Leserstimmen zu
Hautfreundin. Eine sexuelle Biografie

Doris Anselm

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Mit der Frage habe ich nicht gerechnet. Was möchte ich?" Mit dieser Frage, die sich die Protagonistin in 'Hautfreundin' von Doris Amseln stellt, startet eine befreiende, lustvolle Entdeckungsreise. Wir begleiten eine zufriedene, selbstbewusste Frau bei ihren sexueller Abenteuern. In 13 Kapiteln erzählt sie von ihren Bettgeschichten - mit einem Anwalt, dem Servicemitarbeiter von der Hotline ihres Kühlschranks oder auch mal alleine. Wer jetzt abgedroschen, billige pornografische Sprache erwartet liegt hier komplett falsch. Den Doris Amseln schafft es in erotischen Schilderungen oder auch teilweise nüchternen Erzählungen diese Biografie nicht billig erscheinen zu lassen, sondern völlig realistisch und humorvoll. Denn zu jedem sexuellem Abenteuer gibt es eine Geschichte zu erzählen! Frauen sollten dem Wunsch sich auszuprobieren selbstbestimmend, ohne Scham, und mit Freude am Sex und am eigenen Körper ausprobieren können, ohne dabei in eine Schublade gesteckt zu werden. Fazit: Jede Frau sollte diese Biographie auf dem Nachtisch liegen haben. Jede Frau sollte sich die Frage stellen "Was will ich?" Und es selbstverständlich und ohne Scham herausfinden. Denn Sex ist die schönste Sache der Welt - wenn man das tut was einem gefällt!

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Die Landschaft der Erotik- und Pornoindustrie gilt als nachhaltig verwüstet und von Männern geprägt, als schmutzig und billig. Dieses Buch ist nichts davon. “Hautfreundin” ist von einer Frau für Frauen, eine “sexuelle Biographie”, wie es heißt. Vielleicht sogar ein Manifest, das nachhaltig mit diesem Genre aufräumt und alles zur Sprache bringt, worum es beim Sex und bei Weiblichkeit wirklich geht und gleichzeitig der Literatur treu bleibt. Poetisch, ergreifend, einzigartig. Bitte lest dieses Buch... Mehr dazu auf unserer Homepage!

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In nahezu zusammenhanglosen Geschichten erzählt die Autorin über die sexuellen Erlebnisse der Hautfreundin, einen Namen hat die Protagonistin nicht. Die Affären der Hautfreundin sind an nichts gebunden, nicht an Liebe, nicht an eine Beziehung, nicht an eine Wiederholung oder Weiterführung. Sie erzählt davon, wie sie die Männer anspricht, mit denen sie gerne Sex hätte so zum Beispiel der Anwalt, bei dem sie einen Termin hat, beim Helfen eines Umzugs oder in einem Zugabteil. Sie denkt nicht darüber nach, ob sich das schickt oder ob es peinlich wäre, wenn sie eine Abfuhr erhalten würde. Doris Anselm ist es gelungen, hier nicht pornografisch oder schmutzig zu schreiben, sie schreibt aber auch nicht über kitschigen „Blümchensex“ oder in Metaphern, sondern es geht schon richtig zur Sache, mit genau den richtigen Worten, dass es erotisch und schön zu lesen ist. Die Hautfreundin, ist auch keine, die die Männer benützt oder erniedrigt, sondern sie beschreibt hier Sex als etwas, was beide wollen, genau so, wie sie es tun, ob es um Fesselspiele geht, im Tantraclub oder ob es sich um Sex im Auto handelt. Die dafür gewählte Sprache ist grandios. In erster Linie hat mich ja der Titel und Untertitel des Buches angesprochen bzw neugierig gemacht. Nicht jede der Geschichten war aufregend zu lesen, aber insgesamt war es eine ganz vergnügliche Lektüre.

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Doris Anselm erzählt in Hautfreundin ihre sexuelle Biografie, berichtet von sinnlichen Erfahrungen und weiblicher Lust. Was ich erwartet habe? Eine Frau, die über Sex schreibt! Was ich bekommen habe? Eine Frau, die unwahrscheinlich geistreich über Sex schreibt! Oft hab ich mich gefragt, wie jemand etwas so “Schmutziges” in so schöne Sätze kleiden kann und habe mir dabei gewünscht, dass wir bitte alle so über Sex reden. Ich finde gar keine Worte dafür, wie schön ich den Umgang der Autorin mit ihrer Lust finde. Und das, obwohl mir gar nicht mal alle Kapitel gleich gut gefallen haben. Manches wirkte mir zu konstruiert, vielleicht zu verkopft. Aber die Sätze, die Worte und all das, was Doris Anselm mit Sprache schafft, das hat mir immer gut gefallen. Und nicht nur gut, sondern außerordentlich gut. “Hautfreundin” ist eine spannende Entdeckungsreise, aber vor allem ein großartiges Lesevergnügen.

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„An seiner Bürotür steht nur Herr Neumann. Ohne Vornamen. Das gefällt mir. Es passt zu ihm. Vornamen sind etwas Unseriöses, und deshalb hat er seinen ausgezogen und das uniforme ‚Herr‘ für mich angelegt. Es schmiegt sich eng wie ein Geschirr um ihn. Man könnte ihn daran festhalten.“ (S. 41/42) Sie geht auf die Männer zu, die ihr gefallen, statt online nach ihnen zu suchen. Sie wird im Café, in der S-Bahn oder auf der Straße fündig, dabei sucht sie nicht. Die Männer, die ihr gefallen, wählt sie intuitiv aus. Sie lebt ihre Lust aus und gibt sich ihr hin. Dabei erlebt sie jede dieser Begegnungen intensiv und selbstbewusst. Sie liebt leidenschaftlich und ist sehnsüchtig. Sprachlich ist der Roman von Doris Anselm wirklich gelungen und die Gefühle und Gedanken der namenlosen Protagonistin werden metaphorisch und eingängig beschrieben, ohne, dass es klischeehaft ist. Stimmungen und Szenarien werden bildhaft und mit offenen Worten beschrieben. Ich hätte mir gewünscht, dass die Protagonistin offener und experimentierfreudiger ist - nebst einem Besuch in einer Tantrapraxis. Die Protagonistin ist in ihrer Partnerwahl sehr eng gefasst und es geht ausschließlich um heterosexuelle Begegnungen. Diversität und Vielseitigkeit findet keinen Platz in den dreizehn Kapiteln. Zusammengefasst ist es ein solider Roman, der eine moderne Protagonistin portraitiert, die ihre Lust auf Sex auslebt und sprachlich überzeugen kann.

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Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst. In loser Folge erzählt eine Frau von ihrem Leben als selbstbestimmte Frau, die ihre sexuellen Wünsche auslebt. Dabei behandelt jedes Kapitel ein anderes Thema, von der Halbwüchsigen, die die ersten Erfahrungen mit einem älteren Mann macht, bis zu wiederkehrenden Begegnungen mit wechselnden Partnern. Dabei schafft es die Autorin, dass man sich als Leser wohl fühlt. Die Sprache ist leicht und flüssig lesbar, erotisch und schön. Mir gefiel vor allem das Kapitel, dass in einer möglichen Zukunft spielt, in der die Menschen durch Geräte permanent miteinander vernetzt sind und so auch potentielle Sexualpartner vorgeschlagen bekommen. Die Protagonistin trifft darin auf einen Mann, der ungern das Gerät benutzt. Ihr Zusammentreffen verändert ihre Einstellung zur vorherrschenden gesellschaftlichen Norm und lässt sie neue Wege erkunden. Aus diesem Szenario könnte man durchaus ein eigenes Buch ausarbeiten. Gegen Ende des Buches nimmt sich die Protagonistin eine Auszeit und verbringt einen annähernd sexfreien Urlaub, aus dem sie mit neuer Energie und neuen Plänen nach Hause zurück kehrt, die dann im letzten Kapitel angesprochen werden. Das Buch ist vielleicht keine Neuerfindung des Genres Erotikroman, aber man kann sich gut in die Handlung fallen lassen und in die Protagonistin einfühlen. Ein schönes Buch für Zwischendurch.

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Ich war durch den Titel "Hautfreundin" sehr neugierig auf dieses Buch geworden. Der Untertitel - eine sexuelle Biographie machte mich noch neugieriger. In 13 Geschichten erzählt die Autorin die Erlebnisse einer Frau, die gern flirtet, im wahren Leben auf der Suche nach einem männlichen Partner ist, um mit ihm zärtliche Berührungen und Sex zu erleben. Sie begegnet ihnen in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Büro, im Tantracentrum, in der Jugendherberge...Dort als Teenager fing alles an, Die ersten Gefühle erweckte ein durchtrainierter Zivi. Die Frau, von der im Buch erzählt wird, ist eine freie Frau, die ihre Lust auslebt und selbstbewußt sich ihre Partner nach ihrem Bauchgefühl auswählt. Sie liebt die Leidenschaft und ist experimentierfreudig beim Sex. Die Erzählweise der Autorin nimmt den Leser gefangen. Es artet nicht in einer pornographischen Beschreibung aus, sondern ist feinfühlig und regt die Phantasie beim Lesen an. Man erlebt das Begehren und die Lust der Hauptheldin intensiv mit. Interessant fand ich die Beschreibung eines Zukunftsszenario, indem man davon abhängig wird, was die Mitmenschen über einen denken und wie man von ihnen mit Scannern eingeschätzt wird. Es wäre schon traurig, wenn dies einmal Wirklichkeit wird und Sehnsüchte und Gefühle nur noch durch Technik bestimmt werden... Das Buch ist etwas besonderes in der Literatur, die Sexgeschichten beinhaltet. Es regt auch zum Nachdenken an, über die Bedeutung und Beachtung der eigenen Lust und Gefühle bei der Gestaltung eines zufriedenen Lebens, zu dem auch guter Sex gehört. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

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13 Kapitel voller Leidenschaft

Von: Andrea Pehle

06.06.2019

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch. Ohne jede Vorstellung und auch ohne jede Erwartung stürzte ich mich in Doris Anselms sexuelle Biografie einer Frau, von deren Charakter von Anfang an nicht viel zu erfahren ist - und bleibt. Sie beschreibt 13 sexuelle Erfahrungen mit verschiedenen Partnern ohne dabei pornös zu werden. Dabei geht es in den Geschichten um die reine, körperliche Vereinigung. Natürlich beschreibt sie Gefühle, allerdings ohne jede Form von Romantik. Lerztlich geht es jeweils nur um das Gefühl während des Akts an sich. Sie bedient sich vieler Metaphern, verwendet eine für mich schnörkelige Sprache und macht dieses Buch auf diese Weise literarisch zu einem guten und wertigen Buch. Es ist weder eklig wie "Feuchtgebiete" noch romantisch überladen, wie so viele Kitschgeschichten, bei denen es schlussendlich richtig zur Sache geht. Ein Buch, dass weder zum Nachdenken anregt, sondern eine schöne Lektüre für zwischendurch. Einvernehmliche körperliche Verbindungen, die wirklich gut geschrieben sind!

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