Leserstimmen zu
Mein 20. Jahrhundert und andere kleine Erkenntnisse

Kazuo Ishiguro

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"Gerade in einer Zeit gefährlich um sich greifender Spannung müssen wir zuhören. Gute Literatur - geschrieben und gelesen - wird Barrieren einreißen." Klappentext: In seiner vielgelobten Nobelpreisrede zeigt uns Kazuo Ishiguro eindrücklich verschiedene Stationen seiner Werdung als Schriftsteller. Er spricht von seinem Verhältnis zu Japan und über die unterschiedlichsten Einflüsse aus Literatur, Musik und Film auf sein Denken und Werk, um zu der für ihn zentralen Frage vorzustoßen, was Literatur angesichts der globalen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit leisten kann. - Ein engagiertes Plädoyer für eine Welt und eine Literatur, die Neues wagen und entdecken muss. Kazuo Ishiguro erzählt uns in seiner Vorlesung zur Verleihung des Nobelpreises für Literatur 2017 auf 47 Seiten etwas über seine Kindheit, seine Anfänge und seinen weiteren Werdegang als Schriftsteller. Er lässt uns hinter die Kulisse blicken und zeigt auf, was ihn besonders bei seinen Werken beeinflusst hat. Meine Meinung: Ich habe bisher erst ein Buch von Ishiguro gelesen (Was vom Tage übrig blieb) und war begeistert davon. In seiner Vorlesung erfährt man, was für ein Mensch denn eigentlich hinter diesen tollen, sprachlich nur so schillernden Büchern steckt. Hier kommt der Autor sehr sympathisch rüber und erzählt ohne viel Schnickschnack. Ich finde Reden häufig todsterbenslangweilig. Da brauche ich allein nur an die Abiballrede damals zurückzudenken. Da sind sogar die Lehrer irgendwann im Schlaf von den Stühlen gekippt. Klar, dass man von einem Nobelpreisträger etwas Besseres erwartet, aber trotzdem war ich positiv überrascht, dass mich diese lange Dankesrede und doch so kurzes Buch nicht eine Sekunde gelangweilt hat. Die wenigen Seiten hatte ich ziemlich schnell durch, einfach auch weil es witzig, informativ und nachdenklich ist, ohne zu dick aufzutragen. Okay, hin und wieder finde ich ihn doch ein wenig überdramatisch, aber das haben wohl die meisten großen Autoren so an sich. "Wie sollte sich Literatur gegen die Macht von Film und Fernsehen durchsetzen, wenn sie nichts Einzigartiges, Unnachahmliches zu bieten hatte?" Fazit: Ich muss zugeben, hätte ich dieses Buch nicht als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen, hätte ich mir es sehr wahrscheinlich nicht für 8€ gekauft. Trotzdem bin ich wirklich froh es gelesen zu haben und kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

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In "Mein 20. Jahrhundert und andere kleine Erkenntnisse" schreibt Kazuo Ishiguro kurz und prägnant über wichtige Episoden seines Lebens, die maßgeblich zu seiner Entwicklung als Schriftsteller beigetragen haben. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir: "Am Ende aber handeln Geschichten immer davon, dass ein Mensch zu einem anderen sagt: So empfinde ich das. Verstehst du, was ich sage? Empfindest du genauso?" Damit hat er das emotionale Erleben eines Romans eigentlich perfekt zusammengefasst. Denn sind wir mal ehrlich, wenn wir uns mit einem Protagonisten nicht identifizieren können oder die Handlungen nicht nachvollziehen können, dann finden wir das Buch doch in 99% der Fälle auf gut deutsch gesagt "blöd". Dieses Büchlein bietet einen tollen kurzen, aber eindrucksvollen Einblick in das Leben eines der größten Autoren unserer Zeit. Mit dieser Dankesrede zeigt uns Herr Ishiguro warum er den Nobelpreis für Literatur verdient hat.

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WOW!

Von: Jeanyjanez

18.05.2018

Inhalt (in meinen Worten): Kazuo Ishiguru erzählt über seine Anfänge, seinen Werdegang und was dazwischen war. "Oft ist es ein Gefühl, das ich nicht recht in Worte fassen kann, aber in der Stimme ist es zu spüren, und dann weiß ich, wohin der Weg geht." Ein toller Satz über die Musik. Er gibt zudem Lesern ein paar Tipps und alles wirkt harmonisch und durchdacht, ohne viel Blink blink. Stil: Ich hab bisher erst 'Alles, was wir geben mussten' von diesem japanisch (Nagasaki)- britischen Autor gelesen und damals war ich so unfassbar geflasht, dass ich mich noch heute gerne daran erinnere. Als ich dieses Büchlein beim Bloggerportal entdeckte, musste ich es sofort anfragen und war unendlich froh, als ich es erhalten hatte. Es ist fantastisch geschrieben und erzählt, ohne dass es langweilig wird - klar, es sind ja nur 47 Seiten. Es ist sein Manifest und die Rede, die er anlässlich des Nobelpreises gehalten hatte. Die paar Seiten hatte ich tatsächlich innerhalb von einer Stunde durch, weil es witzig, nachdenklich und informativ ist, ohne zu dick aufzutragen. Fazit: Seine Musik-Metaphern fand ich toll und der Vergleich zu einer bestimmten Szene. Es hat mir die Augen für etwas geöffnet, was ich im Prinzip schon selbst verinnerlicht hatte: Hört man ein bestimmtes Lied, können sich Ideen entwickeln, die man so gar nicht für möglich gehalten hatte. Und auch wenn ich das Buch einfach viel zu teuer finde - es hat nur 47 Seiten - kann ich es weiterempfehlen, nicht nur für Fans dieses Autors. Gesamtbewertung: Cover: Sehr schlicht und einfach 4/5 Titel: Witzig. 5/5 Inhalt: Ganz klare 5/5 Sterne

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