Leserstimmen zu
Dear Evan Hansen

Val Emmich, Steven Levenson, Benj Pasek, Justin Paul

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Eine Geschichte mit Tiefgang

Von: Julias_Bibliophilie

12.10.2019

Ein einzelner Brief kann vieles verändern. Der Junge Evan Hansen schreibt Briefe. Durch eben diese, Ereignet sich ein Missgeschick, in dessen Rampenlicht sich Evan ganz schnell befindet. Man lernt den Protagonisten Evan sehr gut kennen, sein Gefühlschaos und auch die Einsicht über seine Gedanken. Die Thematik handelt größtenteils um physische Erkrankungen und Selbstmord, was wirklich mal eine andere Thematik ist, als die die ich sonst lese. Für manche ein weiter Einblick in eine Welt, die man nicht oft kennt. Es wirkt alles ziemlich echt. Es greift in die Jugendzeit ein, die perfekt detailgetreu beschrieben wurde. Alles in allem ein eher trauriges Buch. Es gibt auch ein passendes Musical dazu, welches ich nicht kenne. Es ist kein normales 0815 Buch, sondern eines mit Tiefgang.

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Keine gute Umsetzung des Musicals

Von: Cozibibliophilie

10.10.2019

Evan Hansen fühlt sich allein. In der Schule hat er keine Bezugspersonen und leidet unter Angstzuständen. Er macht eine Therapie und soll für diese Briefe an sich selbst schreiben. Doch einer dieser Briefe gerät an Connor, einen seiner Mitschüler. Der nimmt sich kurz darauf das Leben und der Brief von Evan wird bei Connor gefunden. Die Eltern von Connor, die ihren Sohn nicht richtig kannten, haben die Hoffnung, Evan könnte ihnen helfen, den Tod von Connor zu verstehen. Plötzlich findet Evan sich in einem Konstrukt aus Lügen wieder. Seine Mitschüler nehmen ihn nun wahr, doch schafft es Evan, dieses Schauspiel aufrecht zu erhalten? • Das Cover von „Dear Evan Hansen“ ist schön schlicht und passt gut zur Geschichte. Warum erfährt man erst, wenn man sie liest, was ich persönlich sehr gerne mag. Das Buch wurde auf der Grundlage des gleichnamigen Musicals geschrieben. Leider finde ich, dass man das am Schreibstil, dem word building und den Dialogen merkt. Die Sätze wirken abgehackt, lassen sich für mich nicht flüssig lesen. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, die von Evan Hansen und dem zu dem Zeitpunkt bereits gestorbenen Connor. Die Abwechslung fand ich ganz schön, ist mal etwas anderes. Die Geschichte ist grundsätzlich sehr gefühlvoll, leider kamen die Gefühle bei mir nicht so richtig an. Ich habe wenig mitgefühlt und konnte nicht wirklich viel Bezug zu Evan und seiner Geschichte aufbauen. Die Handlung selbst fand ich interessant, wie Evan sich in seinen Lügen verstrickt, wie seine Mitschüler vorher und nachher auf ihn reagieren und wie sich alles auflöst. Ich weiß nicht, ob ihr es beim Lesen merkt, aber mir fällt es sehr schwer diese Rezension zu schreiben. Ich werde mir jetzt demnächst wohl auch mal das Musical anhören, denn ich denke, dass die Geschichte für mich als Musical besser funktioniert. • Bewertung: 2/5⭐

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Emotional

Von: silkesbuecherwelt

06.10.2019

Evan Hansen leidet unter sozialer Phobie. Er verbringt seine Zeit am liebsten alleine in seinem Zimmer, in der Schule ist er quasi unsichtbar. Als Therapiemaßnahme soll Evan aufmunternde Briefe an sich selber schreiben. Einer dieser Briefe landet in Connor Murphys Händen. Kurz darauf ist Connor tot. Evan und Connor hatten kaum etwas miteinander zu tun, doch Evans Brief wird plötzlich zu Connors Abschiedsbrief und Connors Familie denkt, er und Evan wären enge Freunde gewesen. Evan will diese Lüge aufdecken, kann sich aber nicht dazu durchringen. Er hat ein furchtbar schlechtes Gewissen deswegen, doch er merkt auch, dass diese Lüge der Familie bei der Trauerbewältigung hilft und Evan auch selbst davon profitiert. Plötzlich wird er "gesehen" und steht im Mittelpunkt, statt nur am Rand. Die Geschichte wird hauptsächlich aus Evans Sicht erzählt, was dem Leser einen guten Einblick in Evans Gefühlswelt gibt und seine innerliche Zerrissenheit ist deutlich spürbar. Einige Stellen waren daher sehr emotional. Gut gefallen hat mir ebenfalls, dass es auch einige Kapitel aus Connors Sicht gibt. Dadurch bekommt man auch einen besseren Blick auf diesen Charakter. Ich kenne das Musical nicht, muss aber sagen, dass die Geschichte für mich auch sehr gut als Buch funktioniert hat. Durch den angenehmen lockeren Schreibstil ist die Geschichte leicht zu lesen und wird, trotz der ernsten Themen, nicht zu schwer. Eine sehr berührende Geschichte die aufzeigt, wie schnell sich Lügen verselbständigen und wie wichtig es ist, zu seinen Fehlern zu stehen - besonders vor sich selbst.

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Cover: Das Cover ist farblich sehr schön gestaltet. Ich habe eine Schwäche für blau-weiße Bücher. Außerdem spiegelt es den Inhalt des Buches gut wieder. Meinung: Dieses Buch landete sehr schnell auf meiner Wunschliste, als ich vom preisgekrönten Musical hörte, umso glücklicher war ich als ich dieses Buch in der Vorschau vom Cbj Verlag sah. Evan ist ein Außenseiter, der mit Social Anxiety (soziale Phobie, soziale Angststörungen) zu kämpfen hat. Ich finde es sehr wichtig, dass ernste Themen in Büchern angesprochen werden, da vor allem Social Anxiety zu wenig thematisiert wird und leider nihct für jeden ein Begriff ist. Kommen wir zum Inhalt: Evan Hansen möchte einfach nur mal dazu gehören und auch wahrgenommen werden. Durch ein Missverständnis denkt jeder an seiner Schule, dass er der beste Freund des verstorbenen Connor Murphys gewesen ist. Eine Lüge nach der anderen, verstrickt ihn immer tiefer in diese erfundene Geschichte. Zudem möchte er nicht die Murphys enttäuschen. Diese können den Verlust ihres Sohnes viel besser verarbeiten durch die Hilfe von Evan, der ihnen ihre Email Kommunikation zeigt, und Dinge über Connor erzählt, die niemand sonst wusste. Plötzlich steht er im Mittelpunkt und ist endlich nicht mehr unsichtbar - sogar Connors Schwester Zoe nimmt ihn war. Als Evans Mitschülerin ein großes Projekt namens das „Connor Projekt“ in die Welt ruft, kennen ihn nicht nur seine Mitschüler sondern die halbe Welt und es sieht so aus als gebe es keinen Platz mehr für die Wahrheit, also muss er sich entscheiden wieder ein Außenseiter werden, der aber gehasst wird oder wahrt er Connors Andenken… Der Schreibstil ist sehr flüssig und einnehmend. Ich konnte mich sehr gut in Evan hineinversetzen und spürte wie er sich von jedem, inklusive seiner Mutter, nicht verstanden fühlte. Zudem gab es zwischendurch Kapitel aus der Sicht von Connor, der alles von außen betrachtete und dem Leser Einblicke in seine Vergangenheit verschaffte. Sowohl Evan als auch Connor waren mir von Anfang sympathisch. Connor vielleicht sogar ein bisschen mehr, weshalb ich mir mehrere Kapitel aus seiner Sicht gewünscht hätte. Er war so viel als die Erzählungen von ihm, sodass ich bei ihm sehr emotional wurde. Auch die Bindung zwischen den beiden auf magische Weise kam mir sehr authentisch vor und ich fand es wirklich sehr schön wie Evan aus sich gewachsen ist. Fazit: Ein sehr schönes und emotional packendes Buch, das nicht nur das Thema Social Anxiety aufgreift sondern auch andere wichtige Themen wie Depression, Einsamkeit, Selbstmord,Trauer und Freundschaft. Ich gebe der Geschichte 4 von 5 Sternen.

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Ein Brief der alles verändert

Von: Janinasbookworld

27.09.2019

Dear Evan Hansen... Evan Hansen muss für deinen Therapeuten einen täglichen Brief an sich selbst schreiben, um dort seine Gefühle zu reflektieren. Aktuell hilft ihm der Gedanken an Zoe, sich besser zu fühlen. Sie weiss von ihrem Glück nichts. Ihr ältere Bruder Connor eigentlich auch nicht, bis er bei einem netten Gespräch mit Evan zufällig den Brief entdeckt und natürlich sauer wird. Einen Tag später nimmt sich Connor das Leben. Seine Eltern finden den Brief von Evan in seiner Tasche und gehen irrtümlicherweise davon aus, dass dies der Abschiedsbrief an seinen geheimen Freund sei. Um Connors Eltern glücklich zu machen geht Evan nicht auf diesen Irrtum ein und spielt den angeblichen Freund. Kann das gut gehen? Dear Evan Hansen ist ein ganz besonderes Jugendbuch, das es schon zuvor als Musical gegeben hat. Die Geschichte ist schon flüssig und jugendlich geschrieben. Evan wird als ein sympathischer Charakter dargestellt, der doch etwas anders ist als alle anderen. Als Connor sich das Leben nimmt war ich zunächst geschockt, doch da es zwischendurch aus seiner Sicht als "Geist" erzählt wird, wurde dem Buch (Gott sei Dank) doch etwas an Dunkelheit genommen. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte etwas in die Länge zieht, aber alles in allem war das Buch eine lustige aber auch gleichzeitig ernste Geschichte, die einem definitiv durch seine Einzigartigkeit im Kopf bleibt.

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Eine wichtige Message

Von: Shades.of.paper

25.09.2019

Meine Meinung 🌳 'Dear Evan Hansen' ist ein Buch, das ein Thema anspricht, das man meiner Meinung nach nicht oft genug in Angriff nehmen kann. Auf eine authentische Art und Weise lies mich die Geschichte sowohl mit dem schüchternen Evan fühlen, der nichts möchte, außer einmal dazu zu gehören,als auch mit der zurück gelassenen Familie von Connor, die auf der Suche nach Antworten für den Tod ihres Sohnes ist. Mir hat gefallen, dass das Buch nicht zu sehr auf Tragik aus ist, sondern viel mehr die Geschichte darüber erzählt, was nach dem Tod von Connor eigentlich anders ist als zuvor. Die Autoren haben es geschafft, eine super nachvollziehbare Charakterentwicklung seitens Evan aufzuzeigen, was ich ebenfalls gemocht habe. Der Schreibstil war locker und leicht zu lesen, sodass das Buch auch gut für jüngere jugendliche Leser geeignet ist. Die Message der Geschichte hat mich sehr berührt und ich hoffe, dass noch viele weitere Leser zu 'Dear Evan Hansen' greifen. ♥

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Guter Mix aus Comedy und Drama

Von: booksurfer

25.09.2019

Evan ist ein Außenseiter ohne wirkliche Freunde der unsichtbar für andere ist. Er bekommt von seinem Therapeuten die Aufgabe sich selbst Briefe zu schreiben um sich selbst zu motivieren. Durch Zufall bekommt sein Mitschüler Connor einen der Briefe in die Hände und behält ihn. Noch am selben Tag begeht Connor Suizid und durch den Brief der bei ihm gefunden wird gilt Evan nun als dessen bester Freund. Für Evan eine völlig neue Situation da er plötzlich von allen Leuten angesprochen wird und im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht. Selbst das Mädchen seiner Träume, Connors Schwester, zeigt Interesse an ihm. Doch wie lange kann Evan die Lüge aufrechterhalten und zu welchem Preis…? Als ich das erste Mal von dem Buch gehört habe war mir gar nicht bewusst, dass es ein Musical davon gibt. Umso gespannter war ich ob die Geschichte in Buchform überhaupt funktioniert. Und ich muss sagen für mich hat es das. Ich konnte mich direkt in den Charakter von Evan hineinfühlen da seine Gedankenwelt dem Leser ausführlich geschildert wird. Den Außenseiter der sich plötzlich im Rampenlicht sieht und das nur wegen einer Katastrophe haben die Autoren wirklich sehr gut eingefangen. Den innerlichen Konflikt mit sich selbst da er weiß das er was Verabscheuungswürdige tut. Aber was nimmt man nicht alles in Kauf um als Jugendlicher endlich Anerkennung zu bekommen. Für mich war auch der Anteil der Liebesgeschichte ganz interessant. Wie die beiden sich annähern und man als Leser aber weiß das das Ganze nur in einer Katastrophe enden kann. Doch nicht nur Evan kommt in dem Buch zu Wort es geht ebenfalls um Conner und seinen Suizid. Was treibt einen jungen Menschen dazu sich selbst das Leben zu nehmen und was sind die Nachwirkungen? Wie kommt die Familie mit der Tragödie und der Trauer zurecht. Diese doch sehr ernsten Themen werden immer wieder etwas aufgelockert durch Evans Geschichte und so ergibt sich ein toller Mix der das Buch nicht zu schwer werden lässt. Durch den flüssigen Schreibstil findet man sich von Beginn an leicht in der Geschichte ein. Das Buch hat einen starken Anfang der bis etwa zur Hälfte des Buches anhält danach muss ich sagen ließ die Geschichte ein wenig nach. Ein Buch das mich bis auf wenige Kleinigkeiten von sich überzeugen konnte. Die angesprochenen Themen wie Suizid, Trauerbewältigung, Mobbing und Einsamkeit benötigen leider immer noch Sensibilisierung in unserer Gesellschaft. Das Buch leistet dazu einen guten Beitrag und sollte auch als Schullektüre nicht aus Acht gelassen werden.

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Was geben Therapeuten einem nicht alles an nervtötenden Aufgaben auf, hm? Von zum Beispiel Evan Hansen wird erwartet, dass er sich täglich einen aufmunternden Brief schreibt. Ein paar motivierende und positive Worte an sich selbst gerichtet. Wozu das gut sein soll? Weiss Evan selbst nicht so richtig, aber um den Frieden zu waren tippt er sein Briefchen. Blöd nur, dass dieses ungewollt an seinen Mitschüler Connor Murphy gelangt. Noch blöder, dass dieser Brief bei Connor gefunden wird, nachdem dieser Selbstmord begangen hat. Richtig blöd, dass die Eltern von Connor Evan nun für seinen besten Freund halten und es gar nicht so leicht ist, die Situation aufzuklären.. Soweit so gut, hm? Die Thematik mit dem Zufall und was sich daraus alles entwickelt ist bei weitem nicht neu, auch ist seit "Töte Mädchen lügen nicht" Teenager-suizid kein großes, neues Schockthema mehr. Doch wirkt der Mix vielversprechend und ich persönlich finde es wichtig und interessant das Thema auf diese Weise hervorzuheben. Ich bin mir sicher, in meiner eigenen Teenie-Zeit hätte ich mich zielstrebig auf die Geschichte gestürzt und auch jetzt, mit Ü30 und aus einem anderen Blickwinkel, war ich sofort hellhörig. Hellhörig hier übrigens im wahrsten Sinne des Wortes, da ich mich ausnahmsweise mal für die Hörbuchvariante entschieden hatte und damit vollauf zufrieden in der Präsentation war bzw. bin. Die Geschichte wird aus Evans Perspektive erzählt, zwischendurch findet man ein paar Einspieler von Connor (jeweils eine Person gelesen von Julian Greis und Pascal Houdus). Evan lammentiert leider immer etwas rum, wodurch man ihn zwar gut und ausführlich kennenlernt und Einsicht in sein Gefühlsleben bekommt, man aber auch dann und wann den Gedanken bekommt, dass er mal bitte auf den Punkt kommen soll. Leider macht seine Lügerei ihn weitesgehend unsympathisch, auch wenn dieser Weg mit guter Absicht gepflastert war.. Aber die Thematik psychische Erkrankungen und Selbstmord waren ja das, was mich anzog.  Leider wird damit nicht so umgegangen, wie ich es mir wünschen würde, wenn auch die Handlung der Realität entspricht. Die Schnelllebigkeit des heutigen Alltags lässt einem kaum Zeit in sich zu gehen, jeder ist auf seinen eigenen Vorteil fokussiert. Die Geschichte fängt den aktuellen Zeitgeist der Jugend geschickt auf. Soziale Netzwerke, eine abgehackte und rüde Sprache bzw. Ausdrucksweise und Oberflächlichkeiten wirken wie aus dem realen Alltag gegriffen, was mich echt fasziniert hat. So gut habe ich das selten in einem Jugendbuch aufgegriffen empfunden! Alles in allem finde ich die Geschichte sehr traurig, selbst wenn sich nebenher noch eine Romanze einfädelt. Nicht zu traurig für Jugendliche, aber mit etwas Weitblick und Gedanken zu dem Thema eben doch traurig. "Dear Evan Hansen" ist eigentlich ein recht beliebtes amerikanisches Musical, welches ich leider nicht kenne. Ich kann mir vorstellen, dass die Stimmung da aufgelockerter ist, ich bin jedenfalls neugierig genug geworden mich auf die Erfahrung einzulassen und werde mich da mal ein wenig schlau machen.. Keine Geschichte für jede Stimmung, aber auch kein 08/15 New Adult-Quatsch.

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