Leserstimmen zu
Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre

Maria Nikolai

Die Schokoladen-Saga (2)

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Die Schokoladenvilla ist eine Trilogie, deren drei Bücher ich gelesen habe. Heute möchte ich erzählen, wie mir der mittlere Band und dessen Geschichte gefallen hat. Untertitel: die goldenen Jahre Wir befinden uns im Stuttgart des Jahres 1926 und hören von Serafina, die zu ihrem Halbbruder Victor zieht - in die Schokoladenvilla, wie alle dieses Anwesen bezeichnen. Dieses Haus und das Unternehmen gehört der Familie Rothmann, die bekannt ist für ihre Schokoladenkreationen. Serafina liebt sie und stürzt sich in diese neue Zeit und die Schokoladenproduktion. Dann kommt Anton ins Spiel - die beiden lernen sich kennen - jedoch will er sich mit einer anderen verloben. Sabotage im Schokoladenimperium bringt dann noch weitere Spannung in die Handlung. Serafina und die Vergangenheit kommen wieder zusammen und ein dunkles Kapitel wird dahingehend aufgeblättert. Der Einband des Taschenbuches ist sehr hochwertig und ansprechend farbenfroh gestaltet. Leseprobe: ======== "Hat Judith noch nicht mit dir gesprochen?" "Worüber hätte sie mit mir sprechen sollen?" "Sie wollte dir vorschlagen, dich im Kaufmännischen auszubilden. ... Oft wird die wörtliche Rede verwandt, das macht vom Lesen her die Geschichte lebendig und man fühlt sich in die Handlung involviert. Das Buch mit seinen 718 Seiten ist flüssig und spannend von der ersten bis zur letzten Seite zu lesen. Ich fand den Stil der Autorin überhaupt sehr ansprechend und fesselnd zu lesen, diese positive Bewertung kann ich für alle drei Bücher durchweg so bestätigen.

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"Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre" ist der zweite Band der Reihe von Maria Nikolai und erscheint im Penguin Verlag. 1926: Serafina zieht zu ihrem Halbbruder und Vormund Victor Rheinberger in »Die Schokoladenvilla« nach Stuttgart. Sie lernt den attraktiven Anton kennen und verliebt sich in ihn. Und auch sein Zwillingsbruder Karl hat ein Auge auf Serafina geworfen. Doch anstatt sich dem süßen Leben hinzugeben, wird Serafina von ihrer Vergangenheit heimgesucht, jemand erpresst sie. Die Schokoladenfabrik wird durch Sabotageakte bedroht und es geschieht ein Unglück. Karl und Anton Rothmann sind inzwischen junge Männer, der Anton ist als Klavierbauer mitten im Arbeitsleben angekommen, er möchte sich mit Elise verloben. Karl ist eher ein Lebemann und sucht nach Ideen, sich in der Schokoladenfabrik einen festen Platz zu schaffen. Er hat ein Faible für Architektur, zu dieser Zeit wurde in Stuttgart die Weißenhofsiedlung errichtet, so etwas schwebt ihm für die Fabrik vor. Als Serafina nach dem Tod ihres Vaters zu ihrem Halbbruder Victor zieht, wird sie zum begehrten Objekt beider Brüder, das lässt den Zwist zwischen ihnen natürlich anwachsen. Serafina lernt durch Zufall die selbstbewusste Französin Lilou kennen, die im Ensemble der Tänzerinnen Josephine Baker und Anita Berber auftritt. Lilou wird für Serafina zu einer guten Freundin, denn hilfsbereit und mutig unternimmt sie eigene Schritte gegen die Erpresser Serafinas. Bei diesem Roman konnte ich dank des Personenregisters ohne Probleme "quer" in die Reihe einsteigen. Durch die detailliert geschilderten Charakterzüge wurde ich mit den Hauptfiguren schnell vertraut und bin ihnen gerne gefolgt. Überhaupt wirken die Personen so lebendig, als würde ein Film ablaufen, es ist eine Soap voller Intrigen, Sabotageakte und der Liebe. Die Gefühlswelt vibriert mit allen Emotionen, Neid und Rache sorgen jedoch für ein großes Unglück. Doch die Familie Rheinberger/Rothmann lässt sich nicht unterkriegen, sie stehen alle für ihre Fabrik ein. Die Personen sind zahlreich, dennoch werden auch die Nebenfiguren so gezeichnet, dass man sie alle gut vor Augen hat. Auf ein paar Nebenhandlungen, die ich als reine Unterhaltungs- und Füllszenen verstanden habe, hätte man vielleicht verzichten können. Der Erzählstil ist ausgesprochen flüssig, leicht und bildhaft und versetzt mit der Szenerie wunderbar in die 20er Jahre. Die Goldenen Jahre bringen die Gier nach Leben und wirtschaftlichen Aufschwung mit sich. Dieser Zeitgeist wird sehr eindrucksvoll in die Handlung eingebunden. In der Fabrik entwickelt man spielbare Schokoladen-Schallplatten und die neuen Schokoladenautomaten sind sehr erfolgsversprechend. Dank Lilou erleben wir das Theater, die Musik und das Varieté. Sie ist eine Frau, die sich für damalige Zeit sehr selbstbewusst und emanzipiert benimmt. Die Gesellschaftsschichten klaffen durch finanzielle Unterschiede extrem auseinander. Victorias Freundin Mathilda öffnet den Blickwinkel hinein in die ärmeren Gesellschaftsschichten, ihr Vater Robert ist Kriegsversehrter. Sehr spannend erzählter Schmöker, der mit seinen Figuren ein Kopfkino in Gang gebracht hat.

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Das Buch „Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre“ von Maria Nikolai ist der zweite Teil um die Familie Rothmann, die in Stuttgart im Jahre 1926 mit ihrer Schokoladenfabrik vor große Herausforderungen gestellt werden. Das Buch beginnt mit der Handlung einige Jahre nach dem Ende des ersten Teils. Es ist das Jahr 1926: Wir lernen die junge Serafina kennen, die zu ihrem Halbbruder Victor von Berlin nach Stuttgart zieht. Dort erwartet sie das prächtige Familienanwesen, eine Villa, die alle „Die Schokoladenvilla“ nennen. Ihre Wurzeln zu Berlin kann sie nie ganz vergessen, so richtig heimisch fühlt sie sich nicht. Mit ihrer Abenteuerlust und ihrem Charme erobert sie sofort die Herzen der Familie Rothmann, aber auch von Anton, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Doch Anton ist auf dem besten Weg, sich mit einer anderen Frau zu verloben. Währenddessen läuft es für Judith und Victor in ihrer Schokoladenfabrik nicht ganz rund: Maschinen werden sabotiert und damit steht die Produktion und ihr gesamtes Lebenswerk auf dem Spiel. Da taucht ein dunkles Kapitel aus Serafinas Vergangenheit auf, welches sie eigentlich für immer vergessen wollte… Vor etwa einem Jahr habe ich den ersten Teil „Die Schokoladenvilla“ von Maria Nikolai mir großer Begeisterung gelesen. Ich liebe Schokolade, und wenn es dann noch einen historischen Roman gibt, der von dieser süßen Versuchung handelt, muss ich dieses Buch einfach lesen. Klar, dass ich auch den zweiten Teil direkt lesen wollte und meine Vorfreude auf die Fortsetzung war enorm. Und erst die Freude, als ich das Buch endlich in den Händen halten konnte. Das Cover ist mal wieder ein absoluter Hingucker. Verspielt und mit leichtem Glitzer-Effekt auf Vorder- und Rückseite, dazu im Hintergrund die Villa, die schon im ersten Teil eine Art zuhause wurde. Ich hatte auch keine Probleme, wieder in die Handlung zu finden, sie zog mich ab der ersten Seite wieder in ihren Bann. Maria Nikolai hat einen sehr detaillierten Schreibstil, der aber niemals langweilig wird. Man merkt, wie sehr sie recherchiert hat und sich auch in Stuttgart auskennt. Für mich war Stuttgart nie die interessanteste Stadt, durch ihre Bücher bin ich der Stadt doch etwas näher gekommen. Auch zum Thema „Schokoladenproduktion“ hat sie wieder akribisch recherchiert und hat mir so einiges an neuem Wissen vermittelt. Da doch einige Jahre nach dem Ende des ersten Teils und dem Beginn des zweiten Teil vergangen sind, konnte man die Charaktere noch einmal fast neu kennen lernen. Sie alle haben sich weiter entwickelt, vor allem die kleinen Zwillingsbrüder von Judith. Victor hat sich zusammen mit Judith zu einem guten Gespann entwickelt, die mit viel Engagement und Wissen ihre Schokoladenfabrik führen und gut zusammen arbeiten, privat aber auch ein gutes Team bilden. Mit Serafina hat dieser Teil eine neue Hauptfigur, die mich sehr begeistert hat. Schon auf den ersten Seiten wirkt sie sympathisch, auch wenn sie ein Geheimnis zu umgeben scheint. Alle Charaktere in diesem Buch handeln und agieren authentisch, sie wirken absolut lebensecht. Mit ihren Figuren hat Maria Nikolai das Leben in Stuttgart im 20. Jahrhundert sehr gut eingefangen und lässt es vor den Augen des Lesers lebendig werden. Fazit: Eine wunderbare Fortsetzung, die dem ersten Teil in Nichts nachsteht. Die sympathischen und lebensechten Charaktere sind in einen akribisch recherchierten Hintergrund eingebettet, der mich sehr fasziniert hat. Ein Buch, welches den Alltag vergessen lässt. Ich freue mich sehr auf den dritten Teil, der im Oktober 2020 erscheinen soll.

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Inhalt Nach dem Tod ihres Vaters zieht Serafina vom pulsierenden Berlin nach Stuttgart. Bis zu ihrem 21. Geburtstag, wird sie bei ihrem Bruder Victor wohnen, den sie aber kaum kennt. Schon bald merkt sie aber, dass Victor überhaupt nicht so schlimm ist wie sie dachte und sie entwickelt schnell eine tiefere geschwisterliche Bindung. Und nicht nur das, auch Stuttgart schließt sie immer mehr ins Herz. In Karl findet sie einen guten Freund, der ihr das Leben zeigt und doch mehr von ihr möchte, als scheint. Und dann gibt es noch Anton. Karls Zwillingsbruder, der ihm so ähnlich sieht, sich aber in Inneren komplett von seinem Bruder unterscheidet. Er liebt die Musik, ist ruhig und tiefsinnig. Serafina spürt vom ersten Moment an ein Prickeln und Schmetterlinge im Bauch wenn sie an ihn denkt. Ihr Glück scheint perfekt. Aber der Schein trügt. Serafina wird erpresst. Mit etwas, was wenn es jemals herauskommt, ihren Ruf in der Gesellschaft ruinieren wird. Gemeinsam mit ihrer neuen Freundin Lilou, einer Französin angestellt bei Josephine Baker. Und auch die geliebte Schokoladenfabrik der Rothmanns hat Schwierigkeiten. Immer wieder kommt es zu komischen Unfällen und Manipulationen. Wer steckt dahinter? Meine Meinung: Der Schreibstil ist super angenehm und leicht verständlich. 700 Seiten fliegen nur so hinweg und man versinkt ab Seite 1 sofort in der Welt der Rothmanns und ihrer Schokoladenfabrik. Das Cover passt gut zur Story. Mein Fall ist es nicht zu 100%, aber das ist Geschmackssache. Durch Serafina hat man gemerkt, dass die Zeit seit Band 1 vergangen ist. Man steckt mitten in den 1920er Jahren. Die Welt blüht auf und auch Serafina hatte eine Aufbruchsstimmung in sich. Bis ich sie so richtig ins Herz geschlossen habe, hat es allerdings etwas gedauert, weil sie manchmal ziemlich pessimistisch ist. Trotzdem ist mir ihre Geschichte ans Herz gegangen und nach ein paar Schwierigkeiten, fand ich sie cool, sympathisch und lustig. Anton, der auch schon in Band 1 mein Lieblingszwilling war, hat mich begeistert. Er war sehr zwigespalten, da er einerseits Gefühle für Serafina hatte, die ihn überwältigt haben, andererseits wollte er die Sicherheit seiner Verbindung zu Elise nicht aufgeben. Deswegen hätte ich ihn manchmal zwar gerne geschüttelt, aber lange böse sein konnte ich ihm nicht. Er beweist Mut und Stärke im Laufe des Buches. Er ist klug, süß und tiefsinnig. Also ganz anders als sein Bruder, der ein Kleiner Macho ist. Karl, mochte ich widererwarten auch echt gerne. Er hat Schwung und Witz in die Story gebracht. Er war zwar ein echter Frauenheld, aber man hat gemerkt, dass Sarafina ihm wichtiger geworden ist. Mit ihm hat sie viele Abenteuer erlebt. Ich hab von ihm viel mehr erfahren, als von Anton, der ja der eigentliche männliche Hauptcharakter ist. Elise hätte jeder schon aus dem Grund hassen sollen, weil sie der Grund für die Unmöglichkeit der Beziehung war. Bei mir war es ganz anders. Sie war so nett und sympathisch, ich mochte sie vom ersten Augenblick an und auch ihre Geschichte hat mich gefesselt. Toll fand ich auch ihre Entwicklung zur selbstständigen und mutigen Frau. Und ihr Ende hat mir besonders gut gefallen. Auch Victor und Judith kommen wieder vor. Gealtert, reifer und glücklich zusammen, meistern sie alle Probleme die die Schokoladenfabrik aufweist und auch in ihrer Familie sind sie die Ruhepunkte. Ich fand es so toll, sie wiederzutreffen und bin so glücklich, dass nach Band 1 alles genauso gut weitergegangen ist. Im Schlepptau haben sie auch ihre Tochter Viktoria, die ein wahrer Wirbelwind ist und die Story gewaltig aufheitert. Natürlich gibt es auch noch viele andere Charaktere, die eine Rolle hier in diesem Buch spielen. Aber es sind wirklich viele und die sollte man besser persönlich kennenlernen. Stuttgart in den 1920-ern war erfrischend und cool. Das Lebensgefühl der Menschen damals, kam in dem Roman echt gut raus und ich habe mich gefühlt, als wäre ich in einer Zeitreise gefangen. Das Setting ist also klasse Band 1 hat mir echt mega gefallen, Band 2 fand ich dagegen etwas schwächer. Es gab viele verschiedene Handlungsstränge, die fantastisch und logisch miteinander verbunden waren, aber der Hauptstrang und vor allem die Liebesgeschichte zwischen Anton und Serafina waren ziemlich verspätet. Während jeder andere Strang weitergewachsen ist und immer mehr dazukam, passierte bei den Beiden gar nichts. Und wenn, dann sehr langsam. Natürlich kann man es damit begründen, dass damals alles langsamer lief, aber bis Anton das erste Mal aufgetaucht ist sind fast 150 Seiten vergangen. Allgemein taucht er nur sehr selten auf, was ich schade finde. Ich hätte gerne öfter seinen Alltag oder seine Gedanken gelesen. Für mich hat es lange den Eindruck gemacht, als wären Serafina und Karl das Liebespaar, da die Beiden ständig zusammen waren. Ansonsten mochte ich es gerne wie die Entwicklung von statten ging. Mir war es zwar der Handlungsstrang in dem Lilou nach Serafinas Erpressern sucht manchmal etwas langatmig, weswegen ich dort auch oft abgeschweift bin. Es gab auch die ein oder andere Überraschung, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Was ich besonders mag ist, dass man auch erfahren hat, was zwischen den Büchern passiert ist. Inklusive ihren Erfahrungen während des Krieges. Und auch die Epiloge in diesen Büchern liebe ich, da sie für mich besonders sind und immer ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit in mir auslösen. Fazit: In der Schokoladenvilla leben authentische, reale und wunderbare Charaktere. Der ganze Roman ist so, wie ich es mir in den 1920-ern vorgestellt habe. Inklusive des Gefühls, das sich beim Lesen ausbreitet. Leider hab ich auch ein paar Kritikpunkte. In manchen Dingen fand ich die Handlung etwas langatmend und „enttäuschend“. Ich freue mich aber schon jetzt, in die Schokoladenvilla zurückzukehren und Viktoria auf ihrer Geschichte zu begleiten. Alles in allem ein toller historischer Roman mit echtem Feeling.

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Vor knapp 2 Wochen habe ich bereits den ersten Teil der Familiensaga beendet - dieser gefiel mir recht gut. Nun habe ich also direkt Band 2 gehört - und mag diese Reihe noch immer. Deshalb bin ich froh, dass der Abschluss nicht mehr lange auf sich warten lässt, denn der Klappentext klingt sehr interessant. In "Goldene Jahre" machen wir einen ziemlich großen Sprung in der Zeit. Und es kommen einige neue Charaktere dazu. Da es sich trotzdem immer noch um die Familien Rothmann und Rheinberger handelt, waren die neu hinzugekommenen Personen nicht zu viel. Ich konnte sie gut integrieren. Die Handlung an sich war manchmal etwas langgestreckt. Und trotzdem nicht richtig ausgearbeitet. Dafür wird im Epilog darauf eingegangen, wie es mit den einzelnen Personen weitergeht. Wer Band 1 nicht kennt, wird eventuell Probleme haben, der Geschichte leicht zu folgen, obwohl ich der Meinung bin, dass alles Relevante irgendwie erwähnt wird. Dennoch fehlen kleine Details, die ein Gesamtbild schaffen. Aber man kann nicht alles wiederholen. Daher meine Empfehlung: Nehmt euch diese Saga in die Hand - und beginnt mit der Geschichte am Anfang. Mir haben beide Teile einige angenehme Hörstunden beschert. ©2020 Mademoiselle Cake

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Meine Meinung 1. Satz: Fräulein, wachen Sie auf! 1926 Stuttgart Es handelt sich hier um den 2. Teil der Schokoladenvilla. Einmal angefangen zu lesen, war ich sofort wieder in der Geschichte gefangen. Gleich am Anfang begegnen wir Serafina Rheinberger. Die junge Frau ist in Trauer, da ihr geliebter Vater verstorben ist. Sie ist auf dem Weg zu ihrem Halbruder Victor. Am Stuttgarter Bahnhof angekommen braucht sie erstmal Nahrung. Wie gut, dass es da einen Schokoladenautomaten der Rothmanns gibt. Am Automaten lernt sie die forsche Französin Lilou kennen. Sie soll für Serafina noch eine sehr wichtige Bezugsperson werden. Ich habe mich so gefreut, alte Bekannte wieder zu treffen. Nach 20 Jahren hat sich natürlich einiges verändert. Judith und Victor sind glücklich verheiratet. Sie haben den 1. Weltkrieg und die Währungsreform gemeistert. Zwei prächtige Kinder auf die Welt gesetzt. Martin und Viktoria sind ihr ganzer Stolz. Das Wiedersehen mit Anton und Karl hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ihre Streiche als kleine Buben sind mir immer noch gegenwärtig. Auch als Männer haben sich beide nicht groß verändert. Anton ist, (wie schon als kleiner Bub), sehr besonnen. Er hat sich eine berufliche Existenz als Klavierbauer aufgebaut und hat nun nichts mehr gegen eine feste Beziehung einzuwenden. Karl ist wie eh und je ein Hans Dampf in allen Gassen. Er arbeitet in der Schokoladenfabrik. Da muss er sich erst noch bewähren. Er fühlt sich zu Victors Halbschwester Serafina hingezogen. Meine besonders große Sympathie gilt, (wie schon im ersten Teil), Judith. Die warmherzige Frau hat nichts von ihrer Empathie eingebüßt. Nachdem ihre Mutter sie verlassen hat, hat sie sich als 21 jährige Frau um ihre Brüder gekümmert. Das hat sich bis heute nicht geändert. Stets hat sie für jeden ein offenes Ohr. Victors Schwester hat sie mit offenen Armen aufgenommen. Gewährt ihr alle Freiheiten, damit sich sich zu einer selbstständigen Frau entwickeln kann. Judith kann sich noch sehr gut daran erinnern, wie schwer ihr eigener Weg war. Dennoch verfügt Judith über ein sehr großes Durchsetzungsvermögen. Sie urteilt nicht über andere, äußert jedoch stets ihre Meinung, ohne dabei verletzend zu werden. Die kleine pfiffige Viktoria wickelt alle um ihre kleinen Fingerchen. Ich gebe offen zu, bei mir hat sie es auch geschafft. Sie versteht es sehr gut, alles zu ihrem Vorteil zu nutzen. Dennoch hat sie jetzt schon eine sehr soziale Ader. Teilt gerne mit anderen, und steht einer Freundin zur Seite, die nicht mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurde. Für mich ist Vicky eine Mischung aus Karl und Judith. Victor hat sich auch nicht groß verändert. Er ist der Herr im Hause und hört auf seine Frau! Im Moment bereiten ihm seltsame Ereignisse in der Schokoladenfabrik große Sorgen. Irgendjemand scheint die Produktion zu sabotieren. Serafina weiß die Gastfreundschaft in der Familie sehr zu schätzen. Eigentlich könnte sie glücklich sein. Wäre da nur nicht diese peinliche Begebenheit aus ihrer Vergangenheit. Serafina wird erpresst. Ich konnte Serafina sehr gut leiden. Mir hat sie richtig leid getan. Die junge Frau ist sehr ehrlich. Dennoch traut sie sich niemanden zu erzählen, was sie bedrückt. Sie passt wunderbar in die Familie Rothmann und bekommt dort auch die wohlverdiente Wertschätzung. In den fiktiven Roman wurde viel wahre Geschichte integriert. In Berlin lernen wir Josefine Baker kennen. Die Tänzerin dürfte in den 20igern sehr umstritten gewesen sein. Ihre mehr als freizügige Kleidung war zu dieser Zeit bestimmt nicht Standard. In München begegnen wir Helena Rothmann. Für diese Frau kann ich einfach keine Sympathie entwickeln. Sie hatte vor über 20 Jahren ihre Kinder verlassen, weil sie gemütskrank war. Ich habe mich jedoch gefragt, warum sie die letzten Jahre nicht etwas mehr auf ihre Kinder zugegangen ist. Auch hier bewundere ich Judith sehr, für ihr Verhalten. Das einzige was mich an Judith stört, dass sie ihrem Sohn Martin die Wahrheit über seine Herkunft verschweigt. Ich war auch sehr gespannt, ob Judiths Mutter zum Konzert von Martin nach Stuttgart kommt. Martin ist ein sehr talentierter Musiker. Ich könnte jetzt noch ewig weiter erzählen. Aber dann würde ich spoilern und Euch die Freude an dem Buch nehmen. Fazit Geschichtliche Fakten, gepaart mit der Fantasie der Autorin, haben mir unheimlich schöne Lesestunden beschert. Die gut 700 Seiten kommen nicht eine Sekunde langweilig daher. Besonders verliebt bin ich in die Schokoladenautomaten. Eigentlich muten solche Automaten eher nüchtern an. Aber am Stuttgarter Bahnhof, im Jahr 1926, sind sie ein richtiges Erlebnis, welches einem das Herz wärmt. Das ist genau das, was wir Menschen auch heute noch brauchen. Dinge, die uns berühren. Geschichten, die uns in eine andere Zeit und Welt entführen. All das habe ich in der Schokoladenvilla bekommen. Das Liebeskarussell dreht sich mit großer Geschwindigkeit. Das Leben ist zu kostbar für Kompromisse. (Anton) Das Leben ist zu kostbar für schlechte Bücher. Warum also nicht der Schokoladenvilla einen Besuch abstatten? Erwähnenswert ist das Nachwort! Von mir eine absolute Empfehlung. Danke Maria Nikolei.

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Wie schon Teil eins, hat mir auch dieser zweite Teil wieder richtig gut gefallen. Diesmal dreht sich der Roman um Serafina, die nach dem Tod ihres Vaters zu ihrem Halbbruder Viktor, dem Mann von Judith Rothmann, der Erbin der berühmten Stuttgarter Schokoladenfabrik ins „Ländle“ zieht. Doch Serafina kommt mit „Gepäck“, einem dunklen Flecken in ihrer Vergangenheit, der ihr das Leben schwer macht. So lässt sie sich doch gerne ablenken von Lilu, einer Französin, der sie gleich am Hauptbahnhof in die Arme läuft und die sie bei ihrem Vorhaben der Vergangenheitsbewältigung tatkräftig unterstützt. Doch auch Judiths jüngere Zwillingsbrüder Karl und Anton geben ihr Bestes um Serafina das Eingewöhnen in der Schokoladenvilla so angenehm wie möglich zu gestalten. Wird sie wohl den bösen Geist ihrer Vergangenheit bezwingen? Auch Victoria, die Tochter von Judith und Victor, bekommt viel Raum in diesem Roman. Die ganze Familie steht ihretwegen unter Schock als ein hinterlistiger Anschlag auf die Schokoladenfabrik verübt wird. Überhaupt ist es wieder das reinste Vergnügen mit den Rheinbergers und den Rothmanns ein wenig Zeit verbringen zu dürfen. Es gibt sogar ein Wiedersehen mit Mutter Hélène und zwei spektakuläre Auftritte von Martin Friedrich Rheinberger und der legendären Josephine Baker. Dieses Hörbuch spricht alle Sinne an und ist der reinste Hörgenuss beim Autofahren. Wenn da nur nicht der schlecht gesprochene schwäbische Dialekt der an sich so talentierten Sprecherin Beate Himmelstoß gewesen wäre … schade, dafür gibt es ein klitzekleines Sternchen Abzug …

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Wie das junge Fräulein Serafina im parkähnlichen Anwesen nachdenklich auf der Mauer sitzt im Hintergrund sieht man die elegante Villa , das gefiel mir sehr und machte mich neugierig auf die Geschichte und das Geheimnis welches sie mit sich trägt . Das es der zweite Teil einer Familien Saga ist wusste ich nicht aber es war kein Problem, ich kam sofort hinein in diese Geschichte und alle Protagonisten sind auch bestens erklärt was ich sehr hilfreich empfand. Ebenso erfährt man viel über die damalige Zeit in der Stadt Stuttgart mit ihren Baustilen und Gepflogenheiten. Die Geschichte der Familien die in den goldenen 20 ziger Jahren spielt liest sich leicht und unaufgeregt. Es geht um zwei starke Frauen einmal um die 20 jährige Serafina , die gerade ihren Vater und ihr unbeschwertes Leben in Berlin verloren hat. Da sie noch nicht großjährig ist, kann sie nicht weiter allein in Berlin leben und muss zu ihrem Halbbruder Victor nach Stuttgart ziehen, dort wird sie liebevoll von ihm und seiner Frau Judith in der Villa aufgenommen . Dort lernt sie die Zwillinge Karl und Anton kennen und verliebt sich in einem von beiden. Sie wehrt sich lange gegen das Gefühl weil sie ein dunkles Geheimnis hütet. Judith eine taffe Frau und Mutter von der kecken Victoria und Schwester der Zwillingsbrüder, leitet erfolgreich zusammen mit ihrem Mann die von ihrem Vater geerbte Schokoladenfabrik. Die beiden Frauen führen für die damalige Zeit einen sehr modernen Lebensstil, dürfen Arbeiten , sie fahren Auto und haben leidenschaftliche Liebesbeziehungen . Serafina ist etwas naiv aber ihre Geschichte habe ich mit Spannung verfolgt. Sie war mir schnell ans Herz gewachsen und ihre spontan geschlossene Freundschaft mit der Künstleragentin Lilou war schon aufregend . Aber genau so habe ich den draufgängerischen und leichtfüßigen Zwilling Karl schnell lieb gewonnen wobei sein Bruder Anton mir viel zu abgeklärt daherkam. Jeder aus der Familie oder aus dem Freundeskreis hat so seine Eigenheiten und liebenswerte Macken , die ausführlich und tiefgreifend und sehr liebevoll beschrieben werden, das gefällt mir sehr gut. Abwechselnd wird aus den verschiedenen Blickwinkeln der Charaktere geschrieben, dieser Perspektivenwechsel bringt eine sehr unterhaltsame Geschichte, in der die Liebe erst nach dem ganzen Turbulenzen wie Verrat , Sabotage, Erpressung , Rache und ideologische Verblendung einen Platz bekommt . Eine vielschichtige leichte Familiensaga mit ihrer Schokoladenfabrik in und um Stuttgart herum. Deren Ende für mich derart zusammengepresst wurde, dass man nicht umhinkommen wird die Fortsetzung zu lesen .

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