Leserstimmen zu
Alles, was geschieht, hat seinen Grund

Arantza Portabales

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Im Roman der spanischen Autorin Arantza Portabales, werden die Geschichten von vier Frauen, im heutigen Madrid erzählt. Jede der Frauen hinterlässt auf dem Anrufbeantworter einer ihnen nahe stehenden Person Sprachnachrichten, aus denen der Leser nach und nach von ihren Problemen und Geheimnissen erfährt. Die Kapitel sind kurz, abwechselnd kommen Carmela, Marina, Sara und Viviana zu Wort. Anfangs fand ich die schnellen Wechsel gewöhnungsbedürftig, aber schon bald konnte ich die Geschichten gut auseinander halten, und fand den Schreibstil und die Charaktere regelrecht einnehmend. Aus einer emotionalen Not heraus, wählen die Vier diese ungewöhnliche Art der Kommunikation per Anrufbeantworter. Alle stehen dabei an einem Wendepunkt im Leben, stehen vor wichtigen Entscheidungen. Nach und nach wird dem Leser klar, daß es Berührungspunkte zwischen den einzelnen Leben gibt, das macht den kurzen Roman äußerst spannend, und es wird klar, daß der Titel hier tatsächlich zu dieser Geschichte gehört, denn, „Alles, was geschieht, hat seinen Grund“.

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Am Wochenende habe ich mal wieder ein Buch gelesen das noch zum rezensieren auf meinem Nachttisch lag. ” Alles was geschieht, hat seinen Grund ” ist im btb-Verlag erschienen und hat 284 Seiten. Das Buch spielt in Madrid und es geht um 4 Frauen, die an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen: Viviana hat in ihrer Kindheit negativ prägende Erfahrungen gemacht, arbeitet als Prostituierte und versucht den Weg heraus, Carmela hat Krebs und möchte ihren Sohn Manuel nicht damit belasten, Marina wurde von ihrem Mann verlassen und Sara versucht ihr Erlebnis einer geplatzten Hochzeit per Therapiesitzungen zu verarbeiten. Es geht um Freundschaft und Liebe, um geplatzte Träume und die Gefühle und Visionen der Frauen. Wie der Titel schon verrät geht es aber auch um Hoffnung, nämlich die Hoffnung das vielleicht alles was passiert einen tiefen Sinn hat, auch wenn man diesen in schweren Momenten (noch) nicht erkennen kann. Das besondere an diesem Buch ist der Stil, denn alle 4 Frauen hinterlassen Nachrichten auf Anrufbeantwortern. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz (man hat ja auch auf Anrufbeantwortern nur wenige Minuten Zeit). Ehrlich gesagt hat mich der Stil und der häufige Wechsel der 4 Charaktere etwas irritiert und ich brauchte ein wenig Zeit um mit der Geschichte warm zu werden, was sich dann aber im Lesefluss schnell gelegt hat. Ich mag es wenn man Stück für Stück begreift,wie die einzelnen Personen und Geschichten miteinander verwoben sind und sich wie bei einem Puzzle, zu einem ganzen Stück zusammenfinden.Das passiert auch hier und am Ende ergibt sich ein rundes Bild. Eine schöne Lektüre die sehr schwer beginnt und zum Ende an Leichtigkeit gewinnt.

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"Alles, was geschieht, hat seinen Grund" von Arantza Portabales. Es geht um vier Frauen, die alle in schwierigen Lebensphasen stecken und sich per Nachrichten auf Anrufbeantworter mitteilen. Zum einen ist da Marina, die von ihrem Mann verlassen wurde und die Trennung durch Nachrichten, die sie ihm hinterlässt, versucht zu verarbeiten. Dann gibt es Sara, die mit ihrer geplanten Ehe hadert und ihrem Therapeuten Nachrichten hinterlässt. Carmela hat eine schwere Krankheit und nimmt in den Nachrichten Abschied von ihrem Sohn, da sie sich nicht traut, es ihm persönlich zu sagen. Und zuletzt lernen wir Viviana kennen, die angibt, bei IKEA zu arbeiten, aber tatsächlich ein ganz anderes Leben führt und ihrem Vater Nachrichten aufs Band spricht. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, nie länger als drei Seiten und damit kommt man schnell in dem Abhörmodus eines Anrufbeantworters rein. Die Kapitel wechseln sich zwischen den vier Frauen ab und man lernt sie immer besser in ihrer Problematik kennen. Zum Ende hin erfährt man immer mehr, was die Frauen verbindet und die Geschichten verflechten sich zunehmend. Durch die kurzen Kapitel fiel es mir anfangs schwer, die Themen auseinander zu halten und ich musste mehrmals nachsehen, worum es bei jeder Frau ging. Das verlor sich aber nach einigen Kapiteln. Einige Frauen waren mir auf Anhieb sympathischer als andere, z. B. wurde ich nur langsam mit Carmela warm - je näher man die Frauen aber kennenlernte, umso mehr wuchsen mir alle vier ans Herz. Zwischendurch war die Erzählweise meines Erachtens nach etwas zäh, insgesamt aber lernen wir in diesem Buch vier tolle Frauen kennen, die miteinander verbunden sind und die einem alle sehr nahe gehen. Ein wirklich schönes Buch

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Vier berührede Schicksale. Worum geht es? Die Vier Frauen Marina, Carmela, Sara und Viviane scheinen nichts gemeinsam zu haben ausser, dass sich alle an einem Wendepunkt in ihrem Leben befinden. Nach und nach erfährt man in welcher Situation die Frauen stecken und auf wundersame Weise verknüpfen sich ihre vier Leben plötzlich. Eine emotionale Geschichte, die ein grosses Ganzes ergibt. “Von dem Tag, an dem du mich verlassen hast, habe ich nur noch das Lied in Erinnerung, das gerade im Radio lief.” – Alles, was geschieht, hat seinen Grund Klappentext Vier Frauen – an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Ein unvergesslicher Roman über Halt in unsicheren Zeiten, den Mut, über seinen eigenen Schatten zu springen – und über das, was Frauen miteinander verbindet. Marina, Sara, Carmela und Viviana haben eins gemeinsam: Ihr Leben ist an einem Wendepunkt angelangt. Marina ist von ihrem Mann verlassen worden. Carmela erfährt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat und verabschiedet sich von ihrem Sohn. Sara hadert mit der geplanten Ehe und beginnt eine besondere Art der Psychotherapie. Viviana kämpft mit einem belastenden Familiengeheimnis. Und so hinterlassen sie unzählige Nachrichten auf Anrufbeantwortern. Kleine und große Geständnisse, so schonungslos offen wie heilsam. (Quelle: btb) Meine Meinung Die vier Frauen erzählen uns ihre Geschichte nicht direkt. Stückchenweise erfährt man, was sich bei den Frauen ereignet hat. Die Frauen sprechen ihre Geschichte auf Anrufbeantwortern und lassen einem immer so viel Raum, um sich die Details selbst auszudenken. Ich fand alle vier Protagonisten auf anhieb sympathisch. Jede war auf ihre Art besonders und hatte ihre tragische Geschichte. Die jeweiligen Kapitel waren immer zwischen 2-4 Seiten lang und so flog man regelrecht durch die Geschichte. Besonders gerne las ich die Geschichte von Carmela, obwohl diese besonders tragisch war, konnte sie mich am meisten berühren. Der Plot war sehr gut durchdacht und am Ende verknüpften sich die vier Schicksale beinahe magisch zu einer Geschichte. Und hier liegt auch meine einzige Kritik. Obwohl ich den Plot wirklich schön und berührend fand war mir das Ende dann doch zu perfekt und es liess sich alles für meinen Geschmack zu rund abschliessen. Schreibstil & Cover Der Schreibstil war humorvoll und mitreissend. Es gab keine Stelle die sich zog und ich konnte sehr flüssig durchs Buch lesen. Das Cover ist passend und von den Farben her sehr stimmig. Fazit Eine wundervolle Geschichte für zwischendurch. Das Buch liest sich sehr schnell und trotz etwas zu perfektem Happy End gibt es einem am Ende doch ein gutes Gefühl. Bewertung Plot ♥♥♥♥ (4/5) Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5) Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5) Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)

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Die Frauen Marina, Sara, Carmela und Viviana vereint, dass sie an Wendepunkten in ihren Leben angekommen sind. Vom Ehemann verlassen, eine geplante Ehe, ein Familiengeheimnis oder der nahe Tod. Alle vier sprechen Nachrichten auf Anrufbeantworter. Dabei sind sie schonungslos und ehrlich. Es sind emotionale Geschichten, die die Frauen nach und nach offenbaren. Abwechselnd erfährt der Leser mehr über die Frauen und die Hintergründe. Jedes „Kapitel“ hat eine passende Überschrift und ist nur so lang, wie die Zeit, die einem Anrufer bleibt, um nach dem „Piep“ zu sprechen. Die Namen der Frauen stehen darüber und so weiß man immer, welche gerade einen Anrufbeantworter bespricht. Durch die Kürze der jeweiligen Texte und den dadurch bedingten schnellen Wechsel liest sich dieses Buch etwas „speziell“. Man kann es nicht mit einem gewöhnlichen Roman und dem damit verbundenen Lesefluss oder Schreibstil vergleichen. Das Buch fordert seinen Leser heraus, ist bisweilen sogar anstrengend. „Alles, was geschieht, hat seinen Grund“ ist keine einfache Lektüre. Als Leser muss man sich vollkommen darauf einlassen und die Herausforderung annehmen. Man beginnt mit der Zeit auch sein eigenes Leben zu reflektieren. Der Titel hat nämlich recht. Alles, was geschieht, hat seinen Grund. Dies verdeutlichen die Geschichten der vier Frauen ganz besonders. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter. Ich danke dem Bloggerportalund dem btb Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

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Es geht um die Schicksale und Lebensgeschichten vier ganz verschiedener Frauen, die jedoch alle an bestimmten Wendepunkten ihres Lebens miteinander verbunden sind. Der Punkt, an dem der Roman ansetzt, ist der Glaube daran, dass jede Einzelheit unseres Lebens ihren Sinn hat und alles aus einem gewissen Grund passiert – auch wenn dieser nicht immer sofort ersichtlich ist. Da ist zum Beispiel die 75-jährige Carmela, die todkrank ist und sich von ihrem Sohn verabschiedet. Oder Viviana, die seit Jahren ein belastendes Familiengeheimnis mit sich herumträgt. Der Leser begleitet die vier Frauen durch den jeweiligen Prozess der Realisierung. Das Medium, das allen dabei hilft, ihre Geschichte und alles, was noch kommt, zu verstehen und im Verlauf auf eine immer positivere Weise zu betrachten: Der Anrufbeantworter. Durch den stetigen Perspektivwechsel zwischen den Protagonistinnen und die kurzen Sequenzen (wir alle wissen ja, dass man einen AB nicht unendlich lang vollquatschen kann) entwickelt sich ein tolles Leseerlebnis, das sich immer mehr verdichtet, weil auch die Geschichten der Figuren immer dichter und – auf ganz unterschiedliche Weise – miteinander verknüpft werden. Einen Stern muss ich abziehen für das etwas zu kitschige „Frauenroman“-Ende. Denn den Sinn in Ereignissen zu erkennen bedeutet auch: Manche Dinge müssen im Leben passieren – auch ohne Happy End.

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