Leserstimmen zu
Der Takt des Lebens

Reinhard Friedl, Shirley Michaela Seul

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Unser Herz schlägt für uns jeden Tag, jede Minute, unser Leben lang und doch schenken wir ihm meist so wenig Aufmerksamkeit oder nehmen es erst bewusst war, wenn es sich ganz deutlich bemerkbar macht. In „Der Takt des Lebens“ legt Dr. Reinhard Friedl den Fokus ausdrücklich auf das Herz und schafft es daher, den Leser dazu zu bewegen, das eigene Herz intensiv und mit Anerkennung wahrzunehmen. Ich empfinde das Buch als eine Liebeserklärung des Autors an das Herz, denn er bringt seine Faszination für dieses unglaublich beeindruckende Organ absolut zum Ausdruck. Er schreibt mit viel Verstand, aber vor allem auch mit Herz - das hat das Lesen für mich besonders gemacht. Dr. Friedl erzählt von rührenden Fällen aus seiner Arbeit als Herzchirurg und jede Menge spannende Fakten rund um das Herz werden mit vielen kleinen Geschichten und Anekdoten aus seinem Leben verknüpft. Man lernt in diesem Buch zum Beispiel, dass unser Herz riechen kann oder dass das Herz Botschaften an unser Gehirn senden und dieses wiederum dem Herzen antworten kann sowie was es mit der Herzfrequenzvariabilität auf sich hat. Außerdem liefert der Autor interessante Fakten wie dass unser Herz in der Lage dazu ist, Oxytocin selbstständig zu produzieren und daher gerade auch mit Fühlern für das Kuschelhormon ausgestattet ist oder dass unsere Haut spezielle Nervenfasern besitzt, die eine Ausschüttung von Liebeshormonen veranlassen. In einem sehr beklemmenden Kapitel beschäftigt sich der Autor aber auch mit der Frage, was passiert, wenn das Herz eben nicht mehr für uns schlägt oder aber es seine Arbeit fortsetzt, das Gehirn dagegen nicht mehr funktioniert. Außerdem geht Dr. Friedl der Frage nach, ob wir mit unserem Gehirn oder mit unserem Herzen denken und fühlen bzw. wie die beiden eigentlich zusammenarbeiten. Mein Herz war beim Lesen ganz dabei. Es variierte zwischen einem wohligen und freudigem Gefühl bis hin zu einer starken Beklemmung. Für mich persönlich der beste Beweis, dass unsere Herzen Sinnesorgane sind. Denn vermutlich ist es eben genau dieses Zusammenspiel, bei dem das Gehirn die Worte, Sätze und Kapitel liest, es dem Herzen jedoch gelingt, vor allem zwischen den Zeilen zu lesen und all das zu erfassen, was gesagt, aber nicht geschrieben oder ausgesprochen wird.

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Takt des Lebens

Von: Harald Ender aus München

28.03.2020

Spielerisch wird man in medizinische Zusammenhänge eingeführt, ohne Verpflichtung sich auch alle Begriffe zu merken, weil man sonst dem weiteren Inhalt nicht folgen könnte. Man wird auf eine Lebenswanderung von Reinhard Friedl mitgenommen mehr Zusammenhänge zwischen Herz und Hirn zu erfahren, immer untermauert von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wohltuend die Harmonie der Organe untereinander zu erleben. Da ich selbst überzeugt bin, dass der Organismus voneinander abhängt und, um richtige Heilung zu erfahren, der Mensch auch als Ganzes betrachtet werden muss. Phantastisch geschrieben, man fiebert im OP mit und wird gleich wieder zu einer Betrachtung der Zusammenhänge übergeleitet. Ganz grosses Kino, sehr lesenswert.

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Herzhören erfordert Nähe. In Der Takt des Lebens beschreibt Dr. Reinhard Friedl, seines Zeichens Herzchirurg mit langjähriger Erfahrung und eigener ganzheitlicher Praxis, wie er und das Herz zueinander gefunden haben. Das Herz ist nicht bloß eine stupide Pumpe, Motor unseres Körpers, sondern viel mehr - und dieses "mehr" ergründet er auf vielerlei Wegen. Er lernt und lehrt, was das Herz braucht, um gesund zu sein und zu werden, beschreibt die physiologischen hard facts und knüpft geschickt Verbindungen zu seinem Alltag als Mediziner. Dieses Buch hat mich überrascht und begeistert ob der fundierten und medizinisch akkurat beschriebenen Daten, die auch Laien gut verständlich nähergebracht werden, als auch der persönlichen Geschichte und den Erfahrungen, die Herrn Friedl zu dem Arzt gemacht haben, der er heute ist. Große Empfehlung!

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Gefällt christine_heimannsberg und litterarumnebulas Profilbild litterarumnebula "Sie hören ihn meistens nicht, aber wenn ihr Herzschlag plötzlich weg wäre, wären es auch sie. Denn Sie leben nur von Herzschlag zu Herzschlag. Dazwischen wohnt der Tod. Setzt nach einem Herzschlag kein nächster ein, bleibt die Uhr des Lebens stehen. Manchmal geschieht das im Schlaf oder beim Einkaufen. Kein Mensch kennt die Stunde seines Todes." Wo fühlen wir Liebe, Hass, Glück und Trauer? Dr. Reinhard Friedl ist Herzchirurg und war lange lange Kopfmensch, er hatte seine Gefühle für die Arbeit regelrecht abgeschaltet. Bis er irgendwann merkte, dass was fehlt und er sich auf die Suche begab. Die Suche nach dem was das Herz noch so tut außer Blut pumpen. Alles was er an Antworten gefunden oder auch nicht gefunden hat beschreibt er in Der Takt des Lebens, zusammen mit einigen Fällen aus seiner Karriere und einem Teil seiner Lebens- und Entwicklungsgeschichte. Das ganze belegt er mit der ein oder anderen Studie. Und auch, wenn man vielleicht nicht die Antworten kriegt die man erwartet und es auch gar nicht so viele sind, wie man sich wünschen würde, lernt man beim Lesen einiges. Über sich selbst. Aber auch über Beziehungen, das Herz als Pumpe, die Gesundheit und den Menschen an sich. Ich liebe das Cover. Und der Schreibstil war großartig.

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