Leserstimmen zu
Die Lüge

Mattias Edvardsson

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Die Lüge

Von: Mara

30.11.2019

Inhalt: Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen – und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen … Meine Meinung: Das Buch ist vornehmlich in drei große Teile gegliedert. Im ersten wird aus Adams Sicht erzählt, im zweiten aus Stellas und im dritten aus Ulrikas. Das ist raffiniert gemacht, denn so setzt sich für die Lesenden die gesamte Handlung erst nach und nach zusammen. Jeder der drei hat nur ein eingeschränktes Wissen zum Tathergang bzw. den polizeilichen Ermittlungen. So bleibt man als Leser*in bis zum Schluss im Unklaren, was wirklich passiert ist. Ich mochte alle drei Perspektiven gleichermaßen. Bei Adam und Ulrika geht es zum einen um Zweifel, was sie ihrer Tochter zutrauen, andererseits darum, ihre Familie und ihr eigenes Ansehen in der Öffentlichkeit zu schützen. Stellas Überlegungen in der U-Haft beziehen sich vor allem auf ein Unrecht, das ihr vor einigen Jahren geschehen ist und auf die Freundschaft zu Amina, der sie sich unendlich verbunden fühlt. Jeder von ihnen muss sich darüber klarwerden, was er bereit ist, von sich zu opfern, um den anderen zu retten. Dieses Dilemma ist sehr gut dargestellt, hätte aber gerne ein wenig gestrafft werden können. Fazit: Ein gelungener Roman den ich weiter empfehlen kann

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Die Lüge habe ich als Hörbuch vom 25.03. bis 06.04.19 gehört. Es hat mir gut gefallen. Leider fällt der Spannungsbogen ab, sonst hätte es 5 Sterne gegeben. Da so viele Täter nicht in Frage kommen, hatte ich mich auf eine Person eingeschossen. Doch am Schluss kam es ganz anders. Zum Plot: eine ganz normale Familie, wie sie auch hier leben könnte. Doch Tochter Stella, gesprochen von Nellie Thalbach, wurde verhaftet. Noch schlimmer, sie hat gestanden einen Mord begannen zu haben. Doch wie ist alles gekommen? Das erfahren wir durch drei unterschiedliche Perspektiven, die sequenziell hintereinander gereiht sind. Jede Person erläutert ihre Sichtweise und daraus resultiert auch ihr handeln. Zunächst geht es um Adam, gesprochen von Hannes Hellmann. Er ist Pfarrer und wir erfahren einiges aus seinem Privatleben z.B., dass er ein Kontrollfreak ist. Er würde er alles tun, um seine Tochter zu beschützen. Er hat den längsten Part in der Erzählung. Nun lernt man Nelli kennen. Der Teenager der sich von den Eltern nicht verstanden fühlt. Man erfährt wie sie Geschäftsmann Christopher Olsen trifft und über ihre Freundschaft zu ihm. Die Mutter Ulrika ist Anwältin, gesprochen von meiner Lieblingssprecherin Anna Thalbach. Sie hat Geheimnisse und ist sehr berechnend. Ob das ihrer Tochter letztendlich hilft, möchte ich nicht verraten. Fazit: Für wen ist das Hörbuch? Es ist kein Actionthriller, sondern eher eine spannende, emotionale Geschichte die hinter die Fassade einer oder auch zweier Familien blickt. Es gibt jede Menge Cliffhanger. Es ist ein Hörbuch für kalte Winterabende und lässt einem mit der Frage zurück: „Wie weit würde ich selbst gehen, um mein Kind aus einer brenzligen Situation zu retten?“ Mit hat das Hörbuch sehr gut gefallen und ich gebe gerne 4 Sterne. Das Hörbuch wurde mir als Rezensionexemplar von der Hörverlag zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank.

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Wie weit geht man, um die eigene Familie, allen voran die unter Mordverdacht stehende 19jährige Tochter, zu schützen? Was ist man bereit, zu tun? Grob darum handelt dieses Hörbuch von Mattias Edvardsson. Adam, ein Pfarrer und Ulrika, eine Rechtsanwältin leben ihr anscheinend ganz normales Familienleben gemeinsam mit der eher schwierigen Tochter Stella. Stella ist 19 und - um es mal mit einem Zitat aus dem Buch zu sagen - "Stella ist eben Stella - entweder man liebt sie oder man hasst sie". Eines Tage gerät Stella unter Mordverdacht und kommt in Untersuchungshaft. Und nun beginnt die Geschichte, die wirklich so einiges zu bieten hat, wie ich finde. Es ist kein reiner Krimi, der sich einfach nur auf den Mordfall, dessen Aufklärung und das dazugehörigen Drum und Dran konzentriert. Vielmehr geht es hier um Familie. Und um Freundschaft. Ich finde es nahezu genial vom Autor aufgebaut, weil so nach und nach die Einzelheiten der anscheinend völlig harmonischen und intakten Familie zum Vorschein kommen. Über Stella - am Anfang noch als die perfekte Tochter dargestellt - erfährt man immer mehr Dinge, die sie eben doch nicht so perfekt dastehen lassen. Und die immer wieder die Frage aufwerfen: "hat sie ihn tatsächlich getötet?". Und auch Adam, der seriöse, immer freundliche und ruhige Pfarrer bekommt so nach und nach kleine Risse. Ebenso wie Ulrika, die eben nicht einfach nur die erfolgreiche Rechtsanwältin und hingebungsvolle Mutter ist sondern die auch einige Dinge im Leben zu meistern hat, die ihr zu schaffen machen. Kurz gesagt: irgendwie sind alle von ihnen eben doch nicht der Heilen Welt entsprungen sondern haben so ihre Macken und Fehler. Die Art und Weise, wie dem Hörer das offenbart wird, ist aber wirklich toll gemacht. Häppchenweise durch diverse Rückblicke, erfährt man immer mehr. Und ich muss sagen: ich hatte sie nacheinander alle im Verdacht: Stella, den Vater Adam, die Mutter Ulrika, Stella´s beste Freundin Amina und die Ex-Freundin des Todesopfers, Linda. Und es dauert tatsächlich bis fast ganz zum Schluss, ehe sich dann alles zu einem Kreis schließt... allerdings nicht ohne Überraschungseffekt. Meine gehörte Version (ISBN 9 783837 146554) besteht aus 2 mp3-CDs mit einer Gesamtspielzeit von ca. 11 Stunden und 7 Minuten. Gelesen von Hannes Hellmann (Vater Adam), Nellie Thalbach (Tochter Stella) und Anna Thalbach (Mutter Ulrika). Das Hörbuch ist so gestaltet, dass die erste CD komplett vom Vater erzählt wird und dann, auf CD 2, hört man zunächst zu ca. zwei Dritteln die Geschichte erzählt von Stella und den Rest dann erzählt von Mutter Ulrika. Wobei ich anmerken muss, dass mir die Art und Weise, wie Hannes Hellmann hier liest, nicht wirklich gefällt. Er spricht die einzelnen Worte zu deutlich artikuliert aus, es hört sich gestelzt und eben sehr abgelesen und künstlich an. Da habe ich eine ganze Weile gebraucht, um mich reinzuhören. Nellie und Anna Thalbach lesen da schon besser. Aber das ist natürlich nur meine ganz eigene, subjektive Meinung. Geschmäcker sind ja zum Glück und bekanntlich verschieden. Alles in allem kann ich das Hörbuch jedem Fan (skandinavischer) Krimis empfehlen und gebe 4 von 5 Sternen (einen Stern ziehe ich tatsächlich für das Hörerlebnis vor allem der kompletten 1. CD (die wurde nur von Hannes Hellmann gelesen) ab... es war für mich wirklich gewöhnungsbedürftig, ohne jemandem zu nahe treten zu wollen.

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"Ich habe einen seltsamen Beruf, bei dem sich Leben und Tod im Hausflur die Hand reichen". (Textzitat) Die Lüge (Mattias Edvardsson) Der Tag an dem Stella, gerade eben neunzehn Jahre alt geworden, ihr Handy auf ihrem Schreibtisch vergessen hatte, war der Tag nach dem Leichenfund in ihrem Stadtteil. Ein dreißigjähriger Mann war ermordet worden, so munkelte es in der Nachbarschaft ... Neunzehn und das Handy vergessen?! Das gab nun wirklich Anlass zur Sorge, fanden die Eltern. Das ihre Tochter in der Nacht zuvor spät, erst nach zwei Uhr früh, nach Hause gekommen war und sich dann auch noch in der Waschküche zu schaffen gemacht hatte ebenfalls. Wiederholt hatte ihr Vater Wasserspülgeräusche gehört. Wollte sie eigentlich noch in der Nacht zur Rede stellen, stand dann aber doch, als er sich durchgerungen hatte aufzustehen, vor ihrer verschlossenen Schlafzimmertür und horchte in sich und in die plötzliche Stille hinein ...  "Was ich jetzt sagen werde, kann ausschlaggebend sein". (Textzitat) Untersuchungshaft. Hinreichender Mordverdacht. Vater und Tochter, Tochter und Vater. Die Geschichte einer fast normalen Familie mutiert zum Albtraum. Vergessen sind die Fernsehabende mit Junk-Food, Einkaufsbummel an Samstag-Nachmittagen in der Stadt, die Museums- Besuche und Waldspaziergänge. All das gehörte mit einem Schlag zu einem fernen, einem anderen Leben, zu einem Leben vor der Lüge. Zu einem Leben vor der Tat. Alles lag in Scherben, folgte keinem Sinn mehr, Nachbarn und auch Freunde und Kollegen hatte man zu erdulden, die mit dem Finger auf einen zeigten und alles zu erklären wussten. Selbstredend hatte der Jähzorn der Tochter mit fehlenden Grenzen zu tun. Glasklar war das doch, oder etwa nicht? "Ich bin eine schlechte Mutter". "Als Vater habe ich soviel versäumt".  Nichts ist wichtiger als die Familie, sie galt es jetzt zu schützen. Was aber war der Preis, den man dafür würde zahlen müssen? Wenn auch Stoßgebete nicht mehr halfen, man nicht mehr ungeschehen machen konnte, was passiert war, dann - ja dann ... Beweisstücke verschwinden. Die Indizien sind dünn, die Freundin der Tochter mit den Nerven runter, vielleicht beeinflussbar? Diese Augenzeugin - so unglaubwürdig ... Du sollst nicht schwören, und er tut es doch. Es kann einfach sein, nur das zu glauben, was man glauben will. Es kann einfacher sein, andere der Lüge zu bezichtigen. Das was geschehen ist, wird jedoch geschehen bleiben. Das Rad der Zeit vermag niemand zurück zudrehen. Die Ratio erfasst das alles auch, nagende Zweifel aber bleiben dort zurück, wo die Fakten fehlen ... "Vielleicht ist es ja eine Art Zwangsstörung. Wenn es eine Regel gibt, muss ich sie brechen". (Textzitat Stella) Pfarrerstochter, das war ein Etikett mit dem man es sicher auch nicht immer leicht hatte. Mangelnde Impulskontrolle und jugendlicher Canabis-Konsum. Schuld, Schande, falsche Entscheidungen und Therapiestunden.  Schnell beginnt man als Hörer zu ahnen, dass Stella keine einfache Tochter ist, offenbar nie gewesen war ... "Jeder Mensch ist zu einem Mord fähig. Wenn ein Mensch ausreichend tief verletzt wird, gibt es keine Grenzen die er nicht übertreten könnte. Das ist nichts was ich glaube, ich weiß es". (Textzitat) Welche Umstände können eine Tat mildern? Den Rechtsbegriff  "mildernde Umstände" für sich selbst neu interpretieren. Wodurch verwirkt man sein Recht zu leben? Mehr Fragen als Antworten in acht Wochen auf neun Quadratmetern, inklusive Toilette und Waschbecken. Isolationshaft bedeutete, kein Internet, kein Radio, kein Fernsehen und der einzige Besucher der eigene Anwalt. Ausbruchsversuche aus dem immer gleichen Trott. Ein Hauch von Luxus, endlich umsorgt werden, wertgeschätzt. Ein Gefühl als habe man seinen Märchenprinzen getroffen. Dann eine hundertachtzig Grad Wende und die Tür, als einziger Ausweg aus dieser Abhängigkeitsspirale, öffnet sich einen Spalt breit, aber nicht zum Entkommen, nein - herein drängt sich ein lebensverändernder Moment. Beste Freundin, was tust du nur? Eine Lüge als Liebesbeweis? Mattias Edvardsson, lebt mit Frau und zwei Töchtern in der Nähe von Lund/Schweden. Der Gymnasiallehrer hat Schwedisch, Literatur und Psychologie studiert und unterrichtet auch, wenn er nicht schreibt. Wenn er da nicht die besten Voraussetzungen mitbringt um einen Psychothriller zu schreiben, dachte ich und war gespannt wie er diesen aus gleich drei Blickwinkeln erzählen will. Er geht das ruhig an, nimmt sich die Zeit, geht intensiv mit seinen Figuren ins Detail, entwickelt sie. Lässt sie vor unseren Augen wachsen, an dieser Herausforderung, lässt das Bild das er zeichnet allmählich klarer werden. Dabei gibt er Stellas Vater Adam eine zentrale Rolle. Lässt ihn mit seinem Erleben erzählend beginnen. Kritisch beleuchtet er zudem das schwedische Rechtssystem und insbesondere auch die schon international angeprangerten Zustände in den dortigen Untersuchungsgefängnissen. Eher romanhaft steigt man in Geschichte ein, erlebt ein Familiendrama, im Mittelteil eine coming-off-age Geschichte und landet in einem filmreifen Gerichtsmelodram. Ein jedes der drei Familienmitglieder wirft Edvardsson dabei auf seine Erinnerungen zurück, auf Erinnerungen an das Zusammenleben, das Zusammenspiel als Familie, auf Abhängigkeiten und auch auf Hilflosigkeiten, auf eigene Fehler. Wie er jede der drei Hauptfiguren mit ihrem eigenen Erzählton und mit eigener Persönlichkeit ausstattet hat mich beeindruckt. So kann man Sarkasmus ebenso finden, wie Humor und Überzeugung die tief im Glauben verwurzelt sind und das schreit wirklich förmlich nach einer Interpretation als Hörbuch. Drei Sprecher haben sich dafür gefunden, die das sehr gut umsetzen. Die gekürzte Hörbuch-Fassung wurde von mir abgelauscht in 11 Stunden und 6 Minuten. Wer es ungekürzt lieber mag kann dies auch das haben, und wird dann mit rund zwei Stunden mehr versorgt. Es lesen Nellie Thalbach, Anna Thalbach und Hannes Hellmann. Der den Reigen auch mit der Rolle des Vaters beginnt. Glaubwürdig und ernsthaft, wie es dem Stand der Figur gebührt. Ganz Glaubensmann und Elternteil im inneren Zwiespalt. Hellmann liest souverän und unaufgeregt den Löwenanteil der Kapitel. Für die Aufregung ist eher sie zuständig und das macht sie prima. Hörbuch-Profi Anna Thalbach. Sie gibt in einer Rolle als Zeugin vor Gericht alles. Sie weint und verzweifelt, im Stakkato springen die Sätze über ihre Lippen. Jetzt tritt also auch Nelli Thalbach in die Fußstapfen von Oma Katharina und Mama Anna als Hörbuchsprecherin. Große Abdrücke haben die beiden Damen des Thalbach-Clans ihr da hinterlassen, dachte ich so und war gespannt wie sie das meistert und wie sie klingt. Es passt hier sehr gut und die stimmliche Verwandschaft zu ihrer Mutter kann sie nicht verleugnen. Das Talent auch nicht. So ist es am Ende die mehr als gelungene Umsetzung einer Geschichte geworden, die sich anfühlt, wie ein aufziehender Sturm. Mit geschickt aufgebauter Handlung, einer ausgeklügelten Strategie, lässt man uns als Hörer respektive Leser bis zum letzten Satz im Epilog zappeln. Wer sind hier wirklich die Täter und wer die Opfer? Und wir, wir warten. Warten auf die Wahrheit. Auf die eine, einzig wahre ...

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Adam, angesehener Pfarrer der Gemeinde Lund, steht vor dem Scherbenhaufen seiner Familie. Er sitzt auf einer Bank vor dem Gerichtssaal, in dem er eine Zeugenaussage machen muss. Er ringt mit seinem Gewissen und seinem Berufsethos. Er kann eine entscheidende Aussage machen, aber er weiß noch nicht, was er aussagen soll. Seine Tochter Stella steht unter Mordverdacht. Ulrika, seine Frau und selbst erfolgreiche Anwältin, versucht ihre Familie zu retten und tut alles um ihre Kind zu schützen. Mattias Edvardsson lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Töchtern außerhalb von Lund in Skane, Schweden. Wenn er keine Bücher schreibt, arbeitet er als Gymnasiallehrer und unterrichtet Schwedisch und Psychologie. Mitte der 90er war er Sänger einer Punk-Rock-Band. Seit vielen Jahren ist er Fußballtrainer und Schiedsrichter. Zur Zeit schreibt er an einem Psychothriller über eine Familie, in der der Ehemann beschuldigt wird, sein Baby verletzt zu haben. In Die Lüge wird die Entwicklung einer fast perfekten Familie bis zum Zusammenbruch und Gerichtsverfahren aus drei unterschiedlichen Perspektiven geschildert. Den Anfang macht Adam. Da hatte ich Schwierigkeiten bei der Sache zu bleiben. Er weiß erstaunlich wenig über seine Tochter, über seine Frau und über den Zustand seiner Familie. Seine Naivität und Verharmlosung der Situation erzeugt wenig Spannung. Die Sicht der Tochter bringt erstaunlich viel Verständnis in die Geschichte. Man versteht warum sie sich oft rebellisch verhielt und vor allem wie sie in diese Situation kommen konnte. Mattias Edvardsson streut immer wieder Cliffhanger in Stellas Schilderung. Die Spannung steigt und schon kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ulrikas Perspektive füllt die letzten Wissenslücken, wie z.Bsp. warum ihr Verhältnis zu ihrer Tochter und zu ihrem Mann so gestört war. Der Spannungsbogen wird bei ihrer Sichtweise noch um einiges mehr gespannt. Man zweifelt, man hofft und kommt auf die absurdesten Möglichkeiten. Bis zum Schluss ist nicht klar, wer die Tat begangen hat. Der Schreibstil ist einfach lesbar, wobei Edvardsson jeder einzelnen Perspektive die zu ihr passende Klangfarbe der Sprache zuweist. Die Kapitel sind kurz. Der stetige Wechsel von Gegenwart und Vergangenheit ist gelungen und veranschaulicht dem Leser die verschieden Facetten und Sichtweisen. „Ein echter Pageturner“ wie das Aftonbladet auf dem Cover postet.

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Rezension von Melanie (Die Thrillerqueen) zu Die Lüge von @Matthias Edvardsson 4 von 5 🌟 beeindruckende Sensibilität Meinung Nordische Krimis sind meine geheime Leidenschaft, die Gegenden haben etwas fesseldes und die Menschen sind meist einzigartig. Und auch dieses Werk hat mich gleich in seinen Bann gezogen! Es geht um die Familie Sandells, eine ganz normale Familie, die in dem Kleinen Städtchen namens Lund wohnhaft ist. Das Oberhaupt ist Adam und der Pfarrer der Gemeinde  , Ulrika ist seine Frau und gleichzeitig Rechtsanwältin zum  Hausstand gehört noch die Jugendliche Tochter Stella. Ihr Traum ist eine Reise durch Asien, dafür geht sie jede freie Minute jobben und die 19-jährige Tochter Stella .Alles ist  wunderbar, so scheint es.  Eine kleine nette Familienidylle. Eigentlich! Bis eines Tages die Polizei vor der Tür steht,und Stella wegen Mordes verdächtig, und verhaftet. Nicht gerade ein Kavaliersdelikt. Und da stellt man sich die Frage, wie gut kann man einen Menschen kennt, mit dem man ein Leben lang  lebt um wirklich sicher seiner/ihrer der Unschuld zu sein. Könnt Ihr für einen Menschen die sprichwörtliche Hand ins Feuer legen? Jeder im normalen Leben hatte schon mal so eine Situation gehabt. Ich kenne so etwas aus Kriminalfilmen, wo die .dem Menschen solche Taten nie zugetraut werden. Aber es ist halt so, das man einem anderen nur vor den Kopf gucken kann. Ich glaube jeder Mensch mit der richtigen Motivation ist dazu fähig zu morden. Aber in dieser dieses Idylle ist schnell von jetzt auf gleich der heile Welt vorbei vorbei !Doch dann als  Stella wegen Mordes verhaftet wird. Wegen Mordes an einem wesentlich älteren Geschäftsmann, zu dem sie eigentlich überhaupt keine Berührungspunkte haben sollte. Man braucht lange Ehe man eine wirkliche Ahnung hat.es bleibt über weite Strecken mehr als spannend, und rätselt mit! Der Thriller von Mattias Edvardsson ist in drei Erzählsträngen unterteilt, und werden von der Familie nacheinander erzählt: Adam seine Frau Ulrika und natürlich Stella erzählen nacheinander ihre Sicht der Dinge. Den Anfang macht Adam und man lernt schnell einen Menschen kennen, dem der äußere Schein über alles geht. Stehen Probleme an, werden diese niemals in der Öffentlichkeit geklärt, immer zur Hause. Doch er ist auch ein einfühlsamer, liebender Mensch und Vater, dem seine Familie über alles geht und seine Frau wie auch seine Tochter aus tiefsten Herzen liebt. Nur verstehen tut er seine Tochter nicht, noch weniger, als sie wegen Mordes verhaftet wird und er so langsam ein wenig Einblick in das Leben von Stella erhält. Die Geschichte entwickelt sich langsam fast, bedächtig und doch ist von Anfang an existiert eine Spannung in der Story, die einen einfach an das Buch fesselt. Die Erzählweise von Mattias Edvardsson ist empathisch, fesselnd und rätselhaft. Denn es bleibt bis zum Schluss undurchsichtig für den Leser, ob Stella wirklich etwas mit dem Mord zu tun haben kann. Spannung die mit jeder weiteren Seite mehr Spannung suggeriert! Mattias Edvardsson ist es gelungen, mich von der ersten Seite an seinen Roman zu fesseln. Und auch als er die Perspektive wechselt und plötzlich die Geschichte von Stella weitererzählen lässt, reißt die Spannung nicht ab. Seine Charakterbeschreibungen sind vielschichtig und oft auch undurchsichtig, rätselhaft, was nicht gerade dabei hilft, den wahren Mörder zu entlarven. So gelingt es dem Autor praktisch mühelos, seine Leser bis zum Schluss an sein Buch zu binden. Nicht nur, um zu erfahren, warum und wer den Geschäftsmann ermordet hat, sondern auch, um noch mehr von den facettenreichen Charakteren kennenzulernen, die einen bis zum Ende überraschen. Einfach ein ruhiger spannender Krimi, klare Leseempfehlung Fakten 512 Seiten TB 15,00 € eBook 8,99 € Erschienen im @Limes Verlag Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag, dem Autor und bei jeder Plattform, welche Bücher und Ebooks anbietet.  Ich möchte mich bei für das tolle Reziexemplar beim RandomHouse Verlag für das Reziexemplar bedanken bedanken, ein echt gelungenes Buch!

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"Die Lüge" ist ein Konstrukt aus Unwahrheiten und einem hohen Spannungsbogen, der verwirrt und den Leser / die Leserin ab der ersten Seite an der Nase herumführt. Es begeistert mich sehr, dass der Autor verschiedene Sichtweisen nutzt, um den Plot absolut undurchsichtig erscheinen zu lassen. Letztendlich wird der Mord aufgeklärt und auch wenn es nicht überrascht, so ist es doch schlüssig und zu erwarten. Es geht um Schuld und Sühne, zudem um ein Verbrechen, da Männer sich Dinge herausnehmen, wozu sie nicht berechtigt sind. Strafe hätte anders aussehen können, aber um einen Krimi / Thriller zu schreiben, ist dieses gerechtfertigt. Für mich war es nicht nur ein Roman, da die Story das Thema einer Abhängigkeit, Manipulation und auch Obsession aufgreift, die sich nach und nach dahingehend entwickelt und mir daher die Genre Roman nicht passend erscheint. Es begegnen uns Lebenslügen, aber eben auch Lügen, die Stella davor schützen sollen des Mordes an Chris, mit dem sie eine Beziehung eingegangen ist, obwohl er um einiges älter ist als sie. Für Stella scheint es lediglich ein Flirt zu sein, der sie aus ihrem langweiligen Alltag beschäftigt hält. Vielleicht ist es aber doch mehr? Es bleibt verworren bis zum Ende und auch wenn hin und wieder einige Längen das Lesen erschweren, ist das Konstrukt der Lügen absolut gigantisch und spannend erzählt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Eltern - Kind - Beziehung und die Freundschaft zu Amina entwickelt, denn die Lösung scheint nah und dennoch sehr fern, bis irgendwann die Wahrheit erzählt wird und man einen Eindruck in Kindheit und Jugendzeit von Stella bekommt. Es beschwert die Thematik sehr und gibt Hinweise auf Schmerz, welches meiner Meinung nach falsch gelöst wurde. Verschweigen und aussitzen kann nicht immer die Lösung sein. Ist Stella durch ihr Erleben deshalb unangepasst und schnell an ihre Grenzen gekommen? Ist sie eines Mordes fähig? Zweifel an ihrer Unschuld werden vielfach gestreut und es ist letztendlich ein AHA - Erlebnis, sobald die Wahrheit der Tatnacht in den Fokus gerückt wird. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an "Die Lüge", da ich oftmals nah dran war zu begreifen und doch immer wieder auf falsche Fährten geführt wurde. Der Spannungsbogen bleibt hoch und gibt Einblicke in die menschliche Psyche, welches letztendlich sinnig erscheint und letzte Zweifel ausräumt. Das Ende überzeugt und auch die Einblicke in die Empfindungen von Adam, Stella und Ulrika ergeben eine gelungene Auflösung. Liebe und Schutz des eigenen Kindes definiert jedes Elternteil anders und dennoch ist das erzielte Ergebnis eine Folge vieler Lügen und Verwirrungen, die daher die Beweislage entkräften. Manchmal will auch niemand die Wahrheit wirklich wissen?

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Packende Geschichte über Familie, Freundschaft und Lügen! Was sind wir bereit für unsere Familie zu tun? *** Vater, Mutter, Kind. Eine fast normale Familie. Die achtzehnjährige Stella steht vor Gericht, sie soll einen Mann brutal nieder gestochen haben. Ihr Vater, ein Pastor, versucht verzweifelt herauszufinden wer lügt und seiner Tochter damit die Zukunft nimmt. Die Mutter, eine Anwältin, geht den Fall pragmatisch an. Beide geben alles um Stella zu schützen. Wie weit sind die beiden breit zu gehen, für ihre Tochter? Eine absolute Klappentext Entscheidung! Die Geschichte hört sich so spannend und verworren an, dass ich sie einfach lesen musste! Ich war sehr schnell ‚angefixed‘. Die Erzählung beginnt aus Sicht von Adam, Stella’s Vater. Zwischen aktuellen Ereignissen und Rückblenden zu Stellas Teenagerjahren erfährt man viel über die Beziehung der beiden. Man beginnt auch zu versehen warum die Verbindung einige Risse hat. Während man so Adams Erzählung lauscht kommt ein wenig Langeweile auf. Mir hätte Adams Part der Erzählung um einiges kürzer gereicht. Nahezu die Hälfte des Buches besteht aus der Sicht des Pastors. Stella und ihre Mutter bekommen jeweils nur ein Viertel. Adams Part ist wichtig um die Dynamik der Familie zu verstehen. Seine Tochter kann seine Erwartungshaltung nicht erfüllen, das weiß sie und reagiert entsprechend. Doch sind die beiden meiner Meinung nach gar nicht so verschieden, denn Adam trifft einige sehr dumme Entscheidungen und handelt aus dem Affekt heraus. Stella’s Part der Geschichte ist besonders spannend. Während Adam völlig im Dunklen tappt lernt man nur, das nicht alles zusammen passt. Es gibt Grund an der ‚Story der Polizei‘ zu zweifeln. Doch als Stella zu Wort kommt, beginnen die Zweifel zu verfliegen. Stella ist ab und an mal aggressiv, Stella gibt einen Dreck auf Regeln. Sie hat ein nicht optimales Verhältnis zu ihren Eltern und findet ihr Leben unglaublich langweilig. Stella könnte einen Mord begehen, da bin ich mir fast sicher. Mit Stella schlägt das Buch eine neue Richtung ein. Die Erzählweise passt sich dem Charakter an und man beginnt mit ihr mit zu fühlen. Als endlich die Anwältin und Mutter Ulrika zu Wort kommt wird das Buch richtig spannend. Die Längen und Langeweile die ich zeitweise bei Adam hatte war wie weggeblasen. Endlich ist die Verhandlung und ich war gespannt was passieren wird und auch ob man als Leser überhaupt die Wahrheit erfahren wird. Ich konnte es nicht erwarten zu erfahren wer und worüber derjenige gelogen hat.

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