Leserstimmen zu
Die Lüge

Mattias Edvardsson

(54)
(20)
(0)
(0)
(0)
Hörbuch Download
€ 9,95 [D]* inkl. MwSt. (* empf. VK-Preis)

Sehr spannend! Vorsicht,kleiner Spoiler!

Von: NicoleMarquard

21.03.2019

Ohne tatsächlich den Klappentext gelesen zu haben, bin ich direkt ins Buch eingestiegen. Mein erster Kritikpunkt vorweg: Ich mag Markennennungen in Büchern überhaupt nicht! Ich finde, das zerstört die ganze Fantasie. Zum Glück kam es nur zweimal vor (H&M,Iphone). Alles andere hat mir mega gut gefallen: Es war spannend, dass viele Kindheitserzählungen aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurden, bis zum Schluss konnte man mitraten, was denn nun wirklich passiert ist. Ich finde aber den Buchtitel etwas verwirrend, denn ich dachte, aufgrund des Titels, dass das Alibi DIE Lüge wäre und es sich dann alles darum drehen wird, dabei ist das hier ja viel mehr...Geheimnisse, Verschwiegenheit,etc. Aber ich habe mich sehr unterhalten gefühlt, keine einzige langweilige Stelle.

Lesen Sie weiter

I like

Von: Annett_Eagle

19.03.2019

In dem Krimidrama geht es um Vater Adam, Mutter Ulrika und Tochter Stella und dem kleinen Ort Lund in Schweden, in dem ein Mord passiert. Stella wird als Mordverdächtige verhaftet. Im ersten Abschnitt begleiten wir Adam durch die Geschichte. Wie erlebt er die Zeit des Prozesses und die Zeit, in der Stella aufgewachsen ist. Im zweiten Abschnitt begleiten wir Stella, die in der Zelle sitzt und die viel über Geschehnisse in der Vergangenheit nachdenkt. Im dritten Teil begegnen wir dann Ulrika und auch sie denkt viel über ihre Fehler, Stellas Jugend und die Zeit der Verhaftung Stellas nach. Bei Ulrikas Geschichte erfährt man das meiste über den Prozess. Ich habe das Buch sehr gern gelesen, auch wenn ich den dritten Teil, also Ulrikas Geschichte, etwas zäh fand. Man merkt aber, dass es eben nicht die perfekte Familie ist, sondern es nur nach außen so wirkt. Außerdem spürt man bei bei jedem einzelnen Familienmitglied eine innere Zerissenheit. Ich habe während des Lesens mitgerätselt, was wohl passiert ist und wer Chris getötet hat. Die Auflösung ist auch nicht wirklich eindeutig. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

Lesen Sie weiter

Für die Familie ist alles erlaubt?

Von: Werner Kettner

18.03.2019

Ein Mann wird ermordet. Die Tochter einer gut situierten Familie, der Vater Ist Pfarrer, die Mutter Rechtsanwältin, wird als Verdächtige inhaftiert. Im Roman werden drei Blickwinkel eingenommen, in denen durch Rückblicke das Zusammenleben der drei dem Leser nahegerbacht wird. 1. Der Vater von der Verhaftung bis zum Prozess Adam will es nicht wahrhaben. Er besteht auf der Unschuld seiner Tochter. Er fragt sich was er als Vater falsch gemacht haben könnte ohne zu einem Ergebniss zu kommen. Dass er seine Tochter als Kontrollfreak zu Rebellion treibt passt nicht in sein Weltbild: die Familie zusammenhalten um jeden Preis. Dieser Charakter ist sehr eindimensional und nicht wirklich schlüssig, er nervt einfach nur. Sieht das Ganze sogar als seine persönliche Hiobsche Prüfung 2. Die Tochter während der Haft Stella ist ein interessanter Charakter. Sie allein weiß, was wirklich passiert ist, lässt den Leser aber im dunklen tappen. Ihr Rückblicke lassen ihre Rebellion gegen die Eltern und den Rest der Welt verständlich erscheinen. Sie ist der Sympathie-Träger ob schuldig oder unschuldig. 3. Die Mutter Ulrike während des Prozesses Wer amerikanische Gerichtsromane kennt, weiß, dass Verteidiger nur an der bestmöglichen Verteidigung ihrer Mandanten interessiert sind und selten an der Wahrheit. Auch Ulrike folgt dieser Regel in dem sie im Hintergrund ihre Fäden zieht, um das Gericht zu der von ihr gewünschten Entscheidung zu drängen. Irritierender Weise erhalten der Vater und die Tochter bedeutend mehr Platz und Aufmerksamkeit als die Mutter mit je knapp 170 Seiten zu 100 Seiten. Die Einblicke in die Psyche der Charaktere lässt erkenne, dass es jedem eigentlich nur um sich selbst und das Durchsetzen seiner Sicht- und Lebensweise geht. Besonders die Erwachsenen versuchen dabei nach Außen eine heile Familie zu präsentieren. Über die Familienkonflikte wird natürlich nicht gesprochen. Hilfe zu holen ist ein Verrat an der Familie und Eingeständnis des Versagens. Was nicht sein darf, kann auch nicht sein. Für mich ist es kein Kriminalroman, sondern einfach ein Familienroman, den ich wohl nicht gelesen hätte, da solche Konflikte für jeden, der mit offenen Sinnen durch das Leben geht, alltäglich sind. Allein Stellas Teil in dem Roman hat mich wirklich überzeugt und berührt. Die Spannung hielt sich in Grenzen. Die Ermittler haben sich noch stellenweise ziemlich dusselig verhalten. Es ging nur darum ob Stella schuldig gesprochen wird oder nicht, nicht ob sie schuldig ist oder nicht.

Lesen Sie weiter

Wann ist eine Lüge legitim?

Von: Daniela

17.03.2019

Adam Sandell ist Pfarrer und wohnt mit seiner Frau Ulrika und seiner 19jährigen Tochter Stella in Lund, Schweden. Wie viele andere Eltern, muss sich auch das Ehepaar Sandell mit den „Macken“ einer Jugendlichen auseinandersetzen. Stella´s Verhalten wird zunehmend anstrengender, obwohl sie bereits seit geraumer Zeit Probleme hat, ihre Wut im Zaum zu halten und ihre Impulse zu kontrollieren. Als eines Tages die Polizei anruft und Adam und Ulrika mitteilt, dass Stella vorläufig festgenommen ist, ist die Tat nicht mehr mit jugendlichem Gehabe zu rechtfertigen. Sie steht unter Mordverdacht. Was haben er und seine Frau bloß verkehrt gemacht in der Erziehung ihrer Tochter. Doch er kann nicht akzeptieren, dass seine Tochter jemanden getötet haben soll. Kurzerhand lügt er sogar die Polizei an, und verschafft damit Stella ein Alibi. Alles, um seine Familie zu beschützen. Da die Polizei seiner Meinung nach nicht ausreichend um die Aufklärung des Mordes und Stellas Unschuld bemüht ist, macht Adam sich selbst daran, die Wahrheit herauszufinden und scheut nicht davor zurück Grenzen zu überschreiten. Das Cover zeigt ein Haus vermutlich in Schweden, über dem dunkle Gewitterwolken hängen. Und so ahnt man, dass dieser Familie etwas Schreckliches bevorsteht. Im ersten Teil des Buches schildert Adam, wie er versucht Stellas Unschuld zu beweisen und gibt Rückblicke in die Vergangenheit und das Familienleben aus seiner Sicht. Zitat Position 41 Ich habe eine Ausbildung für Krisenintervention, ich weiß alles über die einzelnen Reaktionsphasen und habe mit einer Unzahl an Menschen gearbeitet, die sich in einer Krise befanden oder traumatisiert waren. In dieser Situation half mir nichts davon. Ungefähr zur Mitte des Buches ändert sich die Perspektive und Stella erzählt ihre Geschichte. Unterschiedlicher könnten die Wahrnehmungen der Erzähler nicht sein. Zitat Position 185 Erst war ich der Meinung ich hätte ADS oder ADHS, dann dachte ich an Borderline, schizoide Persöhnlichkeitsstörung oder bipolare Störung. Der Schreibstil ist flüssig und konstant spannend. Der Autor baut tolle Perspektivwechsel der Familienmitglieder ein. Somit fliegt man nur so durch die Seiten. Die Geschichte nimmt eine völlig andere Richtung auf, als ich nach den ersten Kapiteln erwartet hätte, macht es damit aber umso interessanter. Aber auch Stella verrät noch nicht die Wahrheit. Und so kommt auch in einem dritten Abschnitt, der sich bei der Gerichtsverhandlung abspielt, noch ihre Mutter Ulrika zu Wort. Zitat Position 346 Nicht für sein Kind da zu sein - kein Verrat könnte schlimmer sein. Als man dann endlich die Wahrheit erfährt, bleibt man zutiefst beeindruckt zurück. Was für ein Konstrukt aus Lügen, Liebe, Hass und Familienzusammenhalt. Fazit: Ein hervorragend ausgeklügelter psychologischer Spannungsroman. Dieses Buch hat von allem etwas - Emotionen und Spannung. Absolute Leseempehlung von mir.

Lesen Sie weiter

Ein gelungener Spannungsroman

Von: Andrea

14.03.2019

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Man erfährt die Geschichte so aus dem Blickwinkel des Vaters, der Tochter und der Mutter. Die Kapitel sind kurz und knackig gehalten und man hat dadurch das Gefühl nur so durch die Seiten zu fliegen. Ich habe bisher selten ein Buch vor schwedischer Kulisse gelesen und hatte darum ein paar Probleme mit bestimmten Begriffen / Namen von Orten, die nicht näher erklärt wurden. Dem verlauf der Geschichte kann man aber trotzdem problemlos verfolgen. Mir hat das Buch sehr gefallen und sollte der Autor irgendwann ein zweites Buch veröffentlichen, werde ich gerne dazu greifen.

Lesen Sie weiter

Kurze Beschreibung: Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen - und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen .. Ich fand die Geschichte, obwohl mir die 544 Seiten recht lang erschienen, die ganze Zeit spannend und habe das Buch in 2 Tagen durch gelesen. Die verschiedenen Erzählperspektiven waren sehr interessant, wie die einzelnen Personen über die Situation berichteten und wie die Vorgeschichte über jede einzelne Person ist. Ich habe es auch diesmal erst am Ende geahnt wer der wirkliche Täter ist. Natürlich denkt man erst es ist Stella, aber ob das stimmt ist immer die andere Sache. Ich fande ein Zitat im Kapitel 2 sehr ansprechend und sehr wahr : „Es dauert viel Zeit, um sich ein Leben aufzubauen, aber nur einen Moment, um es in Trümmer zu legen. Es dauert viele Jahre, Jahrzehnte, vielleicht ein ganzes Leben lang, bis man der wird, der man eigentlich ist.“ Positiv ist mir auch auf gefallen das es um eine Familie geht, wo beide Eltern relativ hohe Posten in ihren Beruf haben und dadurch auch ein Bild in der Öffentlichkeit. Natürlich probiert man manche Dinge zu verhindern, sodass sie nicht an die Öffentlichkeit geraden. Aber auch bei Eltern mit großen Ansehen in der Öffentlichkeit machen die Kinder manchmal Mist und müssen gerade stehen. Außerdem finde ich es noch schön* das hier auch Themen wie Vergewaltigung ein großes Thema spielen, was eigentlich nicht verschwiegen werden sollte. Sowie Fremdgehen und wie Menschen hinter anderen Menschen schlecht reden. *schön in dem Sinne das dieses Thema in der heutigen Gesellschaft noch viel zu viel verschwiegen wird und ein Großteil der Vergewaltigungen nicht angezeigt werden. Was ich schlimm, aber sogleich ich als wahr empfinde ist die Realität vom Gefängnis, dass wenn man sobald in Untersuchungshaft steckt schon von der Gesellschaft verurteilt wird. Was negativ ist das dieses Buch ein offenes aber glückliches Ende hat. Damit meine ich man weiß wer es war, aber nicht welche Konsequenzen bei dieser Person folgen. Ich empfehle jedem das Buch der Krimis bzw. Thriller und Rätsel mag :).

Lesen Sie weiter

Mattias Edvardsson – „Die Lüge"

Von: silvana

13.03.2019

vorab sei gesagt: ich habe das Buch in einem "Rutsch" gelesen, ein echter Pageturner! Edvardson schafft es mit seinen drei Erzählsträngen (Vater, Tochter, Mutter) eine ungeheure Dichte aufzubauen. Es ist absout stimmig wie langsam die "Leichen im Keller" der Familie zu Tage treten. Der Schluss ist absolut nicht vorhersehbar und damit bleibt die Spannung bis zum Schluss. Eine echte Empfehlung!!

Lesen Sie weiter

sehr gut geschrieben

Von: Katharina Burggraf

12.03.2019

Ich habe das Buch geradezu verschlungen. Es war sehr spannend und die verschiedenen Perspektiven waren toll. Immer wenn ich dachte hinter das Geheimnis gekommen zu sein war es doch wieder anders. Vielen Dank dass ich Testleser sein durfte. Ein tolles Buch, spannende Geschichte und sehr zu empfehlen.

Lesen Sie weiter