Leserstimmen zu
Nordlicht - Die Spur des Mörders

Anette Hinrichs

Boisen & Nyborg ermitteln (2)

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Auf dem alten Friedhof in Flensburg wird ein zu Tode getretener Mann gefunden, der am Sockel des Idstest-Löwen liegt. Einem Mahnmal, das als Symbol der dänischen Minderheit und als Zeichen von Freundschaft und Vertrauen zwischen Dänen und Deutschen gilt. Und ausgerechnet dort liegt der pensionierte Studienrat Karl Bentien, der ein Faible für die deutsch-dänische Geschichte besaß. Die Leiterin der Flensburger Mordkommission Vibeke Boisen und ihr dänischer Kollegen Rasmus Nyborg übernehmen den Fall und werden schon bald mit unrühmlichen Ereignissen aus der Vergangenheit konfrontiert. Deshalb kommt es zwischen dem dänischen Ermittler und seiner Chefin zu einem Eklat, während Vibeke nach dem Auffinden eines verborgenen Kellerarchivs niedergeschlagen wird. Was soll hier verheimlicht werden und welche Rolle spielt der einst beliebte Lehrer Karl Bentien dabei? "Die Spur des Mörders" ist der zweite Band aus der Krimireihe "Nordlicht" um das deutsch-dänische Ermittlerteam Boisen und Nyborg, die im Rahmen grenzüberschreitender Zusammenarbeit für das gemeinsame Zentrum in Padborg tätig sind. Nach dem Tod einer jungen Frau, die die nicht nur eine Identität besaß, haben sie nun den Mord an einem Pensionär aufzuklären, der mit der Erforschung des Flüchtlingslagers Oksbøl beschäftigt war. Ein heikles Thema, das sie tief in Bentiens Familiengeschichte führt und das grauenvolle Schicksal der Kinder in Flüchtlingslagern aufleben lässt. Vibeke, die selbst ein Adoptivkind war und in Kinderheimen leben musste, gehen die Ermittlungen unheimlich nah. Zurückversetzt in die eigene Kindheit ringt sie mit einem Trauma, das sie ihr Leben lang begleiten wird. Anette Hinrichs verfügt über einen flüssigen und bildhaften Schreibstil, der die Ereignisse in Gegenwart und Vergangenheit nachvollziehbar aufleben lässt. Mit einer rasch voranschreitende Handlung baut sie schnell einen Spannungsbogen auf, der mit einigen Wendungen untersetzt, kontinuierlich hochgehalten wird. Hinzu kommen authentische Figuren, die facettenreich erdacht worden sind und ein Ermittlerteam, das nicht immer reibungslos funktioniert. Ein krimineller Genuss, der von Vera Teltz mit einigen Schwächen gelesen wird. Zwar versteht sie wunderbar die Gefühle der einzelnen Figuren zum Ausdruck zu bringen und der rasanten Handlung das nötige Tempo zu verleihen, aber ihre schnappenden Atemzüge zwischendurch stören doch sehr den Hörgenuss. Fazit und Bewertung: „Die Spur des Mörders“ überzeugt mit einem nah an der Realität angesiedelten Fall und interessanten Einblicken in die Nachkriegszeit und lässt als zweiter Band einer Trilogie darauf hoffen, dass auch der letzte Fall für das deutsch-dänische Ermittlerteam ein kriminelles Schmankerl wird.

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„Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor „Nordlicht“ – Die Spur des Mörders (Hörbuch) von Anette Hinrichs Band 1: Nordlicht – Die Tote am Strand Band 2: Nordlicht – Die Spur des Mörders Band 3: Nordlicht – Die Tote im Küstenfeuer (15. März 2021) „Dänemark – Deutschland“ Auf dem alten Friedhof in Flensburg, ausgerechnet am „Idstedt-Löwen“ der als Symbol für die deutsch-dänische Freundschaft steht, wird die Leiche des 73jährigen Karl Bentien gefunden. Er wurde brutal zu Tode getreten. Da der pensionierte Studienrat zur dänischen Minderheit gehörte, stellt sich schnell die Frage: Zufall oder gezielter Mord? Und so kommt es wieder zu einer deutsch-dänischen Zusammenarbeit; Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg nehmen die Ermittlungen auf. Ein Hinweis führt sie ins Flüchtlingslager Oksbøl nach Dänemark, wo Karl mit seiner Mutter und zwei Geschwistern nach dem Krieg gelebt hatten. Eine hochbrisante Spur und die Ermittler müssen schnell zu Ergebnissen kommen, denn Medien und Behörden sehen bereits das friedliche Zusammenleben im Grenzland in Gefahr. Fazit: Anette Hinrichs erfreut uns mit ihrem zweiten Teil der „Dänisch-Deutsch“ angelegen Krimi-Reihe. Da ich den ersten Teil gelesen hatte, habe ich natürlich insgeheim gehofft, dass es spannend weiter gehen wird. Wie gesagt, bereits der erste Teil hat mir ausgesprochen gut gefallen und auch mit diesem Teil konnte die Autorin bei mir punkten. Beide Ermittler – Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg – haben bereits im ersten Teil meine vollste Zustimmung bekommen. Die Autorin hat ihre Protagonisten gut und nachvollziehbar weiterentwickelt und wir erfahren wieder ein kleines bisschen mehr aus ihrem Leben. Dennoch behalten beiden ihr Profil, ihre Ecken und Kanten, ohne Effekthascherei bleiben sie authentisch. Natürlich ist Anette Hinrichs auch eine lebendige und geschickte Erzählerin, mit schönem sprachlichem Stil und einer sehr detaillierten bildhaften Erzählweise. Sie verliert sich nicht, schweift nicht ab, sodass es nicht langatmig oder gar langweilig wird. Auch hält Sie den Spannungsbogen bis Schluss konstant hoch. Besonders gut gefallen hat mir, dass sie vor einem brisant politischen Thema nicht zurückschreckt. Denn mit dem Flüchtlingslager Oksbøl in Dänemark weist sie unter anderem auf die heutige dänische Flüchtlingspolitik hin. Zu Vera Teltz muss man eigentlich gar nichts mehr schreiben, denn wer sie einmal gehört hat weiß um ihrer Qualitäten. Für mich – natürlich meine persönliche Meinung – gehört sie mit zu den besten Sprecherinnen in Deutschland. Ich kann ihrer angenehmen, sehr ausdrucksstarken Stimme einfach stundenlang zuhören. Der dritte Teil erscheint im nächsten Jahr und ich freue mich, dass es mit „Nyborg und Boisen“ weiter geht! Besten Dank an den „Random House Audio Verlag“ für das Rezensionsexemplar.

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Dieser Krimi kam mir in dieser Zeit des Nichtreisens gerade echt und ich bedanke mich beim Blanvalet Verlag, der mir ein kostenfreies Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat. Der Inhalt In Flensburg wird am Sockel des symbolträchtigen Idstedt-Löwen die Leiche von Karl Bentien gefunden. Der 73 – Jährige wurde brutal zu Tode getreten. Hauptkommissarin Wiebke Boisen stellt rasch fest, daß Karl nicht nur zur dänischen Minderheit gehörte, sondern auch ein Adoptivkind war, das nach seiner wahren Identität suchte. Der Fall ist politisch brisant und es wird eine Sonderkommission aus deutschen und dänischen Ermittlern gebildet, der neben Vibeke auch Raums Nyborg angehört, mit dem sie schon einmal zusammengearbeitet hat. Die Ermittler*innen stehen unter großem Druck, den Fall rasch aufzuklären. Aber es gibt ganz unterschiedliche Spuren, die teilweise weit in die deutsch – dänische Vergangenheit führen jedoch auch in die aktuelle Flüchtlingspolitik, die der Tote heftig kritisierte………. Meine Meinung Dieser Krimi hat mich überrascht. Ich erwartete einen leichten Wohlfühlkrimi mit nordischem Flair, so wie es das Cover suggerierte. Aber ganz so war es nicht. Im Gegenteil: Ich lernte nicht nur sehr viel über das Verhältnis zwischen Deutschen und Dänen und über die gemeinsame Vergangenheit, sondern ich begegnete auch einem interessanten Ermittlerduo: Vibeke ist eine toughe und ehrgeizige Kommissarin, die es mit den Vorschriften recht genau nimmt. Im Gegensatz zu ihrem Kollegen Rasmus, der für dieses Fall aus einem Anti – Gewalttraining geholt wird, zu dem er verdonnert wurde, weil er einen Drogendealer verprügelt hatte. Ein No-Go für einen Ermittler, das ihn die Leitung des Kommissariats gekostet hat. Vibeke und er kennen sich aus einer früheren Ermittlung und schätzen sich, auch wenn sie immer wieder aneinander geraten. Denn der Fall berührt Vibeke ganz besonders und macht sie dünnhäutig, weil auch sie ein Adoptivkind ist, das im selben Kinderhaus gelebt hat, wie Jahrzehnte zuvor Karl. Rasmus wiederum hat den Tod seines Sohnes noch nicht verwunden und knabbert zudem an der Scheidung von seiner Frau. Es gefiel mir gut, wie Anette Hinrichs diese beiden Charaktere gezeichnet hat, die sich im Laufe der Ermittlungen einander vorsichtig öffnen. Gleichzeitig hat sie ein dunkles Thema der dänisch – deutschen Geschichte gewählt: Das Schicksal deutscher Flüchtlinge, die am Ende des 2. Weltkrieges in Dänemark strandeten und in Internierungslager gesteckt wurden. Dort starben tausende Kinder an Infektionskrankheiten, weil sich dänische Ärzte weigerten, sie medizinisch zu behandeln. Das Schicksal dieser Flüchtlinge in Gedächtnis zu heben war für Anette Hinrichs die Motivation, diesen Krimi zu schreiben. Fazit: Ein spannender Krimi, der sich richtig gut wegliest und bei dem es mich nicht störte, daß ich den ersten Teil nicht gelesen hatte.

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Meine Meinung: Nachdem mir die erste Folge so gut gefallen hatte, wollte ich natürlich auch das nächste Buch, in dem Boisen & Nyborg ermitteln, lesen. Wie die beiden zusammen arbeiten, wusste ich ja bereits. Ich fand es auch diesmal sehr interessant, den deutschen und dänischen Ermittlern bei der Arbeit zuzusehen. Zumal sie einen wirklich verzwickten Fall aufklären mussten. Außerdem hatte die Autorin damit ein sehr brisantes Thema aus der unrühmlichen deutschen, aber auch dänischen Vergangenheit aufgegriffen. Puh, das war schon hart, was ich da lesen musste. In Krimi geht es ja selten zart zu und bestimmte Situationen erhöhen da auch die Spannung. Aber diesmal betraf es wahre Begebenheiten, die einen schon nachdenklich machten. Anette Hinrichs hat mit ihrem Buch dafür gesorgt, dass ich sehr neugierig war und es am liebsten in einem Rutsch gelesen hätte. Einige Kapitel erzählten aus der Vergangenheit des Opfers und da so viele Personen an verschiedenen Orten eingebunden waren, mussten die Ermittler reichlich reisen. Ich wusste aber immer, wo sie sich aufhielten, denn die jeweiligen Orte wurden in der Kapitelüberschrift genannt. Wir alle sind ganz schön viel rumgekommen 😉 Was mir ja ebenfalls immer sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass das Privatleben der Ermittler eine Rolle spielt. In diesem Fall mussten sich beide, Vibeke und Rasmus heftigst mit einigem auseinander setzen. Ich bin gespannt, wie es im nächsten Buch weitergehen wird. Denn eins ist sicher, das möchte ich in jedem Fall auch lesen. Fazit: Spannung, Bewältigung von Entscheidungen aus der Vergangenheit und Gegenwart. Ein sehr gut recherchiertes Buch, das ich gerne weiterempfehle.

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Am Sockel des Idstedt-Löwen in Flensburg wird eine Leiche gefunden. Der Mann wurde totgetreten. Es handelt sich um den 73-jährigen Karl Bentin. Hauptkommissarin Vibeke Boisen ermittelt in diesem Fall. Alleine kann sie das jedoch nicht bewerkstelligen. Sie muss mit den dänischen Behörden zusammenarbeiten. An ihrer Seite ermittelt der Kollege Rasmus Nyborg mit. Von allen Seiten bekommen die Ermittler Druck, weil der Ermordete der dänischen Minderheit angehört und der Fall schnell gelöst werden soll. Die Ermittlungen der beiden Kommissare reichen bis weit in die Vergangenheit hinein. Es werden Dinge aufgedeckt, die bislang fast gänzlich verschwiegen wurden. Doch warum wurde Bentin wirklich umgebracht und vor allen Dingen, von wem? „Nordlicht – Die Spur des Mörders – HB“ ist der zweite Teil einer Krimi Serie aus der Feder der Autorin Anette Hinrichs. Ich habe das Buch als Hörbuch genossen. Die Sprecherin Vera Teltz hat sehr gute Arbeit geleistet. Ich habe ihr gerne gelauscht. Der Fall selbst ist spannend und geht in die Tiefe. Es werden dunkle Kapitel des zweiten Weltkrieges aus Dänemark aufgegriffen. Der Hass gegen deutsche Flüchtlinge ist unermesslich. Es hat mir gefallen, dass auch diese Seite einmal beleuchtet wurde. Vibeke ist zwar sehr auf ihre Arbeit bedacht und kennt absolut keinen Feierabend, trotzdem ist sie mir sympathisch. Auch wenn sie manchmal einen Gang runter schalten könnte. Sie lässt sich auch von Vorgesetzten nicht unter kriegen und ermittelt weiter. Rasmus fand ich auch sehr sympathisch. Wobei ich seine privaten Ecken nicht recht verstand. Eigentlich waren alle, die an den Ermittlungen beteiligt waren recht sympathisch. Die Truppe hat mir gut gefallen. Die Ermittlung selbst fand ich schon etwas seltsam. Wird man wirklich bei einer Leiche direkt ab dem Punkt der Geburt ermitteln, nur weil sie einer Minderheit angehört hatte? Ich denke doch, dass eher erst einmal in der direkten Umgebung geforscht wird und man dann erst in die Vergangenheit geht. Wobei dies wahrscheinlich ein zu dickes Buch geworden wäre. Auch fraglich war mir etwas, dass jemand ins Watt geht, ohne Plan, wann die Flut wieder kommt. Gerade jemand, der in Flensburg wohnt. Müsste man doch wissen, dass man nicht einfach ins Watt wandern sollte. Das weiß ja selbst ich, die im tiefsten Saarland wohnt. Ansonsten gibt es an dem Fall nichts zu meckern. Ich denke, alles war so schlüssig und passte am Ende zusammen. Vor allen Dingen war kein überflüssiges Liebesgedöhnse oder kaputte Ermittler in der Story. Alles schön normal gehalten, sehr sympathisch. Das Buch hat mir wirklich gefallen und kann es an Krimileser gerne weiter empfehlen.

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Bittere Wahrheiten Es ist der zweite Teil einer Reihe um das Deutsch-Dänische Ermittlerduo Vibeke Boisen und Rasmus Nybork die zusammen im Grenzgebiet ermitteln. Das Cover mit dem langen Holzsteg, den man durch die Prägung gut unter seinen Fingern spüren kann, führt weit ins Meer hinein. An derem Ende sind ein paar Segelboote festvertäut . Die Wolken und dichter Nebel hängen schwer und in der Ferne sieht man eine Stadt an der Küste. Der Prolog ins Buch ging mir schon sehr unter die Haut. Dieser kleine Junge, den die Mutter so grausam mit dem Gürtel traktierte und draußen bei kaltem Wetter über Nacht wie einen geschundenen Hund an einem Pfahl anband . Sein verschwinden am nächsten morgen lies mich schreckliches erahnen ..... x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x Den ersten Teil der Reihe kannte ich nicht aber auch hier lernt man die beiden Kommissare nach und nach kennen. Beide sind sehr gewissenhafte und zuverlässige Charaktere und privat sehr problembehaftet . Natürlich interessiert es mich wie Rasmus Sohn Anton ums Leben kam, schließlich ist seine Ehe daran gescheitert. Vibeke ist 35 Jahre, gutaussehend mit Gletscherblauen Augen und Single. Auch in diesem neuen Fall kommt das Länderübergreifende Ermittlerduo wieder zum Einsatz. In Flensburg im Park am Denkmal des Idstedt-Löwen wird eine Leiche gefunden. Es ist der 73 jährige Karl Bentien, der brutal zu Tode getreten und ausgeraubt wurde, er gehört der dänischen Minderheit an. War er ein zufälliges Opfer oder war es ein geplanter Mord ? Sie stehen unter Druck und müssen rasche Ergebnisse liefern. Dann stoßen sie im Keller des Toten auf eine versteckte Kammer mit brisantem Inhalt .... Vibeke und Rasmus ermitteln unter Hochdruck um Licht in den Fall zu bringen, schließlich wollen sie keine Unruhe unter der dänischen Minderheit schüren. Vom Sohn Jan und einem Freund des Opfer erfahren sie das Karl ein sehr schwieriger und verschlossener Mensch war. Selbst Jan hat seit 2 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm gehabt und was die Kommissare im Zuge der Ermittlungen so über ihn herausfanden muss sein Sohn mit erschrecken feststellen das sein Vater ihm fast gänzlich unbekannt ist . Die historischen Begebenheiten, besonders das Leid der deutschen Kriegsflüchtlinge in Dänemark die hier einen großen Anteil an der Geschichte haben , hat die Autorin durch Rückblenden gut in die Story eingebaut, Im Krieg gibt es nur Verlierer , es ist sehr bewegend geschrieben. Ohne viel Schnickschnack kommt Anette Hinrichs hier ziemlich schnell auf Touren , ihr Schreibstil ist zügig und klar. Man bekommt alle nötigen Infos und ist schnell im bilde . Auch wie sie die Umgebung beschreibt (toll mit der Karte im Einband!), gefällt mir und macht mich richtig neugierig, nicht nur wie der Roman weiter geht sondern auch auf diese schöne Gegend dort. Ich glaube es ist eine sicher eine Reise wert. Die häufigen Schauplatz- und Personenwechsel sowie die kurzen Kapitel sind gut voneinander abgesetzt und bringen die Handlung schnell voran. Die Geschichte hat mich schnell gepackt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen aber es gibt ja noch anderes zu tun als nur zu lesen. Vibeke und Rasmus gefallen mir beide sehr gut mit ihren Ecken und Kanten als Ermittler Team . Anette Hinrichs Stil ist flüssig und unaufgeregt, sie verbindet ihre vielen Protagonisten unaufhaltsam zu einem Strang zusammen. Es gibt mehrere Verdächtige und sie zwingt einem immer wieder in andere Richtungen zu denken, so bleibt es bei ihr bis zum Finale spannend und absolut unvorhersehbar , das dramatische Finale lässt an Spannung nichts zu wünschen übrig.

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Bereits zum zweiten Mal verfolge ich einen Fall des deutsch-dänischen Ermittlerteams Vibeke Boisen & Rasmus Nyborg als Hörbuch und dieser zweite Fall hat mir sogar noch besser ge-fallen als der Auftakt zur Krimireihe. Vibeke und Rasmus haben beide einfach Charakter. Vibeke ist die etwas spröde, aber super-ehrgeizige Ermittlerin, deren Persönlichkeit wunderbar eingefangen wird von der Stimme der Sprecherin Vera Teltz. Ich bin ein Fan von Vera, seit sie in der US-amerikanischen Krimiserie „The Mentalist“ die weibliche Hauptrolle, die Kommissarin Teresa Lisbon, synchronisiert hat. Sie hat eine Stimme, die eine Frau sowohl tough erscheinen lassen kann als auch ironisch und im richtigen Moment auch verletzlich. Eine ganz große Sprecherin, die ich immer wieder unheimlich gern höre und die in dieser nordisch-melancholisch angehauchten Krimireihe einfach die perfekte Besetzung ist. Schwieriger ist es natürlich, wenn sie als Sprecherin einen Mann, in diesem Fall den etwas verqueren Rasmus Nyborg sprechen muss. Aber auch das meistert sie mit Bravour und man nimmt ihr auch den vom Schicksal gebeutelten Nyborg wirklich ab. Diese gute Erzählweise ist ein Grundstein dafür, dass ich den Krimi wirklich außergewöhnlich gut fand – aber was wäre das alles ohne einen guten Plot? Und auch der kann sich sehen las-sen. Die Aufklärung des Falles um einen alten Mann, der an ei-nem deutsch-dänischen Friedensdenkmal ermordet aufgefunden wird, zieht alle Register. Er beleuchtet historische Zu-sammenhänge, die sich bis zu den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs ziehen und die Zustände in früheren Kriegs-Auffanglagern in Dänemark. In diesen landeten auch viele deutsche Frauen und Kinder – ihre Schicksale waren meist schwer und mit Repressalien verbunden. Die daraus entstandenen schwierigen Familienverhältnisse rund um den Toten machen den Ermittlern das Leben schwer und lassen sie mehr als einmal falschen Fährten aufsitzen. Durch diese Sackgassen bekommt der Krimi immer wieder neue Wendungen, bis sich Vibeke und Rasmus endlich ein Bild davon erarbeitet haben, was in den letzten Wochen und Monaten vor dem Mord wirklich passierte. Dies zu begleiten, war äußerst spannend. Dazu kommen die privaten Dämonen, mit denen sowohl das ehemalige Pflegekind Vibeke als auch Rasmus als Vater eines bereits verstorbenen Sohnes zu kämpfen haben. Ihre langsame Annäherung und vorsichtige Freundschaft geben dem Kriminal-fall einen bewegenden Rahmen. Für mich steht fest, dass ich auch beim nächsten Fall unbedingt wieder dabei sein möchte. Ich freue mich jetzt schon auf Neues von der deutsch-dänischen Grenze und kann den dritten Teil der Reihe, der schon für März 2021 angekündigt ist, kaum erwarten! Klare Lese-/Hörempfehlung und 5 Sterne!

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Hauptkommissarin Vibeke Boisen, Leiterin der Mordkommission K1 in Flensburg, und ihr dänischer Kollege Kommissar Rasmus Nyborg, ermitteln wieder in einem grenzüberschreitenden Fall. Der pensionierte Lehrer, Karl Bentien, der sich vorwiegend mit der deutsch-dänischen Geschichte nach dem 2.Weltkrieg beschäftigt, wird ausgerechnet am Sockel des Idstedt-Löwen (Symbol der deutsch-dänischen Freundschaft) ausgeraubt und zu Tode getreten aufgefunden. Unverzüglich wird eine Sondereinheit aus dänischen und deutschen Kommissaren gebildet mit der Zentrale in Padberg, Dänemark. Diese Sondereinheit hat sich bereits bei einer vorherigen Mordermittlung bestens bewährt, so dass Vibeke und Rasmus auf schnelle Ergebnisse hoffen. Doch die Brisanz der unterschiedlichen Erlebnisse in der jüngeren Geschichte im Grenzgebiet Dänemark/Deutschland droht die friedliche Zusammenarbeit zu boykottieren. Der zweite Nordlicht-Krimi von Anette Hinrichs hat mich voll überzeugt. Schon das maritime Cover lässt die Sehnsucht nach Meer, Boote und Brandung wachsen. Im vorderen Einband werden eine Übersichtskarte der Region sowie eine Detailkarte für die Flensburger Innenstadt abgebildet. Im hinteren Einband geben vier Fotos einen Eindruck der Örtlichkeiten. Somit ist der Leser bestens gerüstet, einen spannenden und geschichtsträchtigen Krimi zu genießen. Ich lebe nahe der deutsch-niederländischen Grenze und weiß daher um die Brisanz der jeweiligen Grenzgebiet-Geschichte. Von der deutsch-dänischen Problematik, ja eigentlich Tragödie, hatte ich bis heute nichts wahrgenommen. Frau Henrichs hat auf geniale Weise einen packenden Krimi mit gut recherchierten geschichtlichen Ereignissen verknüpft. Ich konnte mich nicht nur von einem spannenden Krimi fesseln lassen, sondern habe viel Hintergrundinformationen zum deutsch-dänischen Zusammenleben bekommen. Es wurde auch deutlich, dass die Wunden auch siebzig Jahre nach Kriegsende weder verheilt noch verarbeitet worden sind. Wie mag es mit den Wunden der heutigen Flüchtlinge aussehen? Mich hat dieser Krimi deshalb so begeistert, weil ich auf Missstände und mir unbekannte Verhaltensweisen gegenüber Flüchtlingen aufmerksam gemacht wurde, ohne mahnendem Fingerzeig, sondern einfach nur, so war’s und jetzt kann man daraus resultierende Taten nachvollziehen. Vielleicht hört man bei den Nachrichten über deutsche und europäische Flüchtlingspolitik in Zukunft etwas aufmerksamer zu. Ich freue mich schon jetzt auf den dritten Nordlicht Krimi und bin gespannt, welches Problem Frau Hinrichs dieses Mal anspricht.

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