Leserstimmen zu
Der Verein der Linkshänder

Håkan Nesser

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Es ist jetzt etwa ein dutzend Jahre her, dass es für mich (fast) nur ein Genre an Büchern gab: skandinavische Krimis. Okay, ja, spitzen wir es ruhig noch zu: schwedische Krimis. Stieg Larsson, Arne Dahl, Åke Edwardson, Henning Mankell, Håkan Nesser: Ihre Krimireihen mit sperrig-knurrigen Ermittlern, die gern erst eigene Wunden lecken, bevor sie mit spitzfindiger Zielstrebigkeit den Mörder dingfest machen oder gar an einer Verschwörung größeren Ausmaßes kratzen – ich habe sie geliebt. Und musste doch einer nach der anderen „Adjö!“ sagen. Weil der Autor mal wieder was anderes schreiben wollte, er mittlerweile leider selbst verstorben oder die Geschichte um den Kommissar schlicht auserzählt war. . Wie fantastisch also, als ich in der btb-Vorschau las, dass Nesser es nochmal wissen will – und gleich beide seiner Ermittler zusammen ins Rennen schickt. Sicher, der erfahrene Krimi-Leser ahnt spätestens nach der Hälfte, wer der Mörder ist, dem Van Veeteren und Barbarotti da auf der Spur sind. Aber auch danach liest sich das Rätsel um die vor 20 Jahren in einem Hotel verbrannten Mitglieder des „Vereins der Linkshänder“ und das frisch erschlagene Opfer auf einer Ferienhausveranda so unterhaltsam, dass man gar nicht anders kann, als bis tief in die Nacht wach zu bleiben. Nessers lakonisch-humorvolle Art, nicht nur die (Ex-)Kommissare so bissig wie tiefgründig über das Leben und Sterben philosophieren zu lassen, sondern auch selbst das Geschehen stets mit einem süffisanten, doch durchweg sympathischen Augenzwinkern zu kommentieren, ist einfach zu gut. . Lieber Håkan Nesser, so ein Comeback darfst du immer wieder hinlegen.

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Nicht überzeugend

Von: Bücherwurm

16.01.2020

Ich habe noch kein einziges Buch von Hakan Nesser gelesen und war deshalb sehr gespannt auf dieses Exemplar . Das Buch ging sehr träge und langweilig an und zog sich auch so durch die Handlung . Ich wurde kein einziges Mal richtig gefesselt von der Handlung und war eher enttäuscht .

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spannend, humorvoll, philosophisch

Von: Uljana Brunzema aus Bonn

13.12.2019

Der neueste Krimi-Roman von Hakan Nesser ist ein Genuss für Krimi-, Komödien- und Philosophie-Freunde. Das 600-seitige Werk hat wenig Längen, denn es ist grandios auf verschiedenen Zeitebenen und in verschiedenen Ländern verortet, verteilt auf 2 Kriminal-Inspektoren komponiert. Literarisch ein großer Wurf. Kommissar van Veeteren bereitet sich auf die Feier seines 75.sten Geburtstags vor, doch dann muss eine Mordgeschichte von vor über 30 Jahren wieder aufgearbeitet werden. Die Zusammenhänge sind plötzlich anders als gedacht, eine zusätzliche Leiche taucht auf, neue Motive, und neue Verdächtige. Die Roman-Handlung springt kapitelweise immer zwischen 1965 und 2012 hin und her. Eingebettet ist die Kriminalhandlung in die beiden Beziehungs- und Dialoggeschichten der Kommissare mit ihren Partnerinnen, mit faszinierenden sprachlich gelungenen philosophischen Diskussionen. Originell und spannend ist einfach auch die Geschichte des „Vereins der Linkshänder“. Der Leser erfährt so einiges über die Umerziehung von Linkshändern früher, für viele Kinder, nicht nur in Schweden zur damaligen Zeit, ein Akt der Vergewaltigung. Durch die lebhaften und intelligenten Dialoge wirkt der Kriminalroman sehr lebendig, treibend, und zieht einen als Leser in die Geschichte hinein. Im positiven Sinne ein wahrer Pageturner, nicht kompliziert, aber mit Stil geschrieben. Die verschiedenen Zeitebenen der geschehenden Morde sind ein gekonnter Kniff, um die Geschichte wirklich rund und über einen langen Zeitraum komplex erscheinen zu lassen. Besonders genüsslich sind die philosophischen Diskurse über den kategorischen Imperativ, die Gottes-Idee und kniffelige Theorien der abendländischen Denker zu lesen. Ein wunderbarer Winter-Schmöker-Krimi-Roman, geeignet für Leser, die bestenfalls noch selber Linkshänder sind oder waren, mindestens aber Lesefans von Hakan Nesser, ausgestattet mit Humor, Lesefreude und guter Vorstellungskraft.

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Um sich gegen unliebsame Geburtstagsgäste und -glückwünsche zu wappnen, gibt der pensionierte Kriminalkommissar Van Veeteren bekannt, anlässlich seines 75. Geburtstages mit seiner Lebensgefährtin Ulrike Fremdli nach Neuseeland verreisen zu wollen. Ganz so weit weg möchte das Paar zwar nicht, doch dass der geplante Trip kein reines Vergnügen zur Erholung wird, dafür sorgt schon Van Veeterens früherer Kollege Münster, der den Bücherliebhaber mit einem alten Fall konfrontiert. Vor zwanzig Jahren hatten es Münster und Van Veeteren nämlich mit einem verheerenden Brand einer Pension in Oosterby zu tun, bei dem vier Personen ums Leben gekommen sind, die zu Schulzeiten den „Verein der Linkshänder“ gegründet und sich in Mollys Pension zu einem Wiedersehenstreffen verabredet hatten. Als mutmaßlicher Täter wurde schnell das Vereinsmitglied Qvintus Maasenegger ausgemacht, der das Treffen organisiert hatte, aber nicht unter den Toten identifiziert werden konnte und danach untergetaucht geblieben war. Dass der vermeintliche Täter nun selbst tot in einem nahegelegenen Waldstück entdeckt wurde, stellt die offensichtlich voreilig gezogenen Schlüsse bei den Ermittlungen auf den Kopf, denn Maasenegger wurde wohl in etwa zur gleichen Zeit getötet wie seine vier Vereinskollegen in der Pension. Da die Pension, in der Van Veeteren mit seiner besseren Hälfte die nächsten zwei Wochen verbringen will, nur wenige Kilometer vom damaligen Tatort entfernt liegt, nimmt der Pensionär Kontakt mit dem damals zuständigen Kommissar vor Ort und dem jetzigen Kommissar Radovic auf und versucht, die Ereignisse von damals neu aufzurollen und weitere Hintergrundrecherchen durchzuführen. Dabei ergeben sich Zusammenhänge mit einem Entführungsfall und einem Brief, mit dem eine ehemalige Nonne ihr Gewissen erleichtern will. Als eine weitere Leiche mit einer Axt im Kopf entdeckt wird, kommen auch Kommissar Barbarotti und seine Kollegin/Freundin Eva Backman ins Spiel … „Der Fall war wirklich nicht besonders kompliziert gewesen. Der Meinung war damals jeder gewesen. Sie waren sich alle einig und hatten völlig daneben gelegen. Denn der Abend in Mollys betagter Pension war nicht so abgelaufen, wie sie es sich vorgestellt hatten. Oder doch, das war er wohl schon, aber die Teilnehmerliste stimmte nicht. Es mussten sechs Personen beteiligt gewesen sein, nicht fünf. Fünf Opfer und ein Täter. Nicht vier Opfer und ein Täter, oder?“ (S. 154) 2006 erschien mit „Sein letzter Fall“ der eigentlich letzte Roman mit dem charismatischen Kommissar Van Veeteren, der sich damals seines einzigen ungelösten Falls in seiner Karriere noch einmal annehmen musste. Mittlerweile genießt er seinen wohlverdienten Ruhestand und kann sich seiner Leidenschaft für Bücher widmen. Doch sein Ermittlerinstinkt wird durch Münsters Besuch reaktiviert, denn die Entdeckung von Maaseneggers Leiche wirft ein unschönes Licht auf die schlampigen Ermittlungen vor zwanzig Jahren, was auch Van Veeterens Lebensgefährtin nicht müde wird zu betonen, die übrigens als „Vernehmungspsychologin“ sehr stark in den neu aufgerollten Fall involviert ist. Irgendwann in der zweiten Hälfte, als eine weitere Leiche auftaucht, kreuzen sich doch noch die Wege von Van Veeteren und Nessers aktuellen Serien-Protagonisten Gunnar Barbarotti, der jedoch kaum zur Aufklärung beitragen kann. Nesser erweist sich in seinem elften Roman um Van Veeteren einmal mehr als souveräner Erzähler, der einen alten Fall zum Anlass nimmt, den fast 75-jährigen Pensionär eine verpfuschte Ermittlung im neuen Licht zu betrachten, wobei ihm seine pfiffige Lebensgefährtin Ulrike Fremdli mehr als nur eine beiläufige Unterstützung gewährt. Geschickt verwebt der Autor verschiedene Zeitebenen und Handlungsorte, bringt durch das Rekapitulieren vergangener Ereignisse, Briefe, Erinnerungen, Tagebucheintragungen, neue Verhöre und aktuelle Gedanken des Täters auf raffinierte Weise nach und nach die Puzzleteile zur Auflösung zusammen und hält so die Spannung auf einem hohen Niveau. Die immer wieder eingestreuten philosophischen Betrachtungen des pensionierten Kommissars und der warmherzige Humor machen auch „Der Verein der Linkshänder“ zu einem kurzweiligen Lesevergnügen, das erst zum Ende hin durch einige Längen leicht getrübt wird. Wer weiß, vielleicht kehrt Van Veeteren doch noch für den einen oder anderen kniffligen Fall ins Rampenlicht zurück …

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Zunächst beginnt das Buch etwas verwirrend, mit vielen Wechseln zwischen den Zeiten und es tauchen unglaublich viele verschiedene Personen auf. Nach einiger Zeit blickt man jedoch durch und somit wird die Geschichte immer spannender und man möchte nur noch weiterlesen... Grob geht es um einen Mordfall, der vor 21 Jahren als abgeschlossen galt. Damals war der nun im Ruhestand befindliche Kommissar van Veeteren noch im Dienst. Doch durch das Auffinden einer Leiche, die damals als Täter ermittelt (jedoch nie gefasst wurde) wird der komplette Fall noch einmal aus den Archiven hervorgeholt und natürlich wird auch nun Ex-Kommissar Van Veeteren wieder auf den Plan gerufen... Für meinen Geschmack ist der ehemalige Kommissar Van Veeteren etwas langatmig und aufgrund seines fortgeschrittenen Alters ziemlich deprimiert - daher bin ich mit ihm nicht wirklich "warm geworden". Aber dennoch fand ich das Buch total spannend und packend und habe es trotz des Umfangs von über 600 Seiten in relativ kurzer Zeit durchgelesen! Dies war mein bisher erstes Buch von Hakan Nesser, aber ich mag seinen Schreibstil sehr und werde in Zukunft mit Sicherheit noch mehr von ihm lesen wollen.

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Herrlich ruhig und analytisch

Von: Mina

13.11.2019

Das ist bitter! Einundzwanzig Jahre nachdem ein Brand, der zur Vertuschung eines vierfachen Mordes diente, ermittelt und abgeschlossen war, wird die Leiche des mutmaßlichen Täters in der Nähe des Brandortes gefunden. Kommissar Van Veeteren und Kommissar Münster hatten damals die örtliche Polizei unterstützt, konnten den Mörder aber nie stellen, was jetzt im nachhinein nicht verwundert, da es sich bei dem vermeintlichen Täter um das fünfte Opfer handelt. Im Gegensatz zu den anderen Opfern wurde seine Leiche vergraben um die Polizei auf die falsche Fährte zu locken. Damals wie heute fehlen den Ermittlern ein Motiv, Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern und dem Täter und natürlich einen möglichen Verdächtigen. Van Veeteren, er geht mittlerweile auf die fünfundsiebzig zu, kann es nicht fassen, dass er und Münster dem Täter auf dem Leim gegangen sind. Mit seiner Frau Ulrike Fremdli stürzt er sich in die Ermittlungsarbeit. Ich liebe die ruhige und analytische Art und Weise des Romanaufbaus von Hakan Nesser. Kein blutrünstiger Serienkiller, obwohl auch in diesem Roman viele Opfer zu beklagen waren, auch kein hektischer Actionthriller, bei dem der Leser nicht schnell genug die Seiten umblättern kann, stattdessen Ruhe, analytisches Denken, ein bisschen philosophieren und wunderbar amüsante und unterhaltsame Dialoge. Das zauberhafte Geplänkel zwischen Van Veeteren und seiner Frau, sowie zwischen den Inspektoren Barbarotti und Backman, hat riesen Spaß gemacht. Die philosophischen Gedanken von Van Veeteren ergaben einen ruhigen Flow. Der Leser konnte sich immer in Ruhe seine eigenen Gedanken zum Fall machen. Durch die Rückblenden und Erzählstränge auf drei Zeitebenen waren wir Leser oft im Vorteil und konnten Zusammenhänge früher als die Ermittler erkennen. Ich denke, auch den eigentlichen Täter konnte der Leser früher erkennen. Die Gespräche und der Gedankenaustausch bei denen die Ermittlungsergebnisse der verschiedenen Gruppen zusammengetragen wurden, waren spritzig, amüsant und einfach köstlich, so dass ich als Leser einfach riesigen Spaß hatte den jeweiligen Gedankengängen zu folgen.

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Der Verein der Linkshänder

Von: Anna

09.11.2019

Das Buch hat eine gute Handlung, aber mir hat es nicht richtig zugesagt. Ich habe lange gebraucht um mich einzulesen und fand es auch sehr trocken. Mir hat es nicht gefallen

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Meine Leserstimme

Von: Angela

08.11.2019

Wie nicht anders zu erwarten ist auch dieses Buch von Hakan Nesser wieder ein voller Krimierfolg. Sein Sarkasmus ist köstlich und veranlasst den Leser dazwischen immer wieder zum Schmunzeln. Die Zeitsprünge in diesem Buch - angefangen bei 1958/62 über 1991 bis 2012 und wieder zurück - verlangen dem Leser schon Einiges ab. Es ist kein Buch für eine 15-minütige U-Bahn-Fahrt, aber auf alle Fälle sehr zu empfehlen.

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