Leserstimmen zu
Die fabelhafte Welt der fiesen Tiere

Frank Nischk

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Auch wenn ich mir unter diesem Buch ganz was anderes vorgestellt habe, gefällt es mir ausgesprochen gut. Ich dachte, es ginge mehr um unsere heimischen Insekten wie z.B. Schlupfwespen, Feuerwanzen und – meine absoluten Gruseltiere, ich sag nur „Kindheitstrauma“ – Ohrenzwicker. Doch handelt es sich vielmehr um eine autobiographische Geschichte, die während des Studiums beginnt und sich erst einmal ausgiebig um Schaben dreht. Dann dürfen wir den Autor in den Regenwald Ecuadors begleiten und lernen dort viele verschiedene Tiere kennen, bis wir am Ende wieder am heimischen Baggersee landen. Ich konnte aus jeder Zeile die Begeisterung und – ja – Liebe des Autors zu seinen „fiesen Tieren“ förmlich spüren. Die Anekdoten sind wirklich lehrreich und sehr humorvoll geschrieben. Frank Nischk möge mir verzeihen, aber die Beschreibung seiner Begegnung mit der „Bullet Ant“ (der größten Ameisenart mit einem Biss ähnlich schmerzhaft wie eine Verletzung durch eine Gewehrkugel, der auch noch ca. 24 Stunden anhält) war wirklich köstlich! Und hat mich dazu gebracht, mir eine kurze Doku über das ebenfalls im Buch erwähnte Initiationsritual der Volksgruppe Sateré-Mawé anzusehen. Und auch sein schweißtreibender Kampf gegen die Treiberameisen, nur mit einem Besen bewaffnet, konnte ich mir direkt bildlich vorstellen. Absolut toll finde ich die drei QR-Codes im Buch, mit denen man sich jeweils eine Hörprobe herunterladen kann. Super interaktiv und unterhaltsam. Auch schön: im Buch selbst „krabbeln“ allerlei Insekten über die Seiten. Das lockert – neben dem lockeren, flüssig lesbaren Schriftteil – alles noch ein wenig mehr auf. Vielleicht wären einige Fotos noch schön gewesen, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Frank Nischk packt in sein Buch nicht nur das umfassende Wissen über die dort vorgestellten Tiere, sondern legt auch ein großes Augenmerk auf den Schutz der Artenvielfalt bzw. generell auf Naturschutz. Auch hierüber erfährt man viel. Für mich ein empfehlenswertes, unterhaltsames, kurzweiliges Sachbuch mit viel Wissensvermittlung und einer großen Portion Humor.

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Mich haben sowohl Titel als auch Cover sofort angesprochen und ich freue mich immer wieder über tolle Titel aus dem Naturbereich und bin dankbar, dass sich diese Bücher im Moment gut verkaufen und so beliebt sind. Die Natur, die Tiere, das ist alles so interessant und es gibt so viele spannende Details, die wir nicht kennen. Und dafür gibt es dann so verrückte Tierliebhaber, wie Frank Nischk. Er hat sich schon von Anfang an für Tiere interessiert, nur waren es eben nicht Hunde und Katzen, sondern eben Amphibien, Reptilien, Insekten. In dem Buch "Die fabelhafte Welt der fiesen Tiere" nimmt er uns mit auf eine spannende Reise und steckt einen mit seinem Interessen und seiner Leidenschaft für die Welt der Krabbeltiere an. Egal ob es die Anfangsjahre als Assistent in Südamerika sind, in denen er Babykakerlaken erforscht hat, seine späteren Reisen und seine weiteren Forschungen, egal ob es im Regenwald oder in der heimischen Natur ist - Fakt ist, diese kleinen Tiere sind vollkommen unterschätzt. Sei es in ihrer selbst, dass man sie als eklige Krabbeltiere ansieht (wobei ich natürlich immer noch keine Ameisen oder ähnliches in der Küche haben will), als auch ihr Sozialleben oder auch einfach die Aufgaben, die diese Tiere in unserer Welt haben. Auch die Kapitel über den Artenschutz und die Einblicke in das Leben von Naturvölkern finde ich sehr spannend und wertvoll. Der Schreibstil gefällt mir wirklich gut. Es ist unterhaltsam, lehrreich und auf keinen Fall trocken. Frank Nischk wäre bestimmt ein toller Biologielehrer oder Professor, da er seine Leidenschaft ohne Probleme wunderbar weiter gibt. Auch die Gestaltung des Buches mit den Insekten, die über die Seiten krabbeln ist wirklich schön! Für alle Tier- und Naturfreunde ist "Die fabelhafte Welt der fiesen Tiere" ein wirklich tolles Buch und natürlich für Liebhaber der kleinen Krabbeltierchen!

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Schaben haben zu Unrecht einen schlechten Ruf. Eigentlich sind diese Tierchen ganz sozial und sehr fürsorglich. Man muss sich nur mit ihnen beschäftigen - und mit zahlreichen anderen Insekten, von denen kaum einer etwas wissen will. Frank Nischk ist Zoologe und liebt Insekten. Das liegt nicht nur an seinem Beruf, sondern auch an seiner unbändigen Neugier und dem großen Forscherdrang. Es begann mit Schaben für eine Diplomarbeit und wuchs sich aus zu einer Leidenschaft, die nie endete. So nimmt er seine Leser mit auf eine Reise durch Deutschland, den Regenwald und fast durch die ganze Welt und erzählt. Von seinen eigenen Gedanken und Eindrücken, den Ängsten und kleinen Unfällen. Schmerz ist messbar und nach einer unschönen Begegnung mit Ameisen lernt Nischk auch eine neue Stufe Schmerz kennen. Kein Krabbeltier scheint vor ihm sicher zu sein. Dabei fallen auch kleine Dinge auf wie Heuschrecken mit unterschiedlicher Beinfarbe. Aber auch Vögel fallen ihm auf, beispielsweise der Große Potoo, der ihn eines nachts erschreckte. Der Vogel klingt nach einem wimmernden Menschen und wer das nicht glaubt, kann gerne einmal den Barcode im Buch einscannen und sich selbst davon überzeugen. Diese Barcodes mit kurzen Infos und Aufnahmen kommen an mehreren Stellen der Lektüre vor. So kann man als Leser noch weiter in diese faszinierende Welt eintauchen. Um ehrlich zu sein, ich hatte etwas anderes von dem Buch erwartet. Vielleicht mehr Kurzgeschichten gespickt mit lustigen und spannenden Fakten. Aber es ist eine autobiographische Erzählung, die diese Fakten immer wieder untergemischt bekommen hat. Nicht schlecht, nur anders als erwartet, auf jeden Fall aber mit Lernfaktor. Es lohnt sich auch, bei den etwas zähen Stellen weiterzulesen und vielleicht verliert man das ein oder andere Vorurteil oder die Angst gegenüber so manchem Insekt.

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Frank Nischk hat schon früh seine Liebe für Tiere entdeckt. Jedoch war es nicht der gewöhnliche Hund oder die gemeine Hauskatze, die seine Faszination auf sich zogen, sondern eher die kleinen Krabbeltiere, die unbeachtet oder gar verachtet ihr Dasein in Bäumen, Sträuchern und Gräsern fristen. Für seine Diplomarbeit studierte Frank Nischk dafür in Südamerika gerade diese Art von Insekten und beschreibt nun in seinem Buch auf faszinierende Art und Weise seine Entdeckungen. Wir begleiten Frank Nischk von seinen Anfängen als Assistent, wo er ein Jahr lang das Verhalten von Babykakerlaken studierte, reisen mit ihm mehrmals nach Südamerika bis hin zu seinem Appell an die Menschheit, die Insekten als das zu sehen, was sie sind: wichtig, nützlich und teilweise kurz vor dem Aussterben. Mit viel sachlichem Wissen, welches aber so verpackt ist, dass wirklich jeder es versteht, erzählt der Autor von den verschiedenen Insekten, die er im Laufe der Jahre studiert hat. Seine Faszination hat nicht abgenommen, im Gegenteil, sie ist gewachsen und hat sich ausgebreitet. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und hätte gerne noch so viel mehr von seinen Exkursionen in den Regenwald oder an rheinischen Baggersee gehört. Gerade die Leidenschaft, die der Autor an en Tag legt, hat mich sehr berührt. Der Schreibstil hat ein weiteres dazu beigetragen. Mit viel Liebe zum Detail, einer flüssigen Art und einer gesunden Portion Witz und Humor verfolgt man das Leben des Autors und reist mit ihm zu entlegenen Orten voller fieser Tiere. Ich fand es toll, wie viel Wissen der Autor in sein Buch gepackt hat und dieses an seine Leser so erklärlich weitergibt, dass der Respekt für Insekten noch etwas mehr gestiegen ist. Ich habe nichts gegen Insekten (außer sie fallen in die Spezies der Arachnoiden), doch muss ich auch sagen, dass ich keine sehr große Liebe für sie empfinde. Aber so sehe ich nun einiges mit anderen Augen, vor allem da klar wird, dass Schaben auch gute Mütter sein können, die "nervige Nachtmusik" der Grillen das Werben um Weibchen in einem neuen Licht erstrahlen lässt und den Ameisen, die ihren Weg in die Küche finden, zumindest etwas Verständnis entgegen gebracht werden kann (wenn auch keine Erlaubnis). Meggies Fussnote: Ein Einblick in das Leben der Krabbler auf eine besondere Art und Weise.

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Inhalt: Was hat eine Grille mit einem Streichinstrument gemeinsam? Gibt es tatsächlich Käfer, die ihre Leuchtorgane dimmen können? Und wie kann es sein, dass man Heuschrecken einer bestimmten Spezies mal mit roten, mal mit grünen Beinen findet? Nur eine Laune der Natur, oder hat die Evolution hier eine neue Art hervorgebracht? Kakerlaken, Ameisen, Wespen, Quallen und Würmer – oft sind es die unscheinbaren, die stechenden, die vermeintlich ekligen Tierchen, die uns mit ihren faszinierenden Geschichten besonders überraschen. Frank Nischk, passionierter Zoologe und Insektenliebhaber, lässt uns staunen über die verborgene Schönheit, die unglaubliche Formenvielfalt und die komplexen Verhaltensweisen der Insekten, sei es im heimischen Baggersee oder im tropischen Regenwald. Verblüffende Einblicke in die unbekannten Lebenswelten unterschätzter Tierarten! Meine Meinung: Das farbenfrohe Cover und der spannende Titel hat mich direkt angesprochen. Den Inhalt habe ich mir ehrlich gesagt etwas anders vorgestellt. In meiner Phantasie drehte es sich um ein Kompendium an skurrilen Informationen über Insekten und den eher unbeliebten Tierchen dieser Erde. Letztendlich aber sehe ich das Buch mehr als eine berufliche Biografie Nischks an. In einer unterhaltsamen Weise erzählt er von seinen beruflichen Station und die Tiere, die er in dieser Zeit erforscht hat. Besonders gut gefallen hat mit das Kapitel über Artenschutz und auch die liebevolle Gestaltung der Buchseiten.

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Das Spezialgebiet des Biologen Frank Nischk ist tatsächlich sehr speziell: Insekten, vorzugsweise deren Konzerte. Mit seinem Buch "Die fabelhafte Welt der fiesen Tiere" nimmt er den Leser mit auf einen Teil seiner Forschungsreisen. Dieses Buch ist wahnsinnig lehrreich. Frank Nischk berichtet hier von seinen Anfängen in einem Kölner Labor, in dem er für eine Chemiefabrik den Lockstoff von Schaben erforschen soll, weiter geht die Reise in die Regenwälder, wo er Bekanntschaft mit Treiberameisen, Spinnengrillen und eine sehr schmerzhafte Erfahrung mit einer Gewehrkugelameise machen muß. Das letzte Kapitel ist dem Artenschutz gewidmet, in dem er aufzeigt, welche Folgen das Insektensterben für andere Tiere hat und was dagegen getan werden kann. Hauptsächlich geht es hier um Insekten, aber auch Quallen bekommen hier ihre Bühne. Man lernt sehr viel über diese ganzen, leider oft sehr wenig beachteten Tierchen. Wenn man dieses Buch liest, wird man sehr schnell feststellen, daß dies sehr ungerecht ist. Denn Schaben & Co sind faszinierende Tiere, die ein ausgeprägtes Sozialleben haben und sich rührend um ihren Nachwuchs kümmern. Frank Nischk beschreibt seine Forschungsergebnisse auf sehr eingängige Weise. Manchmal erinnert es schon an einen Krimi, so z. B. der Beutezug der Gallwespe. Der Leser bekommt Wissen auf unterhaltsame und verständliche Art vermittelt. Ebenso bietet das Buch Raum für das Leben der Urwaldvölker, ihre Riten und Lebensweisen, sowie für die Pioniere der Biologie. Eine gute Ergänzung zum Text sind die Aufnahmen der Grillengesänge und Urwaldakustik, die der Autor auf seinen Reisen aufgenommen hat und die im Internet auf der im Buch angegebenen Seite angehört werden können. Was mir noch etwas gefehlt hat sind ein paar Farbfotos der Tiere. Dies hätte das Buch abgerundet. Aber dies ist nur eine Kleinigkeit und führt bei der hohen Qualität des Textes auf keinen Fall zu Punktabzug! Übrigens ist das Buch sehr liebevoll gestaltet - über viele Seiten krabbeln Insekten durch den Text, was sehr auflockernd wirkt! Dieses Buch fasziniert und begeistert - somit ein klarer Lesetip von mir!

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