Leserstimmen zu
Das Erbe

Ellen Sandberg

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Empfehlenswert

Von: Darja Maibach

14.02.2020

Der Roman ist sehr spannend geschrieben. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, leicht zu lesen und dennoch Spannung aufbauend. Auch die Geschichte selbst ist interessant, besonders durch durch die verschiedenen Erzählebenen. Es wird einerseits aus der Zeit vor Kriegsbeginn berichtet und andererseits von der heutigen Zeit. So erlebt der Leser oder die Leserin verschiedene Perspektiven, verschiedene Zeiten und verschiedene Geschichten, die endlich zu einer zusammenlaufen. Einen Minuspunkt gibt es von mir, da einiges in der Heutezeit etwas klischeehaft dargestellt wird und besonders Monas Schwester sehr überspitzt dargestellt wird.

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Das Erbe

Von: Ina

28.01.2020

Inhaltlich könnte sehr viel in dem Roman stecken, allerdings wird dies von den zahlreichen Nebenhandlungen überschattet. Teilweise erscheinen die einzelnen Plots nicht zusammenhängend, daher etwas wirr. Mir fehlte teils der rote Faden, sodass ich mich sehr schwer getan habe beim Lesen. Ansonsten ist das Ende relativ offensichtlich, sodass mir auch Spannungsmomente gefehlt haben.

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Ich habe mich sehr auf den neuen Roman von Ellen Sandberg gefreut. Nach dem ich „die Vergessenen“ und „den Verrat“ gelesen habe, war mir sofort klar, dass ich auch „das Erbe“ lesen werde. Auch hier hat mich die Autorin durch ihren flüssigen Schreibstil schnell in den Bann der Geschichte gezogen. Von Anfang an hat mich die Autorin als Leserin gepackt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ein regelrechter Pageturner, der in der Mitte des Buch leider etwas zäh gestaltet war, dennoch lies es sich so schnell lesen, dass mir es wirklich leicht gefallen ist, weiter zu lesen. Die Geschichte rund um das Erbe wird aus drei Perspektiven und auf zwei Zeitebenen erzählt. Einmal in der Gegenwart von Mona, die von ihrer Großtante ein ganzes Haus erbt und buchstäblich über Nacht reich wird. Hinzu kommt die Erzählperspektive von Sabine und ihrem Mann, zwei Harz 4 Empfänger die sich nicht die Mühe machen um Geld zu verdienen, sondern darauf aus sind mit wenig Aufwand viel Geld zu bekommen. Die zweite Zeitebene spielt in der Vergangenheit, zu der Zeit des Nationalsozialismus, in der sehr viele Juden das Land verlassen haben und ihr ganzes Hab und Gut weggeben musste. Während des Lesens habe ich mich immer die ganze Zeit gefragt, was ist denn wohl das Richtige, womit Mona da zu tun hat. Es ist zunächst nicht klar, wie Mona und Sabine zusammen gehören und was sie miteinander zu tun haben, aber genau das ist es, was die Geschichte wiederum sehr interessant gemacht hat. Es handelt es sich um ein wirklich sehr komplexes Thema, welches nicht immer zu verstehen ist. Hier prallen Arm und Reich, Recht und Gerechtigkeit sowie Neid und Gier aufeinander. Das Thema Loyalität darf auch nicht außer Acht gelassen werden, wenn man darüber nachdenkt, womit Mona durch ihr Erbe konfrontiert wird. Denn Ihre Familie ist definitiv keine Hilfe. Ganz im Gegenteil. Ich war wieder sehr begeistert und auch im Nachhinein bringt mich dieses Buch, bzw. alle Werke von Ellen Sandberg zum Nachdenken und hoffe auf ganz baldigen Nachschub. Ganz klare Leseempfehlung von mir.

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Spannendes Buch

Von: Melanie

03.12.2019

Ein spannender historischer Roman, ich konnte ihn kaum aus den Händen legen. Das Buch handelt von aktuellen Themen, wie Richtig und Falsch, es geht um Entscheidungen und die weitreichenden Folgen, aber auch um Neid, Habgier, Intrigen, Verrat und Wut. Kurze Inhaltsbeschreibung: Mona erbt ein Haus, auf das im Laufe der Geschichte und Verstrickungen immer mehr Menschen Anrecht haben. Die kurzen Sätze fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit bin ich gut rein gekommen und es ist nicht mehr so arg aufgefallen. Das Cover ist sehr schön gestaltet und passt gut zum Inhalt des Buches. Mein Fazit: Für einen gemütlichen Lesenachmittag ein gutes Buch, es macht auf jeden Fall viel Freude, und die Zeit vergeht wie im Flug.

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Mona könnte sich glücklich schätzen, ihre Tante, mit welcher sie so gut wie keinen Kontakt hatte stirbt und vererbt ihr ihr gesamtes Vermögen. Immerhin ein wertvolles Gemälde, Schmuck und ein herrschaftliches Haus in München. Mona hat ausgesorgt! Doch kaum tritt sie ihr Erbe an, folgt eine negative Erfahrung auf die nächste. Dann erfährt sie auch noch, was es mit dem Haus auf sich hat. Und schon steckt sie mitten in einer tragischen Geschichte über die Freundschaft zweier Mädchen, einer davon Jüdin, Ende der 30er Jahre. Ellen Sandberg kennen viele als Inge Löhnig. Hier zeigte sie schon mehrfach, dass sie es versteht spannende Krimis zu schreiben. Als Ellen Sandberg zeigt sie nun zum dritten Mal, dass sie auch spannende Romane schreiben kann. Mir hat „Das Erbe“ sehr gut gefallen. Die Geschichte ist interessant und der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist ihr wunderbar gelungen. Was mir ganz arg gefallen hat ist die zweite Gegenwartslinie. Stück für Stück vernetzen sich diese beiden Stränge und man vermutet schon in welche Richtung es gehen wird. Große Zufälle, aber wieso sollte es nicht so sein? Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist angenehm und flüssig zu lesen. Immer wieder enden die Kapitel mit Cliff Hangern, sodass man einfach weiterlesen muss. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und sehr unterschiedlich. Mona ist mir sympathisch. Ein bisschen zu viel Gutmensch, aber das gibt sich irgendwann. Ihre Familie hingegen ist grauenvoll. Vielleicht sogar etwas zu grauenvoll, das hätte gar nicht sein müssen. Sabine hingegen ist mir total unsympathisch, sie ist sehr klischeehaft, aber super gelungen und authentisch. In ihrer Rolle ist sie perfekt. Monas Nachbarin Adele ist super – eine sehr nette alte Dame, mit der man selbst gerne Kaffee trinken möchte. Was mir nicht so gut gefallen hat ist, dass die Handlung teilweise durch ein paar unnötige Erzählungen in die Länge gezogen wurde. Diese Ausschmückungen hätte es nicht gebraucht. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, deshalb vergebe ich gerne vier von fünf Sterne und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

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"Mona wird das Richtig tun" damit lässt die Autorin Inge Löhnig, dieses Mal unter dem Pseudonym Ellen Sandberg, eine der Protagonisten im Spätsommer 2018 in ein völlig neues Leben starten. Nachdem Mona Lang das großzügige Erbe ihrer Großtante Klara angetreten hat, bleibt ihr nicht viel Zeit den Reichtum unbeschwert zu genießen. Denn nach einigen Ungereimtheiten macht sie sich auf die Suche nach der wahrhaftigen Geschichte ihrer Familie und stößt auf eine schreckliche Intrige. Hier kommt ein weiterer Erzählstrang hinzu, dieser spielt im Jahre 1938 und die junge Klara erzählt ihre Erfahrungen und Erlebnisse vor dem Hintergrund des antisemitischen Deutschlands. Die Idee der verschiedenen Ebenen der Erzählzeit lässt den Leser mitfiebern und nach und nach erkennen, wie alles zusammenhängt. Es dauerte etwas, bis ich ins Buch hineingefunden habe, aber dann war es sehr spannend. Leider ist dieses Thema auch in der heutigen Zeit absolut aktuell und die Erzählung könnte sich genauso ereignet haben. Nur gibt es leider nicht in jeder Familie eine Mona, die trotz des Reichtums die Augen nicht verschließt.

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Durch den Klappentext des Buches habe ich eine tragische Familiengeschichte erwartet. Meine Erwartungen wurden sowohl erfüllt als auch übertroffen, da die Autorin eine spannende Geschichte rund um die Vergangenheit und Gegenwart eines Hauses erzählt. Die Protagonistin lädt zum mitfiebern ein und die Konstruktion der einzelnen Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Durch die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart entstehen überraschende Wendungen, so dass die Spannung hoch bleibt und der Begriff "Langeweile" völlig in Vergessenheit gerät. Besonders der Bezug zum Nationalsozialismus hat mich auch nach Ende des Buches zum Nachdenken angeregt. Ein rundum gelungenes Buch für die kommenden, kalten Winterabende.

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Was ist das Richtige?

Von: Isabel (engi) aus Bietigheim-Bissingen

03.12.2019

Ich habe dieses Buch unterteilt in drei Abschnitte im Zuge einer Leserunde gelesen. Der erste Abschnitt hat mich auch wirklich gefesselt. Hier lernen wir Mona und Bernd kennen, die seit vielen Jahren in einer Beziehung leben, doch Glück hört sich anders an. Da erhält Mona die Nachricht, dass sie geerbt hat und Bernd eröffnet ihr ein Geheimnis … zur gleichen Zeit verschlägt es uns als Leser in die Zeit knapp vor dem ersten Weltkrieg zurück. Auch hier gibt es Geheimnisse und Entwicklungen, die sich – wie uns ja leider allen hinlänglich bekannt ist – für die Juden sehr zum Nachteil entwickeln. Doch was genau geschah wirklich zwischen Monas Großeltern und der Familie Roth? Soweit so gut, diese beiden Erzählstränge ziehen sich weiter wie ein roter Faden auch durch die beiden nächsten Abschnitte. Hier möchte ich anmerken, dass ich den Anfang und auch das Ende wirklich spannend fand. Flüssig und anschaulich geschrieben blätterten sich die Seiten fast wie von selbst um. Leider wird die Geschichte in der Mitte ein wenig zäh. Die Protagonisten wurden immer unsympathischer und fast fragte ich mich, ob dieser Teil wirklich von Ellen Sandberg geschrieben wurde. So kenne ich sie gar nicht als Autorin. Weitgehend versöhnt hat mich das Ende, das mit einigen Überraschungen aufwartete um den Roman schließlich ohne Kitsch zu beschließen. Nicht schlecht, aber von Frau Sandberg bin ich besseres gewöhnt.

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