Leserstimmen zu
Das kalte Reich des Silbers

Naomi Novik

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Meinung Dieses Buch hatte mich definitiv durch das wundervolle Cover angezogen. Als ich es dann in den Händen hielt, musste ich feststellen, dass es sogar noch schöner ist, als auf Bildern. Der Klappentext versprach eine wahrhaft märchenhafte und magische Geschichte, die ich auch definitiv bekommen habe. Ich kannte vorher noch kein Buch von der Autorin Naomi Novik, weshalb ich gleich noch neugieriger darauf war. Ich wurde wirklich begeistert und war auf Anhieb Feuer und Flamme für diese wundervolle Geschichte und die talentierte Autorin. Der Schreibstil ist einfach zauberhaft und magisch gewesen. Er passte so perfekt zu der Geschichte und zu den verschiedenen Personen in dem Buch. Die Autorin bewies hier wahres Talent mit der Ausgestaltung und den sprachlichen Details. Denn jede Person bekam ihre ganz eigenen Charakterzüge, eine ganz persönliche Aussprache und eine ganz eigene Geschichte, eine spannender als die andere. Zudem ist ihr Schreibstil wahnsinnig leb- und bildhaft, sodass ich mir die Welt und alles Drumherum perfekt vorstellen und der Geschichte noch besser folgen konnte. Viele einzigartige Wendungen haben mich sehr überrascht, die perfekt in das Geschehen gepasst haben. So viele spannende Momente und magische Ereignisse kamen hier zusammen. So verlor sich die Spannung und meine Neugier sogar bis zum Schluss nicht. Das Setting hat mich auf Anhieb begeistert und ich war direkt mitten im Geschehen, fast hautnah dabei. Denn die Welt wurde auf einzigartige Weise beschrieben und meiner Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Es gibt wirklich einige märchenhafte Details, die die Geschichte ausmachen und zu einer ganz besonderen gewandelt haben. Vielleicht kommen euch einige Aspekte auch bekannt vor, so wie mir. Denn die Geschichte hat definitiv etwas von dem Märchen "Rumpelstilzchen". Und da ich ein großer Märchenliebhaber bin, gefiel mir das Buch gleich noch besser. Die Figuren sind wirklich gut ausgearbeitet und beschrieben worden. Sogar die charakterlichen Eigenschaften haben mich total umgehauen. Mirjem und Irina sind wirklich stark und mutig! Sie nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand und kämpfen für das, was sie sich wünschen und vorstellen. Beide sind sie ganz unterschiedlich und noch habe ich in kaum einem Buch solche eigensinnigen und trotzigen Figuren finden können, was ich sehr bewundere. Doch auch die Nebencharaktere haben sich einen Platz in meinem Herzen verdient, so wahnsinnig toll waren all diese einfach. Das Ende war genau so, wie man sich eines für ein wahrhaftiges Märchen wünschen würde. Und da diese Geschichte einige märchenhafte Details aufwies, passte es wirklich perfekt zum Buch. Fazit Ein märchenhaftes, magisches und fantastisches Buch, welches mich auf eine wundersame Reise in eine Fremde und schöne Welt entführt hat. Ich bin begeistert vom Setting, den Charakteren und der gesamten grandiosen Ausgestaltung. Ich konnte direkt abschalten und mich voll und ganz nur auf die Geschichte konzentrieren und einlassen.

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Meine Meinung: Dieses Buch ist einfach anders. Angefangen beim Schreibstil, der mich ein paar Seiten gekostet hat, um ihn so richtig wertschätzen zu lernen, doch als es dann so weit war, fand ich ihn einfach großartig. Er ist bildgewaltig und passt einfach perfekt zu einem düsteren Märchensetting wie wir es hier finden. Die Perspektivwechsel fand ich wirklich klasse, da man so einen umfassenden Blick auf die ganze komplexere Handlung bekommt – ich hätte mir nur gewünscht, dass vielleicht etwas deutlicher gekennzeichnet wird, aus wessen Sicht man eigentlich gerade liest. Teilweise war das nämlich nicht leicht ersichtlich, vor allem wenn die Figuren gemeinsam unterwegs waren. Die Handlung hat von Anfang an eine gewisse Grundspannung wie ich finde. Durch die Düsternis, durch das Bedrohliche, das hinter jeder Ecke zu lauern scheint, steht man als Leser die ganze Zeit unter Anspannung und wartet auf das nächste Unheil, die nächsten Hindernisse, die sich den Figuren in den Weg stellen. Dadurch war es auch überhaupt nicht schlimm, dass die Geschichte selbst am Anfang keine große Actionszenen aufweist wie ich finde (und ich bin jemand, der schnell gelangweilt ist von sich ziehenden Handlungen). Ich war trotzdem völlig eingenommen von dem Setting, der hier erschaffenen Welt und dem, was den Protagonisten so passiert. Denn ganz ehrlich – man weiß nie wirklich, was als nächstes passieren oder was den Charakteren zustoßen wird und das liebe ich an einem Roman. Unvorhersehbarkeit zusammen mit dem außergewöhnlichen Sprachstil und dem märchenhaften Setting ergibt in meinen Augen eine mehr als gelungene Mischung, die mich völlig in ihren Bann geschlagen hat. Fazit: Wer finstere und märchenhafte Geschichten mit unvorhergesehenen Wendungen mag, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Mich hat Naomi Novik völlig überzeugt, auch mit ihrem besonderen Erzählstil, der mich vollends in die Welt von Lithvas hat eintauchen lassen. Bildgewaltig, Wortgewaltig, durchdacht und einfach mitreißend!

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Die Autorin hat mich, zumindest dem englischen Titel „Spinning Silver“ nach, wortwörtlich eingesponnen. Ein grandioses, märchenhaftes Werk. ☆ Die Geschichte erzählen uns verschiedene Figuren, die im Laufe der Geschichte immer mehr werden. Anfangs sind es erstmal nur die beiden Protagonistinnen Mirjem und Wanda. Dabei muss ich anmerken, dass die Wechsel nicht klar gekennzeichnet sind und auch nicht kapitelweise stattfinden, sondern dass dies auch so einfach hin- und herwechseln kann. Ich bin damit gut zurechtgekommen, da es immer recht schnell klar wird um wen es sich handelt. ☆ Diese beiden Mädchen, aber auch die anderen Figuren, finde ich gut ausgearbeitet. Mirjem ist schlau, gewieft und übernimmt das Geldverleihergeschäft ihres Vaters, wohingegen Wanda nicht ganz so gesegnet ist und erst von Mirjem das Rechnen und so manch anderes lernt. Es prallen sozusagen zwei Welten aufeinander, doch Wanda ist wissbegierig und verfügt über eine ganz eigene Weisheit. Im Laufe der Geschichte kommen noch einige andere dazu, die uns ebenso die Geschichte aus ihrer Sicht schildern und dabei sind diese Leben und Schicksale auf ganz unterschiedliche Arten verwoben. ☆ Die Geschichte ist ein großes Meisterwerk, welches sich aber aus verschiedenen Strängen zusammensetzt, die später auch alle ihren Weg zum großen Ganzen finden. Dabei konnte mich die Geschichte öfters überraschen und mit ihren Ideen voll und ganz verzaubern. Es ist ein Märchen für Erwachsene, bzw. ab dem Jugendalter steht aber dem Zauber der altbekannten Märchen in nichts nach. ☆ Der Erzählstil ist märchenhaft. Wie ein normales Märchen erzählt, nur eben viel ausführlicher. Ich liebe es so wie es ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass es manchen vielleicht etwas zu ruhig ist. Da hilft aber denke ich gut eine Leseprobe, da man sehr schnell einen Eindruck vom Schreibstil bekommt.

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„Das kalte Reich des Silbers" ist ein märchenhafter Einzelband und stammt aus der Feder von Naomi Novik. Nachdem die Autorin mich bereits mit „Das dunkle Herz des Waldes“ begeistern konnte, musste ich ihr neues Werk unbedingt lesen. Zumal Klappentext und Cover wirklich ansprechend sind und mich magisch angezogen haben. Mit „Das kalte Reich des Silbers zieht Naomi Novik den Leser tief in ein winterliches Fantasiereich, voller Wunder und Gefahren. Dank des märchenhaften Schreibstils ist mir der Einstieg in das Buch sehr leicht gefallen. Naomi Novik versteht es perfekt, ihrer Welt Leben einzuhauchen und fantastische Bilder im Kopf des Lesers entstehen zu lassen. Die Geschichte von Mirjem konnte mich von der ersten Seite an in ihren Bann ziehen. Der Schreibstil ist bildgewaltig und voller Details, sehr märchenhaft und teilweise etwas altertümlich. Ich denke für einige Leser wird der Schreibstil nicht leicht zu lesen sein, denn man muss sich darauf einlassen können. Ist man einmal in der Geschichte versunken, erwartet den Leser ein grandioses Märchen mit wunderschönem winterlichen Setting. Es ist unglaublich, wie fantasievoll und atmosphärisch die Autorin „Rumpelstilzchen“ von den Brüdern Grimm völlig neu in Szene setzt. Die Geschichte spielt in dem Land Lithvas, das an Russland in vergangenen Tagen erinnert. Beim genauen Hinsehen finden sich einige Elemente aus slawischen Märchen. So findet beispielsweise die Hexe Baba Jaja Erwähnung. Bei einem anderen Charakter musste ich direkt an den Untoten Koschtschej denken, einen Räuber junger Bräute, der über mächtige Zauberkraft verfügt. Die von Naomi Novik erschaffene Geschichte ist komplex und voller kleiner Details. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Charaktere, die aus der Ich-Perspektive zu Wort kommen. Leider sind die entsprechenden Abschnitte nicht gekennzeichnet, sodass man nicht erkennt, aus wessen Sicht die Geschichte gerade geschildert wird. Im Laufe der Zeit wurde es besser, aber gerade zu Beginn des Buches war dieser Umstand leider sehr verwirrend. Im Fokus der Geschichte stehen drei starke junge Frauen, die gegen ihr Schicksal kämpfen: Mirjem - die Tochter des Pfandleihers, Irina – die Tochter eines Herzogs, und Wanda – die Tochter eines verarmten Bauerns. Naomi Novik legt viel Wert auf eine detaillierte Darstellung des alltäglichen Lebens dieser drei Frauen. Der Leser bekommt auf diese Weise einen intensiven Blick in die grausamen Abgründe der einzelnen Schicksale. Ich habe mit den jungen Frauen, aber auch mit Wandas Brüdern, mitgelitten und ihre Geschichte hat mich kaum noch losgelassen, selbst wenn ich das Buch zur Seite gelegt habe. Der Leser erlebt grausame Männer, die keine Grenzen kennen, um ihre Ziele zu erreichen. Väter, die ihre Kinder bis zur Besinnungslosigkeit schlagen und ihre Töchter an den nächstbesten verschachern. Junge Frauen, die durch Hunger und Elend zu verzweifelten Taten getrieben werden. Dem gegenüber steht das wunderschöne Setting, das den Leser völlig in seinen Bann zieht und gespickt ist von Magie und fantastischen Elementen. Besonders gut hat mir gefallen, dass dieses Buch ohne eine Liebesgeschichte auskommt. Es gibt zwar einen zarten Ansatz, doch dieser verläuft mehr als dezent im Hintergrund. Mit ihrem neuen Werk „Das kalte Licht des Silbers“ entführt Naomi Novik den Leser in eine magische Welt, die einer Winternacht gleicht – kühl, dunkel und doch voller funkelnder Schönheit. Die Autorin webt Worte zu Magie und lässt eine fantastische Welt vor den Augen des Lesers entstehen, die man nicht mehr verlassen möchte. Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für alle Fans von komplexen Märchen.

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