Leserstimmen zu
Vardo – Nach dem Sturm

Kiran Millwood Hargrave

(47)
(21)
(10)
(4)
(0)
€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

Dieses Buch kommt daher wie die Sturmgewalt, die anfangs beschrieben wird. Man fühlt sich sicher, bis das Licht fahler wird, bis die Wolken sich zusammenbrauen und sich der Sturm schlussendlich über dem Meer entlädt. Doch die Stille danach bringt nicht den erhofften Frieden für Leib und Seele, nein. Vielmehr ist dies nur der Auftakt zu etwas viel schlimmeren. Das Leben der verbliebenen Frauen in Vardø ist schwerer geworden ohne die Hilfe der Männer, die für den Fischfang verantwortlich waren. Hilfe von außen kommt nur spärlich, lange Zeit sind sie sich selbst überlassen. Doch dieser Umstand schweißt sie nicht alle enger zusammen, sondern schürt Hass und Missgunst und spaltet das Dorf in zwei Gruppen. Diejenigen, die sich den alten Riten der Sámi wieder zuwenden, und jene, die gottesfürchtiger den je leben. Als nach drei Jahren ein vom Lensmann auserkorener Kommissar auf der Insel landet, beginnt eine Hetzjagd, die sich wohl niemand noch wenige Jahre zuvor hätte vorstellen können. Aber zuerst einmal lernen wir Maren kennen. Eine junge Frau, die bei dem großen Sturm Vater, Bruder und ihren Verlobten verlor. Die nun mit ihrer Mutter und ihrer schwangeren Schwägerin zusammen in einer kleinen Hütte haust. Und wir lernen Ursa kennen, die behütet im weit entfernten Bergen aufwuchs und außer ihre kranke Schwester zu pflegen keinerlei häusliche Kenntnisse mitbringt. Sie kommt zusammen mit ihrem Mann, dem Kommissar Cornet. Sie weiß nichts von seiner Vergangenheit, kratzt nur an seiner Oberfläche entlang, und hat doch auf unbestimmte Art und Weise Angst vor ihm. Die beiden Frauen spüren eine gewisse Zuneigung zueinander, die sich mit der Zeit vertiefen wird und für beide Gefahren birgt, die sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Die historischen Umstände des Romans von Kiran Millwood Hargrave sind reeller Natur. Den Sturm und seine Folgen gab es wirklich. Auch der Lensmann, John Cunningham, herrschte viele Jahre über Vardø und Umgebung. Und was er mit sich brachte, lässt sich in den Geschichtsbüchern einfach nachlesen: Denunzierungen, Hass und Tod. Denn die Sámi, die indigene Bevölkerung Nordnorwegens ist ihm ein Dorn im Auge, die Kirche noch nicht präsent genug in diesem Fleckchen Land. Doch die Verfolgung der Sámi soll nur ein Teil seiner Taten werden, vielmehr hat er es auf gotteslästerliche Bewegungen abgesehen. Kurz gesagt: Er lässt Jagd auf Hexen machen. Wir alle haben von den unzähligen Verbrechen gehört, die an Frauen und Männern auf der ganzen Welt im Namen der Kirche begangen wurden. Dieses Buch befasst sich mit den Umständen, die dazu führten, dass ganze Gemeinden sich gegenseitig der Hexerei bezichtigen, wie es dazu kam, dass aus Freunden Feinde wurden. Und mittendrin Maren und Ursa, zwei junge Frauen, die in dieser Zeit ebenfalls nur ein Spielball der Gewalt um sich herum sind. Zwei Blätter im Sturmwind, die sich verzweifelt aneinander klammern und doch beide drohen, unterzugehen. Fazit Ein unglaublich intensives Lesevergnügen erwartet uns Leser in diesem Buch, eine aufgeladene Atmosphäre die sowohl äußerst bedrückend, als auch emotional aufwühlend ist. Ein Stück Wahrheit, dass nicht vergessen werden sollte.

Lesen Sie weiter

Hallo Bookies ‼️ Kennst Ihr schon? ***** Titel: Vardø – Nach dem Sturm [Rezension] Herzlichen Dank an die Verlagsgruppe Randomhouse / Bloggerportal.de @bloggerportal und den Diana Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplar! ✴️✴️✴️ Autor: Kiran Millwood Hargrave Erscheinungsdatum: 02.März 2020 Gebundene Ausgabe: 432 Seiten / 20,00 € Verlag: Diana Genre: Roman ISBN: 978-3453292369 Meine Bewertung: 5✴️ ✴️✴️✴️ ~Inhalt~ [Entnommen bei randomhouse.de @insiderandomhouse * Instagram] Vardø, Norwegen am Weihnachtsabend 1617. Maren sieht einen plötzlichen, heftigen Sturm über dem Meer aufziehen. Vierzig Fischer, darunter ihr Vater und Bruder, zerschellen an den Felsen. Alle Männer der Insel sind ausgelöscht – und die Frauen von Vardø bleiben allein zurück. Drei Jahre später setzt ein unheilvoller Mann seinen Fuß auf die abgelegene Insel. In Schottland hat Absalom Cornet Hexen verbrannt, jetzt soll er auf Vardø für Ordnung sorgen. Ihn begleitet seine junge norwegische Ehefrau. Ursa findet die Autorität ihres Mannes aufregend und hat zugleich Angst davor. Auf Vardø begegnet sie Maren und erkennt in ihr etwas, das sie noch nie zuvor erlebt hat: eine unabhängige Frau. Doch für Absalom ist Vardø nur eins - eine Insel, die von Gott verlassen wurde und die er von teuflischer Sünde befreien muss. ✴️✴️✴️ KURZMEINUNG: Der Sturm kommt heran wie ein Fingerschnippen und das Leben auf der Insel wird nicht mehr dasselbe sein wie zuvor. Fantastisch, spannend, einfach unglaublich! ✴️✴️✴️ REZI*TITEL: Der Horror beginnt erst nach dem Sturm!!! ✴️✴️✴️ DIE CHARAKTERE IM BUCH SIND … sind lebendig. Die Autorin schafft es ihnen Leben einhauchen und beschreibt meisterhaft die feinen Töne des menschlichen Zusammenspiels unter aussergewöhnlichen Bedingungen, in einer Zeit in der sich eine spezielle Form der Freundschaft unter den Frauen entwickelt die sich nicht ziemt und schon gar nicht sein darf. ✴️✴️✴️ DIE STORY… hat mich vom ersten Augenblick an gefesselt. Allein der Klappentext und das Cover hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Und dann kommt direkt diese Stelle hier und ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen: „Sie versank zwischen den Felsen, bis sie auf dem Meeresgrund stand. Die Nacht über ihr war dunkel und mondlos, die Wasseroberfläche von Sternen gezeichnet. Sie ertrank und tauchte keuchend wieder aus dem Schlaf auf…” (S. 9) ✴️ ✴️ ✴️ „Der Sturm kommt heran wie ein Fingerschnipsen. So werden sie in den darauffolgenden Monaten und Jahren davon sprechen, wenn er nicht mehr nur ein Schmerz hinter ihren Augen und ein ersticktes Schluchzen tief in ihren Kehlen ist. Wenn er sich endlich in Geschichten einfügt.” (S. 11) ✴️ ✴️ ✴️ Die Geschichte beginnt mit der Ruhe vor dem Sturm, man fühlt sich sicher und geborgen am Schein des Feuers. Doch sobald das Licht des Tages schwindet und die Wolken am Himmel zusammen ziehen entlädt sich die gesamte Gewalt des Sturms über dem Meer und die gewaltigen Wassermassen brechen über das Dorf herein. Doch die unheilvolle Stille danach bringt etwas in das Dorf, dass alles ist nur nicht der erhoffte Frieden. Der Sturm war nur der Anfang von etwas viel düsteren - einem unheilbringenden Ereignis, das dass Leben auf der Insel für immer verändern wird. Doch mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, denn die Reise in die Dunkelheit müsst Ihr nun alleine beschreiten. Viel Glück und möge das Licht euch hold sein. 🎭 ✴️✴️✴️ DER SCHREIBSTIL … ist flüssig, gut verständlich und spannend. Man kommt gut in die Geschichte hinein und wird auf eine außergewöhnliche Reise mitgenommen. Das Setting der Geschichte ist stimmig und spielt regelrecht mit unseren Gefühlen und unserer Phantasie. ✴️✴️✴️ DAS COVER … gefällt mir sehr gut. Der Schutzumschlag ist sehr schön gestaltet und zeigt die Silhouette eine Frau vor einem Fenster. Die Farben und die Schrift sind gut aufeinander abgestimmt und harmonieren miteinander. Was ebenfalls auffällt, wenn man den Schutzumschlag entfernt, dass der Titel der Geschichte nochmals auf die Klappe des Buches geprägt wurde. Beim drüberstreichen fühlt man die Prägung unter den Fingerspitzen. Auch die Karte auf der Innenseite ist ein Hingucker. ✴️✴️✴️ DAS BUCH … ist dunkel, ergreifend, atmosphärisch und vor allem gefährlich. Es spiegelt ein dunkles Kapitel der norwegischen Geschichte wieder, das seinen Ursprung in realen Ereignissen findet, die man nachlesen kann. Die Geschichte lebt von der greifbaren düsteren Szenerie und dem fast schon morbiden Thema. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die Geschichte von Vardø und den geschichtsträchtigen Ereignissen interessiert. Denn spannend ist die Geschichte der ältesten norwegischen Stadt, des ältesten Fischereihafens der Finnmark, der Festungsstadt, Hauptstadt der Pomoren und des Zentrums des nordnorwegischen Hexenprozesse allemal. ✴️✴️✴️ Bewertung im Detail Idee ★★★★★ ( 5 / 5 ) Handlung ★★★★★ ( 5 / 5 ) Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 ) Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 ) Emotionen ★★★★★ ( 5 / 5 ) = 5 ★★★★★ ✴️✴️✴️ KEYWORDS: #Blogger #NetGalleyBlogger #LovelybooksBlogger #BloggerPortalBlogger #BlutwutBlogger #BloggerTeam #Bücherwurm #Bookworm #Leseratte #Buchblog #Bookblog #WeepingAngelsBlog #LesenMachtSpaß #WeepingAngelsBookBlog #Lesen #WeepingAngelsBookstagram #Leserunde #WeepingAngelsBuchBlog #BloggerLeben #BloggerAlltag #Bookstagram #ReadingIsFun #BooksAreLife #OneBookThousendWorlds #Lovelybooks #LovelybooksLeserunde #NetGalleyDe #NetGalley #BloggerPortal ✴️✴️✴️

Lesen Sie weiter

Nach dem Sturm ist vor dem Sturm

Von: Juli

16.04.2020

Mit "Vardo- Nach dem Sturm" legt Kiran Millwood Hargrave einen historischen Roman vor, der so gar nicht in seine genretypische Hülle passen will, sondern sämtlichen Staub, die man dem Genre nachsagt, mit viel Wind von sich bläst. Um viel Wind geht es auch in diesem Roman: Die Frauen des kleinen norwegischen Dorfes Vardo verlieren im Jahr 1617 in einem furchtbaren Sturm ihre Ehemänner und Söhne und sind fortan auf sich alleine gestellt. Wer darf entscheiden? Wer muss zurückstecken? Und wie wird sich geeinigt? All diese Fragen stellt sich die Protagonistin Maren, die nicht nur Vater und Bruder, sondern auch ihren Verlobten auf See verliert und sich für eine Seite der sich entzweienden Bewohnerschaft entscheiden muss. Doch dem nicht genug wird ein kirchlicher Kommissar bestellt, der mit seiner jungen, unsicheren Ehefrau auf die Insel zieht und der Hexerei, die sich augenscheinlich unter den Frauen verbreitet hat, den Kampf ansagt. Der Roman überzeugt nicht nur durch seine bildgewaltige Sprache, sondern auch durch seine Figurkonzeptionen. Ersteres spiegelt sich durch die wunderbar passende Verwendung von Adjektiven wider, die die Szenen an einigen Stellen so nachvollziehbar beschrieben, dass ich Ekel und Unwohlsein beim Lesen empfand. Zudem sind manche Äußerungen der Figuren so "on point", dass man als Leser nicht umhin kann, die Intention der Autorin direkt aufzunehmen. Dies führt auch dazu, dass ich vielfach nicht wusste, wohin die Handlung gehen, was mit den Protagonisten geschehen und ob es am Ende nicht doch mit einem riesen Knall enden wird (dies möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich nicht ausschließen; lest den Roman einfach selbst! :) ). Die Protagonisten waren gut nachvollziehbar in ihrem Verhalten, ihren Äußerungen und ihren Gefühlen beschrieben und machten mir die Identifikation sehr einfach. Die Autorin versteht sich zudem hervorragend auf den Spannungsaufbau, sodass ich die letzten 150 Seiten wie im Rausch gelesen habe und wie ein Segelschiff auf den Sturm zusteuerte. Denn: Nach dem Sturm ist vor dem Sturm! Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!

Lesen Sie weiter

Mit ihrem ersten Erwachsenenroman "Vardo - Nach dem Sturm" hat mich Kiran Millwood Hargrave schwer beeindruckt. Ihre klare, schnörkellose Sprache bringt die düstere, kalte Atmosphäre, die sich durch dieses Buch wie einen roten Faden zieht, besonders gut zum Vorschein. Die karge, unwirtliche Gegend tut ihr übriges dazu. Dann dieses unsägliche, schreckliche Unglück, das ausgerechnet am Weihnachtsabend im Jahr 1617 passiert. Da können doch nur überirdische Kräfte ihre Hand im Spiel haben. Die starken Frauen, die versuchen, nach dem Verlust der Männer ihr Leben wieder auf die Reihe zu bringen, sind den Männern natürlich ein Dorn im Auge. Da muss schnell wieder jemand für Ordnung sorgen. Dieser furchteinflößende Mann hat auch bald eine Schuldige gefunden. Die Autorin lässt ihre beiden stärksten Protagonistinnen abwechselnd zu Wort kommen. Das sorgt für große unterschwellige Spannung. Denn auch, wenn seitenweise nur recht wenig passiert, ist man als Leser doch wie in einen Bann geschlagen. Man kann das Buch gar nicht mehr weglegen und ist am Ende wie hypnotisiert. Verstärkt wird das Ganze noch durch die Tatsache, dass diese Geschichte wirklich passiert ist. Einfach nur unvorstellbar. Ich möchte gerne mehr von der Schriftstellerin lesen. Ihre Poesie hat genau meinen Nerv getroffen.

Lesen Sie weiter

Das düstere Cover entspricht nicht nur dem Prolog, sondern vermittelt auch einen Eindruck von der im Winter in Nord-Norwegen herrschenden zweimonatigen Dunkelperiode. Besonders schön finde ich die auf den Innenseiten abgedruckten historischen, leicht vergilbten Seekarten mit den damaligen Bezeichnungen der Länder und Städte sowie Zeichnungen von Fischen, Poseidon (?), Schiffen uvm. Der erste Roman für Erwachsene von K. Millwood Hargrave ist eine, auf historische Fakten gestützte Geschichte aus der dunklen Zeit der Hexenverfolgung in Norwegen. Die Erzählung um erschütternde Frauenschicksale gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil konzentriert sich die Autorin darauf, die karge Landschaft, die Wohnverhältnisse, das harte und entbehrungsreiche Leben sowie die Einzelschicksale der Protagonistinnen in einem präzisen und bildhaften Stil zu beschreiben. Dabei verknüpft sie gekonnt einige Begriffe der damaligen Zeit, die man jedoch sehr schnell versteht. Die wichtigen Charaktere werden ausnahmslos authentisch eingeführt und plastisch beschrieben. Im zweiten Teil geht es um die Hexenverfolgung. Glücklicherweise scheut die Autorin davor zurück, die grausamen Foltermethoden an den vermeintlichen Hexen detailliert zu beschreiben. Mit Ausnahme zweier Szenen kann man diese nur aufgrund Berichten Dritter und der Schilderungen des äußerlichen Zustands der Frauen vermuten. Die faszinierende Geschichte, die ich an einem Stück gelesen habe, findet ihren krönenden Abschluss in einem Finale, welches für Spannung sorgt. Hargrave hat mich in eindrucksvoll geschilderte vergangene Zeiten gezogen, in denen der Glaube an dunkle Mächte in allen Ständen verbreitet war. Vielen Dank dafür. Ich wünsche mir einen Fortsetzungsroman.

Lesen Sie weiter

Die Grundlage des Buches basiert auf historischen Ereignissen. Mein Einstieg in den Roman gestaltete sich etwas zäh. Mit der sehr reduzierten Sprache anfangs wollte ich einfach nicht richtig warm werden. Doch plötzlich war er da, der berühmte Funke, der überspringt und man einfach nur noch lesen möchte. Die Geschichte ist sehr bildhaft beschrieben, man taucht förmlich ein in die karge und düstere Landschaft, man friert mit den Protagonisten und man riecht die abgestandene Luft in den Hütten. Teilweise ist die Atmosphäre sehr beklemmend, grausam und abschreckend. Aber das haben die Schilderungen über die Zeit der Hexenverfolgungen an sich. Das Buch ist sehr mitreißend geschrieben und eine absolute Leseempfehlung.

Lesen Sie weiter

Was ein Buch

Von: Kptn_sommer

12.04.2020

Vardø... Ich habe dieses Buch von Randomhouse als kostenloses Lese exemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Achtung Spoiler Dieses Buch hat mich fasziniert und gleichzeitig auf so absurde weise an die heutige Realität erinnert das ich die Menschheit als schlecht bezeichnen könnte. Es geht in diesem Buch um eine Gemeinde, ein Dorf bei dem alle erwachsenen Männer in einem Sturm auf dem Meer ums Leben kommen. Das ganze spielt 1607 in Norwegen, könnte aber genau so gut in der heutigen Zeit spielen. Die Frauen in dem Dorf halten eng zusammen und gleichzeitig herrscht Neid und Missgunst unter den Frauen. Mich hat es manchmal abgeschreckt das Buch zu lesen und ich musste mich immer wieder daran erinnern das Buch zu lesen. Ich denke dies lag an der Düsterheit des Buches. Die Kargheit und Einfachheit in der diese Gemeinschaft lebt hat mir in Zeiten von Corona vor Augen gehalten mit wie wenig wir glücklich sein können. Es bedarf einer Freundin und Hoffnung und mehr nicht. Ich möchte jedem empfehlen dieses Buch zu lesen. Es hält uns den Spiegel vor, wie wir mit anderen umgehen, die nicht denken wie wir und die nicht so sind wie wir und denen wir etwas neiden. Alles in allem ein Wahnsinnsbuch das einfach Emotion anspricht, die wir gerne verdrängen. Die Autorin schreibt flüssig und in einer sehr klaren direkten Sprache die sich in die Kargheit der Landschaft wundervoll einbindet. Fünf Sterne

Lesen Sie weiter

Ein absolutes Lesehighlight Auf das Buch war ich sehr gespannt und ich wurde nicht enttäuscht. Ein Buch , das einen von der ersten Seite an fesselt! Wr haben das Jahr 1617 zur Weihnachtszeit. Auf der Insel Vardo zieht ein Sturm auf und reist alle 40 Männer, die auf der Insel lebten in den Tod. Darunter auch der Vater und der Bruder unserer Hauptprotagonistin Maren, die ich sehr besonders fand. Die Frauen und Kinder, die auf der Insel leben sind auf sich gestellt und müssen auf einmal Tätigkeiten wie die Fischerei ausüben, die vorher die Männer erledigt haben. Allerdings kommt kurze Zet später ein Mann auf die Insel Comissionar Cornet und erschwert die Situation der Frauen noch mehr... Ich fand das Buch sehr gut! Der Schreibstil ist andern, besonder und ich konnte der Geschichte sehr gut folgen. Ich hatte überhaupt keine Probleme mit dem Schreibstil, von dem ich schon gehört hatte, dass dieser schwer zu lesen wäre, für mich jedoch garnicht. Ich flog durch die Seiten und konnte mich sehr in die Szenen hinenversetzen. Das Buch ist ein historischer Roman mit viel gesellschaftlicher Kritik. Es geht darum, wie man mit Frauen damals umgegangen ist und zu welchen schlimmen Ereignissen falscher Glaube führen kann...Für mich ein absolutes Lesehighlight und ein Buch, das mein Buchregal nicht verlassen wird. Vielen Dank, dass ich es entdecken und lesen durfte!

Lesen Sie weiter