Leserstimmen zu
Bergab geht's tot am schnellsten

Hilke Sellnick

Die Henni-von-Kerchenstein-Reihe (2)

(0)
(3)
(1)
(0)
(0)
€ 10,00 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

"Bergab geht`s tot am schnellsten" ist der zweite Roman um die junge Pianistin Henriette von Kerchenstein - auch ohne den ersten Roman "Tote kriegen keinen Sonnenbrand" zu kennen hatte ich hier ein tolles Lesevergnügen ohne Einschränkungen. Henni von Kerchenstein verbringt mit ihren Freundinnen ein musikalisches Wochenende auf dem Schloss der Großmutter. Eine ihrer Freundinnen erzählt von Loretta Linz, die für ihren toten Mann eine Geburtstagsfeier zum 100-jährigen in einem Grandhotel in den Alpen feiert. Sie sucht noch Musiker und Henni, Claudia und Cindy nehmen diese Job an. Doch was sie dann erwartet, hätten sie nie kommen sehen... Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass es sich etwas zieht, bis es in die Alpen geht und bis dann auch die erste Leiche auf´taucht, glücklicherweise hat mich auch "die Vorgeschichte" interessiert und die Stimmung hat mich gut eingefangen. Sehr schön finde ich das Eintreffen im alpinen Grand Hotel, dass sich dann doch als sehr abgewirtschaftet herausstellt. Loretta Linz und ihre Gäste sind schon fast ein Kuriositätenkabinett - alles ehemalige Sternchen und helfende Hände aus der Filmbranche. Alle haben ihre Eigenheiten, Wehwehchen und Unarten, die mich oft zum schmunzeln und lachen gebracht haben. Auch Gitti und Sigmar waren mir sehr sympathisch. Als dann die Leiche von Anton Drechsler auftaucht beginnt Henni zu ermitteln, unterstützt oder in die Quere kommt ihr - je nachdem wie man es sieht - Unterkommissar Huber. Ob Henni und der Unterkommissar das Rätsel um die Leiche im Glockenturm lösen können? Der Schreibstil von Hilke Sellnick ist einfach sehr schön, unterhaltsam und absolut kurzweilig. Manchmal fragt man sich, wie sie auf ihre Ideen kommt, wie zum Beispiel der Ü-70 Club. Die Protagonisten und ihre Selbstdarstellung ist köstlich. Ebenso Henni und ihre Freundinnen, sowie ihre Großmutter. Ein kleines Geheimnis bleibt hier auch noch und ich bin sehr gespannt, ob wir vielleicht im nächsten Band etwas über Hennis Vater erfahren werden. "Bergab geht`s tot am schnellsten" ist ein unterhaltsamer und absolut kurzweiliger Roman mit Krimihandlung, den ich gerne weiter empfehle und schon gespannt bin, wohin es Henni und ihren Kater das nächste Mal verschlägt!

Lesen Sie weiter

Cover Ein idyllisches und passendes Cover für einen winterlichen Krimi. Es soll wohl der Blick von der kleinen Kapelle aus sein, der auf das verfallene Hotel gerichtet ist, in dem Henni und alle anderen untergebracht sind. Inhalt Henni hat Steuerschulden und deswegen übernimmt sie zusammen mit ihren Freundinnen Cindy und Claudia einen außergewöhnlichen Gig in einem einsamen und abgelegenen Hotel in den Bergen. Die exzentrische Diva Lauretta Linz feiert hier mit einigen geladenen Gästen im höheren Alter den 100. Geburtstag ihres verstorbenen Mannes. Durchgefroren kommen die drei Freundinnen zusammen mit Hennis Kater Walter von Stolzenstein an dem verfallenen Hotel an, das nach außen hin alles andere als luxuriös ist, sich im Inneren jedoch als recht gemütlich erweist. Die drei Freundinnen werden im 3. Stock in drei Zimmern untergebracht, die direkt nebeneinander liegen. Schon in der ersten Nacht kommt Cindy ängstlich zu Henni ins Zimmer und erzählt, sie habe in der nahe gelegenen Kapelle Menschen gehört. Henni hält das für sehr unwahrscheinlich, lässt sich wegen der Spuren im Schnee aber doch überzeugen und während Cindy dann schon selig in Hennis Bett schlummert beobachtet diese weitere Geschehnisse rund um die Kapelle, nichts ahnend, wie wichtig das alles später noch sein könnte. Am nächsten Morgen ist einer der älteren Herren verschwunden, das ganze Hotel steht Kopf bis Henni ihn letztendlich findet, zu ihrer leichten Enttäuschung allerdings lebendig. In der darauffolgenden Nacht zieht ein Schneesturm auf und schon am Abend macht dies den Bewohnern des Hotels zu schaffen. Die Gemüter werden unruhiger und gehässiger, so kommt es zum Streit zwischen Lauretta und einer anderen Dame, die intrigant aus dem Nähkästchen plaudert während alle anderen zuhören. Dann verschwindet wieder ein älterer Mann, natürlich denkt man, ihm ginge es wie seinem Vorgänger, dass er irgendwo sitze und nicht mehr wegkomme oder sich verlaufen habe. Aber dieses Mal ist es anders und Henni hat endlich ihre Leiche. Zusammen mit Kater Walter beginnt sie zu ermitteln, was dem Mann, der in der Kapelle an einem Strick hängend gefunden wurde, passiert ist. Meine Meinung Auf das Buch bin ich vor allem wegen dem witzigen Titel und dem makabren winterlichen Cover aufmerksam geworden. Der Schreibstil ist direkt sehr lebhaft und sehr schön verständlich, so dass man leicht und ohne zu stocken lesen kann. Das Buch wird aus Sicht der sympathischen und chaotischen Hauptprotagonisten Henni in der 1. Person erzählt. Hennis Charakter macht die Geschichte abwechslungsreich und führt immer wieder zu komischen Situationen, selbst in Zeiten, in denen es für die Bewohner des Hotels nicht so viel zu lachen gibt muss man als Leser doch schmunzeln. Teilweise sarkastisch und mit viel Wortwitz erzählt die aufgeweckte Henni ihre Geschichte. Sehr schön ist es natürlich auch, einen Kater an die Seite der Protagonistin zu stellen. Der ohne es selbst zu wissen manchmal eine große Hilfe bei Hennis Ermittlungen ist. Aufgepeppt wird die Geschichte weiterhin durch die Intrigen und den Misstrauen der vielen Gäste untereinander, die fast alle schon im hohen Alter sind. Das Buch ist nicht immer spannend, aber es ist so geschrieben, dass es aufregend, abwechslungsreich und zugleich lustig bleibt und den Leser auch ganz ohne hässliche Gewaltszenen in seinen Bann ziehen kann. Das Ganze wird atmosphärisch eingerahmt von der hübschen und verschneiten Winterlandschaft rund um das Berghotel. Hauptprotagonistin Henni hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich mag ihre Persönlichkeit, ihre ständige Verzweiflung was Männer angeht, sowie ihre Intelligenz und Hartnäckigkeit, mit der sie den Fall lösen möchte. Mich erinnert sie an eine jüngere Version von Jessica Fletcher aus der Serie "Mord ist ihr Hobby". Fazit Normalerweise lese ich solche Krimis eher nicht. In den Krimis die ich bislang kannte waren es oft jüngere Menschen, bei denen ein Mörder Angst und Schrecken verbreitet und einen nach dem anderen jagt. Dies auch mal mit älteren Protagonisten und einer jungen und witzigen Hobbyermittlerin zu lesen war auch mal sehr interessant. Das Buch ist ein solider Krimi, den man sehr schön mal zwischendurch lesen kann, auch ganz ohne Vorkenntnisse von Band 1. Daher empfehle ich das Buch gerne für alle Krimi-Leser weiter.

Lesen Sie weiter

Pianistin und Hobby-Kriminalistin Henni von Kerchenstein führt ein merkwürdiger Auftrag in die Einsamkeit der verschneiten Schweizer Berge: Sie soll mit ihren Freundinnen auf dem 100. Geburtstag eines vor Jahren verstorbenen Mannes spielen. Doch weil sie das Geld dringend braucht und so ein Bergurlaub um Weihnachten herum ja auch recht idyllisch sein kann, nimmt sie an. Das Luxushotel entpuppt sich allerdings als Bruchbude und die Winteridylle wird von mehreren Morden zerstört. Außerdem sind die Geburtstagsgäste allesamt reichlich schrullig – und uralt. Entgegen aller Widrigkeiten (Zwieback, Stromausfall und ein nerviger Unterkommissar) versucht Henni herauszufinden, warum einer der Gäste sterben musste und was es mit den beiden aufgebahrten Heiligen in der alten Kapelle auf sich hat. „Bergab geht’s tot am schnellsten“ ist der zweite Henni-von-Kerchenstein-Roman aus der Feder von Erfolgsautorin Hilke Sellnick. Wie schon im ersten Band („Tote kriegen keinen Sonnenbrand“) schreibt sie mit viel Witz einen flotten Krimi, der von skurrilen Persönlichkeiten wimmelt. Äußerst amüsant und ein wahres Lesevergnügen. Auch Band Zwei mag man als Leser nicht aus der Hand legen, bis Henni und ihr Kater Walter von Stolzing den Fall geknackt haben.

Lesen Sie weiter

Zugegeben: ich bin ein riesen Fan Bücher zu lesen die zur aktuellen Jahreszeit und noch besser zum Aufenthaltsort passen! Da kam der Krimi der Mitten in den schneebedeckten Bergen in einem einsamen Hotel spielt genau richtig! Geht es euch da ähnlich? • Darum geht’s: Ein einsames Hotel in den Bergen. Nächtliche Spuren im Schnee. Und eine Leiche nach Mitternacht. Ein ungewöhnlicher Auftrag führt die junge Pianistin Henni von Kerchenstein in die verschneiten Alpen. Die Witwe eines Filmstars feiert im Kreis alter Freunde den 100. Geburtstag ihres verstorbenen Gatten, und Henni soll die Feier auf dem Klavier begleiten. Doch statt lauschigen Abenden vor dem Kamin erwartet Henni ein zugiges altes Hotelgemäuer. Eingeschneit mit schrulligen Alten, wird nicht nur ihr Kälteempfinden auf die Probe gestellt, sondern auch ihr Spürsinn als Hobby-Ermittlerin: Während tief in den Bergen ein Schneesturm um das Hotel pfeift, hört Henni zu nächtlicher Stunde unheimliche Geräusche aus der Kapelle nebenan und stolpert kurz darauf über eine Leiche im Glockenturm … • Berge, Schnee, ein Hotel, verwegene Charaktere und ein Mord in der Kapelle! Ein super Setting für eine winterliche Kriminalgeschichte. „Berab geht’s tot am schnellsten“ ist der zweite Teil der Henni-von-Kerchstein-Reihe von der Autorin Hilke Sellnick. Den ersten Teil habe ich nicht gelesen und musste mich zu Beginn tatsächlich erst einfinden: dort ging es sehr rasant her und ich war etwas überfordert mit den zahlreichen Charakteren, den Schlagabtausch und dem Hinausfiltern der belanglosen Informationen. Ich würde daher empfehlen, den ersten Teil Einfachheitshalber zu lesen. Die Protagonistin ist Henni, Musikerin und Adelig. Zu Beginn des Buches begegnen wir ihr und ihren Freundinnen auf dem Schloss ihrer Familie. Henni ist selbstbewusst und kann mit Wörtern gut umgehen. Sie ist nicht klein zu kriegen. An ihrer Seite ist immer der sehr eigenwillige Kater Walter von Stolzig, der immer wieder auftaucht und fordert. Henni hätte ich tatsächlich viel älter geschätzt als die Autorin beabsichtigt hat. Sie soll um die 28 Jahre alt sein - mit ihren ganzen Spleens hätte ich sie tatsächlich auf Ende 30 geschätzt. Der Hauptschauplatz des Buches spielt auf einem winterlichen Berg gelegenen etwas in die Jahre gekommenen Hotel. Auf den ersten Mord musste ich lange warten und das ist einer meiner Kritikpunkte: der Mord stand für mich persönlich überhaupt nicht im Mittelpunkt der Geschichte. Stattdessen gab es einen Schlagabtausch nach dem anderen und es gab für mich zu viele überspitzt witzige Situationen. Die Mordserie war für mich eher ein Nebenschauplatz. Leider bin ich auch nicht so recht mit Henni und ihren Freunden warm geworden, die mir einfach ein was Quäntchen zu aufgedreht waren. Das Setting und die Idee fand ich hingegen gut. Kater Walter und seine verschroben eigenwillige Art fand ich gut. Für mich ein Krimi der mir zu überspitzt humorvoll und indem der Mord leider zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat. Mit Sicherheit wäre es hilfreicher gewesen einzelne Charaktere aus dem ersten Teil der Reihe bereits zu kennen. Ich kann leider dieses Mal keine Leseempfehlung aussprechen, da ich wirklich nicht in das Buch hinein gefunden habe. Mit Sicherheit geht es da vielen ganz anders.

Lesen Sie weiter