Leserstimmen zu
Ein unvergänglicher Sommer

Isabel Allende

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Während eines Schneesturms geraten Evelyn, Richard und seine Mieterin Lucia in einen Unfall. Es scheint nichts passiert zu sein, also trennen sich die Wege dieser drei Menschen alsbald wieder. Allerdings nicht für lange Zeit, denn als Evelyn etwas später bemerkt, dass der Kofferraumdeckel ihres Wagens nicht mehr richtig schließt, steht sie bei Richard vor der Tür. . Nun könnte man meinen, diese Angelegenheit ließe sich schnell regeln. Jedoch sind die Umstände alles andere als günstig. Denn Evelyn war nicht mit ihrem eigenen Wagen unterwegs, sondern mit dem ihres Dienstherrn. Sie als einfaches guatemaltekisches Kindermädchen ist mit der Situation überfordert, da sie den Wagen heimlich entliehen hat. Nun ist er beschädigt und zu allem Übel stellt sich heraus, dass sich im Kofferraum eine Leiche befindet – tiefgefroren und stocksteif. Was tun? Während sie sich mit Richard, Professor an der New York University, und seiner Mieterin Lucia, die eine Gastprofessur an derselben Universität innehat, berät, schweifen diese drei Menschen immer wieder ab und erzählen sich Episoden aus ihren Leben, die verschiedener nicht hätten sein können. Isabel Allende nimmt ihre Hörer mit auf eine weite Reise und gräbt tief in den Erinnerungen von Evelyn, Lucia und Richard. Dabei verknüpft sie den roten Faden ihrer Erzählung immer wieder mit interessanten Lebensereignissen ihrer Hauptfiguren und den historischen Hintergründen Lateinamerikas. Die Autorin holt dabei weit aus, was zu vermeintlichen Längen führen könnte, die ich aber tatsächlich nie empfunden habe. Ganz im Gegenteil, je mehr ich von den drei Handlungsträgern und ihren Schicksalen erfuhr und je weiter die Autorin in der eigentlichen Geschichte vorangeht, umso enger fühlte ich mich den Dreien verbunden. Neben der Erzählung, die abwechslungsreich, unterhaltsam und nachdenklich zwischen Gegenwart und Vergangenheit pendelt, hat mir auch das schlüssige Ende sehr gut gefallen. Es ist kein Schlussstrich – Ein Ende zwar, aber auch ein Startschuss! Barbara Auer liest ruhig, bedächtig und genau diese Art gefiel mir sehr gut für den Inhalt des Gehörten. „Ein unvergänglicher Sommer“ ist ein wunderbarer Roman, der trotz oder vielleicht gerade wegen seiner stellenweisen starken Abschweifungen ganz großes Kino ist – sowohl als Buch als auch in der Hörbuchversion!

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