – etwa ihr Exfreund? Kann Julia Zoe in ein normales Leben helfen ohne Kriminalität? Meine Meinung: Ein wirklich liebevoll geschriebener Roman, mit vielen kleinen Details. Beim Lesen lernt man sehr viel über die Pflege der Schafe und der Natur! Auch der Herzschmerz kommt nicht zu kurz. Mir gefallen vor allem die Liebevollen Beziehungen der vielen Menschen in diesem Roman. Flüssig geschrieben und mit dem tollen Cover sieht man sich auf der Weide stehen. 5 von 5 Sternen

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„Nach und nach schlichen auch Achill und Strega zu ihr heran, legten sich zu ihren Füßen, während Victor, verantwortungsbewußt, wie er nun einmal war, ein paar Meter von ihr entfernt unter einem Haselstrauch Position bezog und die Herde im Auge behielt. So fühlte sich Elke sicher und geborgen, bewacht von ihren Hunden und nah genug bei ihrer Schafherde. Und ehe sie in den Schlaf hinüberglitt, spürte sie, wie das Glück sie ausfüllte von den Zehenspitzen bis unter die Kopfhaut.“ (S. 70/71) „Schäfchensommer“ klingt putzig, oder? Ein bisschen wie Schäfchenwolken, dachte ich beim Lesen des Buchtitels. Da ich aber bereits durch „Herzensräuber“ von der deutschen Autorin aus dem Schwarzwald wusste, dass ihre Romane tiefgründiger sind als sie auf den ersten Blick scheinen, war ich wirklich gespannt, was sich hinter dem leichten Titel verbirgt. Und ich wurde nicht enttäuscht! „Schäfchensommer“ handelt von einer Schäferfamilie im Schwarzwald, in der seit Generationen die Frauen die wichtige Tradition der Schäferei inkl. Landschaftspflege ausüben. Elke ist in die Fußstapfen ihrer Mutter Beate getreten, während Julia sich als Sozialarbeiterin um Jugendliche mit Problemen kümmert. Die Frauen halten zusammen und werden von den Nachbarn akzeptiert. Man hilft sich, wo man gebraucht wird... und so bittet Julia ihre Schwester Elke bei der jungen Zoe um Hilfe. Der Teenager ist in falsche Kreise geraten und soll nun anstatt in den Jugenarrest mit auf Wanderschaft mit der Schafherde gehen. Gekonnt beschreibt Beate Rygiert die Emotionen ihrer Protagonistinnen, verliert dabei auch die traditionellen Werte, die Natur sowie die Arbeit der Schäferin mit ihren Hunden und Schafen nicht aus den Augen. Alle Themen werden stimmig miteinander verbunden, so dass ein wirklich wunderbarer, weil tiefgründiger Roman entstanden ist. Ihr Schreibstil liest sich trotz vieler Schachtelsätze (siehe oben) flüssig. Es scheint, als habe die Autorin viel zu erzählen und das packt dies kurzweilig in ihre Geschichte. Dabei bin ich immer wieder begeistert, wie gut die Fakten recherchiert sind und wie gekonnt Fiktion und Realität miteinander verknüpft sind – wirklich klasse! Das i-Tüpfelchen ist das das schön gestaltete Buchcover, welches die von der Autorin geschaffenen Bilder verstärkt und schon vorab mein Interesse geweckt hat, so dass ich sicherlich auch im Buchhandel zu dem Titel gegriffen hätte. Alles in allem ist „Schäfchensommer“ mein Lesehighlight, da Beate Rygiert Fiktion und Tradition gekonnt zu einem unterhaltsamen wie tiefgründigen Roman verbunden hat. Wer die Natur liebt, sich für die Schäferei und den Naturschutz ebenso interessiert wie das traditionelle Leben auf den Höfen heute, dem kann ich dieses Buch wärmstens ans Herz legen... ein erneuter Herzensräuber, liebe Beate Rygiert ;) an den ich sicherlich noch lange denken werde.

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