Leserstimmen zu
My Town's (Extra) Ordinary People

Mikel Casal

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Neunzehn Persönlichkeiten, die facettenreicher kaum sein könnten und dabei in ein und derselben Nachbarschaft leben, werden in diesem farbenfroh illustrierten Kinderbuch vorgestellt. Dank der liebevollen Texte, wird einem schnell bewusst, dass wir unseren Fokus nicht ausschließlich auf jene richten sollten, die nach gesellschaftlichen Maßstäben etwas darstellen. Zum Beispiel, indem sie jede Menge Follower auf diversen Internetplattformen anhäufen. Oder sich mit großartigen Talenten in den Vordergrund drängen, eine dramatische, politische Botschaft verbreiten oder als Superheld im Kino auftreten. Auch hinter dem scheinbar Normalen kann sich eine außergewöhnliche Persönlichkeit verbergen. Man muss sie nur wahrnehmen. In „Meine ganz (außer) gewöhnlichen Nachbarn geht es nicht nur um Individualität, sondern auch darum, das Normale – was eventuell auch als langweilig eingestuft wird – mehr wertzuschätzen und die Menschen in unserem näheren Umfeld bewusst wahrzunehmen und ihnen mit mehr Offenheit zu begegnen. Das Buch animiert dazu an, sich seine eigenen Nachbarn einmal etwas genauer anzusehen und sie nicht nach einem kurzen Blick oder einem knappen Gruß in eine Schublade zu stecken. Für uns Erwachsene ist das natürlich schwerer als für Kinder. Wir wissen, wie viel Dummheit und Bosheit auf der Straße herumläuft. Wir sind häufig mit uns selbst und unseren Terminen beschäftigt. Aber dieses Buch bietet einen kleinen Denkanstoß, doch noch einmal genauer hinzusehen. Wer weiß, was und wen man entdeckt? Vielleicht doch etwas Gutes. Kinder öffnen sich dem Thema noch völlig unvoreingenommen. An dem Buch begeistern vor allem die Farben und die witzigen Hintergrundgeschichten. Auf die Altersempfehlung von mindestens 5 Jahren sollte schon geachtet werden, denn die Texte sind etwas tiefgründiger und mit allerlei außergewöhnlichem Vokabular gespickt, bei dem die Aufmerksamkeit jüngerer Kinder sich rasch verflüchtigt. Außerdem gibt es keine richtige Geschichte, sondern auf jeder Doppelseite nur eine Person mit der dazugehörigen Charakterisierung. Ich bedanke mich beim Prestel Verlag für das schöne Rezensionsexemplar!

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„Meine ganz (außer) gewöhnlichen Nachbarn“ ermutigt hinter die Fassade zu blicken! Mit wunderschönen Bildern lernen wir in diesem Bilderbuch, wie vielfältig unsere Mitmenschen sind, wie sehr sie sich dem Schubladen-Denken entziehen. Mit den Vorurteilen, die wir auf den ersten Blick bilden, können wir diese nicht annähernd erfassen. Niko erzählt von seinen Nachbarn, wie dem Kellner Claude, dem bei seiner Arbeit im Café niemand ansieht, dass er ein begeisterter Astronom ist. Gegen die üblichen Bilder In diesem wundervollen Bilderbuch gibt kein schneller, höher, weiter. Die Besonderheit der Nachbarn ist nicht durch Wettbewerb geprägt (auch, wenn ein früherer Olympia-Teilnehmer vorkommt). Die Männer/Frauenbilder verweigern sich den „üblichen“ Gender-Zuschreibungen. Und die wunderschönen Illustrationen zeigen Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben und verschiedenem kulturellem Background. Hier ist Diversity Normalität. Durch diese Normalität predigt das Buch die Toleranz, Akzeptanz und Mitmenschlichkeit nicht, „Meine ganz (außer) gewöhnlichen Nachbarn“ lebt Toleranz, Akzeptanz und Mitmenschlichkeit einfach vor. Und es ruft die Leser*innen dazu auf, selbst einmal etwas zu tun, das nicht der sogenannten Normalität entspricht. Mein Lieblingsbild ist mit Ali, der die Ladefläche seines Pickups als Pool für seine Neffen Cem und Silas umfunktioniert. Highlight zur Selbstbestimmung Meine Lieblingsgeschichte ist über Jule, die nicht gerne küsst. Auf einer knappen Seite Text fasst Mikel Casal damit genial zusammen, was Selbstbestimmung über den eigenen Körper bedeutet. Seine Illustration zeigt eine selbstbewusste Jule: „Leg dich nicht mit mir an“, scheint ihr Blick zu sagen. Text und Bild sollte man vielen Erwachsenen ins Poesiealbum kleben, die von Kindern verlangen, Bekannten und Verwandten ein Küsschen zu geben. Mit dieser Doppelseite kann man Kindern wundervoll vermitteln, dass sie das Recht haben „Nein“ zu sagen und das dies schon bei einem Küsschen anfängt. Schon allein aufgrund dieser Geschichte ist „Meine ganz (außer) gewöhnlichen Nachbarn“ ein wundervolles Geschenk. Grafischer Künstler Der Autor Mikel Casal gibt in einer der Nachbar-Geschichten eine tolle Selbstbeschreibung: „Grafischer Künstler“. Seine Bilder sind so klar aufgebaut und doch bieten sie Raum für Entdeckungen. Ich habe das letztens erst geschrieben, die Bücher von Prestel sind einfach wunderschön. Und „Meine ganz (außer) gewöhnlichen Nachbarn“ liegt nicht nur schön auf dem Kaffee- oder Kinderzimmertisch, sondern ist auch beim Lesen ein wundervolles Buch. Das Gute im Menschen „Last, but not least“, das Buch glaubt an das Gute in den Menschen und zeichnet sie in all ihrer Vielfalt. Denn viele Menschen sind gut und freundlich. Ich muss zugeben, dass mich die politischen Entwicklungen der letzten Jahre an diesem Guten manchmal zweifeln lassen. „Meine ganz (außer) gewöhnlichen Nachbarn“ vermittelt einen tiefen Glauben daran, dass Menschen gut sind und freundlich. Das ist für das Urvertrauen von Kindern so wichtig und auch ein Seelenbalsam für Erwachsene, die manchmal an der Welt verzweifeln. Und für das Gute im Menschen und in der Welt brauchen wir Toleranz, Akzeptanz und Mitmenschlichkeit, die dieses Buch so spielerisch vermittelt. Fazit Wie jedes tolle Bilderbuch lässt sich hier für verschiedene Altersstufen etwas entdecken. Kinder nehmen die Komplexität dieses Buches mühelos an, wie ich bei meinem 7,5-jährigen Sohn gemerkt habe, er hat nachgefragt und überlegt. Als Erwachsene habe ich Spaß daran, die verschiedenen Ebenen zu entdecken. Und auch nach dem Schreiben dieser Rezi glaube ich, dass ich noch nicht alle wahrgenommen habe. Also freue mich schon auf viele weitere Lektüren dieses außergewöhnlichen Buches. 5 hingerissene Sterne und eine absolute (Vor-)Leseempfehlung!

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Das Bilderbuch „Meine ganz (außer)gewöhnlichen Nachbarn von Mikel Casal ist ein herrliches Bilderbuch! Nicht nur für die Kleinen, auch für größere Kinder und uns Erwachsene ein Highlight! Es werden verschiedenste Charakteren und Menschen porträtiert. Man merkt dem Buch an, dass es dem Autor wichtig ist die Individualität in den Vordergrund zu stellen. Nach dem Motto jeder kann so sein wie er möchte und das ist auch sehr wichtig! Vorlesbar ab 3 Jahren, wenn die Kinder es gewohnt sind viel vorgelesen zu bekommen. Dieses Buch muss auch nicht am Stück gelesen werden, es eignet sich dazu immer mal wieder einen neuen Nachbarn kennenzulernen oder noch mal zu lesen. Daher ein Buch das früh gelesen werden und lange einen Reiz hat. Natürlich ab 5 Jahren aufwärts ist es in einem Rutsch durch, eröffnet aber Anreize für Gespräche. Die Gestaltung ist eher schlicht gehalten, aber überzeugend. Ich finde das Bilder und Text sehr gut zusammen harmoniert. Auch wenn wir natürlich unsere jetzigen Nachbar nicht hergeben wollen, haben wir im Buch unsere Lieblingsnachbarn gefunden: meine Tochter mag Telmo, mein Sohn Ali, und ich natürlich Sara. Wenn ihr nun rausfinden wollt wer diese bezaubernden Menschen sind, dann greift einfach mal zu diesem schönen Bilderbuch. Fazit: die Welt ist bunt und wir erfreuen uns daran.

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{Rezensionsexemplar/Kinderbuch} In diesem tollen Buch sehen wir, wie unterschiedlich Menschen sein können. Wie spannend, sonderbar, talentiert und großartig Menschen sind. Kindgerecht und schön illustriert, gehen wir mit Nico auf eine Reise durch seine Heimatstadt. Eine kleine Küstenstadt voller einzigartiger Personen. Wir sehen das jeder besonders ist und hinter jedem Menschen eine Geschichte, besondere Talente und eine eigene spezielle Persönlichkeit steckt. Vielleicht fällt es uns nach diesem Buch selbst auch etwas leichter, mit dem grummeligen Nachbarn in den Dialog zu treten. Vielleicht regt es dazu an die Menschen in unserer Umgebung einmal wirklich zu sehen, und sie in ihrer Individualität zu akzeptieren und wertzuschätzen.

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