Leserstimmen zu
Die Wehenschreiberin

Maja Böhler

(4)
(1)
(0)
(0)
(0)
Taschenbuch
€ 10,00 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Das Cover ist eher schlicht gehalten und sehr gut gewählt. Es zeigt eine fürsorgliche Hebamme bei einer Familie. Ich bin selbst vor einiger Zeit Mutter geworden und musste im Kreißsaal einiges erleben. Gerade auch deswegen war ich sehr neugierig auf das Buch. Die Kolumne der Autorin kenne ich nicht. Deswegen waren für mich auch alle Geschichten neu. Man erfährt in den Geschichten auch immer wieder etwas über die Autorin, was mich sehr gefreut hat. Die Geschichten beinhalten alles. Ich saß kopfschüttelnd vor dem Buch, mit Tränen in den Augen und lachend. Gerade die Geschichten, die ich ähnlich selbst erleben musste, haben mich zu Tränen gerührt und gezeigt, dass so viele Dinge mittlerweile Alltag in den Kliniken sind, die nicht schön sind. Weder für die Hebammen, noch für die Frauen, die entbinden. Wir leben in einem reichen Land und die Hebammen werden immer weniger. Es werden immer mehr Kinder geboren und niemand probiert das Personal entsprechend aufzustocken. Irgendwann wird es so nicht weiter gehen. Eine Hebamme kann nicht gleichzeitig 4 Geburten oder mehr betreuen. Wo soll dies nur enden? Die Ehrlichkeit der Autorin ist genau das, was die Geschichten zu etwas besonderen macht und ich verstehe, warum die Kolumne so beliebt ist. Mich hat das Buch von der ersten Seite an begeistert und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Für mich eines meiner bisherigen Jahreshighlights. Ich vergebe 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für dieses wichtige Buch.

Lesen Sie weiter

Als Hebamme erlebt Maja Bähler täglich ganz unterschiedliche Menschen in Extremsituationen: Mütter die unter Presswehen noch WhatsApps schreiben, Väter die splitternackt zu ihrer Frau in die Wanne steigen und endlose Vornamensdiskussionen. Doch bei allem erlebt sie Paare und Alleinstehende, die das Wunder der Geburt erleben. Man erfährt auch die Schwierigkeiten des Berufs, todtraurige Schicksale und die Bürokratie, die hinter allem steckt. Hier findet man einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen: unverblümt, emotional, mitfühlend und komisch. Wenn ich in meinem Leben nochmals einen Beruf erlernen würde, würde Hebamme ganz oben stehen. Ich habe selbst zwei Kinder und finde diese Menschen so immens wichtig, denn sie geben einem einfach die nötige Ruhe und Beistand. Ich stelle mir den Beruf sehr abwechslungsreich, nicht immer einfach, teils auch sehr traurig und wahnsinnig schön vor. Maja Böhler hat hier viele Anekdoten zu den unterschiedlichsten Szenarien im Kreißsaal, über die Betreuung nach der Geburt und der Vorsorge erzählt. Alle Abschnitte hatten eine angenehme Länge und ich musste ganz oft in mich hinein grinsen, aber auch mal ein Tränchen verdrücken und habe noch dazu einiges gelernt. Sie schafft es, neben den wunderschönen Seiten des Berufes auch ehrlich die Schattenseiten zu benennen. Die Geschichten waren einfach herzzerreißend schön und man hat sich selbst auch in einigen Berichten wiedergefunden. Es gibt einen tollen Einblick, was man als Hebamme alles erleben kann und zeigt, wie wichtig dieser Berufszweig ist. Von skurill über witzig bis hin zu traurigen Erlebnissen wird hier jede Facette beschrieben und macht so einfach Spaß es zu lesen. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es für Menschen, die diesen Beruf erlernen wollen, interessant sein könnte. Das Buch lässt sich durch die kürzeren Abschnitte immer wieder gut zwischendurch lesen und oftmals saß ich da und dachte mir, ach ein Kapitel geht noch, bis ich dann 20 Minuten später immer noch lesend auf der Couch saß. Sie hat einen angenehmen Schreibstil, bei dem die Seiten nur so dahinfliegen. Ein wahnsinnig schönes Buch über die verschiedensten Seiten einer Hebamme, das mir sehr schöne Lesezeiten geschenkt hat. Unbedingte Leseempfehlung!

Lesen Sie weiter

Als Mutter von 4 Kindern, habe ich in den letzten Jahren einiges im Kreisssaal erlebt. Als Hebamme, gerade in der heutigen Zeit, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es da zu wirklichen Extremen kommt. Spezielle Eltern, wahnsinnige Bürokratie und ganz viel Humor, zeichnen dieses Buch aus. Ich habe es verschlungen, da ich eine erfahrene Mama bin. Für kinderlose Paare ist es vielleicht nicht das richtige Buch:)

Lesen Sie weiter

Meine Zusammenfassung: Maja Böhler ist Hebamme und erlebt so einiges im Kreissaal. In diesem Buch hat sie ihre Erlebnisse aufgeschrieben. Die Geschichten sind in eigene Kapitel unterteilt. Dabei erzählt Maja auch warum sie zur Hebamme wurde und wie sich ihre eigene Lebensgeschichte weiterentwickelt hat. Meine Bewertung: Das ist die Sorte Buch, die wahrscheinlich nur Eltern kaufen oder Menschen die sich für Geburten interessieren. Die Autorin hat als Hebamme schon einiges erlebt. Da waren so schöne Geschichten dabei, aber wie es so ist auch einiges trauriges. Bei der Beschreibung der "stillen Geburt" musste ich weinen. Es ist so unfassbar, dass man am Ende kein lebendes Kind zur Welt bringt. Manchmal werden Dinge einfach als zu selbstverständlich angenommen. Anderes bringt einen zum schmunzeln - endlose Diskussionen von Eltern über Vornamen, der perfekt vorbereitete Vater, der seine Frau unterstützt und anfeuert oder die Großfamilie vor dem Kreissaal, die tatsächlich alles mitangucken will. Am besten sind immer noch Geschichten rund um dem Aberglauben ( ist der Bauch rund oder eckig). Da gibt es wohl so einige die dran glauben. Da sind ein paar gute Sachen dabei. Jede Geschichte hat ein eigenes Kapitel, mit klar abgetrennter Überschrift. Das Buch ist gut strukturiert, der Schreibstil verständlich, Fachwörter werden gut erklärt. Alles in allem ist das ein echt unterhaltsames Buch. Ich würde es nicht einer erstgebärenden in die Hand drücken, aber allen anderen schon. Die Autorin beschriebt das pure Leben in allen Fassetten und es ist einfach wunderschön darüber zu lesen.

Lesen Sie weiter