Leserstimmen zu
Das kalte Reich des Silbers

Naomi Novik

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Leider eine Enttäuschung

Von: Buchblögchen - Jessica

05.10.2019

Aufgrund des tollen Covers, des Titels und des Klappentextes habe ich eine schöne magische Story erwartet. Meine Meinung gibt es jetzt: Leider kam ich nur sehr schwer in die Geschichte rein. Der Beginn war zäh und schleppend und ich habe mir des öfteren die Frage gestellt, wann es denn nun richtig losgeht. Es gibt Bücher, die starten wie ein bombastisches Feuerwerk und es gibt Bücher, deren Anfang eine Wirkung wie eine kleine Wunderkerze hat. Leider ist letzteres hier der Fall - so hart es klingt. Sehr, sehr schade! Bevor die tatsächliche Handlung begann, vergingen dutzende Seiten, alles plätscherte vor sich hin, es wurden Dinge ausgiebig beschrieben die unwichtiger nicht sein konnten und generell wirkten die Charakter extrem nüchtern und gefühlskalt auf mich und so, als ob sie nicht komplett ausgearbeitet sind. Mir fiel es sehr schwer, das Buch nicht vorzeitig abzubrechen. Da ich dies so ungerne mache, gab ich mir ab und an einen kleinen Ruck. Ein weiteres Problem hatte ich mit dem stetigen Wechsel der Perspektiven. Teilweise wurde die Story von jetzt auf gleich in nahtlosem Übergang aus der Sicht eines anderen Charakters erzählt. In der zweiten Hälfte des Buches switchte die Handlung plötzlich zwischen etwa einem halben Dutzend Charaktern hin und her. Für meinen Geschmack war das zu viel Wechseln auf einmal und sorgte nur für einen gestockten Lesefluss und unnötige Verwirrung, weil man erstmal damit beschäftigt ist herauszufinden, welcher Charaktere gerade an der Reihe ist. Zum Ende hin habe ich ehrlicherweise nur noch die Seiten grob überflogen und teilweise übersprungen. Das Ende war okay und ein soweit guter Abschluss. 'Das kalte Reich des Silbers' hat mich arg enttäuscht. Die Storyidee war richtig vielversprechend und hatte viel Potenzial. Allerdings passte hier einfach nichts zusammen. Dies war mein erstes Buch von Naomi Novik und - nach aktuellem Stand - auch mein letztes der Autorin.

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Ihr Lieben, kennt ihr das, wenn ihr ein Buch zu eurer neuesten Lektüre erwählt und recht hohe Erwartungen an die Geschichte habt? Ihr kennt den Autor bereits und wisst, dass ihr mit der Wahl des Autors eine ziemlich verlässliche Quelle dafür gewählt habt, dass die Geschichte tatsächlich gut werden könnte. Zu Beginn seid ihr auch recht begeistert, aber mit der Zeit merkt ihr immer stärker, dass dieses Buch nicht das ist, was ihr euch gewünscht habt. So ging es mir leider mit dem neuesten Werk von Naomi Novik: Das kalte Reich des Silbers. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, habe ich mich sehr auf die Lektüre gefreut. Vor einigen Jahren habe Uprooted von der Autorin gelesen, was ich sehr mochte. Nicht nur war der Schreibstil so herrlich ungewöhnlich und verträumt, auch die Handlung ist außergewöhnlich und originell. Naomi Novik ist zwar eine US-amerikanische Schriftstellerin, doch ihre Geschichten sind oft von osteuropäischen Märchen inspiriert, da sie selbst mit polnischen Märchen aufgewachsen ist. Für mich ist allein das schon etwas, das den Reiz ihrer Geschichten für mich ausmacht, denn viele osteuropäische Märchen sind mir keineswegs ein Begriff. Das kalte Reich des Silbers soll hingegen an Rumpelstilzchen angelehnt sein, doch die Ähnlichkeit habe ich persönlich nur an manchen Stellen bemerkt. Nichtsdestotrotz sticht die Geschichte mit ihrer ungewöhnlichen, düsteren und teils sehr melancholischen Handlung hervor. Allerdings leider auch durch ihre Langatmigkeit.  Mirjem ist die Protagonistin des Romans, doch es gibt noch einige weitere Nebenfiguren, die eine große Rolle in Das kalte Reich des Silbers einnehmen und die Geschichte erzählen. Insgesamt gibt es, wenn ich mich nicht irre, vier Erzählperspektiven. Manchmal werden zudem die gleichen Ereignisse aus den Perspektiven unterschiedlicher Figuren erzählt. Irgendwie interessant, irgendwie aber auch etwas langweilig. In diesen Fällen hätte ich mir gewünscht, man würde die Ereignisse in einem Kapitel abschließen und aus der Perspektive einer anderen Figur fortsetzen. Generell fand ich die Erzählweise gewöhnungsbedürftig, teilweise auch sehr verwirrend, weil die Kapitel zwar aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden, aber nur Zahlen als Überschriften dienen. So musste ich mich mit jedem Kapitel fragen, wer überhaupt erzählt und welchem Handlungsstrang man folgt. Der Schreibstil ähnelt nicht dem von Uprooted. Er ist weniger ausgeschmückt und ausschweifend. Dafür ist er mehr auf den Punkt gebracht und für Noviks Verhältnisse echt knackig. Jedoch hat es die Autorin nicht hinbekomme, den einzelnen Figuren eine eigene Stimme zu geben, sodass der Anfang jedes Kapitels für mich zum Ratespiel wurde. Ich konnte vom Schreibstil alleine einfach nicht sagen, wer erzählt. Was mich tatsächlich auch sehr verwirrte: Die Geschichte wird zwar aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und dies geschieht sogar aus der ersten Person Singular, dennoch gab es keineswegs Emotionen, die während der Lektüre bei mir hervorkamen. Sämtliche Figuren berichten lediglich von Tatsachen. Von den Dingen, die sie machen – eine persönliche Note kommt dabei bei keinem zutage. Die Umgebung und alles wurde schön beschrieben, das Gefühlsleben keineswegs. Der Ort der Handlung ist Wisnja, was mir sehr gut gefallen hat. Wisnja wirkt wie eine Mischung aus Polen, Russland und Litauen. Damit hat Naomi Novik für mich ein Setting geschaffen, das ich in Büchern praktisch nie zu Gesicht bekomme. Ich mochte die Kälte, das Raue, das Ungewöhnliche und ich wünsche mir tatsächlich mehr Geschichten mit einer solch besonderen Atmosphäre. Bis die eigentliche Handlung einsetzt, vergehen jedoch mehrere hundert Seiten. Ich gebe ehrlich zu: Ich habe kämpfen müssen, um dieses Buch überhaupt weiter zu lesen, weil es mich die meiste Zeit so gelangweilt hat. Ganz verstehen konnte ich die Handlung auch nicht. Also was genau der rote Faden sein soll. Man erfährt unzählige unwichtige Dinge und auf dreißig Seiten gibt es vielleicht einen Satz, der wirklich wichtig ist und die Geschichte voranbringt. Dadurch zieht sich Das kalte Reich des Silbers ins Unermessliche. Die Figuren fand ich dennoch gelungen. Gerade Protagonistin Mirjem fand ich faszinierend. Sie ist selbstbewusst und setzt sich durch. Doch sie wirkt auch herzlos und kalt, was ich selten von Hauptfiguren kenne. In der Regel hat man ja doch Figuren im Zentrum eines Romans, mit denen sich die Leser identifizieren können. Hier fiel es mir persönlich etwas schwer, aber durch die interessanten Charaktere fand ich dies nicht schlimm. Allgemein empfinde ich die Charaktere des Romans als sehr vielschichtig. Sei dies die eben genannte Mirjem oder ihre Freundin / Helferin im Haushalt Wanda. Wanda und Mirjem sind zudem sehr unterschiedliche Figuren und es ist interessant zu sehen, wie die beiden miteinander agieren und was sie voneinander lernen. Eine ebenfalls große Rolle spielt Irina. Ähnlich wie Mirjem konnte sie mir nicht ganz ans Herz wachsen. Sie war mir mitunter zu eigensinnig und distanziert, was vermutlich dem eher sachlichen Schreibstil geschuldet ist. Was mir jedoch auch an Irina gefallen hat. Genau wie Mirjem findet sie sich nicht mit ihrem Schicksal ab und wartet nicht auf den Retter in der Not. Einer der Bösewichte ist der Staryk-König. Ich denke, diesen kann man recht gut mit dem Night King aus Game of Thrones bezeichnen. Er mag vielleicht nicht ganz so böse sein, aber alles, was der Leser von seinem Lebensstil und seiner Optik erfährt, passt genauso gut zum Night King. Was ich von dem Buch halten soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich mochte das Magische und die märchenhafte Atmosphäre des Romans. Gleichzeitig hätte man für mich auch auf mehrere hundert Seiten verzichten können. Es hätte einfach etwas mehr Abwechslung und Spannung zu Beginn des Romans geben können. Das hätte mich jedenfalls mehr zum Lesen motiviert, denn das war wirklich einer der Knackpunkte: Ich habe mich manchmal zum Lesen zwingen müssen. Der Ausgang der Geschichte war einerseits vorhersehbar, andererseits unerwartet. Jedoch war das Ende für meinen Geschmack etwas zu kitschig im Verhältnis zum übrigen Roman. Die Stimmung ist kalt, bedrohlich und düster. Dass es auf einmal einen derartigen Umschwung gibt, fand ich unpassend. Das kalte Reich des Silbers war kein Fehlgriff, aber ein richtig warm wurde ich mit der Geschichte auch nicht.

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Gestaltung Dieses Buch ist an Schönheit wirklich kaum zu übertreffen! Durch den weißen Hintergrund wirkt das Cover schlicht, doch durch die vielen Details trotzdem schick. Der Titel wurde in einer Gold, glänzenden Schrift geschrieben, die man ebenso auf dem Farn wiederfindet ist. Zudem wurde eine Frau in einem grünen Kleid abgebildet, welche für etwas Farbe auf dem Cover sorgt. Mit dem Schneebaum wird auch noch der Inhalt aufgegriffen, da es in dem Buch um magische Eiswesen geht, die Schnee und Eis mit sich bringen. Alles in allem ist es also wunderschön und ein wirklicher Blickfang im Bücherregal. Auch die Kapitel wurden schön aber schlicht gestaltet. Passend findet sich auch hier der Farn wieder. Ebenso wurde der erste Buchstabe eines neuen Kapitels wie in Märchenbüchern verziert, was ein richtiger Eyecatcher ist. Während der einzelnen Kapitel wurden auch noch einmal Schneeflocken abgedruckt, welche die Absätze voneinander trennen. "Die Kälte in mir war größer als die Kälte da draußen." (S. 46) Meine Meinung Da ich schon einmal ein Buch von Naomi Novik gelesen habe, welches ich damals wirklich geliebt habe, war ich unglaublich gespannt auf dieses Buch und habe mich richtig gefreut, als ich es lesen konnte. Umso enttäuschter war ich dann auch, als es mir nicht gefallen hat. Ich habe mein Bestes gegeben und mich Seite für Seite durchgekämpft aber nach 400 Seiten habe ich den Kampf aufgegeben... Der Schreibstil der Autorin ist anspruchsvoller und da ich das schon im voraus wusste, war das weniger mein Problem. Wobei es auch nicht wirklich hilfreich war und es mir nur noch schwerer gemacht hat voran zu kommen. Mein Hauptproblem war vor allem, dass sich mit jedem neuen Kapitel die Perspektiven geändert haben. Ständig wurde gewechselt und es gab keine Person, die zwei Kapitel in Folge hatte. Noch zu dem Wechsel kam die Tatsache, dass es immer mehr Personen wurden, zwischen denen getauscht wurde. Auf Dauer wurde es immer anstrengender, da man nicht gleich wusste, um wen es sich gerade handelte. Des weiteren bin ich leider auch nicht so mit der Geschichte klar gekommen. Es war einfach alles super verwirrend und ich habe, wenn überhaupt, nur die Hälfte von dem verstanden, was passiert ist. Es wurde zwar alles ausführlich beschrieben, jedoch hatte ich trotzdem Probleme dabei mir alles bildlich vorzustellen. Trotz dessen gab es auch Stellen in dem Buch, die mir gefallen haben und auch der Grundgedanke der Geschichte war wirklich interessant. Die Charaktere waren eigentlich das beste an dem Buch, da ich die meisten wirklich mochte. Ich konnte ihre Gefühle verstehen und auch nachvollziehen, warum sie so gehandelt haben. Ich glaube das war auch der Grund, weshalb ich so lange durchgehalten habe. Insgesamt war also nicht alles schlecht aber trotzdem hat es nicht gereicht, um es zu beenden. Ich habe das Lesen ehrlich gesagt immer vor mir her geschoben und lieber gar nichts gelesen. Da mir meine Lesezeit dafür zu schade ist, bin ich doch recht froh über meine Entscheidung und kann euch das Buch daher leider auch nicht weiterempfehlen. Aber natürlich wünsche ich jedem, der sich selbst eine Meinung bilden will, viel Spaß beim lesen und hoffe, dass er meine Meinung nicht teilt.... Zitat "Sie war für einen kurzen Moment wieder in Sicherheit, einen weiteren Moment lang, und schließlich bestand das Leben am Ende doch nur aus Momenten." (S. 309) Bewertung 2 von 5 ⭐

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Das kalte Reich des Silbers von Naomi Novik, erschienen im cbj Verlag, 576 Seiten Mirjems Familie leidet bittere Armut, weil ihr Vater, der als Pfandleiher arbeitet, zu gutherzig ist und die Schulden seiner Kunden nicht eintreibt. Kurzerhand beschließt Mirjem, das Geschäft ihres Vaters zu übernehmen und an seiner Stelle das verliehene Geld zurückzuholen. Sie ist erfolgreich in ihrer Arbeit und schon bald heißt es, sie könne Silber in Gold umwandeln. Das weckt das Interesse des Königs der Staryk, einem Volk goldgieriger magischer Eiswesen. Er entführt Mirjem und fordert sie dazu auf, Gold für ihn zu machen - sonst wird die Menschheit in ewiger Kälte versinken, so droht er. Wird es Mirjem gelingen, dem kalten Reich zu entkommen? Die Autorin entführt ihre Leser in ein magisches, märchenhaftes Reich und beschreibt dieses sehr detailverliebt. Ihr Schreibstil ist sehr eigen und war für mich zunächst gewöhnungsbedürftig. Diese ausladende Schreibweise hat leider dazu geführt, dass vor allem der Einstieg nur sehr schleppend verlief - wobei mir die erste Hälfte des Buches fast etwas besser gefallen hat als die zweite. Doch nicht nur die Umgebung wird sehr ausschweifend beschrieben - auch die Charaktere sind sehr detailreich aufgebaut. Die Geschichte wird abwechselnd von vielen verschiedenen Personen erzählt, wobei die Perspektivwechsel nicht angekündigt werden. Manchmal brauchte es ein paar Abschnitte, bis ich feststellte, aus wessen Sicht gerade erzählt wird. Das lag aber mitunter daran, dass ich unkonzentriert war, denn durch die unnötigen Längen schweiften meine Gedanken oft ab und es fiel mir wirklich schwer, in der Welt zu versinken. Vor allem im Mittelteil erwischte ich mich immer öfter dabei, wie ich einige Passagen nur überflog. Die märchenhafte Atmosphäre und die zauberhaft gestaltete Welt haben mich durch das Buch gebracht aber auch die starken und klugen weiblichen Charaktere fand ich gut gelungen. Leider gab es vermeidbare Längen, die mir die Spannung raubten. Auch die fehlende Romantik war für mich ein großer Schwachpunkt der Geschichte.

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Die Idee und die Umsetzung haben mir wirklich sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist einfach toll. Zu Beginn war ich ein wenig verwirrt, da es ganz anders war, als ich gedacht habe. Die eigentliche, versprochene Story beginnt erst auf Seite 150. Aber durch ihren tollen Schreibstil ist auch dieser erste Abschnitt super interessant und ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Als es dann richtig los ging war es so spannend. Die Story war einfach mega toll. Es passierte so viel und ich wollte immer weiter lesen, da sie natürlich immer zwischen den Charakteren gesprungen ist wenn es richtig spannend war. Man muss in diesem Buch selber rausfinden wer die Story gerade erzählt, es steht nicht über den Abschnitten, aber das ist gar nicht so schlimm, man kriegt es ziemlich schnell raus. Einige Charaktere sind zwar toller als andere, aber alle sind sehr interessant. Diese Art der Erzählung hat mit sehr gut gefallen. Und die Wendung die die Story genommen hat fand ich auch sehr gut. Zum Ende habe ich wirklich gebangt und gedacht das wird ja blöd, aber sie hat es perfekt enden lassen. Genau so hab ich es erhofft und es war einfach toll. Ich hätte dann jetzt gerne noch ein Buch von ihr. Wie gut, dass es eins gibt.

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"Das kalte Reich des Silbers" war mein erstes Buch der Autorin und aufgrund der zahlreichen positiven Bewertungen und Rezensionen, war ich sehr gespannt auf das Buch. Lustigerweise muss ich zugeben, dass ich zu Beginn gar nicht wusste, dass es sich um eine lose Nacherzählung des Märchens "Rumpelstilzchen" handelt. Vermutlich einfach deshalb, weil ich das Märchen nie gelesen habe. Die Ähnlichkeiten sind mir erst nach und nach aufgefallen. Da mir das Märchen also nur grob durch Anspielungen aus Filmen und Serien bekannt ist, kann ich gar nicht sagen, inwiefern Ähnlichkeiten zum Märchen der Gebrüder Grimm bestehen (bis auf den Umstand, dass Mirjem Silber zu Gold machen sollte). Der Anfang des Buches fand ich noch sehr vielversprechend. Der Beginn fokussiert sich vor allem auf die Einführung von Mirjem, die als Tochter eines Pfandleihers den Job ihres Vaters übernimmt, und in ihrem Dorf Geld eintreibt. Schnell einmal kreuzen sich die Wege mit der zweiten Protagonistin Wanda, die für Mirjems Familie arbeiten soll, um die Schulden ihres Vaters nach und nach abzubezahlen. Was für viele wie eine Strafe klingt, war für Wanda eine willkommene Abwechslung, um ihrem schwierigen Vater entfliehen zu können. Während ich diese beiden Handlungsstränge anfangs noch sehr interessiert verfolgt habe, konnte mich die Erzählung um die dritte Protagonistin, Irina, leider nicht wirklich packen - und ich kann gar nicht genau benennen, woran es lag. Irina wird durch eine Hochzeit mit einem Zar zur Zarin, muss aber kurze Zeit später feststellen, dass ihr Ehegatte von einem Dämon besessen ist. Vielleicht hatte ich Mühe mit Irinas Perspektive, weil sie im ersten Drittel fast gar nichts mit den beiden anderen Protagonistinnen zu tun hat und mir deshalb die Verbindung zu Irina gefehlt hat. Das ändert sich zwar im Mittelteil, aber dann begann leider insgesamt mein Interesse für alle drei Handlungsstränge zu schwinden. Das lag vor allem daran, dass Noviks Schreibstil sehr detailliert und ausführlich ist und die Handlung nur schleppend vorangetrieben wird. Ich bin für solche Bücher, die extrem langgezogen sind, einfach nicht gemacht und habe das Buch ab der Hälfte sehr zäh und langatmig gefunden. Zu diesem Zeitpunkt habe ich begonnen, einzelne Abschnitte nur noch quer zu lesen, um wenigstens ein bisschen schneller voranzukommen. Aber selbst so habe ich es nicht zum Ende des Buches geschafft und es im letzten Drittel schliesslich ganz abgebrochen. Mich konnte die Story im Verlauf leider überhaupt nicht mehr packen und ich hätte das Buch vermutlich besser gefunden, wenn es 200 Seiten kürzer, dafür deutlich temporeicher gewesen wäre. Mit fast 600 Seiten braucht man aber viel Geduld, bis endlich mal etwas Nennenswertes passiert. Und die hat mir leider gefehlt und hat für mich deshalb das Lesen, je länger es gedauert hat, fast unerträglich gemacht. Das Worldbuilding wäre an und für sich sehr interessant gewesen und ich hätte gerne mehr über das Wintervolk der Staryk erfahren. Aber leider erfährt man zumindest in der ersten Hälfte zu wenig, als dass mein Interesse aufrechterhalten hätte werden können. Ein weiterer Kritikpunkt, der mir grosse Schwierigkeiten bereitet hat, am Ball zu bleiben, war der ständige Perspektivenwechsel. Die verschiedenen Abschnitte oder Kapitel werden nicht durch die Namen der Charaktere eingeleitet, so dass man selbst herausfinden muss, aus welcher Sicht man die Story gerade verfolgt. Das wird mit der Zeit zwar einfacher, aber hat gerade am Anfang dazu geführt, dass ich sehr lange gar nicht gemerkt habe, dass Irina als neue Protagonistin hinzugekommen ist und ich sie zunächst mit Mirjem verwechselt hatte. (Die ebenfalls zu einer Eheschliessung gezwungen wird). Man muss also schon sehr aufmerksam lesen, damit einem nichts entgeht. Und der Perspektivenwechsel hat das Lesen für mich unnötig kompliziert gemacht. Hinzu kommt natürlich auch noch, dass solche Wechsel natürlich ungünstig ist, wenn man nicht alle Handlungsstränge gleichermassen interessant findet. Fazit: Ich kann verstehen, warum "Das kalte Reich des Silbers" von vielen gelobt wird, denn Noviks eigene Interpretation eines Märchens der Gebrüder Grimm und das daraus resultierende Worldbuilding bieten viel Potential. Leider hat der Schreibstil der Autorin so gar nicht meinem Geschmack entsprochen und die vielen Details und die ständigen Perspektivenwechsel haben das Lesen für mich sehr zäh und langatmig gemacht. Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten und musste das Buch aus Desinteresse abbrechen. Es ist keineswegs schlecht, aber hat mit seinem sehr gemächlichen Erzähltempo leider überhaupt nicht meinen Lesegeschmack getroffen. Ich kann deshalb nur 2 Sterne vergeben.

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Mirjems Vater ist Pfandleiher und während er besonders gut darin ist, den Menschen Gold und Silber zu leihen, ist er umso schlechter darin, die Schulden auch wieder einzutreiben. Die Leute nutzen ihn aus und so leidet die Familie des Pfandleihers mehr als die der anderen. Als dann aber auch noch Mirjems Mutter erkrankt, beschließt sie kurzerhand selbst das Geschäft zu übernehmen. Tag für Tag fordert sie nun zurück, was ihr gehört. Schon bald sagt man, dass Mirjem Silber zu Gold machen könne. So weckt Mirjem auch Neugierde beim König der Staryk, dem magischen Eisvolk. Er stellt ihr Prüfungsaufgaben. Wird sie diese Prüfungen nicht bestehen, wird der König der Staryk sie töten und die Menschheit in Kälte versinken lassen. Ich habe mich besonders auf dieses Buch gefreut, aber während des Lesens ließ meine Freude immer mehr nach, bis sie schließlich weg war und ich das Buch einfach nicht mehr lesen wollte. Es gibt solche Bücher, das ist auch völlig normal, aber besonders schade, dass dieses eines davon sein musste. Aber mal ganz vom Inhalt selbst abgesehen, muss ich doch kurz sagen wie schön das Cover ist! Es wirkt elegant und schon fast königlich. Beim Cover bleibt es dann aber leider auch schon. Es scheint mir, als würde alles in das Cover gesetzt worden sein. Ich finde gar keine Worte um dieses Gefühl ausdrücken zu können. Es ist einfach, als würde ich wortwörtlich aus dem Buch „rausgeschmissen“ werden. Es ist nicht die Lust, die während des Lesens nachgelassen hat, sondern der Spaß, die Freude und die Spannung. Auf mich persönlich wirkte das Buch besonders schnell niedergeschrieben und geschlossen. Schade eigentlich, die Geschichte an sich hätte bestimmt mehr in sich. An den Protagonisten haben mir sogar die zwei Mädels besser gefallen als Mirjem selbst. Es ist langweilig gewesen, schon so lang gezogen, dass die Gefühle nicht mehr ordentlich rauskommen… Leider ein Buch, bei dem ich mich sehr schwer getan habe und das ich ungern weiterempfehlen würde. Doch vielleicht sind die Geschmäcker verschieden. Bengisu Bor, 14 Jahre

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Als ich zum ersten Mal auf das Buch aufmerksam wurde, da war mein Interesse direkt geweckt, denn der Klappentext versprach eine spannende Fantasygeschichte mit starker Protagonistin. Die Atmosphäre im Buch ist herrlich düster und märchenhaft, so wie ichs eigentlich gerne mal mag und der Weltentwurf war unglaublich großartig. Auch die Protagonistinnen konnten mich alle drei für sich gewinnen, wobei ich Mirjem glaube ich am liebsten mochte, aber wirklich festlegen mag ich mich da nicht, denn sie waren mir alle drei sehr sympathisch. Was mir dagegen nicht so gut gefallen hat, war, wie langatmig und zäh sich die Geschichte gelesen hat. Schon der Einstieg war ziemlich schwer und obwohl ich immer die Hoffnung hatte, dass sich das im Verlauf bessert, hat es das nicht getan. Die Autorin hat einen sehr eigenen Stil den man mögen muss, Spannung war nur so mäßig vorhanden und eine Liebesgeschichte, auf die ich in Fantasyromanen ja irgendwie immer ein bisschen baue, gab es so eigentlich nicht. Gegen Ende da war ein klitzekleiner Hauch spürbar, aber da war es eigentlich schon zu spät, um mich noch zu kriegen. Hinzu kam der häufige Perspektivwechsel, mit dem ich hier echte Schwierigkeiten hatte, weil er so gar nicht angekündigt wurde und immer aus der Ich-Perspektive erzählt wurde. Ich habe immer einen Moment gebraucht um zu kapieren, wer jetzt eigentlich erzählt, das hätte man definitiv besser lösen können, in dem man vielleicht eine Titelüberschrift wählt oder zumindest den Namen des Charakters erwähnt, der gerade dran ist. Hat mich sehr verwirrt, damit hab ich aber generell oft meine Schwierigkeiten. Ich hab das lieber klar gekennzeichnet. Ein weiterer Kritikpunkt war, dass sich die Autorin für meinen Geschmack zu oft mit Nichtigkeiten aufhält, statt ein paar mehr Fakten einzustreuen. Ich hatte wirklich auf eine durchweg großartige Story gebaut, wurde aber leider doch enttäuscht und werde die Reihe wohl auch nicht weiterverfolgen. Schade.

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