Leserstimmen zu
HOW TO - Wie man's hinkriegt

Randall Munroe

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Interessant!

Von: Marco Losch

09.12.2019

Mein Fazit: Titel und Vorwort haben zumindest für mich den Kern des Buches nicht richtig wiedergegeben: Hier geht es oft eben nicht darum zahlreiche Alternativen für normale Probleme auszuprobieren, sondern vielmehr nutzt Munroe eine normale Aufgabe, um absurde Fragestellungen nachzugehen. So geht es im Kapitel ums Klavier spielen, nicht um alternative Möglichkeiten ein Klavier zu bedienen, sondern darum, wie ein Klavier erweitert werden müsste, um alle möglichen Töne abzubilden. Im Kapitel über Notlandungen werden absurde Szenarien durch Astronaut Chris Hadfield überprüft und weiter hinten kann man erfahren ob und wie ein Lavagraben um das Haus herum gebaut werden kann - Es erinnert also mehr an eine Kreuzung zwischen "What If" und einem guten Alltagsphysikbuch. Da m.E. die ersten zwei Kapitel nicht gerade die besten, aber das Buch hat mich dann doch überzeugt. Man lernt viel und Munroe hat ein Händchen für interessante "Fun Fakt", die er immer wieder einbaut. Die Witzrate ist etwas gesunken - insbesondere gegenüber Thing Explainer - sind dabei aber selbstironischer und weniger technisch. Wer What If mochte, wird das auch mögen!

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Randall Munroe, der Erfinder von xkcd und Autor des von unserer family heißgeliebten „What if„-Buches, auch von „Der Dinge-Erklärer“ – das mochten wir nicht so – hat nachgelegt und gibt in „how to – Wie man’s hinkriegt Absurde, wirklich wissenschaftliche Erklärungen für alle Lebenslagen.“ Munroe hält sich nicht nur mit Erklärungen, Hypothesen und teils hanebüchen (witzigen) Ideen auf, nein, er gibt auch unerlässliche, absolut notwendige Tipps „wie man’s hinkriegt ein Selfie zu machen“. Dabei geht er weit, wirklich sehr weit darüber hinaus, wie man auf dem Selfie gut aussieht. Ab da wird es dann strange bis absurd, aber immer interessant, wenn auch ziemlich unpraktikabel. Spaßig sind diese Überlegungen allemal. So wie alles, was mir untergekommen ist in diesem wissenschaftlichen Entertainmentwerk. Was mir mit am besten gefällt, ist seine Vorgehensweise mit der er beispielsweise Ideen sammelt, um Menschen zu helfen, die an einem Fluss leben und diesen auch ab und an überqueren müssen. Von durchwaten, springen und schwimmen bis eindampfen und gefrieren lassen bietet er vielfältige Handlungsmöglichkeiten, die er dann auch konsequent zu Ende denkt. Das ist ein bisschen albern, macht aber einen Heidenspaß und die wissenschaftliche Vorgehensweise ist interessant. Nur seine Anleitung um Klavierspielen zu lernen ist etwas ärgerlich. Zwar ist es so einfach wie er es beschreibt, doch wie schon die Fantas wissen: „Jeder würd‘ es machen wenn es einfach wäre“ , hier werden Leserinnen gefoppt. Er gibt auch, mehr oder weniger praktikable Umzugstipps, lehrt das Wettervorhersagen und „wie man erfolgreich rumkommt“, also verreist. Lernt man etwas dabei? Unbedingt! Querdenken ist eine oft unterschätzte Fähigkeit und Munroe hat sie drauf. Potentielle Käuferinnen werden im Vorwort bereits gewarnt: „Dies ist ein Buch voll schlechter Ideen“. Das stimmt nicht, es ist ein Buch voller Lösungsansätze für alltägliche Probleme. Userinnen sollten unbedingt technik und wissenschaftsaffin sein, Comics mögen (es könnte allerdings passieren, dass man sie erst beim Lesen für sich entdeckt) und sie sollten oberirdisch bleiben wollen, wenn sie lachen müssen. So oft möchte Mensch nicht in den Keller gehen.

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