Leserstimmen zu
Königskinder

Alex Capus

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Eine gelungene unterhaltsame und schöne Liebesgeschichte, die von Ulrich Noethen unheimlich gut vorgelesen wurde. Ulrich Noethen hat es geschafft, dass man sich die Charaktere so richtig gut vorstellen konnte. Vor allem die von Tina und Max in ihrem zugeschneiten Auto auf dem Alpenpass. Die kleinen Diskussionen und Streitereien wegen Nichtigkeiten und das Recht-haben-wollen waren mit feinem Humor gespickt. Dank Ulrich Noethen konnte man sogar das Augenrollen hören. Herrlich. Genau so muss ein Hörbuch vorgelesen werden. Die Liebesgeschichte zwischen Marie und Jakob war tatsächlich wie bei den Königskindern. Es gab kaum eine Chance zusammenzukommen bzw. zusammen zu bleiben. Der Vater von Marie war dagegen, der Krieg war dagegen und dann wurde Jakob auch noch nach Versailles abgezogen. Die Beschreibungen der Verhältnisse, in denen sie lebten, waren sehr direkt und klar. Gut, dass es kein Geruchs-Hörbuch gibt, denn dann wäre die Reise nach Versailles nicht nur für Jakob eine Tortur geworden. Es wurde dem Adel etwas an der schönen Maske gezupft und das Hässliche und Stinkende gezeigt. Doch immer wieder gab es schöne Wendungen (auch in der Liebesgeschichte) und liebenswerte Charaktere und Geschichte pur. Die Armut vom Volk und die immer größer werdende Wut auf den untätigen König, der in seinem Schloss sitzt und die Augen verschließt. So lange, bis sich das Volk erhebt und mittendrin Marie und Jakob. Alex Capus lässt immer wieder seinen Humor durchblitzen und dieser lockert die Geschichte auf. Ich mochte beide Handlungsstränge (Jetzt-Zeit und Damals) sehr gern. Die Verknüpfung von beiden ist dem Autor gut gelungen und mit Ulrich Noethen hat man einfach mal den richtigen Sprecher ans Mikro gesetzt.

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👂Hörst du gerne Hörbücher? 👂 Ich habe das jetzt mit diesem ausgesprochen empfehlenswerten Hörbuch für mich entdeckt. Mit sympathischer Stimme liest Ulrich Noethen "Königskinder" von Alex Capus. . Das Cover hätte mich ja nie erahnen lassen, dass Kühe eine ziemlich grundlegende Rolle in diesem Buch tragen! . Tina und Max bleiben auf einer Schweizer Passstraße im Schnee stecken. Während sie die Nacht über im Auto ausharren müssen, beginnt Max eine alte Geschichte zu erzählen. Sie beginnt in einer Melkhütte dort in den Alpen. Einem mittelloser Kuhhirten und einer reichen Bauerntochter ist es nicht gewährt, ihren Gefühlen füreinander nachzugehen. Was dieser Geschichtenbeginn mit Frankreich, dem Schloss Versailles, König Ludwig XVI und dessen Schwester Elisabeth zu tun hat, das müsst ihr selbst herausfinden! Ich mochte "Königskinder" sehr, vor allem aber die Geschichte in der Geschichte, die Schilderungen, wie im 18. Jahrhundert Winter im Hochgebirge überstehbar sind. Ebenso anschaulich beschreibt Capus z.B. auch die "Zustände" in Versaille. . #königskinder #alexcapus #derhörverlag #randomnhouse #schweiz #versaille #ludwigxvi #kuhirte #kuh #melken #ulrichnoethen #igreaders #readers #booknerd #bücher #bookstagram #empfehlenswert #makereadinggreatagain #makereadingsexyagain #booknerds #lesen #lesenswert #leseempfehlung #books #book #reading #lesenistabenteuerimkopf #lesenlesenlesen #igersaustria #igersalzburg

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Max und Tina bleiben in diesem roten Toyota Corolla auf einem verschneiten Alpenpass stecken und müssen die Nacht im Auto verbringen.Um die Zeit zu vertreiben erzählt Max nun eine alte Liebesgeschichte, die genau in den Bergen ihren Anfang nimmt, in denen sie stecken geblieben sind. Jahrhunderte liegt sie zurück und spielt in der Zeit kurz vor der französischen Revolution, eine Zeit des Aufbruchs und Umbruchs in Europa.Von diesen bevorstehenden Umwälzungen erfährt der Hirtenjunge Jakob nichts. Er kümmert sich um das Vieh eines reichen Bauern und ist mit den Tieren während des ganzen Sommers oben in den Bergen. Als er nach dem Sommer das Vieh nach unten ins Tal bringt, begegnet er nicht zum ersten Mal Marie, der Tochter des Bauern. Die beiden erleben so etwas wie Liebe auf den ersten Blick, denn mehr als sich von weitem anschauen, können sie nicht. Der Bauer wittert diese zarte Annäherung sofort und will sie verhindern.Der Vater ist gegen die Heirat und Jakob verdingt sich zunächst beim Militär und dann als Kuhhirte bei der Schwester Ludwig des XVI auf Schloss Versailles, wohin Jakob schließlich Marie nachholen darf. Und dann auch später ein Kleines Bauernhof kaufen und Glücklich dort Leben. So wirklich Punkten konnte diese Geschichte nicht bei mir, ich fand es sehr anstrengen zu zuhören, und mich in diese Geschichte hineinzuversetzen. Was ich mich Frage warum Max immer wieder betont das diese Geschichte wahr ist und selbst wenn was soll man aus dieser Geschichte hinaus nehmen ? Von uns diesmal leider nur ein Daumen nach unten.

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Eine Erzählung-Erzählung Tausend und eine Nacht in den Schweizer Bergen. Eingeschneit auf einer Passstraße im Auto vertreibt Max seiner Frau das Warten. Er erzählt die Liebensgeschichte des Hirtenjungen Jacob und der Bauerstochter Marie, die in dieser Gegend, dem Greyerzerland, ihren Anfang nimmt und im Revolutionstrubel in Versailles endet. Die Handlung wird stark durch historische Figuren und Ereignisse bestimmt. Tina unterbricht die Erzählung ihres Mannes immer mal wieder um die Fakten zu hinterfragen und die Bilder deutlicher werden zu lassen. Dann steiten sie liebevoll um Kleinigkeiten. Als Hörer ist man ebenenfalls Versucht, die ein und andere Tatsache zu prüfen, wie den weltweiten Nebel durch Vulkanausbruch (1784!) und den ersten Ballonflug der Gebrüder Montgolfier. Eine zauberhafter Lektüre und wer es wie Tina gerne erzählt bekommt, wählt das Hörbuch. Ulrich Noethens melodiöser und warmen Erzählstimme hört man überaus gerne zu – eingeschneit im Auto oder auch sonstwo.

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Was kann eine Geschichte mit dem für heutige Zeit ungewöhnlichen Titel „Königskinder“ anderes sein als ein Märchen? Tatsächlich mutet dieser im August beim Hanser-Verlag erschienene und unbedingt lesenswerte Kurzroman des Schweizer Schriftstellers Alex Capus (57) wie eine der vielen Geschichten aus „Tausendundeine Nacht“ an, wenn auch in moderner Erzählweise. Im Roman ist es eine lange Winternacht, in der Max und Tina mit ihrem Auto im dichten Schneetreiben auf einem verschneiten Gebirgspass von der Straße gerutscht sind und nun auf den nächsten Morgen und die Schneefräse warten müssen. Um sich die Stunden, vielleicht aber auch die Angst vor Einsamkeit und Hilflosigkeit in bitterer Kälte zu vertreiben, erzählt Max seiner Tina eine berührende Liebesgeschichte, die 1779 im Greyzerland beginnt und während der Französischen Revolution am Versailler Hof des Königs Ludwig XVI. endet. Es ist die Geschichte des 22-jährigen Waisen und bettelarmen Hirtenjungen Jacob und seiner Liebsten, der 19-jährigen Marie-Françoise, Tochter des reichsten Bauern im Ort. Wie schon in der klassischen Ballade „Es waren zwei Königskinder“ dürfen auch in dieser Geschichte die beiden Liebenden nicht zusammenkommen. Es sei eine wahre, historisch belegte Geschichte, versichert Max seiner Tina mehrmals, die bei allzu märchenhaften Szenen diese kritisch hinterfragt. „Entscheidend ist nicht, ob die Geschichte wahr ist. Wichtig ist, dass sie stimmt“, wehrt Max dann ab und erzählt weiter: Jacob verdingt sich für acht Jahre beim französischen Militär, später wird er von Prinzessin Elisabeth, der jüngeren Schwester Ludwigs XVI., in Versailles als Kuhhirte verpflichtet. Um ihm sein „Hemvé“ zu vertreiben, will die Prinzessin die sich liebenden „Königskinder“ nach Jahren der Trennung endlich vereinen: Sie lässt Marie aus der Schweiz holen, beide heiraten, bekommen eine Tochter und leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Alex Capus verbindet beide Handlungsstränge, den heutigen und den historischen, so elegant, dass kaum Brüche zwischen den Jahrhunderten spürbar sind. Er nutzt die Nachfragen Tinas vielmehr, um historische Fakten zu erläutern. Capus lässt in warmherzigem, angenehm zu lesendem Sprachstil das Leben des ausgehenden 18. Jahrhunderts in der Schweiz und am Versailler Hof lebendig werden, wenn auch ohne Anspruch auf Korrektheit. Wichtiger scheinen dem Autor seine Figuren zu sein, deren Charaktere und Handeln er liebevoll und mitfühlend zeichnet. Gewiss, „Königskinder“ mag modernen Lesern an manchen Stellen allzu märchenhaft erscheinen, wenn Jacob und Marie inmitten der Revolutionswirren auf ihrem Bauernhof wie auf einem paradiesischen Eiland glücklich sind. Aber ist es nicht Liebe und Zuneigung, die uns Menschen [und unserer Familie] in schwierigen und schweren Zeiten, während die Gesellschaft um uns herum sich aufzulösen beginnt, den nötigen Zusammenhalt und Trost gibt? „Königskinder“ ist ein Buch voller Liebe, das gerade in unserer so politisch unruhigen und unsicheren Zeit von vielen Menschen gelesen werden sollte als Anregung zum gegenseitigen Zuhören - wie Tina ihrem Max zuhört, auch wenn sie dabei kritisch bleibt. Das Ehepaar kabbelt sich nur bei Kleinigkeiten, schreibt Capus gleich zu Beginn seines beachtenswerten Kurzromans. „Aber in den großen Dingen des Lebens – den Dingen, auf die es wirklich ankam – waren sie sich schon immer einig gewesen.“

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Spätabends in den Schweizer Bergen, langsam aufkommendes Schneetreiben, doch Max und Tina ignorieren die Absperrung und fahren den Berg hinauf, bis sie schließlich doch auf dem Pass vom Weg abkommen und wohl oder übel die Nacht über im Auto ausharren müssen, bis am folgenden Morgen Hilfe zu ihnen vordringen kann. Um sich die Zeit zu vertreiben, erzählt Max eine Geschichte, jene von Jakob aus dem Greyzerland. Früh die Eltern verloren wird er zum eigenbrötlerischen, aber fähigen Kuhhirten. Als er sich in die Tochter eines reichen Bauern verliebt, ist dieser erbost, denn Jakob ist ganz sicher keine passende Partie für seine Marie. Jakob flüchtet sich in den Militärdienst, doch Marie wartet auf ihn. Nach Jahren im Ausland kehr er zurück und findet sein Mädchen wieder – doch ihre Zweisamkeit soll auch jetzt nur von kurzer Dauer sein, denn der französische König ruft schon wieder. Überzeugend gestaltet Alex Capus die Rahmengeschichte um Max und Tina und greift hier auf ein recht altes Motiv zurück: die unerträgliche Wartezeit in unfreiwilliger Gefangenschaft mit Erzählen überbrücken und so am Leben bleiben. Was in „Tausend und einer Nacht“ funktionierte, klappt auch in der modernen Welt noch. Die Geschichte um Jakob und Marie ist glaubwürdig und passend in der Zeit gegen Ende der Herrschaft der französischen Könige und der aufkeimenden Revolution verortet. Besonders gut hat mir dabei auch der Vulkanausbruch des Laki-Kraters gefallen, ein historisch reales Ereignis, das nachhaltige Auswirkungen auf die europäische Geschichte hatte, nahm hier doch die Hungersnot ihren Ausgangspunkt, die letztlich zum blutigen Umsturz führte. Überhaupt wird die Geschichte der beiden jungen Menschen stark durch die historischen Figuren und Ereignisse bestimmt, was ihr die Beliebigkeit nimmt und sie authentisch gestaltet. Umgekehrt aber auch eine Liebesgeschichte, die Hindernisse überwindet und überdauert. So wird „Königskinder“ trotz der Brutalität der Zeit, die niemandem, weder Königs- noch Bauernkindern, etwas schenkte, zu einer Wohlfühlgeschichte, in der man gerne versinkt.

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