Leserstimmen zu
Das kalte Reich des Silbers

Naomi Novik

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Naomi Novik hat eine ganz spezielle und gute Art, Geschichten zu erzählen. Bei beiden Büchern, die ich bisher gelesen haben, fühlte ich mich wie im Märchen oder an russische Sagen erinnert - sprachlich, sowie durch die Geschichte selbst. "Das kalte Reich des Silbers" ist hier keine Ausnahme. Es ist an das Märchen vom Rumpelstilzchen angelehnt, ausgeführt als historisches Wintermärchen mit Elfenmythos. Ganz, ganz wunderbar! Und obwohl die Geschichte inhaltlich ein ganz schöner Brocken ist, hat sie mich so fasziniert, dass ich mir gleichzeitig wünschte, sie würde noch lange nicht zu Ende gehen. Mirjem, die Tochter eines jüdischen Geldverleihers, hat es satt, der Ungerechtigkeit zuzuschauen, die ihr Leben bestimmt. Weil ihr Vater ein viel zu gutherziger Geldverleiher ist, geht es der Familie schlecht. Sie kommen kaum über die Runden, sind immer kurz vor dem Verhungern und müssen teilweise betteln. Außerdem ziehen im langen Winter die Staryk, ein Elfenvolk, durch das Land, und rauben alles, was sich die Menschen mühsam angespart haben. Als Mirjem sechzehn Jahre alt wird, nimmt sie sich der Sache selbst an, löst ihren Vater ungefragt ab, und fordert bei allen Gläubigern deren Schulden zurück. Durch ihre Durchsetzungskraft und Kaltherzigkeit ist sie so erfolgreich, dass die Familie plötzlich ein kleines Vermögen anhäuft. Das kommt auch dem König der Staryk zu Ohren. Er verlangt von Mirjem, dass sie für ihn sechs Münzen aus Elfensilber in Goldmünzen verwandelt. Als Mirjem das gelingt, schlägt das Schicksal erneut zu. Obwohl die Geschichte mit Mirjem beginnt, bleibt sie nicht die einzige Hauptperson. Wanda, die für Mirjem arbeitet, und Irina, Tochter eines Grafen, spielen ebenfalls eine tragende Rolle. Jede der drei jungen Frauen ist auf ihre Weise stark und unabhängig, aber auch sehr eigen. "Das kalte Reich des Silbers" erzählt eine Geschichte, die sich durch die Bestimmungen dieser drei Frauen zu einem großen Ganzen verknüpft. Es ist nicht ersichtlich, aus welcher Sicht ein jeweiliges Kapitel oder ein Abschnitt erzählt wird, das muss der/die Leser*in anhand der Geschichte herausfinden. Mir gelang das problemlos, sogar die Einschübe, die von keiner der drei Hauptpersonen erzählt wurden, konnte ich gut zuordnen. Diese Erzählweise empfand ich als sehr besonders, den Stil und die Sprache/Übersetzung hochwertig und passend zur Form eines Märchens oder einer Sage. Und weil das Buch so umfangreich ist, so manches Hin und Her erfolgt, die Geschichte teilweise kein Ende zu nehmen scheint, ist es lang und recht aufwändig zu lesen. Einige Passagen ziehen sich tatsächlich etwas. Im Gesamtbild hätte ich sie nicht missen wollen. Denn genau dieser Umfang trägt zur Wirkung der Geschichte bei. Ich fühlte mich von ihr komplett vereinnahmt und konnte mich bis zum Ende kaum davon lösen. Das Buch gleicht einem kleinen und faszinierenden Epos und hat eine spezielle Wirkung, die man in diesem Genre im Jugendbuch nicht häufig findet. Sehr klasse! Fazit "Das kalte Reich des Silbers" ist umfangreich und aufwändig zu lesen, hat dafür eine Wirkung und Besonderheit, die ich lange nicht vergessen werde. Naomi Novik erzählt ein phantastisches und bildgewaltiges Wintermärchen, mit allerbesten Charakteren, bemerkenswerten Verknüpfungen und vielen Überraschungen. Das ist wirklich top gelungen und an Finesse kaum zu übertreffen. Für mich ein großes und faszinierendes Highlight! 5 von 5 Sterne gibt es dafür.

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In 'Das kalte Reich des Silbers' von Naomi Novik geht es um drei Frauen mit wenig glücklichem, wenn aber auch sehr unterschiedlichem Schicksal. Im Vordergrund steht Mirjem, die zwei liebende, jedoch sehr arme Eltern hat. Ihr Vater ist Pfandleiher und während er sehr gut darin ist, den Menschen Gold und Silber zu leihen, ist er umso schlechter darin, die Schulden wieder einzutreiben. Die Leute nutzen seinen Sanftmut aus und seine Familie hat darunter zu leiden. Als Mirjem‘s Mutter schwer erkrankt, reicht es ihr endgültig - sie beginnt selbst, das Geschäft zu übernehmen und sie ist unerbittlich. Das Leid ihrer Familie und die Ignoranz der anderen hat sie hart werden lassen und sie ist gut, in dem was sie tut. So gut, dass die Menschen bald munkeln, sie könne Silber zu Gold machen. Das allerdings weckt auch die Neugierde des Königs der Staryk, dem magischen Eisvolk, der Mirjem alsbald vor ein paar Prüfungen stellt und sie in sein eisiges Reich entführt. Wanda und Irina sind um ihre Väter nicht zu beneiden. Während der eine trinkt und gewalttätig ist, ist der andere stetig unzufrieden mit dem, was er sieht, wenn er seine Tochter anschaut und versucht, sie mit dem Zaren zu verheiraten, der genauso grausam wie wunderschön ist. Und ein Geheimnis hütet. Und auch Irina stellt bald eine besondere Gabe an sich selbst fest. Das Schicksal der drei Mädchen überkreuzt sich schließlich und mehr als nur ihr eigenes, sehen sie plötzlich auch das Schicksal ihres Landes, oder vielleicht auch der ganzen Menschen, in ihren Händen liegen. Dieses Buch und diese Welt sind so komplex, flexibel und vielschichtig, dass ich mir viele Gedanken darum gemacht habe, wie ich es schaffen soll, das zusammenzufassen. Ich hoffe natürlich, es ist mir einigermaßen gelungen und vor allem, dass ihr euch euer eigenes Bild macht. In den 576 Seiten gibt es wirklich jede Menge zu erleben, zu lernen und zu fühlen. Mir hat vor allem Mirjem‘s Zeit bei den Staryk gefallen, da sie ein sehr eigensinniges und spezielles Volk sind. Mir gefielen die Wärme und die Werte, die dieses Buch vermittelt, die Liebe und der Zusammenhalt, sowie die Spannung und der Schrecken, und dieses beängstigende und gleichzeitig bezaubernde Setting. Naomi Novik macht sich den Ansatz von Rumpelstilzchen zu eigen und schafft dann ihr ganz eigenes Märchen. Ich würde ihren Schreibstil als zeitlos bezeichnen und ich glaube, entweder liebt man ihre Bücher, oder eben nicht - das berühmte Phänomen, wo etwas dazwischen nicht wirklich existiert. Ich persönlich genieße es total, ihre Bücher zu lesen und in ihren Welten zu versinken. Ich hoffe, sie schenkt uns noch viele andere solcher Werke wie 'Das dunkle Herz des Waldes' und 'Das kalte Reich des Silbers'.

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>>Kalt und verzehrend<< Bereits nach den ersten Seiten habe ich zwar den verträumten und einzigartigen Schreibstil der Autorin wiedererkannt und wieder geliebt, allerdings sorgt er auch, gepaart mit einer sehr kühlen und bedrückenden Atmosphäre für einen schweren Einstieg. Ohne Vorwissen stürzt man in verschiedene Perspektiven, die alle nicht allzu rosig wirken, aber dennoch eine gewisse Anziehung ausüben. Mirjem ist gewiss kein Charakter, der sofort mit Sympathie überzeugen kann und dennoch, oder gerade auch genau deswegen hat sie für mich umso authentischer und vor allem auch interessanter gewirkt. So wie die Aufmachung und der Titel schon vermuten lassen, handelt es sich hier um eine winterliche Geschichte, doch keine von diesen, bei denen man sich einfach gemütlich einkuscheln möchte, am besten mit einem Tee vor den Kamin, sondern viel eher eine, bei der einem das Herz kalt wird. Naomi Novik schafft es einfach die entsprechende Stimmung aufzubringen, wahrscheinlich würde man beim Lesen auch dann frösteln, wenn draußen strahlender Sonnenschein wäre. >>Wenn alles sich fügt<< Doch nicht nur Mirjem steht im Mittelpunkt, so gibt es auch noch zwei weitere junge Frauen, die sich ihren Platz erkämpfen und die Geschichte aus neuen Blickwinkeln zeigen. Zwischenzeitlich bin ich manchmal ins Stocken geraten, weil ich all die Zusammenhänge noch nicht ganz erschließen konnte. Aber wie sollte es bei dieser Autorin anders sein? So fügen sich immer mehr Puzzleteile zusammen, die Spannung steigt immer weiter und die Geschichte nimmt ganz andere Ausmaße an. Ich kann durchaus nachvollziehen, wenn solch ein Stil nicht jeden anspricht, dennoch wäre es zu schade, wenn man sich die Chance auf so eine Geschichte entgehen lassen würde. In meinen Augen zeichnen sich die Bücher von Naomi Novik einfach durch ihre Einzigartigkeit aus. Die Geschichten sind wie düstere Märchen, die in Vergessenheit geraten, es steht keine Liebesgeschichte im Vordergrund, sondern viel mehr Mut und Stärke. Für mich persönlich war Das kalte Reich des Silbers wieder ein absolutes Highlight und ich freue mich jetzt schon auf jede weitere Geschichte der Autorin! FAZIT Auch mit Das kalte Reich des Silbers konnte mich Naomi Novik wieder absolut begeistern! Es ist wie ein düsteres, eiskaltes Märchen, das einen beim Lesen einfach einnimmt und nicht mehr loslassen möchte. Eine Geschichte, die so viele Seiten beleuchtet und jede einzelne für sich vertritt. Eine wirklich grandiose Geschichte, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen würde.

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Ich habe das Buch Anhand einer Blogtour bekommen und ich fand die Geschichte sehr interessant. Leider haben mich einige Aspekte mitten im Buch etwas gestört und es wurde dann ein wenig unübersichtlicher. Ganz spannend fand ich die Story als Pfandleiher. Dies war sehr gut geschrieben und auch sehr interessant gehalten. Auch die "dunklen" Kreaturen wie ich sie so liebevoll nenne, wurden gut beschrieben, jedoch haben mich einige Sachen stutzig werden lassen. Dies zu schreiben, würde in einen Spoiler übergehen und das vermeide ich dann doch ganz gerne. Das Buch kann ich empfehlen, auch wenn mir manche Dinge gefehlt haben. Ich habe es super schnell durch gelesen und hätte mir gerne ein andere Ende gewünscht, jedoch war dies wohl von der Autorin so beabsichtig.

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Mirjem übernimmt das Geschäft ihres Vaters, der zu gutherzig für die Arbeit als Geldeintreiber ist. Doch als dem König der Staryk zu Ohren kommt, dass die junge Frau Silber in Gold verwandeln kann, beansprucht er sie als seine Frau. Die unscheinbare Ingrid erregt durch das verwandelte Gold ebenfalls die Aufmerksamkeit eines mächtigen und gefährlichen Mannes. Und auch Wanda kann durch Mirjems Erfolg endlich ihrem gewalttätigen Vater entkommen und findet eine Anstellung bei Mirjems Familie. Dieses Buch ist absolut fantastisch - sehr erwachsen und gleichzeitig märchenhaft erzählt. Mit märchenhaft meine ich keineswegs romantische Liebe auf den ersten Blick, oder zauberhafte rosarote Momente. Nein, diese Geschichte lebt von leisen, angedeuteten Gefühlen, einer gewissen Distanz beim Lesen und der feinen Erzählweise. Vieles darf der Leser zwischen den Zeilen entdecken und weiterspinnen. Die drei Protagonistinnen sind grundverschieden, nicht unbedingt sympathisch, aber sie wirken echt. Sie müssen sich alle ihren ganz eigenen Dämonen stellen und wachsen im Laufe des Buches an dieser Aufgabe. Einziger Kritikpunkt für mich sind die immer neu eingeführten Erzähler und Sichtweisen. Ohne Ankündigung wechseln die Perspektiven und das hat mich oft etwas durcheinander gebracht. Ein ganz außergewöhnliches Fantasyerlebnis von Naomi Novik. Ich werde nun direkt „Das dunkle Herz des Waldes“ nachholen.

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Ein kalter Wind weht...

Thalia

Von: Ursula K. aus Essen

03.04.2019

...aus dem magischen und bedrohlichen Reich der Staryk, Kreaturen aus Eis und mit Herzen, kalt wie Stahl. Die Autorin erschafft eine atmosphärische Welt und in ihrer Mitte eine imposante und gleichzeitig angenehm ruhige Geschichte, die die Leben der zahlreichen Charaktere nachhaltig beeinflusst. Mich hat der märchenhafte Erzählstil und die Fülle an Details ein weiteres mal überzeugt. Es ist Zeit, in eine Welt einzutauchen, in der Winter und Sommer einander bekämpfen und junge Menschen für ihre Überzeugung und ihre Lieben einstehen.

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Meinung Lange Zeit habe ich nach so einem Buch gesucht, denn was ich hier gelesen habe, ist sehr, sehr selten. Das Kalte Reich des Silbers ist eine Fantasy-Märchen-Adaption von der Müllerstochter, die Stroh zu Gold spinnen soll. Nur, dass wir hier keine Müllerstochter haben, sondern die eines Geldverleihers, aber der Beruf des Vaters ist ja auch im Grunde eher nebensächlich. Aber es ist nicht nur das Märchen an sich, was diesen Roman so einzigartig macht, es ist diese Handlung, diese ganze Welt und die jungen Frauen, um die es geht. Denn wir haben hier im Grunde drei junge Frauen, die sich beweisen müssen: Mirjem, die aufgrund ihrer Fähigkeiten als Geldverleiherin und Buchhalterin mit einem sehr guten Verhandlungsgeschick zum Ziel der Staryks wird. Irina, die von ihrem Vater an einen reichen, skrupellosen und düsteren Mann verheiratet wird, um seine eigene Macht zu steigern. Wanda, die versucht aus den Fängen ihres stets betrunkenen und gewalttätigen Vaters zu fliehen. Die Schicksale aller drei Frauen sind auf bezaubernde Weise miteinander verknüpft und es war ein Highlight von Kapitel zu Kapitel zu sehen, wie Naomi Novik die Fäden enger und enger zieht, bis es zum Schluss alles einen dickes Band ergibt. Der Schreibstil von der Autorin ist sehr komplex, verschnörkelt erzählt sie, wie einzelne Räume gestaltet sind, sie kann jedoch auch in groben Zügen den Alltag eines Bauers beschreiben, dennoch haftet ihren Worten immer eine gewisse Magie an. Ja, das kann sie, Naomi Novik hat hier eine magische Welt erschaffen, die ich nur ungern verlassen wollte. Die Regeln der verschiedenen Reiche, selbst die Religion der einzelnen Protagonisten, haben ihren Platz. Die abwechselnden Erzählperspektiven geben dem Ganzen noch etwas mehr Pfiff. Manchmal wusste man gar nicht, aus wessen Perspektive gerade erzählt wird, das empfand ich aber gar nicht als schlimm, sondern eher spannend, um herauszufinden, zu wem die Gedanken passen. Von Seite zu Seite wurde die Geschichte magischer, von Kapitel zu Kapitel bedrohlicher. Ich konnte und wollte nicht aufhören, musste wissen wie es für alle endet. Wer eine romantische Geschichte erwartet, ist hier komplett falsch. Das Kalte Reich des Silbers ist eher düster, Liebe und Zärtlichkeiten haben in dieser Geschichte keinen Platz. Wir haben hier dafür aber einen unglaublichen High-Fantasy-Roman, der so etwas einfach nicht braucht. Die Entwicklungen der drei Protagonistinnen steht für mich in diesem Roman im Vordergrund. Ich bin so unfassbar glücklich, diesen Roman gelesen zu haben und zähle ihn von nun an definitiv zu meinen Jahreshighlights 2019. Fazit Verschnörkelt, magisch, düster… drei junge Frauen, die sich in einem rauen Mittelalter-Setting beweisen müssen. High-Fantasy trifft auf Märchen. Absolutes Highlight 2019!

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Mirjem ist die Tochter eines Pfandleihers. Doch leider hat ihr Vater ein viel zu gutes Herz um das verliehene Geld wieder einzutreiben, weswegen ihre Familie in bitterer Armut lebt. Irgendwann reicht es ihr und sie tritt die Stelle ihres Vaters an. Unerbittlich treibt sie ein, was ihr gehört. Schon bald merkt man, dass sie sehr gut darin ist. Als es sogar heißt, Mirjem könne Silber in Gold verwandeln, werden auch die Staryk neugierig - ein Volk magischer Wesen, die noch kälter sind als Eis. Der König der Staryk entführt sie in seine Welt aus Kälte und einem immer herrschenden Winter, wo sie sein Silber in Gold verwandeln soll. Doch während Mirjem in einem fremden Reich gefangen ist, versinkt ihr eigenes in Schnee und Eis. Als ich den Klappentext zu "Das kalte Reich des Silbers" von Naomi Novik las, erwartete ich eine Märchenadaption zu Rumpelstilzchen. Tatsächlich wird das Märchen um die Müllerstochter am Anfang kurz erwähnt, doch die Geschichte nimmt einen ganz anderen lauf. Zu Beginn erhält man einen Einblick in Mirjems Leben, wie sie mit ihren Eltern in Armut lebt und ihren Alltag meistert. Man erfährt, wie Mirjem das Pfandleihgeschäft ihres Vaters übernahm, wobei der Leser sie auch selbst besser kennenlernt. Nach dieser kleinen Einführung kommen schließlich auch nach und nach die anderen Charaktere hinzu. Dadurch bekommt man einen Einblick in die verschiedensten Lebenslagen. Der Schreibstil von Naomi Novik ist sehr ausführlich und wortreich. Manche Stellen musste ich mehrmals lesen, bis ich sie verstand, deswegen würde ich ihn auch als ein wenig anspruchsvoll bezeichnen. Die Handlung wird aus mehreren Sichten erzählt. Anfangs (und auch gegen Schluss) verwirrte mich dieser Wechsel der Perspektiven, da er sich nicht "ankündigte". Man ist es eigentlich gewohnt, dass irgendwo der Name des Charakters steht, aus dessen Sichtweise das Kapitel geschrieben ist. Dies ist hier nicht der Fall, sondern man merkt es am Schreibstil und an der Ausdrucksweise - bei manchen ist es hochgestochener, bei anderen umgangssprachlich. Allgemein kann man sagen das Naomi Novik einen eigenen Schreibstil hat, der vielleicht nicht jedem liegt. Allgemein kann man sagen, dass die Autorin einen eigenen Schreibstil hat, der vielleicht nicht jedem liegt. Er ist ziemlich distanziert und kalt, was jedoch sehr gut zu diesem Buch und der Handlung passt. Mir gefällt er aber definitiv. Etwas, das mir auch sehr gut an diesem Buch gefallen hat, war Mirjems Religion, das Judentum. Ich glaube, das war das erste Buch, dass ich gelesen habe, in dem die Protagonistin Jüdin ist. Zwar ist dieses Detail nicht wirklich wichtig für den Handlungsverlauf, doch es war für Mirjem ziemlich wichtig und ich wollte es gerne erwähnen. Das war mein erstes Buch von Naomi Novik und was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Sie hat eine Welt geschaffen, die mehr als ein einfaches Märchen ist. Mit ihrem einzigartigen Schreibstil hat sie mich mehrmals beim Lesen frösteln lassen, so als wäre ich selbst im Reich der Staryk gewesen. Dieses Buch hat mir viel mehr gegeben, als ich erwartet hätte.

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