Leserstimmen zu
Mein Feuerpferd - Sturmfohlen

Chantal Schreiber

Die Mein Feuerpferd-Reihe (2)

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Traumhaft!

Von: Zeilenfluegel

29.11.2019

Weihnachten in Island – Eva könnte nicht glücklicher sein. Endlich sieht sie ihr geliebtes Pferd Eldur und ihre zweite Familie wieder. Und natürlich Salka, ihre isländische Freundin vom Nachbarhof. Gemeinsam erleben sie ein paar wunderschöne Tage. Sogar ihre Mutter Sarah ist für kurze Zeit mit dabei. Doch dann muss diese für ihren Job wieder zurückfliegen und auch Salka verabschiedet sich über Silvester. Dafür wohnt von nun an Emma bei Eva und ihrer Familie. Die Nichte ihrer Stiefmutter Hrönn ist jedoch von Anfang an fies zu Eva und das heimgekehrte Pferd Vindur versteht sich nicht mit Eldur. Nachdem alle Versuche, Emma als Freundin zu gewinnen, scheitern, weiß Eva nicht mehr weiter. Und dann sind auch noch die trächtige Stute Gusta und ihr Fohlen in großer Gefahr. Nur gemeinsam können Eva und Emma den beiden helfen, doch ein gewaltiger Schneesturm arbeitet gegen sie... Es ist so schön, zusammen mit Eva zurück nach Island reisen zu können. Die Kulisse ist einfach nur traumhaft und es macht beim Lesen total viel Spaß, die Orte mit den Menschen und Pferden zu entdecken. Besonders den Dettifoss, Islands größter Wasserfall, konnte ich mir bildlich vorstellen. Auch die Charaktere haben mich wieder voll von sich überzeugt. Leider hat Emma die meiste Zeit wirklich alles dafür gegeben, dass man sie nicht leiden kann. Ihre Mittel und Wege, ihre Cousine zu verletzen, sind richtig gemein und ich habe total mit Eva gelitten. Auch dass Hrönn eher ihrer Nichte statt Eva glaubt, war für sie nicht leicht zu ertragen. Eva muss einiges an Geduld und Verständnis aufbringen, was für ihr junges Alter viel verlangt ist. Sie verhält sich dennoch sehr erwachsen und reif, was mir schon im ersten Band positiv aufgefallen ist. Hier ist es mir, in ihrer Situation, fast schon etwas zu ausgeprägt, denn an Evas Stelle hätten wohl die meisten viel früher aufgegeben. Salka ist wieder richtig toll und für Eva eine gute Freundin, auch wenn sie nicht immer da sein kann. Und der Stalljunge Aron sorgt für ordentlich Abwechslung und sogar ein bisschen Liebeskummer. Auch in die Pferde habe ich mich wieder verliebt. Die Herde von Salkas Großvater garantieren großes Pferdefeeling. Vindur und Eldur schaffen mit ihren Rivalitäten besondere Spannung und mit der trächtigen Gusta ist das Pferdeabenteuer komplett. Den Schreibstil der Autorin kann ich wie immer nur loben. Ich verliebe mich in jede ihrer Geschichten und durch den lockeren und auch witzigen Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin. Fazit: Ein wunderschöner zweiter Band über Freundschaft, Familie und natürlich die Liebe zu Island und seinen Pferden. Ich gebe "Mein Feuerpferd - Sturmfohlen" 4 von 5 Sternen.

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Die zehnjährige Eva hat es richtig gut. Auch wenn ihre Eltern getrennt sind, verstehen sich alle noch prima, und sie hat eine neue Mutter und einen neuen Bruder gewonnen. Zusammen mit ihrer Mutter, reist Eva zu ihrem Vater und seiner neuen Familie nach Island. Nach den Feiertagen muss ihre Mutter zurück, aber Eva darf noch eine Weile bleiben. Es ist die Vorweihnachtszeit, und da haben die Isländer ihre eigenen Gebräuche und Geschichten. Eva taucht begeistert in die Kultur ihrer zweiten Heimat ein. Am meisten freut sie sich aber ihr geliebtes Isländerpferd wiederzusehen. Es ist Evas zweiter Besuch in der Heimat ihres Vaters, und sie hat dort auch schon eine Freundin. Diese verreist zwar über Weihnachten, aber es wird eine Verwandte ihrer Stiefmutter, die zwölfjährige Emma, erwartet. Doch so sehr Eva versucht sich mit Emma anzufreunden, Emma bleibt verschlossen. Es kommt aber noch schlimmer, Eva fühlt sich von Emma angegriffen und hintergangen. Sie weiß nicht, wie sie sich verhalten soll und sie würde am liebsten ganz schnell abreisen. Doch dann kommt die Nacht, die alles verändert. Mehrere Notfälle in einer Nacht fordern die beiden Mädchen und Evas Familie heraus. Dabei erlebt Eva etwas einmalig Schönes. Und sie lernt viel über Vergebung und Freundschaft. Diese Pferdegeschichte ist sehr schön geschrieben. Die Erlebnisse Evas, vor allem die Konflikte, werden altersgerecht geschildert. Ein besonderes Plus ist die unvergleichbare Landschaft Islands, die anschaulich beschrieben wird. In dieser Jahreszeit gibt es kaum Tageslicht. An die ganz andere Lebensweise der Isländer im Winter wird der Leser immer wieder erinnert. Dazu kommen warme Stricksachen, ein kuscheliges Zuhause und viele weihnachtliche Bräuche. Alles zusammen ergibt eine winterliche Geschichte zum Wohlfühlen. Am Anfang fließt eine Zusammenfassung des ersten Bandes in die Geschichte ein. Darum muss der Leser den ersten Band nicht gelesen haben, auch wenn man ihn sich danach vermutlich gerne besorgt, um noch mehr Zeit mit Eva und ihrer Familie zu verbringen. Fazit: Eine schöne, altersgerechte Mädchengeschichte, die vor allem Pferdeliebhaberinnen begeistern wird. Empfehlenswert!

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Kurz vor Weihnachten kehrt Eva mit ihrer Mutter, der Schauspielerin Sarah, zu ihrem Vater Magnus, dessen zweiter Frau Hrönn und dem kleinen Babyhalbbruder Björn zurück. Zum Glück verstehen sich die zwei Frauen noch immer fantastisch und Sarah überlegt ernsthaft wieder an ihrer Karriere als Schauspielerin zu arbeiten und ihre Tochter für ein paar Monate auf Island zu lassen! Eva ist total glücklich wieder bei ihrem Isländerwallach Eldur zu sein, freut sich auf Ausritte mit der Nachbarin Salka und Gespräche mit deren Opa Oskar. Doch auf der Koppel trifft sie erst einmal einen ihr unbekannten Jungen, der ihr Pferd „verarztet“ und er ist nicht der einzige Neuzugang. Auch Hrönns Nichte Emma wird erwartet, die sich während der Schwangerschaft, um Hrönns preisgekrönten Wallach Vindur gekümmert hat. Eva freut sich schon sehr auf die etwas ältere Emma, besonders, weil diese erscheint, während Salka mit ihrer Familie Verwandtschaftsbesuche macht. Doch leider läuft es nicht, wie von Eva erträumt. Die Ältere scheint von Anfang an gegen sie zu intrigieren. Mit so viel Hinterhältigkeit hat sie wirklich nicht gerechnet. Doch dann kommt der Moment, als sie beide ganz alleine auf den Höfen sind und ein Schneesturm losbricht. Die Schilderungen der isländischen Weihnachtstraditionen fand meine Tochter (10) total spannend, auch aber nicht nur, die unaussprechlichen Namen der 13 Trolle die, die isländischen Häuser vor Weihnachten heimsuchen. Als sie Salkas Cousin veräppelt, und sich als Troll ausgibt, findet sie es witzig, denn es ist alles geprägt von großer Harmonie und Weihnachtsstimmung. Leider sind die Sonnenstunden rar und die Zeit für Ausritte nur sehr begrenzt. Umso wichtiger ist es zusammenzurücken und sich zu verstehen. Es klappt ganz wunderbar, ein Traum scheint sich zu erfüllen, bis für sie ein Albtraum in Gestalt von Emma auszubrechen scheint. Dieser Zickenkrieg ist heftig, aber Eva bleibt erstaunlich lange geduldig, bis es ihr der Kragen platzt. Zwei zankende Mädels und ein krankes Baby ist auch für das bislang liebevolle Paar Magnus und Hrönn zu viel. Während das Wetter immer unwirtlicher wird, nähert sich die Stimmung dem Gefrierpunkt und es wird richtig spannend. Die Gemeinheiten, die Eva erleidet und ihr Unvermögen ihre Unschuld zu beweisen, sind richtig fesselnd. Doch das ist erst der Anfang von einer unglaublich packenden Episode. Witterungsbedingt, kann Eva natürlich über den Jahreswechsel nicht allzu viel Zeit mit Ausritten verbringen. Dennoch bleibt das Pferdethema immer präsent. Man spürt aus den Schilderungen sowohl den Sachverstand der Autorin im Umgang mit Pferden, als auch mit Kindern und Heranwachsenden. So wird hier die wunderbare, aber bisweilen abweisende Landschaft Islands, nicht nur mit der Pferdeliebe, sondern auch den Problemen von Trennungskindern und Patchworkfamilien verbunden. Selbst Leserinnen, die nicht selbst betroffen sind, können sich durch den einfühlsamen Erzählstil gut in die Nöte der jungen Heldinnen hineinfühlen und die Konflikte nachempfinden. Sogar der bisweilen zuhörende Sonderschullehrer war beeindruckt von den teilweise sehr heftigen Jugendkonflikten, die dann aber vorbildlich durch Einsicht gelöst wurden, ohne dass die Schilderung ins Pathetische abrutschte, sondern stets authentisch blieb. Ein unglaublich emotionales und spannendes Pferdeabenteuer, das aber stets realistisch bleibt und auf die isländischen Elfen verzichtet. Mystik bleibt den Erzählungen vorbehalten, denen Eva über ihre isländische Zweitheimat lauscht und die nicht nur sie faszinieren. Ich bedanke mich ganz herzlich bei cbj und dem Bloggerportal für unser geliebtes Rezensionsexemplar.

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