Leserstimmen zu
Vardo – Nach dem Sturm

Kiran Millwood Hargrave

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Der Roman beginnt auf eine ruhige, kalte, poetische Art und entwickelt sich zu einem intensiven, emotionalen und düsteren Lesevergnügen. Die Charaktere sind detailliert und authentisch ausgearbeitet, man bekommt einen intensiven Einblick in das harte Leben von Frauen auf der Insel im Jahr 1617. In einer Zeit wo Frauen den Männer unterwürfig waren, wo Hexenverfolgungen zur einer Normalität gehörten. Es ist erschreckend wie schnell eine starke Frau, oder eine, die es besser hat beschuldigt werden kann eine Hexe zu sein und welche Methoden es damals gab dies zu beweisen. Der Leser wird hier nicht verschont, da es auch noch auf wahre Begebenheit beruht ist es noch tragischer und grausam. „Vardø - Nach dem Sturm“ ist ein beeindruckendes Roman über Verlust, Trauer, Missgunst, Freundschaft und Liebe. Eine Geschichte die lange in Erinnerung bleibt. Absolute Leseempfehlung!

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Heilig Abend 1617, ein hälftiger Sturm fegt über Vardo der östlichsten Gemeinde Norwegens hinweg und versenkt die Fischerboote der Gemeinde. Alle erwachsenen Männer der Insel sterben dabei und zurück bleiben die Frauen die versuchen den Kampf ums überleben aufzunehmen und die Aufgaben der Männer untereinander aufzuteilen. Und als wäre dies nicht schon schwer genug wird ein Gesetze gegen Zauberei und Hexerei erlassen, das einem Teil der Gemeinde der nicht christlichen Glaubens sondern der Geisterwelt durch einen Schamanen angehört erschwert. Den zur Durchführung des Gesetzes wird Absalom Cornet der sich bereits einen Namen in der Hexenverfolgung gemacht hat nach Vardo geschickt. Der glaube an Zauberei und Hexerei treibt die Gemeinde immer mehr auseinander. Historisch gut recherchiert beschreibt Kiran Millwood Hargrave wie grausam die Hexenverfolgung im Jahr 1617 durchgesetzt wurde. Kiran Millwood Hargrave setzt mit Vardo ein Mahnmal damit niemand vergisst das es bis heute wichtig ist das Menschen ein Recht auf Ihre Meinungsfreiheit haben und selbst entscheiden können welchem Glauben sie angehören. Ein Roman den man so schnell nicht vergisst und von mir eine klare Leseempfehlung.

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Düster. Bedrückend. Berührend. So lautet mein Fazit zu „Vardø“ von Kiran Millwood Hargrave, das ich vor ein paar Tagen beendet habe. Dass das Leben auf der kleinen Insel an der Nordostküste Norwegens hart und entbehrungsreich ist, wird schon zu Beginn des Romans durch Hargraves bildhafte und ungeschönte Erzählweise deutlich. Der Tod der Fischer bei dem Sturm ist zuallererst eine Tragödie für die Frauen der Siedlung. In dem Versuch, sich selbstständig ein Überleben zu sichern, ergeben sich außerdem neue Dynamiken und Spannungen unter den Frauen, was aus der Sicht der jungen Maren eindringlich und spannend beschrieben wird. Noch grauenhafter als die Folgen der Naturgewalt ist jedoch der Schrecken, den ein einziger Mann über die Insel bringt: Der Kommissar und Hexenverfolger Absalom Cornet. Zu Beginn brauchte ich ein wenig, um mich in den ungewöhnlichen Schreibstil hineinzufinden. Die Geschichte entwickelt sich zunächst langsam mit dem Fokus auf zwischenmenschlichen Beziehungen, einerseits unter den Frauen in Vardø, anderseits zwischen Cornet und seiner jungen Gattin Ursa. Die Mischung aus Angst, Leid, Hass, Verrat und Lügen, die wie eine dunkle Wolke über der Insel schwebt und sich zum Ende hin in einen schrecklichen Sturm verwandelt, konnte ich bei der Lektüre ununterbrochen nachempfinden. Dieser von wahren Begebenheiten inspirierte Roman ist für mich ein bedrückendes Buch mit wichtigen Aussagen zu den Themen Machtmissbrauch, Hetze und Selbstbestimmung, die auch heute noch höchstaktuell sind. Klare Leseempfehlung!

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Inhalt : Vardø, Norwegen am Weihnachtsabend 1617. Maren sieht einen plötzlichen, heftigen Sturm über dem Meer aufziehen. Vierzig Fischer, darunter ihr Vater und Bruder, zerschellen an den Felsen. Alle Männer der Insel sind ausgelöscht – und die Frauen von Vardø bleiben allein zurück. Drei Jahre später setzt ein unheilvoller Mann seinen Fuß auf die abgelegene Insel. In Schottland hat Absalom Cornet Hexen verbrannt, jetzt soll er auf Vardø für Ordnung sorgen. Ihn begleitet seine junge norwegische Ehefrau. Ursa findet die Autorität ihres Mannes aufregend und hat zugleich Angst davor. Auf Vardø begegnet sie Maren und erkennt in ihr etwas, das sie noch nie zuvor erlebt hat: eine unabhängige Frau. Doch für Absalom ist Vardø nur eins - eine Insel, die von Gott verlassen wurde und die er von teuflischer Sünde befreien muss. Vita : Kiran Millwood Hargrave wurde 1990 in Surrey geboren. In ihrem ersten Jahr an der Universität begann sie Lyrik zu verfassen und veröffentlichte drei Gedichtbände und ein Theaterstück. Ihre Kinderbücher wurden in England sofort zu Bestsellern, sie gewann den Waterstones Children's Book Prize und den British Book Awards für das Children's Book of the Year. »Vardø. Nach dem Sturm« ist ihr erster Roman für Erwachsene. Mit ihrem Mann Tom und der Katze Luna lebt die Autorin in Oxford direkt am Fluss. Buchbesprechung : Die Autorin Kira Millwood Hargrave greift in ihrem neuen Roman eine wahre Begebenheit auf. Am Weihnachtsabend im Jahre 1617  gab es in Norwegen das schlimmste Unwetter aller Zeiten. Besonders betroffen war die östlich gelegene Insel Vardo. Alle Männer kommen ums Leben, die Frauen bleiben zurück. Von diesem unglück zutiefst erschüttert, müssen die Frauen versuchen, in dieser kargen Gegend fast ohne männliche Hilfe zurechtzukommen. Unsere Protagonistin Maren hat durch den verheerenden Sturm Vater, Bruder und den Verlobten verloren und muss nun mit ihrer Mutter und der schwangeren Schwägerin Diinna zurechtkommen. Zur gleichen Zeit kam es in Nordnorwegen zu einer Welle von Hexenverfolgungen. Diese macht auch vor der Insel Vardo nicht halt. Drei Jahre nach dem Unglück soll Absalom Cornet, der schon in Schottland Hexen verbrannt hat, auf Vardo für Ordnung sorgen. Mit dabei ist auch seine junge Frau Ursa. Die beiden haben erst vor kurzem geheiratet und Ursa ist in allem noch völlig unerfahren, vor allem im Führen eines Haushaltes. Ursa wird von den Inselbewohnerinnen argwöhnisch beäugt, aber nach und nach entwickelt sich so etwas wie eine zarte Freundschaft zwischen ihr und Maren, da sie sich Mren anvertrauen kann und diese ihr auch in alltäglichen Sachen Ratschläge gibt und ihr hilft, sich zurechtzufinden. Das Tun des Hexenverfolgers Absalom Cornet ist grausam und schwer zu ertragen, vor allem, da es auf historischen Tatsachen beruht. Die Autorin hat einen ganz einzigartigen und behutsamen Schreibstil, der das Buch für mich zu etwas ganz besonderem gemacht hat. Die Charaktere wurden von der Autorin sehr gut herausgearbeitet und auch die verschiedenen Glaubensrichtungen wurden anschaulich dargestellt. Insbesondere die Macht der Liebe, die alle Schwierigkeiten überwinden kann und sich immer einen Weg bahnt, hat die Schriftstellerin toll beschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. Die Hexenverfolgung in Nordnorwegen war mir bis dato völlig unbekannt und ich werde mich in diese Thematik mit Sicherheit noch mehr vertiefen. Für mich war dieses Buch eine absolutes Lebens-Lese-Highlight. Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

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Spannendes Buch mit tollem Setting

Von: JennyPenny

27.08.2020

Mitreisender fiktiver Roman der mit vielen Gut recherchierten historischen Details zum Leben erweckt wird. Kiran Millwood Hargrave erzählt im Roman „Vardo – Nach dem Sturm“ berührend und eindringlich über das reale Schicksal der Frauen in der titelgebenden Gemeinde Norwegens im Jahr 1617, die sich schon bald nach dem Unwetter und dem Verlust ihrer Männer der Macht der von der Regierung entsendeten Hexenverfolger gegenüber sehen, die die Gesetze erbarmungslos durchsetzen. Gleichzeitig schreibt die Autorin zart und behutsam über Liebe, die nicht zerstört werden kann und sich ihre eigenen Wege sucht. Ein Roman mit einem ganz eigenen Klang, der in Erinnerung bleibt. Leseempfehlung!

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stellt euch vor: ihr müsst mit ansehen wie euer vater und andere männer auf offener see ertrinken...ihre leichen werden wenig später angespült...übrig bleiben nur noch kinder oder alte männer...in einer zeit zu der die frauenrechte noch in weiter ferne lagen, passiert dies bei einem sturm in norwegen...für viele ist klar - dies ist das werk von hexen... das buch handelt von einer wahren begebenheit und macht es für mich noch greifbarer als es sowieso schon ist...ich hatte das buch eigentlich in 4 abschnitte unterteilt...tja, planung ist immer gut...von einem nachmittag zum nächsten war das buch dann aber doch schon ausgelesen...ich konnte mich nicht los reißen...wollte es auch nicht... dieses buch hat etwas in mir bewegt...mein herz schlug schneller und ich litt...als wäre ich teil dieser frauen...frauen, die ihren weg finden müssen...doch nicht jeder ist mit diesem weg einverstanden und so entstehen missgunst und gerüchte... die geschichte ist packend, traurig und herzergreifend...diese frauen durchleben liebe und hass...ein teil von ihnen kämpft für ihre freiheit...sie bringen den mut auf sich aufzulehnen...doch zu einer zeit von hexen und zauberer gleicht dies fast einem kampf gegen windmühlen... ich bin hin und weg von der autorin...der schreibstil einfühlsam und intensiv...das ende lässt spielraum für die zukunft...ich kann einfach nicht anders als deutlich zu sagen, dass ich dieses buch liebe... dem ein oder anderen wird es vielleicht zu langweilig sein...es ist ein ruhiger roman...zwischen den zeilen steht aber so viel...lasst euch darauf ein und vergesst niemals - kämpft für eure ziele...

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Vardo

Von: Kochmicha

24.07.2020

Ein sehr gutes Buch,habe es sehr schnell durch gehabt. Ich kann es nur weiterempfehlen

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Vardø von Kiran Millwood Hargrave ist kein Buch, das einen aufmuntert. Ganz im Gegenteil, es hat mich während des Lesens richtig bedrückt. Aber: das ist genau die Stimmung der Geschichte und diese wurde so gut ausgedrückt! Das finde ich richtig bewundernswert, wenn das Autoren/innen und Übersetzern/innen gelingt. In der Geschichte geht es um das kleine Dorf Vardø, das 1617 in einem Sturm alle Männer auf See verliert. Übrig bleiben die Frauen und Kinder. Sie versuchen sich durchzuschlagen, zunächst helfen alle zusammen. Aber spätestens, als ein Missionar mitsamt seiner jungen Ehefrau auf die Insel zieht, gibt es immer größeres Misstrauen unter den Frauen. Denn Absalom ist Verfechter der Hexenverbrennung - und soll in dem Dorf für Ordnung sorgen. Gleichzeitig ist es eine Geschichte über starke Frauen auf der Insel, wie Maren, und über Frauen wie Ursa, die Frau des Missionars, die erst lernen müssen, ihre Meinung zu vertreten. Die Geschichte hat mich durchgehend in Atem gehalten, ich wollte wissen, was die Frauen alles noch erdulden müssen und wie sie sich durch ihr Leben schlagen. Ich konnte mit Maren fühlen, und mit Ursa. Hatte Angst vor Absalom und wollte ihn genauso loswerden! ⭐⭐⭐⭐⭐ von mir, denn die Verzweiflung, die Angst und die Hoffnung in diesem Buch haben mich wirklich mitfiebern lassen. Und natürlich ist die Geschichte, die viele Jahre vor unserer heutigen Zeit und mit ganz anderen Werten spielt, wirklich interessant zu lesen und dabei keineswegs veraltet.

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