Leserstimmen zu
Haarmann

Dirk Kurbjuweit

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Spannend

Von: Manu

05.10.2020

Liest sich gut und ist sehr spannend

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"Dieser Mann sollte nicht verdächtig sein, die zwölf Jungs umgebracht zu haben?" (Seite 122) Im September 1918 sowie von Februar 1923 bis Juni 1924 tötete Fritz Haarmann mindestens 24 männliche Personen im Alter von zehn bis 22 Jahren. Er wurde für die Morde zum Tode verurteilt und starb 1925 durch Enthaupten mit dem Fallbeil. Dirk Kurbjuweit erzählt in seinem ‚wahren Kriminalroman‘ die Geschichte Haarmanns, seiner Morde, der Versuche, ihn dingfest zu machen, und seiner Verhaftung, Verurteilung und Hinrichtung. Ich habe mich bereits näher mit Haarmann beschäftigt, u.a. durch die gelungene Graphic Novel ‚Haarmann‘. Kurbjuweit hat der mir bekannten Geschichte um Haarmann viele zusätzliche Details und Fakten, vor allem aber eine authentische Beschreibung der Epoche hinzugefügt. Beim Lesen des ebenso düsteren wie packenden Kriminalromans lässt der Autor die frühe Weimarer Republik auferstehen, schildert die Handlungsorte in Hannover, die Wohnung Haarmanns und sein Vorgehen mit Akribie und sprachlich anspruchsvoll. Wer die Geschichte um Haarmann bereits kennt und meint, er brauche kein weiteres Buch über den Serienmörder lesen, dem lege ich ‚Haarmann‘ ganz besonders ans Herz, denn Kurbjuweit ist ein erstklassiges Buch über den ‚Kannibalen von Hannover‘ gelungen, das nicht nur spannend, sondern auch ein Sittengemälde der 1920er Jahre ist. Dirk Kurbjuweit: Haarmann. Kriminalroman. Penguin Verlag, 2020, 320 Seiten; 22 Euro.

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Spannend

Von: Leseengel

15.07.2020

Ich komme aus der Nähe von Hannover, ich denke daher rührt auch meine Faszination um Fritz Haarmann. Es ist nicht das erste Buch, welches ich über Fritz Haarmann gelesen habe. In gewisser Weise ähneln sie sich oft, da meist in ihnen Auszüge aus den Gerichtsverhandlungen sind - das finde ich aber überhaupt nicht schlimm. Und das drum herum ist dann doch oft anders. Hier wird viel drauf eingegangen, wie das Leben zu dieser Zeit überhaupt war. Auch auf den vergangenen Krieg wird eingegangen. Das finde ich schon sehr spannend so, und macht diese Geschichte nochmal zu was anderem. Dadurch hebt sie sich von den anderen Geschichten ab. Auch hier sind die Opfer von Haarmann namentlich erwähnt, dies persönlich finde ich ganz wichtig, damit diese auch nicht in Vergessenheit geraten. Oftmals weiß man mehr über den Täter, als über die Opfer, liest den Namen vom Täter öfter. So natürlich auch im Fall Haarmann. Es sind wahrlich abscheuliche Verbrechen, die er begangen hat. Auch wie sie damals aufgeklärt wurden, und er zur Rede gestellt wurde, finde ich jedes Mal aufs neue spannend. Ich mag True Crime Romane so oder so gerne. Irgendwie fasziniert mich das immer wieder aufs neue. Denn jeder Fall ist doch irgendwie anders. Im Fall Fritz Haarmann sind mir natürlich einige Orte bekannt, die eine Rolle spielen, das macht es dann doch auch nochmal spannender auf eine gewisse Art und Weise. Ich denke, dass dieser Fall in Hannover nie in Vergessenheit geraten wird. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, alle Handlungsstränge sind gut nachvollziehbar. Auch die Umgebung, die Zeit in der es spielt ist sehr gut beschrieben. Bei diesem Buch finde ich auch das Cover sehr passend, schon allein das hätte mich dazu verleitet, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Allen die sich für wahre Verbrechen interessieren, kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen. Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht.

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Wir begleiten den fiktiven Ermittler Lahnstein, der uns an allen seinen Gedanken teilhaben lässt, während er versucht Haarmann zu fassen bzw den Mörder von 24 Jungen und jungen Männern. Wobei er seine eigene Tragödie verarbeiten muss. Ich fand es spannend, musste mich aber erst einmal an den Stil gewöhnen. Denn der ist völlig anders als ich es gewöhnt bin. Es gibt Dialoge, doch keine wörtliche Rede in dem Sinne. Wir folgen Lahnsteins Gedanken, die schnell wechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit, was der ebdrückenden Stimmung des Buches zugute kommt. Doch das bedeutet auch, dass man aufmerksam lesen muss, sonst bekommt man nicht alles mit und manchmal weiß man nicht gleich, wer was sagt oder ob es nur ein Gedanke war. Das ist anfangs schwierig, verleiht dem Buch aber auch etwas besonderes, wie ich finde. Dass wir nur dem Ermittler folgen, gibt uns einen Einblick in die Schwierigkeit der damaligen Polizeiarbeit, in die Unsicherheit und allgemein in die Grundstimmung der Zeit. Die Anfeindung der Homosexuellen und auch die verschiedenen politischen Meinungen, all das macht diesen Kriminalfall so schwierig. Von Haarmann erfährt man auch manches, wenn auch nicht so viel, allerdings wird seine Vorgehensweise explizit dargestellt. Was ich gut fand, so konnte man die Bemühungen der Polizei besser verstehen. Insgesamt hat es mir richtig gut gefallen. Ein Buch über einen Serienmörder, einen Ermittler und vorallem über die Zeit, in der das passierte

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Die düstere Aufmachung und der vage Klappentext verbunden mit der Tatsache, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt, haben mich veranlasst, das Buch zu lesen. Kurz zum Hintergrund: Fritz Haarmann alias "Der Totmacher", "Der Werwolf" und "Der Kannibale" ist einer der brutalsten Serienmörder der deutschen Geschichte. Zwischen 1918 und 1924 war er verantwortlich für den Tod von mindestens 24 jungen Männern. Film und Literatur haben seine Geschichte dazu bereits häufiger aufgegriffen. Mit Haarmann erschafft Dirk Kurbjuweit nun einen Kriminalroman, der trotz der großen Brutalität der eigentlichen Taten ohne übertriebene Gewalt auskommt. Stattdessen werden hier die (Miss-)Geschicke der hannoverschen Polizei im politischen Kontext der jungen Weimarer Republik mit den gesellschaftlichen Missständen zusammengeführt und ergeben einen vielschichtigen und spannenden Roman. Der Bochumer Polizist Robert Lahnstein wird nach Hannover gerufen, um das Rätsel um die immer zahlreicher verschwindenden Jungs zu lösen. Nicht nur der Fall ist sehr undankbar, auch das Kollegium sieht Lahnstein als unwillkommene Konkurrenz. Da nur junge Männer verschwinden, liegt schnell der Verdacht nahe, dass es sich um einen Triebtäter handelt. Und auch Fritz Haarmann ist früh im Gespräch. Aber die Ermittlungen erweisen sich als äußerst schwierig und die Steine in Lahnsteins Weg sind gigantisch. Die damalige Politik und seine eigene Vergangenheit tun ihr Übriges, um den Roman mit mehr als nur einer grausamen Kriminalgeschichte zu füllen. Kurbjuweit beweist, dass er den Fall Haarmann sehr gut recherchiert hat. Gelegentlich gibt er Haarmanns Perspektive wieder, sodass der Leser einen Eindruck in die (vermutete) Psyche des Psychopathen erhält. Die Sicht des Täters darzustellen, finde ich bei derartigen Tätern allerdings sehr mutig. Können zivilisierte Menschen so ein krankhaftes Denken überhaupt nachvollziehen? Chefermittler Lahnstein finde ich eine sehr tolle Figur. Er wird sehr reflektiert und erwachsen dargestellt. Sein Wille das Verschwinden (und Morden - das ist jedem klar) zu beenden, ist immer präsent und steht auch hinter persönlichen Problemen zurück. Obwohl sich die Ermittlungen ziehen, zieht sich das Buch in keinem Moment. Zu omnipräsent ist das Grauen, das auf die jungen Männer in Hannover wartet. Ein wirklich gelungener Kriminalroman, der viele Facetten hat und die abscheulichen Taten des Fritz Haarmann auf moderne Art und Weise zeigt. Wenn wir uns vor Augen halten, dass das alles vor etwa 100 Jahren tatsächlich so und unter einigen wissenden Augen geschehen ist, bekomme ich zumindest schnell eine Gänsehaut!

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Wer sich für Fritz Haarmann und dessen Taten interessiert, hat viele Möglichkeiten: Sehr populär ist der Film "Der Totmacher" mit Götz George in der Rolle des Serienmörders, einige Bücher beschäftigen sich auch mit dem Hannoveraner, der zwischen den Weltkriegen sein Unwesen trieb. Dirk Kurbjuweit fügt dieser Reihe nun noch einen Kriminalroman hinzu. In diesem mischt er geschickt Fiktion und zum Fall Haarmann bekannten Fakten. Trotz sachlicher Darstellung und bekanntem Ende entwickelt sich im Verlauf der Ermittlungen des (fiktiven) Ermittlers Lahnstein Spannung, wenn auch in überschaubarem Umfang. Eine zusätzliche und sehr interessante Facette bildet die Schilderung der "Zustände", die zu Zeiten der Weimarer Republik herrschten. Sowohl Hitler und Konsorten als auch die wirtschaftlichen Herausforderungen der Bürger finden Erwähnung. Vor diesem Hintergrund wirkt es gar nicht mehr so abwegig, dass Haarmann sowohl die Kleidung als auch das Fleisch seiner Opfer verkauft hat. Die Graphic Novel von Peer Meter und Isabel Kreitz zur Mordserie war für mich der erste Schritt, mich mit dem Fall Haarmann zu befassen. Dirk Kurbjuweits Roman half mir nun dabei, das Bild zu vervollständigen. "Haarmann" von Dirk Kurbjuweit ist ein gefälliger m. E. hinreichend umfassender Einstieg in das Thema für alle Interessierten.

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Die Bewertung liegt für mich bei 2,5 Sternen , da das hier nicht möglich ist, habe ich aufgerundet. Zu Beginn muss ich ehrlicherweise sagen, dass Krimi nicht mein Hauptgenre ist. Dennoch war ich offen und eigentlich auch sehr gespannt auf dieses Buch. Ich bin Hannoveranerin, weshalb mich diese Geschichte noch einmal mehr angesprochen hat. So nun aber zu meiner Meinung. Es war kein schlechtes Buch. Man hat viel über das Deutschland der 20iger erfahren. Das fand ich sehr spannend. Doch die eigentliche Kriminalstory konnte die erhoffte Spannung leider nicht erbringen. Man wusste ja eigentlich schon von Anfang an, wer der Täter ist und auch der Ermittler kam recht schnell drauf. Grundsätzlich ja nicht schlimm, aber dann erwarte ich, dass der Weg der Verhaftung aufregend gestaltet ist. Dieses fehlte leider. Es gab kein „Katz und Maus“-Spiel. Keine strategischen Schachzüge. Das Buch hat sich an manchen Stellen sehr in die Länge gezogen und konnte mich leider nicht packen. Das wurde für mich persönlich durch die Länge der Kapitel noch verstärkt. Ich mag lange Kapitel generell nicht und das Buch bestand aus gerade mal 10 Kapiteln (wobei man das Letzte, mit einer Seite, fast nicht zuzählen kann). Trotzdem hat man einen Interessanten Einblick in die damalige Zeit und Gesellschaft bekommen. Auch über mein Heimatörtchen konnte ich noch so manches erfahren. Auf was ich mich wirklich gefreut habe, waren die paar Seiten zu Beginn und Ende jedes Kapitels. Hier wurden nämlich nochmal andere Perspektiven eingenommen und die fand ich wirklich aufregend. Fazit: Alles in allem: Bestimmt kein Buch für jedermann. Die Kriminalstory konnte mich leider nicht packen, das drum herum war dagegen spannend, trägt aber nicht das ganze Buch.

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Da ich selber aus Hannover stamme, musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Daher danke ich dem Bloggerportal und dem Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich habe schon viel von Haarmann gehört, von Erzählungen aus der Schule, in Geschichten meiner Familie und auch im berühmten Haarmann Lied "Warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt Haarmann auch zu dir. Mit dem kleinen Hackebeilchen, macht er Hackefleisch aus dir..." In diesem Buch geht es genau um die Geschichte von Haarmann. Wie hat er damals diese schrecklichen Taten ausgeübt und die Polizei übers Ohr gehauen. Wieso hat es so lange gedauert und so viele Leben gekostet, bis Haarmann gefasst werden konnte? Genau das wird in diesem Buch erzählt. Ich fand dieses Buch wirklich fesselnd, wenn man dann erstmal drin ist. Dadurch das das Buch im Jahre 1923 spielt, ist der Satzbau teilweise etwas andes, wodurch ich manchmal durcheinander gekommen bin. Aber das passt eben sehr gut zu dem Buch selber. Besonders spannend fand ich die Erzählungen aus Haarmanns Sicht. Es ist einfach erschreckend, wie jemand der solche Dinge tut, denkt. Die Ausschnitte aus Kommissar Lahnsteins Vergangenheit mit seiner Freundin Lissy waren etwas in die Länge gezogen, wodurch mir das Buch manchmal etwas schleppend vorkam, aber das gehörten eben auch zu der Geschichte dazu. Im Gesamten hat sich die Zeit für dieses Buch mehr als gelohnt und man lernt wieder etwas über den Massenmörder Hannovers dazu.

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