Leserstimmen zu
Sieh mich an

Erin Stewart

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Jahreshighlight!

Von: Tine_1980

01.12.2019

Bei einem schrecklichen Feuer hat die 16-jährige Ava alles verloren: ihre Eltern, ihre Cousine Sara und ihr Zuhause. Sie lebt bei Saras Eltern, nachdem sie lange Zeit im Krankenhaus verbracht hat und viele Operationen über sich ergehen lassen musste. Ihr Gesicht ist von tiefen Narben gezeichnet und sie kämpft sich Schritt für Schritt in den Alltag zurück. Saras Eltern wünschen sich, dass sie wieder die Highschool besucht – Ava stimmt zu es zwei Wochen zu probieren. Ava ist wild entschlossen, danach keinen Fuß mehr vor die Tür zu setzen, doch dann kommt alles anders und Ava findet ausgerechnet dort, wo sie es am wenigsten erwartet, Seelenverwandte. Ava lernt man nach dem Feuer kennen, fast ein Jahr ist vergangen und sie musste wahnsinnig viel ertragen, neben den körperlichen Schmerzen, ist auch der persönliche Verlust schwerwiegend. Ava ist kein Opfer, sondern eine Überlebende! Bis sie selbst dies so sieht, vergeht doch noch einige Zeit. Mit ihrem verbrannten Gesicht, dem fehlenden Ohr und einem Zeh als Daumen sind nur einige Stellen beschrieben, die sie nicht unbedingt scharf darauf machen, wieder in die Highschool zu gehen. 60 Prozent sind verbrannt. Zwei Wochen ist sie bereit sich diesem für sie unvorstellbarem Alptraum zu stellen. Ihre schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich und sie ist die Person, die von allen begafft oder gemieden wird. Es wird hinter ihrem Rücken getuschelt oder ihr offen ins Gesicht gesagt, was sie für ein Freak ist. Bis sie auf Piper, die selbst nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt, und Asad, der eher ein Junge im Hintergrund ist, trifft. Auf einmal sind die Tage nicht mehr ganz so grau und sie beginnt, trotz ihres Schicksals, wieder mehr nach vorn zu schauen. Ebenso begibt sie sich durch Piper zur Theatergruppe, denn das war ihre Passion, bevor das Feuer alles zerstörte. Das Leben beginnt wieder einen Sinn zu ergeben. Ich mochte Ava sehr und auch wenn sie es oft selbst nicht so empfunden hat, war sie eine Kämpfernatur. So ein Schicksal zu ertragen erfordert schon ein hohes Maß an Kraft und Durchhaltevermögen, körperlich wie seelisch, sich dann auch noch dem Besuch einer Schule zu stellen, benötigt so viel Mut. Mit Piper findet sie eine Freundin, die sie so nimmt, wie sie ist. Doch auch Piper schleppt ihren Ballast mit sich herum und hat so einige Baustellen. Gegenseitig bauen sie sich immer wieder auf und geben sich Kraft. Auch wenn beide Fehler machen, wissen sie, wie wichtig ihre gegenseitige Freundschaft ist. Asad war ein superlieber Kerl, der Ava Mut gibt und sie unterstützt, wo er nur kann. Für ihn ist Ava einfach seine Freundin, die Verbrennungen erlitten hat. *“Wer sonst kann von sich behaupten, eine Sternschnuppe auf der Haut zu tragen?“ Meine Finger streichen über die Narbe, die von meinem Schlüsselbein bis zur sternförmigen Narbe des Luftröhrenschnitts am Halsansatz reicht. … Aus Asads Perspektive sieht alles anders aus – besser.* Zitat Seite 282 Ava kann sich auch glücklich schätzen Cora und Glenn, die Eltern von Sara, zu haben. Sie sind sich gegenseitig eine Stütze und ich mochte die Momente, die die drei zusammen ausstehen, wenn es um die verlorenen Eltern oder Tochter beziehungsweise Cousine geht. Die Emotionen kommen in diesem Buch garantiert nicht zu kurz. Es lädt zum Nachdenken, Lachen, Weinen und Mitfühlen ein und ist ein Auf und Ab, das einem zeigt, dass es immer einen Grund zum Weiterleben gibt. Man erfährt hier, wie wichtig der Zusammenhalt unter Freunden und der Familie ist und wie die gegenseitige Unterstützung einen zum Weitermachen animiert. Ein bewegendes, emotionales Buch über das Leben nach einem schweren Schicksal. Die Gefühle kochen hoch und es lässt sich wunderschön lesen. Der Weg nach vorne wunderschön beschrieben. Ein Jahreshighlight für mich!

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Taschentücher bereit halten!

Von: Myrcella

30.11.2019

Meine persönliche Meinung Das Cover: Um ehrlich zu sein finde ich das Cover jetzt nicht unbedingt so spektakulär, aber es gefällt mir dennoch. Die Farbzusammensetzung gefällt mir sehr gut und dass bei dem Mädchen auf dem Cover kein Gesicht vorhanden ist, trifft den Kern der Geschichte sehr gut. Die Handlung: Allein der Einstieg ist für jemanden wie mich, der ohnehin schon nahe am Wasser gebaut ist, nicht leicht zu verkraften. Die junge Ava hat alles im Leben verloren, ihr Zuhause, ihre Eltern und 60% ihrer Haut. Seit dem Brand schottet sie sich vom sozialen Leben ab. Man merkt schon zugleich, dass sie ein sehr zynisches Mädchen ist mit einer enormen Verbitterung und Wut auf das Leben, was man auch anhand ihres Schicksals sehr gut nachvollziehen kann. Ihre Tante möchte sie nun, da ein Jahr vergangen ist nach den tragischen Ereignissen, zurück auf eine normale Schule schicken.  Nach anfänglicher Panik geht Ava mit ihrem Onkel und ihrer Tante einen Deal ein, welcher eine Probezeit von zwei Wochen beinhaltet. Ich muss sagen, nach den ersten Kapiteln war ich emotional so aufgewühlt, dass ich erst mal eine Pause einlegen musste. Aber die Neugierde über den weiteren Verlauf der Geschichte hat letztendlich gesiegt. Teilweise musste ich über Ava’s Zynismus, und die Sprüche, die sie so raushaut, schmunzeln. Das gefiel mir an dem Buch besonders gut, dass eine gute Portion Humor enthalten ist. Die Botschaft des Buches ist ganz klar, wir leben in einer sehr oberflächlichen Gesellschaft, die von perfektem Aussehen geprägt ist. Und sehr oft lohnt sich ein Blick hinter die Fassade. Man soll einen Menschen niemals nach seinem Äußeren beurteilen und stigmatisieren. Daher finde ich, dass dieses Buch gerade für Teenager sehr gut geeignet ist. Das es hintergründig in dem Buch auch noch um Musicals geht, hat mir, als ehemalige Theaterschauspielerin noch das Tüpfelchen auf dem “i“ gegeben. Der Schreibstil der Autorin ist einfach nur genial. Ein gelungener Mix aus Tragik, Drama und Humor machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem. Es regt zusätzlich dazu an, über die eigene Oberflächlichkeit mal nachzudenken, gerade  Zeitalter von Youtube und Instagram, wo oft jüngerem Publikum durch die vielen Influenzer und Make-Up-Blogger vermittelt wird, wie wir doch bitteschön auszusehen haben, um perfekt und wunderschön zu sein. Das Ende fand ich passend und ließ mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Mein Fazit: Ein Buch, welches mich emotional sehr bewegt, und dazu gebracht hat, nachzudenken, was im Leben wirklich zählt und wie gut es mir doch eigentlich geht. Ich vergebe diesem emotionsgeladenen Werk ganz klare 5 von 5 Büchersternchen und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Dieses Buch sieht nicht nur wunderschön aus, sondern es ist es auch im Inneren. Auch wenn die Geschichte keine leichte Kost ist. Avas Geschichte macht mich betroffen und ich kann Ihre Emotionen so gut nachempfinden. Ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen wie es mir an Avas Stelle gehen würde. Ihre Eltern tot. Ihre Cousine tot. Sie? Unerträgliche Schmerzen und viele Ops. Und jetzt lebt sie bei ihrem Onkel bzw ihrer Tante in dem Kinderzimmer ihrer toten Cousine. Was quasi ein Schrein ist. Und durch ihre schweren Verbrennungen wird sie immer angestarrt oder schlimmeres. Kein Wunder wenn man da verbittert, introvertiert, traurig und deprimiert bis deprrssiv ist. Durch einen Deal mit ihrer Tante geht sie wieder zur Schule und lernt dort Piper und Assad kennen. Die Beiden sind wirklich großartig und etwas ganz besonderes. Trotzdem tut sich Ava mit der „realen“ Welt schwer. Denn die kann oft grausam sein. Und auch die stärksten Personen sind manchmal schwach und brauchen Hilfe. Aber auch für Ava selbst hält das Leben noch einige Lektionen bereit... Diese Geschichte hat mich emotional sehr lange beschäftigt und tut es in gewisser Weise immer noch. Denn hier wird die Geschichte einer Überlebenden erzählt, die aber gar keine sein will. Sondern mit dieser Tatsache hadert. Und die man gerade deshalb sofort ins Herz schließt. Die Autorin hat hier eine sehr stimmige, emotionale, ungeschönte Geschichte erzählt, die einen trotzdem viele Weisheiten für sein eigenes Leben mitgibt. Ich kann dieses Buch nur wirklich jedem empfehlen.

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Bewegende Geschichte

Von: allesgelesen

21.11.2019

Darum geht es: Die 16jährige Ava verlor bei einem schlimmen Hausbrand nicht nur ihre Eltern, sondern auch ihre Cousine, welche gleichzeitig auch ihre beste Freundin war. Sie überlebte zwar den Brand, aber ihr ganzer Körper, einschließlich ihrem Gesicht ist nun von Narben gezeichnet. Sie schämt sich für ihr Aussehen und wünscht sich, dass sie das Feuer nicht überlebt hätte. Nach und nach kämpft sie sich in ein halbwegs normales Leben zurück. Sie besucht wieder die Schule, findet neue Freunde und verliebt sich. Meine Meinung: Also zuerst finde ich allein schon das Cover ziemlich ansprechend. Auch der Titel und vor allem der Untertitel, haben mich sehr neugierig gemacht. Das Buch hat mir von Anfang an gefallen. Von der ersten Minute an war die Geschichte fesselnd. Man denkt zwar, es würde einen eine traurige Geschichte erwarten. Doch auch lustige Stellen sorgen immer wieder für Auflockerungen der tragischen Story. Es nimmt einen zwar mit, wenn Ava gemobbt, über sie gelästert wird oder sie sich an die alten Zeiten vor dem Hausbrand zurück wünscht. Es macht einen jedoch auch glücklich, wenn man liest, wenn sie Spaß mit ihren neuen Freunden hat. Fazit: Dieses Buch muss man einfach lesen, denn es zeigt einem, dass das Leben immer einen Sinn hat, auch wenn es manchmal nicht so scheint.

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Absolutes Highlight

Von: Stefanie_booksweetbook

21.11.2019

Mit "Sie mich an" hat die Autorin Erin Stewart mich vollkommen überwältigt. Ich bin so begeistert, gerührt und absolut hin und weg. Was für eine tolle und herzergreifende Geschichte. Ava verliert bei einem Brand nicht nur ihre Eltern und Cousine, nein, auch 60% ihrer Haut ist verbrannt. Ein schreckliches Ereignis, das jede Menge Trauer, Wut, Selbsthass und jede Menge Schmerz an Seele und Körper zurückgelassen hat. Ihre Tante wünscht sich, dass sie wieder zur Schule geht, aber Ava schämt sich und hat angst von allen angestarrt und verspottet zu werden. Schließlich gibt sie nach und einigt sich mit ihrer Tante darauf 14 Tage zur Schule zu gehen. Dort stößt sie nicht nur auf Ablehnung, sondern findet auch Menschen die hinter die Narben sehen. Ich bin so so sehr begeistert. Die Autorin hat mit Ava eine ganz wunderbare Charaktere erschaffen. Sie ist einerseits ängstlich und zurückhaltend, was ich absolut nachvollziehen kann, aber andererseits so stark und tapfer und ein ganz wunderbares 16 jähriges Mädchen. Ihr Sarkasmus und ihr trockener Humor machen sie so sympathisch und ich musste sehr oft über ihre Art und Weise schmunzeln und lachen. Aber genauso oft habe ich mit ihr gelitten und besonders bei den Tagebucheinträgen haben ich immer weinen müssen. Ihre Tante und Onkel haben mich ebenso berührt, denn auch für sie ist seit dem Unfall nichts mehr wie es war. Sie sind so wunderbare Menschen und tun alles mögliche für Ava und ihr Wohlbefinden. Ich kann kaum ausdrücken wie sehr mich dieses Buch berührt hat. Ich kann nur sagen, lest dieses Buch und lasst euch von Ava inspirieren, auch wenn sie das nicht gerne hören würde. ;) Ein Buch über Verlust, Trauer, Freundschaft und der Liebe zu sich selbst und vielem mehr. Ein absolutes Highlight und ein Buch das man gelesen haben sollte. Vielen Dank an das Bloggerportal von Randomhouse und an Heyne>fliegt für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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Jugendbuch mit Tiefgang

Von: Wibke Wippich

18.11.2019

Fangen wir bei der Covergestaltung an und schaffen uns von außen nach innen durch: Die leuchtenden Farben finde ich extrem cool und es fällt auch gleich beim Buchhändler im Regal auf. Es ruft nicht nur mit dem Titel: Sieh mich an, sondern auch die Farben tun es. Also, ein gelungenes Cover, das auf jeden Fall die jugendliche Leserschaft anspricht. Den Inhalt des Buches kurz erklärt. Die sechzehnjährige Ava verliert bei einem schlimmen Brand ihre Eltern und ihre Cousine Sara, die für Ava vielmehr als nur eine Cousine war sondern die beste Freundin und Seelenverwandte. Sara‘s Eltern kümmern sich sehr liebevoll um die verwaiste Ava, die sich aber nach dem Brand völlig von der Außenwelt abkapselt. Der Grund sind ihre schlimmen Narben, die nicht nur ihren kompletten Körper bedecken sondern Ava‘s Gesicht wurde durch die Flammen regelrecht zerstört: Sie erkennt ihr eigenes Gesicht nicht mehr. Das Buch beginnt damit, dass Ava ihre Gesichtsmaske abgenommen wird und sie diese auch nicht mehr benötigt. Ava soll jetzt wieder auf die Highschool gehen um so etwas wie einen normalen Alltag wiederzubekommen. Sie hat absolut Angst davor und handelt mit ihrer Ziehmutter und den Ärzten einen Deal aus: Sie geht für 14 Tage zur Highschool und falls sie es nicht schafft, muss sie nach den zwei Wochen nicht mehr dorthin. Vielmehr will sich Ava komplett von der Außenwelt dann zurückziehen. Sie hegt keinerlei Hoffnung da draußen unter anderen Menschen je wieder Anschluss zu finden bzw je wieder ein normales Leben führen zu können. Ava flüchtet sich in den Sarkasmus , was am Anfang etwas lustig anmutet. Aber vielmehr baut sie damit eine Mauer um sich herum, um nicht verletzt zu werden. Die Geschichte wird in der Ich-Form erzählt, was einem als Leser einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt gewährt. Als Ava eher widerwillig die Highschool besucht, passiert das, was sie sich nie hätte vorstellen können: Sie lernt Jemanden kennen, der sie so sieht wie sie wirklich ist. Mehr will ich auch gar nicht verraten. Auch wenn es ein Jugendbuch ist, spricht es mich als erwachsenen Leser sehr an. Es regt an darüber nachzudenken, dass es mehr an einem Menschen gibt wie nur sein Äußeres. Es behandelt die Themen wie Trauer und dass es auch nach einem schweren Schicksalsschlag weitergeht. Wieder Mut zu fassen um aufzustehen. Mir hat es sehr gefallen dieses Buch zu lesen, alle Charaktere sind authentisch und gut beschrieben. Man fliegt förmlich durch die Zeilen. Sieh mich an von Erin Stewart ist ein absolut empfehlenswertes Buch, das es schafft zu berühren und zum Nachdenken anzuregen. Von mir gibt es fünf Sterne!

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Absolut lesenswert!!

Von: lauraszeilen

18.11.2019

Die Autorin hat hier alles richtig gemacht. Ein lockerer und trotzdem tiefgehender Schreibstil lädt dazu ein, in die Geschichte von Ava abzutauchen. Die Protagonistin hat durch einen Brand ihre Eltern sowie ihre Cousine verloren und lebt seitdem bei Onkel und Tante. Durch den Brand hat sie den Großteil ihrer Haut verloren und zahlreiche Hauttransplantationen hinter sich. Besonders zu schaffen machen ihr ihre Augen, die herunterhängen und ihre Hand, an der zwei Finger zusammen gewachsen sind und an der Stelle, an der ihr Daumen sein sollte, sitzt nun ihr großer Zeh. Ava geht nicht mehr zur Schule und kämpft sich alleine durchs Leben, fest davon überzeugt sie bräuchte niemanden an ihrer Seite. Ihrer Tante zu liebe lässt sie sich darauf ein auf Probe in eine neue Schule zu gehen. Sie ist davon überzeugt, sobald die Probezeit abgelaufen ist, kann sie sich wieder vor anderen Menschen verstecken. Doch gerade dort lernt sie Seelenverwandte kennen.. Ava ist ein Charakter, in den ich mich sehr gut hineinversetzten konnte, da die Autorin ihr Inneres sehr authentisch und ehrlich widerspiegeln konnte. Auch wenn man sich sehr schwer vorstellen kann, wie schwer es für einen Menschen sein muss, der eine solche Tragödie durchleben musste, kann man sehr gut mit ihr mitfühlen. Sehr bewundernswert und stark finde ich vor allem ihre Entwicklung im laufe der Geschichte. Auch die Nebencharaktere haben sich authentisch in die Geschehnisse eingefügt. Besonders die Zuneigung von Avas Onkel und Tante gegenüber Ava hat mich sehr berühren können. Die Freundschaft zwischen Ava, Piper und Asad ist wohl genau das, was man wahre Freundschaft nennen kann. Sie haben großen Streit, verletzen einander, doch sobald es hart auf hart kommt können sie aufeinander zählen. Wunden können nicht von einem Tag auf den anderen Tag verschwinden, doch mit den richtigen Menschen an der Seite wird alles viel erträglicher. In „Sieh mich an“ hat die Autorin so viele wichtigen Themen und Botschaften glaubhaft vereint. Sie lässt den Leser lachen, weinen und vor allem hoffen.

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Mehr als man denkt

Von: Sindy

18.11.2019

Voller Vorfreude habe ich angefangen dieses Buch zu lesen und bereits im ersten Drittel war ich gefangen und gespannt. Erwartet hatte ich eine traurige Geschichte über ein Mädchen mit Trauma und Depressionen. Bekommen habe ich einen Spiegel mit Witz und schwarzem Humor. Die Schreibweise ließ mich oft sehr lange an dem Buch haften, was auf die Tagebuchform zurückzuführen ist. Die Geschehnisse selbst sind so realistisch und detailliert beschrieben, dass weder Fantasie noch Vorstellungskraft notwendig ist. Bei dem Thema Brandopfer ist sehr gut recherchiert worden oder sogar selbst erlebt worden. Bis ins letzte Detail ist alles stimmig. Es ist gesellschaftskritisch und soll uns den Spiegel vorhalten und uns auf unsere Oberflächlichkeit aufmerksam machen. Dennoch wird auch klar gezeigt wie man mit furchtbaren Situationen umgehen kann und vorallem hat es mir gezeigt, dass es niemals einen Grund gibt aufzugeben. Trotz dessen Ava überlebt und alles verloren hat und teils depressiv wirkt, kommt auch schnell zum Vorschein das sie nicht alles verloren hat. Ihr Humor und Lebenswille ist geblieben, obwohl sie das manchmal vergisst oder auch nicht sieht. Sie ist stark und will trotzdem nicht als dieses starke Mädchen angesehen werden.

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