Leserstimmen zu
Schlittschuhglück und Mandelduft

Debbie Johnson

Comfort Food Café-Reihe (3)

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Zum dritten Mal sind wir zu Gast im Comfort Food Café in dem kleinen Ort Budbury mit all seinen herzlichen Bewohnern! Diesmal sind es Zoe und Martha, die dort in einem Ferienhaus Ruhe und einen Neuanfang suchen. Marthas Mutter und Zoes beste Freundin Kate ist verstorben und Zoe wurde praktisch „über Nacht“ Erziehungsberechtigte eines 16-jährigen Teenagers. Beide gehen mit ihrer Trauer anders um, aber Martha hat weitaus mehr Probleme und Zoe sorgt sich sehr um sie. Daher denkt sie, dass ein Ortswechsel beiden gut tun würde. In der hübschen Ferienhaussiedlung von Cherie, der Besitzerin des Comfort Food Cafés finden die beiden einen gemütlichen Ort für ihren Neuanfang. Während Zoe sich von Anfang an wohl fühlt in der Gemeinschaft der Dorfbewohner, die sich alle sehr herzlich um die Neuankömmlinge kümmern, ist Martha anfangs noch sehr zurückhaltend und geht nur sehr langsam auf andere zu. Dann trifft überraschend Marthas Vater aus Australien ein und die Gefühle der beiden geraten erneut durcheinander. Martha lernt ihren Vater, den sie bisher nie sah, kennen und Zoe ist innerlich zerrissen, denn sie gönnt Martha natürlich, ihren Vater kennenzulernen, hat aber auch Angst, dass dieser Martha mit nach Australien nehmen könnte. So unerwartet Zoe auch zu „Mutterfreuden“ gekommen ist, möchte sie Martha nun auch nicht mehr verlieren. Durch Titel und Cover könnte man bei diesem Buch einen Weihnachtsroman erwarten, aber das ist irreführend. Die Geschichte beginnt im Spätsommer und endet rund um die Weihnachtstage und der deutsche Titel ist nicht gut gewählt. Es war aber schön, wieder nach Dorset zurückzukehren und zu den herzlichen Bewohnern des kleinen Ortes Budbury, die eine richtig bunte Mischung von Menschen sind. Sie alle haben ihre eigenen Geschichten, die man schon aus den vorherigen Büchern kennt und die sich nun fortsetzen. Als in der Geschichte Zoe die Entscheidung traf, nach Budbury zu gehen, um dort einen Neuanfang zu versuchen, dachte ich, dass die beiden dort gut aufgehoben sind und die heilsame Atmosphäre des Comfort Food Cafés mit seinen tollen Menschen auch den beiden helfen wird. Diese Geschichte erzählt von Trauerbewältigung, Neuanfang, Vertrauen, Freundschaft und Liebe! Eine Mischung, die eine Achterbahn der Gefühle auslöst. Es ist der Autorin aber wunderbar gelungen, auch eine Mischung bei den Emotionen und Stimmungen zu kreieren. Es gab traurige, humorvolle und auch romantische Momente, die alle schön geschildert sind. Zoe und Martha waren tolle Protagonistinnen, deren vielfältige Emotionen für mich glaubhaft und nachvollziehbar waren und die auch gut bei mir angekommen sind. Und so war es spannend zu verfolgen, wie sich die beiden dort langsam verändern und der Ort und seine Bewohner auf sie wirken. Zitat, Seite 308: „Dieser Ort ist mehr als nur die Summe seiner Einzelteile. Ich hatte keine Freunde, hatte niemanden, an den ich mich wenden konnte, als ich hierherkam - inzwischen spüre ich überall Liebe und Unterstützung.“ Dieser emotionale und sehr warmherzige Roman hat mich begeistert, denn es passt alles zusammen, ein angenehmer Schreibstil, liebenswerte Charaktere, der schöne Schauplatz und eine wirklich berührende Geschichte! Fazit: 5 von 5 Sternen

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Für mich das erste Buch der Autorin aber bestimmt nicht das letzte, denn dieses Buch ist Teil einer Reihe rund um das Comfort Food Café. Die Bücher sind zwar in sich abgeschlossen aber ich denke es wäre schöner auch die anderen Bücher zu kennen da sich die Geschichte natürlich berühren und vor allem die Charaktere wiederkehrend sind. Ich werde das auf jeden Fall noch nachholen und freue mich schon darauf! Das Cover fand ich auf den ersten Blick total niedlich, es ist weihnachtlich und einen hauch kitschig, was ich bei Weihnachtsbüchern immer sehr gut finde. Natürlich wurde mit dem Lebkuchenmann und den Keksen auf dem Cover, die Thematik aufgegriffen, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, teilweise schön detailreich und bildlich. Ich mochte die Charaktere habe mich mit Zoe sofort wohl gefühlt und habe auch richtig mitgelitten. Ihr Schicksal hat mich berührt und auch Martha konnte ich auf Anhieb verstehen. Die Autorin schafft es eine realistische Geschichte zu entwickeln die mit jeder Menge Gefühl daherkommt. Ich fand es etwas schade, dass man nicht erkennen konnte das es sich um eine Reihe handelt hätte gerne die anderen Bücher erst gelesen. Ich hatte mich vorher aber auch nicht weiter mit der Autorin beschlossen. Fazit: Eine tolle Geschichte mit Gefühl und sehr netten Charakteren, die Kulisse, die die Autorin geschaffen hat, fand ich sehr toll und werde definitiv mehr davon lesen. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil und die Seiten sind nur so verflogen!

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Dies ist der dritte Band der "The Comfort Food Café"-Reihe von Debbie Johnson. Zoe, die Pflegemutter von Martha, einer rebellischen 16jährigen, weiss nicht mehr weiter. Deshalb gönnt sie sich und Martha einige Wochen Auszeit in Budbury und mietet ein Haus in Cheries Siedlung. Kaum steigen sie aus dem Auto sind sie schon mitten drin in der quirligen Gemeinschaft. Martha macht einen auf Einsiedler und geht nicht auf die netten Freundschaftsgesten ein, aber Zoe fühlt sich von Anfang an pudelwohl. Doch da taucht Marthas Vater Cal auf - und Zoes Seelenleben gerät ins Chaos. Ob er wohl Martha mit nach Australien nimmt oder er sie hier bei ihr lässt? Beides hätte Vor- und Nachteile für Zoe. Sie, die ja unverhofft zur Ersatzmutter wurde. Zoes inneres Zerreissen, das Pro und Contra, hat Debbie Johnson sehr gut aufs Papier gemacht. Mich fasziniert, wie die Autorin es jedes Mal schafft, sich in die doch sehr unterschiedlichen Protagonisten einzufühlen. So ist man jeweils ganz schnell in der Geschichte drin und kann kaum aufhören zu lesen. Auch hier in "Schlittschuhglück und Mandelglück". Als Leser fühlt man sich mittlerweile zuhause in Cherries Café und beobachtender Teil der bunt zusammengewürfelten Budbury-Truppe. Der deutsche Titel macht nicht viel Sinn. Schlittschuhlaufen tut niemand. Es ist auch nicht ersichtlich, dass dies der dritte Band einer Serie ist. Der Originaltitel "Coming Home at the Comfort Food Café" passt da viel besser, er beschreibt Zoes und auch Marthas Wunschzustand: sich nicht nur daheim fühlen, sondern auch bei sich selbst ankommen und ein Leben jenseits der Trauer führen. Fazit: Eine emotionale Story über eine Frau, die plötzlich zur Pflegemutter einer Teenietochter wird und gleichzeitig den Verlust ihrer besten Freundin zu überwinden hat. 5 Punkte.

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Comfort Food Café-Reihe: 1. Frühstück mit Meerblick 2. Weihnachten mit dir 3. Schlittschuhglück und Mandelduft 4. Veranda zum Meer (erscheint im April 2019) Schlittschuhglück und Mandelduft - Debbie Johnson Beschreibung des Verlages: Als Zoes beste Freundin Kate an Brustkrebs stirbt, stellt das ihre Welt auf den Kopf. In nur wenigen Stunden wird sie von der verrückten Nachbarin, die kaum eine Pflanze am Leben erhalten kann, zu einer Frau, die Verantwortung übernehmen muss. Denn sie ist nun die Erziehungsberechtigte für Kates sechzehnjährige Tochter Martha. Zoe zieht zusammen mit Martha in das kleine Dörfchen Budbury, in der Hoffnung, dass die frische Seeluft und das beschauliche Leben ihnen helfen, Kates Tod zu verarbeiten. Und die beiden haben Glück: Die Menschen dort sind sehr freundlich und haben stets ein offenes Ohr und eine Schulter zum Anlehnen. Als plötzlich Marthas lange verschwundener Vater auftaucht, sind die beiden umso mehr auf die Liebe und Unterstützung ihrer neuen Freunde angewiesen … Meine Meinung: Zuerst einmal: mit Schlittschuhen und Mandeln hat dieses Buch wirklich gar nichts am Hut, abgesehen davon aber konnte es mich von sich überzeugen und hat mir einige tränenreiche Lesestunden beschert. Ich weiss nicht genau, was es ist und wie sie es macht, aber Debbie Johnson schafft es irgendwie immer wieder, eine sehr berührende Atmosphäre zu schaffen und mich damit zu überraschen. Klar, es geht hier um eine Sechzehnjährige, die ihre Mutter verloren hat, dies lässt niemanden kalt, aber es geht noch um so viel mehr, um Trauer, Verlust, um eine grosse Freundschaft um Hilfsbereitschaft und Trost und ich kann wirklich sagen, dass dieses Buch eigentlich ein sehr, sehr trauriges Buch ist und man schon ein wenig bereit sein muss, sich darauf einzulasssen, eben genau weil Johnson die sehr verschiedenen Gefühle und Empfindungen so fassbar schildern kann. Ausserdem ist dieses Buch der dritte Teil der Reihe um das Comfort Food Café und leider wird das vom Verlag nicht wirklich präsent deklariert. Wer sich nur das Buch und nicht die Verlagsseite dazu ansieht, wird lediglich am englischen Originaltitel erkennen, um was es sich bei diesem Buch handelt. Das ist total schade und wurde auch schon von einigen anderen Leserinnen und Lesern kritisiert. Abgesehen davon gibt es von mir aber für den Verlag nur Lob für die tolle Aufmachung, das schöne Cover und die angenehme Haptik der gerillten Klappenbroschur. Schreibstil und Handlung: Wie bereits angetönt ist dieses Buch gar kein leichtes und lockeres Weihnachtsbuch. Es ist ein Buch, das einen schweren Verlust und eine enorme, lähmende Trauer thematisiert und trotzdem auch zeigt, dass Neuanfänge möglich sind und dass Trost und Zeit viele Wunden heilen können, was es für mich dann sehr wohl zu einem Weihnachtsbuch macht, einfach zu einem wirklich traurigen Weihnachtsbuch. Martha verliert ihre Mutter Kate viel zu früh und kommt in die Obhut von Zoe, die beste Freundin der Verstorbenen. Martha und Zoe können mit dem Schmerz und der enormen Lücke, die Kate hinterlassen hat, kaum umgehen. Dies wird meiner Meinung nach sehr authentisch und berührend dargestellt. Genau wie auch bei der Beziehung zwischen Martha und Zoe, die alles andere als immer unkompliziert ist, nimmt die Autorin sprachlich gesehen auch bei der Trauer und den hässlichen Seiten von Verlusten kein sprichwörtliches Blatt vor den Mund sondern zeigt auf, wie ein solcher Schmerz das ganz Leben verändern und beeinflussen kann. Es geht aber nicht nur traurig zu und her und dies liegt vor allem an den Bewohnerinnen und Bewohnern von Budbury, die wir in den vorhergehenden Bänden der Reihe kennengelernt haben und die in diesem Band eher im Hintergrund agieren, deren tröstende Anwesenheit und konkrete Taten und Worte aber stets zu Martha und Zoe durchdringen und so langsam auch wieder Platz für Licht und Freude schaffen. Dies ist in diesem kalten Winter und dem ersten Weihnachtsfest ohne die geliebte Kate aber auch bitter nötig. Meine Empfehlung: Fans der Reihe empfehle ich diesen Band von Herzen, er ist der bisher tragischste Band und hat mich tief berührt. Allen anderen empfehle ich, die Reihe ganz vorne zu beginnen und so zuerst einen Sommer und dann bereits ein erstes Weihnachtsfest in Budbury zu verbringen, bevor sie sich auf "Schlittschuhglück und Mandelduft" einlassen. Zusätzliche Infos: Titel: Schlittschuhglück und Mandelduft Originaltitel: Coming Home to the Comfort Food Café Autorin: Debbie Johnson ist eine Bestsellerautorin, die in Liverpool lebt und arbeitet. Dort verbringt sie ihre Zeit zu gleichen Teilen mit dem Schreiben, dem Umsorgen einer ganzen Bande von Kindern und Tieren, und dem Aufschieben jeglicher Hausarbeit. Sie schreibt Liebesromane, Fantasy und Krimis – was genau so verwirrend ist, wie es klingt. Taschenbuch, Klappenbroschur: 384 Seiten Sprache: Deutsch Originalsprache: Englisch Übersetzt von: Irene Eisenhut Verlag: Heyne Erschienen am: 08. Oktober 2018 ISBN: 978-3-453-58073-2

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Meine Meinung: Von der Autorin hatte ich schon einige Bücher gelesen und so freute ich mich, als ich dieses mit dem wunderschönen Cover entdeckte. Schließlich suche ich zur Zeit doch ganz gezielt nach Büchern mit weihnachtlichen Covern und entsprechenden Geschichten. Herzlich Willkommen im gemütlichen Comfort Food Café! - das lese ich in der Umschlagklappe des Buches. Das Café habe ich bereits in den anderen Büchern von Debbie Johnson kennen gelernt und gleichzeitig die liebenswerten Bewohner des kleinen Ortes Budbury. Zum Glück hat Zoe diesen Ort und das Café gefunden, als sie überlegte, wohin sie mit ihrer Pflegetochter Martha ziehen soll, denn das Mädchen musste unbedingt die Umgebung wechseln. Zumindest meinte Zoe das, ansonsten würde Martha durch ihr Verhalten und der Trauer über den Tod der Mutter zugrunde gehen. Nun mag manch einer denken, halt das ist doch kein Weihnachtsbuch. Dem gebe ich recht, das Cover verwirrt einen ebenso wie der Buchtitel. Die Geschichte um Zoe und Martha beginnt im Spätsommer und endet an den Weihnachtstagen. deshalb möchte ich an dieser Stelle noch einmal besonders darauf hinweisen, dass es kein Weihnachtsbuch mit einem netten, vielleicht sogar etwas kitschigem Thema ist. Aber es ist trotzdem ein lesenswertes Buch. Es geht hier um Trauerbewältigung, Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt und Veränderungen. Die Autorin hat ein durchaus ernstes Thema gewählt, es aber auch mit humorvollen Szenen aufgelockert. Ich freute mich, wieder etwas über mir bereits bekannte Bewohner von Budbury lesen zu können. Jedes Buch ist in sich abgeschlossen und kann ohne Kenntnisse der anderen gelesen werden. Fazit: Es war schön, wieder etwas über Budbury und die Bewohner zu lesen, obwohl es für mich kein "echtes" Weihnachtsbuch war. Ich gebe trotzdem eine Leseempfehlung und freue mich schon auf das nächste Buch im Frühjahr.

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Vor Jahren schrieb Zoes beste Freundin Kate einen Brief für sie, in dem sie sich Gedanken machte, was mit ihrer kleinen Tochter Martha wird, wenn sie einmal nicht mehr da ist. Vor gut einem halben Jahr war genau das nun eingetreten, Kate hatte den Kampf gegen den Brustkrebs verloren. Nunmehr war Zoe die Erziehungsberechtigte der jetzt sechzehnjährigen Martha. Zitat S. 71 "Wir alle nehmen die Katastrophen wahr, halten aber nicht inne, um die kleinen Momente des Glücks zu genießen. Der Freundschaft, des Lachens und der Leichtigkeit." Es war keine leichte Aufgabe, denn das Mädchen rebellierte gegen alles. Da es so nicht weitergehen konnte, beschloss Zoe eine Veränderung ihres gemeinsamen Lebens. Kate und Zoe, beste Freundinnen seit der Kindheit. Dass Kate Martha als Urlaubssouvenier mitbrachte, allein aufzog und trotzdem beruflich erfolgreich war, es gab nichts zu verlieren. Auf der Suche nach einem geeigneten Ort fiel Zoe dieser Satz ins Auge: "Kommen Sie zu uns ins sonnige Dorset. Dorthin, wo das Leben noch einfach ist und Sie ihre Sorgen hinter sich lassen können", heißt es da. Zitat S. 25 Ein vorausschauender Satz für den weiteren Verlauf der Handlung. Zoe hatte nicht damit gerechnet, so warmherzig dort aufgenommen zu werdne. Ein heilsamer Ort, dass hatte zuvor schon Laura erfahren, die nunmehr das Café von Cherie betrieb. Diese hatte sich zu Frank auf seiner Farm zurückgezogen. Auch Lauras Schwester Becca erging es bei ihrem Aufenthalt vor einem Jahr ebenso und nun war sie hochschwanger. Ihre Geschichten sind in den Vorbänden nachzulesen. Es kann aber jedes Buch eigenständig gelesen werden. Für Zoe, die immer wieder in Pflegeheimen aufgewachsen war, ihre Kindheit alles andere als beschaulich und nur durch Kates Freundschaft im wahrsten Sinne gerettet wurde. "Schlittschuhglück und Mandelduft" ist für mich der beste auf dieser Reihe. Das Cover passt sich den vorherigen an und die Handlung gibt einem das Gefühl, als ob es, zusammen mit Cherie, ein Anziehungspunkt für verlorene Seelen sei. Rundum sind die Menschen wie eine Familie, mehr als nur gute Freunde. Es ist eine Geschichte der Hoffnung und Liebe, aber auch die Akzeptanz und das gegenseitige Verständnis. Der Aufbau der Handlung ist gut durchdacht. Nach einem emotionalen Anfang ist es gut zu lesen, wie sich der Ort, die Menschen und das Comfort Food Café heilsam auf Zoe und Martha auswirken, sie sich verändern und ihren Platz finden. Als dann auch noch überraschend Marthas Vater Cal aus Australien eintrifft, wird es interessant. Zumal Martha ihn noch nie persönlich kennengelernt hatte. Die guten und auch schlechten Zeiten von Zoe und Martha, hier hat mir gefallen, wie die Autorin es unglaublich gut zu Papier gebracht hat. Es sind die kleinen Momente, die hoffen lassen. Erfreulicherweise kommen alle vorangegangenen Charaktere in dem Buch vor. Selbst die alte Edi, weit über 90 Jahre. Eine herausragende Persönlichkeit. Die Mischung macht es ebenaus. Die unterschiedlichen Emotionen wie Wut, Resignation, aber auch das Glück, vermischt mit Freude und Liebe, dies alles in Worte zu fassen, ist der Autorin brilliant gelungen. Ebenso die immer wieder aufkommenden Zweifel der Hoch-Tief-Stimmungen sind mehr als spürbar. Dieser Roman ist aus der Sicht von Zoe geschrieben, man findet sich sofort in ihr Gefühlsleben bzw. ihrer inneren Zerrissenheit wieder. Gerade die oft emotionalen, unerwarteten Situationen machen es spannend und man erlebt die Verzweiflung, die gemeinsame Trauer und Wut, aber auch Freude. Wer ist schon vollkommen perfekt? "Schlittschuhglück und Mandelduft" ist ein emotionaler als auch unterhaltsamer Roman, den man im Prinzip zu jeder Jahreszeit lesen kann. Eine wundervolle Geschichte voller Wärme, Emotionen, Freundschaft und Liebe. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich. Und zwar finde ich den deutschen Titel nicht gut gewählt.

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Wieder richtig schön!

Von: Judikos Welt

21.11.2018

Herzlich Willkommen im Comfort Food Café… Schlittschuhglück und Mandelduft ist der dritte Teil aus der Comfort Food Café-Reihe. Jedes Buch kann man zwar für sich einzeln lesen, da die Geschichten rund um die Hauptprotagonisten abgeschlossen sind, dennoch trifft man alte Bekannte aus den Vorgängern wieder, sodass man sich vielleicht spoilern würde. Mein Tipp ist also, nacheinander lesen, um auch dieses Gefühl von Familie zu bekommen, das diese Bücher einfach vermitteln. Im dritten Teil geht es um Zoe, die von Kindheit an eine beste Freundin hat – Kate! Mit ihr ist sie durch dick und dünn gegangen. Mit ihr hat sie den ersten Joint geraucht, die ersten Partys besucht, sich alles erzählt. Nur Kate hat sie verstanden, so, wie sie war - rebellisch und provokant. Sie war für sie da, obwohl Kates Eltern den Umgang gar nicht gern gesehen haben und auch versucht haben, die Freundschaft zu verhindern. Ohne Erfolg! Kate & Zoe, best friends forever! Aber auch umgekehrt war Zoe bereit, alles für Kate zu tun und zu Beginn der Geschichte muss sie dies auch beweisen, denn Kate ist tot und nun soll Zoe sich um ihre 16 jährige Tochter Martha kümmern, so hat Kate es sich schließlich gewünscht in ihrem Testament. Doch Martha rutscht durch Alkohol und Drogen immer mehr ab, sodass Zoe nur einen Ausweg weiß. Weg aus der Großstadt Bristol, von ihrem Umgang mit falschen Leuten und raus in die Natur, in ein neues Umfeld. Budbury, ein kleines Dorf in Dorset. Dort, wo es auch das Comfort Food Café gibt, zieht es Zoe hin. Weniger begeistert ist Martha. Werden die zwei es schaffen, neu anzufangen? Eigene Meinung: Wieder einmal hat es die Autorin geschafft, mich auf den ersten Seiten zu Tränen zu rühren. Erging mir auch schon so beim ersten Teil. Selten schafft das ein Autor, da man ja eigentlich zu diesem Zeitpunkt noch keinen Bezug zu den Protagonisten hat, aber auf Debbie Johnson ist einfach Verlass. Nicht nur mit ihrer feinfühligen Art, sondern auch mit ihrem Humor überzeugt sie mich immer wieder aufs Neue. Auch diese Geschichte fand ich wieder richtig schön. Zwar ist der erste Teil immer noch mein liebster, aber zu empfehlen ist einfach die komplette Reihe. Vor allem ist es toll zu lesen, wie auch die anderen Charaktere weiter wachsen. Kleiner Kritikpunkt an den Verlag: Ich persönlich würde es allerdings schöner finden, wenn diese Reihe auch als solch eine zu erkennen ist. Z.B. mit einem Titel Comfort Food Café und einem entsprechenden Untertitel. Wobei ich aber auch sagen muss, dass ich zu dem jetzigen Titel „Schlittschuhglück und Mandelduft“ keinen Bezug zu dieser Story gefunden habe. Das aber auch nur mal kurz am Rande erwähnt. Im Original heißt diese Geschichte übrigens „Coming Home“, was wesentlich mehr Sinn ergibt. Für alle, die dann Spaß gefunden haben an dieser schönen Reihe: ein neuer Teil steht in den Startlöchern. Am 08. April 2019 heißt es wieder mit „Veranda zum Meer“,… Herzlich Willkommen im Comfort Food Café.

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Die 38-jährige Zoe, die bisher ein unabhängiges, eher chaotisches Leben geführt hat, wird von einem Tag auf den anderen Mutter, als ihre beste Freundin Kate stirbt. Die 16-jährige Martha ist ein aufmüpfiger Teenager, die droht durch Alkohol und Drogen unter die Räder zu geraten, weshalb Zoe beschließt, mit ihr für sechs Monate in eine Ferienanlage in Budbury, ein Dorf an der Küste Englands zu ziehen. Die beiden werden dort von warmherzigen Menschen aufgenommen und fühlen sich trotz ihrer Trauer bald beide sehr wohl. Sogar Martha ist wie ausgewechselt und geht brav zur Schule, während sich Zoe eine berufliche Auszeit gönnt. Als dann überraschend Marthas Vater Cal aus Australien anreist, wird Marthas und auch Zoes Leben erneut durcheinander gewirbelt. Von "Schlittschuhglück und Mandelduft" hatte ich mir aufgrund Cover und Titel einen Weihnachtsroman versprochen, wie ich sie von Debbie Johnson bereits mit "Weihnachten mit dir" und "Weihnachtspunsch und Rentierpulli" kenne. Dieser Roman handelt jedoch nur im letzten Viertel, beschränkt auf ca. 30 Seiten, in der Weihnachtszeit. Die Mehrheit handelt in den Herbstmonaten September bis November, als Zoe und Martha in Budbury Fuß fassen. Trotz des traurigen Beginns mit dem Tod Kates ist der Roman leichtgängig und durch Zoes chaotische und erfrischende Art amüsant zu lesen. Die Annäherung von Zoe und Martha, Zoes Übernahme von Verantwortung und ihr Neubeginn in Budbury ist interessant zu lesen, im weiteren Verlauf plätschert die Geschichte - trotz der überraschenden Ankunft von Marthas Vater Cal - aber nur dahin. Die Probleme von Zuhause erscheinen wie weggeblasen, Martha wird von heute auf morgen umgänglich und auch mit Cal gibt es keine Startschwierigkeiten. Die zu erwartende Liebesgeschichte zwischen Zoe, die unter Bindungsängsten leidet und Cal, der wie Zoe und Martha nur für eine Urlaubszeit in Budbury bleiben wollte, entwickelt sich sehr gemächlich, weshalb sich der gesamte Roman in die Länge zieht, bis am Ende Weihnachten gefeiert wird und der Mut gefunden wird, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Der Roman ist Teil 3 einer Reihe um das "Comfort Food Café", aber der erste der auf Deutsch erschienen ist. Neben der etwas faden Geschichte konnte ich auch die Atmosphäre des "Comfort Food Café", das DER Anlaufpunkt in Budbury ist, nicht wirklich spüren, weshalb sich meine Neugier auf diese Reihe in Grenzen hält. "Schlittschuhglück und Mandelduft" handelt von Trauerbewältigung und einem Neuanfang, ist jedoch keinesfalls als Weihnachtsroman zu verstehen, den man zur Einstimmung in der Adventszeit lesen müsste.

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