Leserstimmen zu
Die fabelhafte Welt der Ameisen

Christina Grätz, Manuela Kupfer

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Hardcover
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Bevor ich auf dieses Buch aufmerksam wurde, wusste ich nichts von der Existenz sogenannter Ameisenumsiedler und deren Bedeutung. Aber man erweitert ja gerne seinen Horizont. Im Rahmen des ständig erwähnten Insektensterbens geraten ja immer wieder Bienen in den Fokus, vermutlich aufgrund ihrer offensichtlichen Bedeutung für den Menschen (Honig!), Andere Insekten geraten da eher in den Hintergrund und Ameisen … nun ja, Ameisen sind nicht überall beliebt, obwohl man durchaus ihren Nutzen nicht ignorieren darf (sogar für die Bienen, wie ich aus diesem Buch erfahren durfte). Ein bisschen erinnerte mich das Buch an das Bienenbuch „Die Honigfabrik„, was den Aufbau anbelangte. Eine Ameisenumsiedlerin erzählt von ihrer Arbeit und eine Diplom-Biologin erklärt die Welt der Ameisen (wobei gesagt werden muss, dass beide Autorinnen Biologie studiert haben). So sind die Abschnitte von Martina Grätz hin und wieder auch emotional, während Manuela Kupfer sachlich bleibt. Aber .. das Buch erweitert das Wissen um Ameisen ungemein. Von wegen Ameise ist Ameise. Es ist wirklich eine fabelhafte Welt, sehr vielseitig und teilweise auch noch unbekannt. Beiden Autoren gelingt ein kurzweiliges, informatives Lesevergnügen, das eine gute Mischung aus Theorie und Praxis darstellt. Und vielleicht stellt es auch eine Art Werbung für den anstrengenden „Beruf“ des Ameisenumsiedlers/Ameisenhegers dar. Mein Wissen über Ameisen wurde erweitert, die Lust darauf Ameisenumsiedler zu werden, jedoch nicht. Lesenswert ist das Buch auf jeden Fall.

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„Die fabelhafte Welt der Ameisen“ ist ein Buch über die Millionen Mitbewohner unserer Erde aus der Feder der Autorinnen Christina Grätz und Manuela Kupfer. Schon das Cover des Buches ziert ein einzigartiges Bild. Eine große Ameise, die einer kleinen liebevoll über den Kopf zu streichen scheint. Dazu das saftige Grün des Moses und ein Bild einer sehr sympathischen Ameisenumsiedlerin. Der Inhalt des Buches gibt den Titel sehr gut wieder. Wer kennt sie nicht, die kleinen Krabbler, die man in der Natur ständig sieht. Meistens sind sie dem Menschen ein Dorn im Auge. Sie krabbeln auf allem herum, gerade wenn man ein Picknick macht oder auf einer Wiese steht. Sie beißen und verspritzen Säure, die furchtbar juckt und brennt. Die meisten Menschen könnten gut und gerne auf sie verzichten. Ein fataler Fehler … Ich fand das kleine Volk schon immer faszinierend. Wenn ich im Wald spazieren gehe, konnte ich noch nie absichtlich auf eine Ameise einfach drauf treten. Wenn ich welche entdecke laufe ich immer wie Monk durch den Wald. Blos nicht auf eine drauf treten, lautet da meine Devise. Die Bauten finde ich einfach faszinierend. In dem Buch erzählt die Autorin mit Humor und Scharm von ihrer Arbeit. Und vor allem, wie wichtig es ist, Ameisenvölker umzusiedeln und zu retten. Jetzt könnte man denken, Himmel, in einem Nest sind Millionen von Ameisen, da stirbt doch nichts aus. Was leider die gängige Meinung über die Insekten ist. Leider aber auch eine total falsche Meinung. Daher finde ich es absolut wichtig und dringlich, diese Ameisennester umzusiedeln. Ich habe auch einen absoluten Respekt vor den Menschen, die sich dieser Arbeit annehmen. Ich könnte diese Arbeit, ehrlich gesagt, wohl nicht verrichten. Diese Masse von Ameisen auf meiner Haut würde mich in Panik versetzen. Deswegen, Respekt vor den Leuten, die diese Arbeit tun und sich um die Umsiedlung der Ameisenvölker kümmern. Der Schreibstil des Buches ist auch sehr verständlich und gut zu lesen. Man kommt kaum noch davon weg, wenn man einmal angefangen hat. Dazu kommt, dass alles in kleine Kapitel und Abschnitte aufgeteilt ist. Da will man immer noch ein Stückchen weiter lesen und liest manchmal länger, als einem lieb ist. Das Buch selbst ist immer wieder mit anschaulichen Zeichnungen unterbrochen, die das gelesene bildlich erklären. In der Mitte befinden sich dann auch ein paar bunte Fotos, die zum einen das Umsiedeln zeigen und zum anderen ein paar Ameisenarten. Ich finde das Werk ist sehr gut gelungen und auch wichtig, dass es viele Menschen lesen. Viele Leute sind heute so eingeschränkt in ihrer Welt, dass so kleine Tierchen schon gar nichts mehr zählen, außer dass sie stören. Selbst ich habe in meinem kleinen Garten mindestens zwei Völkchen der kleinen Krabbler leben. Es sind zwar nur normale Ameisen, aber trotzdem dürfen sie bleiben. In einem Teil wohnen sehr kleine rötliche Ameisen, die anderen sind die normalen Schwarzen, die man überall außerhalb des Waldes sieht. Außerdem sollten die Menschen mal daran denken, nicht alle Natur einzubetonieren und zu besteinigen. Dort kann kaum etwas leben, schon gar keine Ameisen. Wir brauchen jedes Tier und jede Tierart auf unserer Welt, weil alles irgendwie zusammen passt und eine Berechtigung auf Leben auf unserem Planeten hat, nicht nur wir Menschen. Ich kann das Buch jedem Leser nur nahe legen. Einfach ein tolles Werk!

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