Leserstimmen zu
Dunkelsommer

Stina Jackson

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Cover: Das Cover zeigt aus der Vogelperspektive ein einsames Auto, welches im Dunkeln über eine Straße durch den Wald fährt. Es stellt einen guten Bezug zum Buch her, weckt direkt das Gefühl von Einsamkeit und hat schon etwas dunkles/ bedrohliches an sich. Mir gefällt es und es fällt einem definitiv ins Auge! Buch: Das Buch ist in der personalen Erzählperspektive geschrieben und in zwei Teile aufgeteilt. In dem ersten Teil werden zwei Handlungsstränge von Meja und Lelle wieder gegeben und im zweiten Teil kommt noch ein dritter des entführten Mädchens hinzu. Worum geht es? Lelle hat alles verloren. Seine Tochter Lina verschwand vor über drei Jahren spurlos und seine Frau hat sich von ihm getrennt. Seither fährt er jede Nacht im Sommer diese eine Straße ab, wo Lina zuletzt gesehen wurde, und gräbt in Verzweiflung fast wortwörtlich alles um, sucht dabei nach seiner Tochter, sich selbst und nach Erlösung. Doch plötzlich stellt die 17-jährige Meja, die neu in der Gegend ist, gewissermaßen sein Leben auf den Kopf. Und dann verschwindet auch noch in der beginnenden dunklen Jahreszeit ein weiteres Mädchen. Gibt es Parallelen zu damals? _______________________________________ Mich hat dieses Buch von den ersten Seiten an gepackt und gefesselt. Die Leseprobe habe ich damals schon verschlungen! Der Leser taucht ab der ersten Seite an mitten in das Geschehen ein und begleitet Lelle in einer Nacht auf dem Silvervägen, wo er - wie so oft - verzweifelt nach seiner Tochter sucht. Durch die gewaltige Atmosphäre, die sich auch durch das ganze Buch zieht, verspürt man direkt das Gefühl, dass man neben Lelle im Auto sitzt und die Landschaft mit ihren Ruinen systematisch durchkämmt; dabei ist die Verzweiflung zum Greifen nah. Das Buch ist gekennzeichnet durch Gefühle, der wahnsinnigen Atmosphäre, Dunkelheit und Trauer. Der Schreibstil ist sehr angenehm und locker und lässt einen das Buch nur noch schwer aus den Händen legen. Von Anfang an habe ich mit den beiden Protagonisten mitgefühlt und mitgelitten. Die Handlung von Meja läuft zunächst parell zu Lelles ab und auch sie würde man am liebsten in den Arm nehmen und einfach nur trösten. Der Mittelteil zieht sich leider etwas und die Spannung flacht ein Stück weit ab, trotzdem schafft die Autorin, den Leser hier zu fesseln. Im zweiten Teil, der für meinen Geschmack ruhig etwas länger hätte sein können, taucht noch ein dritter Erzählstrang auf und die von Lelle und Meja werden vereint. Gegen Ende hatte ich eine Vermutung, die sich als halb richtig entpuppte. Dennoch werden sehr interessante Fakten in dem Buch dargelegt, die mich oft zum Nachdenken gebracht haben. Fazit: Ein mehr als gelungenes Debüt für Stina Jackson! Ich habe das Buch mehr als gern gelesen und bin definitiv gespannt, was diese Autorin noch alles aus der Schreibfeder hervor zaubert.

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Dunkelsommer

Von: Svanvithe

12.09.2019

„Es war das Licht, die Art, wie es stach und brannte und an ihm zerrte. Es legte sich über die Wälder und Seen wie eine Aufforderung weiterzuatmen, wie ein Versprechen auf ein neues Leben. Das Licht füllte seine Adern mit Unruhe und raubte ihm den Schlaf.“ (Seite 9) In einem abgelegenen Teil Nordschwedens verschwand vor drei Jahren Lina, die Tochter des Lehrers Lelle. Mit diesem Verlust kann sich Lelle im Gegensatz zu seiner Frau Anette nicht abfinden. Inzwischen ist seine Ehe zerbrochen. Lelle hadert mit Schuldgefühle, zieht sich von den Menschen zurück und fährt, statt soziale Kontakte zu pflegen, einsam jeden Sommer im Licht der nicht untergehenden Mitternachtssonne jene Straße - Silvervägen - entlang, wo er Lina an einer Haltestelle der einzigen Buslinie absetzte und sie zuletzt sah. Meja, siebzehn und damit so alt wie Lina damals, ist ebenfalls allein. Nach langen Jahren des Umherziehens kommt sie mit ihrer Mutter Silje, die sich bei ihrer Internetbekanntschaft Torbjörn ein sorgenfreies Heim erhofft, nach Glimmersträsk in Norrland. Das junge Mädchen wünscht sich einen Neuanfang, endlich ein eigenes Zimmer und einen Ort, an dem sie Zuhause sein kann, ohne sich um ihre Mutter kümmern und vor anderen verstecken zu müssen. Doch die Träume erfüllen sich nicht vollständig, die Sicherheit erweist sich als trügerisch. Silje kann nicht aus ihrer Haut. Erst die Begegnung mit Carl-Johan und seiner autark lebenden Familie auf einem Hof mitten im Wald gibt Meja Mut, mit Optimismus vorauszuschauen, all die Sorgen hinter sich zu lassen. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, reißen alte Wunden auf, und diese bringen neue Unruhe in das Leben von Lelle und Meja, die sich im Herbst bei Schulbeginn als Lehrer und Schülerin begegnen. Mit ihrem Debüt „Dunkelsommer“ ist Stina Jackson ein psychologischer Spannungsroman gelungen, der zwar Verbrechen beinhaltet, allerdings keine traditionelle Aufklärung, und der durch seine düstere bedrückende Atmosphäre besticht. Er zieht seine Kraft aus den friedvollen einprägsamen Naturbeschreibungen und lebt von einer ruhigen poetischen Bildsprache. Diese erzeugt eine schwermütige Stimmung, die glaubwürdig zur Thematik passt und zu keinem Zeitpunkt enttäuscht. „Dunkelsommer“ präsentiert ein in seiner Dramatik unangenehmes und berührendes Geschehen, schaut in die Abgründe des Bösen, offenbart das Gute und ist ein Wechselbad der Gefühle, angefüllt mit Ängsten, Trauer, Hoffnung und gleichzeitig hypnotischer Dunkelheit im Lichte des Mittsommers, die besonders im letzten Teil an Bedrohlichkeit zunimmt und durchaus Gänsehautmomente verursacht. Nicht nur äußerlich sind die Einwohner der wenigen Orte hier im nördlichen Lappland isoliert. Die Silvervägen erstreckt sich über viele Kilometer durch meist menschenleere Gebiete, vorbei an beeindruckenden Landschaften, Flüssen und Seen. Stina Jackson lässt verschiedene Lebensmodelle aufeinandertreffen, bei ihr existieren Menschen am Rand der Gesellschaft, auch jene, die nicht dazugehören (wollen). Die einen haben die Familie verloren, die anderen stellen die Familie bis zur Besessenheit in den Vordergrund, und dann gibt es noch diejenigen mit Familie, aber ohne haltende Bindung. Daneben wird die innere Vereinsamung greifbar. So bewältigt die Autorin mühelos die Aufgabe, die Empfindungen ihrer Protagonisten mit Tiefe darzustellen und den Leser emotional durch kleine subtile Mittel und Gesten zu erreichen. Denn „Dunkelsommer“ profitiert hauptsächlich von seinen komplexen Charakteren, vor allem Lelle und Meja, aus deren wechselnder Perspektive die Geschichte erzählt wird. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein und haben doch einiges gemeinsam. Allein die Suche nach Lina ist das, was Lelle noch interessiert, getrieben von einer verzweifelten Hoffnung, wenigsten eine Spur von ihr zu finden, um abschließen zu können. Das Einzige, was er dabei entdeckt, ist seine Einsamkeit und die Erkenntnis, wie viel es davon überall gibt. Und Lelle ist wütend. Wütend über die Unbeholfenheit der Menschen, über ihre verängstigten und unsicheren Blicke. Wütend darüber, dass sie nichts wissen, dass sie ihm nicht helfen können und alle ihre Leben fortsetzen. Auch Meja ist einsam und führt einen scheinbar aussichtslosen Kampf gegen ihre psychisch instabile Mutter, die Tabletten und Alkohol braucht, um den Tag zu überstehen, nur die eigenen Bedürfnisse in den Mittelpunkt ihres Daseins stellt und wenig Gedanken an die Tochter verschwendet, zugleich jedoch alles an Verantwortung auf Meja überträgt. Als Meja Carl-Johan kennenlernt, sich verliebt und zu ihm zieht, nimmt seine Familie sie auf, so dass das junge Mädchen zum ersten Mal etwas wie Zugehörigkeit empfindet. Sie akzeptiert, dass sich die Familie von den Gesellschaft fernhält, ja diese und moderne Technik ablehnt, sich selbst versorgt und damit beschäftigt ist, sich auf eine mögliche Katastrophe vorzubereiten. Meja verzichtet auf ihr Mobiltelefon und verspürt endlich die Kraft, anders zu werden als ihre Mutter. Sie will sie selbst werden. Aber es ist fraglich, ob sie den richtigen Weg eingeschlagen hat, dies wirklich zu erreichen. Zwei Menschen, die auf der Suche sind, die hoffen und bangen, die jeder ein Ziel haben. „Dunkelsommer“ sieht unter die Oberfläche und beeindruckt mit einem Blick in das Innere…

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"Achtung Spoiler!" In diesem Buch werden zwei Schicksale miteinander verknüpft, die einfach unweigerlich zusammenkommen müssen. Über Jahre sucht der Vater nach seiner spurlos verschwundenen Tochter. Dabei kreuzen sich die Wege zweier Menschen, die beide irgendwie auf der Suche sind. Beide haben viel verloren und durchlebt. Da ist auf der einen Seite Lelle, der seine Tochter verzweifelt sucht und auf der anderen Seite ist da Meja, die sich in einen fremden Jungen verliebt und so versucht ihrem Alltag zwischen der alkoholkranken Mutter und dem fremden Mann an ihrer Seite zu entfliehen. Doch nun beginnt erst das Verhängnis. Das Buch ist gut geschrieben und hat mich auf teilweise gefesselt, jedoch konnte ich bereits zwischen den Zeilen lesen und erahnen, wer hier der Täter ist! Ein schönes Buch, welches wirklich lesenswert ist!

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★★★★★ (5 von 5 Sterne) Inhalt: Mitsommer in Schweden: Wenn die Tage und Nächte verschmelzen, macht sich Lelle auf die Suche nach seiner Tochter Lina, die vor 3 Jahren spurlos verschwand. Seine Ehe ging in die Brüche, der Alkohol ertränkte seinen Schmerz – doch er will die Hoffnung nicht aufgeben, dass Lina noch am Leben ist. Meja und ihre Mutter ziehen nach Norrland. Meja kümmert sich um ihre psychisch kranke Mutter, doch als sie den gutaussehenden Carl-Johann kennen und lieben lernt, hält es Meja nicht mehr bei ihrer Mutter aus, und zieht kurzerhand zu Carl-Johann und seiner Familie. Meja versucht ihr Leben in den Griff zu bekommen, doch mit der Zeit, fühlt sie sich bei Carl-Johann immer unwohler. Sie steht im Zwiespalt was sie tun soll. Als kurze Zeit später erneut ein Mädchen verschwindet, welches große Ähnlichkeit mit Lina hat, zweifelt Lelle nicht, dass eine Verbindung besteht. Als Lelle Meja kennenlernt, kommt er der Wahrheit sehr nah, doch merkt er nicht, dass beider Leben bald in Gefahr sein werden, denn die einzige Frage die Lelle beschäftigt: lebt seine Tochter noch ? Meinung: Ich war wirklich neugierig auf diese Geschichte, denn ich hatte nur gutes über das Buch gehört. Schon nach den ersten Zeilen war ich gefesselt und mochte das Buch kaum aus der Hand legen. Nur anfangs war es leicht ungewohnt, sich die Nächte hell vorzustellen, da das Cover sehr dunkel ist und vieles im Wald spielt, was ich eher mit Dunkelheit verbinde – aber nach ein paar Seiten gewöhnte ich mich daran. Eine spannende Geschichte bis zum Schluss, die ich sehr gerne gelesen habe. Cover und Titel: Das Cover und der Titel passen eher zum Ende hin der Geschichte. Anfangs konnte ich es nicht recht in Verbindung bringen mit der Geschichte. Dennoch gefällt mir das Cover und der Titel sehr, sehr gut. Die Geschichte: Die Geschichte fängt eher harmlos an und baut dann nach und nach an Spannung auf. Das gefiel mir sehr, denn dadurch hatte man erst mal Zeit, die Charaktere besser kennenzulernen. Die Geschichte ist in zwei Teile geteilt und wechselt durch eine Sternmarkierung zwischen den Charakteren hin und her. Die Charaktere: Hauptsächlich dreht sich die Geschichte um Lelle und Meja, doch man lernt noch weitere Protagonisten kennen, und jeder scheint verdächtig. Der Schreibstil: Der Schreibstil ist einfach und ohne Probleme zu lesen, was mir wirklich gut gefiel. Man kann gut in die Geschichte eintauchen und hat keine Probleme zwecks schwieriger Worte. Fazit: Eine außergewöhnliche und spannende Geschichte bis zum Schluss, die ich wirklich nur empfehlen kann.

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Als ich “Dunkelsommer” gesehen habe, musste ich dieses Buch einfach lesen. Die Schweden haben eine ganz besondere Art Bücher zu schreiben. Sie glänzen nicht vor Tempo, viel mehr baut sich die Spannung unterschwellig auf und wird begleitet von Unbehagen und einer unheilvollen Stille. Und genauso ist das auch hier der Fall. Anmerken möchte ich, das es sich in keinster Weise um einen Thriller handelt. Vielmehr handelt es sich um einen Spannungsroman, der vor allem auf der psychologischen Ebene unheimlich gut ausgearbeitet ist und sehr viel Tragik und Dramatik mit im Gepäck hat. Ein Roman der unglaublich bewegt, erschüttert und zum nachdenken bringt. Stina Jackson hat einen sehr einnehmenden, fließenden und bildhaften Schreibstil, der mich sofort gefangen nahm. Obwohl dieser Roman nicht mit Tempo glänzt, war ich nicht in der Lage dieses Buch aus der Hand zu legen. Es hat mich gepackt und ich war nicht mehr in der Lage loszulassen. Ich wollte und konnte es einfach nicht. Lelle und Meja haben mich so unglaublich bewegt. Sie sind mir mit ihren jeweiligen Schicksalen unter die Haut gegangen. All der Schmerz , die Hoffnungslosigkeit brach sich ihren Bann und ich konnte einfach nur völlig erschöpft zusehen, wie sie immer mehr zerbrachen. Wie das Leben sie auseinander nahm und niemand Ihnen zur Seite stand. Als Mutter konnte ich mich wahnsinnig gut in Lelle hineinversetzen. Ich konnte diesen Schmerz nachvollziehen. Aber noch schlimmer ist, das man nicht abschließen kann. Abschied der einen verwehrt bleibt, weil niemand da ist, von dem man Abschied nehmen kann. Es hat mir das Herz gebrochen, sein Leid mit ansehen zu müssen. Ich habe so gehofft, das er sie findet. Obwohl ich tief im Inneren wusste, das die Hoffnung vergeblich war. Und dann ist da noch Meja. Ein Mädchen das keinen Halt findet. Ein Mädchen , das sich an alles klammert, was ihr begegnet. Ein Mädchen, das so viel mehr verdient hat. Aber nie in den Genuss kam, dies auch zu bekommen. Auf eine Art und Weise verbinden sich diese Schicksale , die über Tragik und Dramatik hinausgeht und plötzlich ist alles anders. Stina Jackson hat die Charaktere wirklich wunderbar ausgearbeitet. Sie sind alles andere als perfekt und gerade deswegen auch so authentisch und greifbar. Man fühlt und leidet mit Ihnen und fühlt sich Ihnen einfach verbunden. Zudem erfährt man auch noch die Perspektiven von Lelle und Meja, was ihnen unglaublich viel Tiefe verschafft. Im ersten Teil des Buches kann man beide sehr intensiv und wahnsinnig gut kennenlernen. Man versteht wie gebrochen sie sind. Wenn auch auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Besonders bei Meja hat mich das familiäre Umfeld wirklich schockiert und ich sah nichts als Egoismus und Selbstaufgabe. Deswegen hat mich auch Mejas Entscheidung nicht überrascht. Ich verstand sie sogar. Und ich hoffte einfach , dass sie die richtige Entscheidung traf, trotz diesem beklemmenden Gefühl, das ich verspürte. Man wird begleitet von einer sehr drückenden und unheilvollen Atmosphäre. Man spürt förmlich, dass sich da etwas zusammenbraut und wartet nur auf diesen Einschlag. Im ersten Teil des Buches hätte für mich die Spannung noch etwas intensiver sein können. Weil ich durch diese beklemmende Atmosphäre doch immer wieder nachdenklich gestimmt wurde. Im zweiten Teil schwoll die Spannung und Intensität konstant an und ich fieberte einfach nur ununterbrochen mit. Es gab Entwicklungen , es gab unglaublich viel Emotionen und nervenzehrende Momente, die mich kaum zu Atem kommen ließen. Stina Jackson hat einige Wendungen eingewoben, die wirklich gut gelungen sind. Auch wenn ich damit schon gerechnet hatte. Viel mehr hat mich der Antrieb dahinter wirklich bewegt und fassungslos zurückgelassen. Es lag mir wie Blei auf der Brust und ich bekam einfach keine Luft mehr. Es ist so von Tragik und Leid gezeichnet, das es mich einfach niedergerungen hat. Stina Jackson hat hier einen Roman geschaffen, der mich durchweg in Atem gehalten hat. Schwer, drückend und beklemmend. Ein Roman der unter die Haut geht und so viel erzählt über Verlust, Loslassen und Ankommen. Ein Roman, den man einfach lesen muss. Ein Roman, der nachhallt und der erst im Nachhinein seine Wirkung entfaltet. Fazit: “Dunkelsommer” ist ein Roman den man unbedingt lesen sollte. Ein Spannungsroman , der vor allem auf der psychologischen Ebene punktet und so viel Tragik und Leid mit im Gepäck hat. Da ist so viel Schmerz, Verzweiflung und Trauer. Ein Roman, der mich immer wieder aufschreien und nach Luft schnappen ließ. Er glänzt nicht mit Tempo. Aber das muss er auch gar nicht. Was dieser Roman mitbringt, ist so viel mehr, als man verkraften, als man verstehen kann. Für mich einfach ein absolutes Highlight.

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Meinung Stina Jacksons Dübtroman "Dunkelsommer" ist kein Thriller im klassischen Sinne, sondern wirklich eher ein Spannungsroman. Das Cover hat mich gleich angesprochen, es vermittelt eine geheimnisvolle, düstere Atmosphäre in Schwedens Wäldern. Ich bin in das Buch nur langsam reingekommen, weil die Spannung sich nur langsam aufbaut und nicht viel passiert. Es hat anfänglich einige Längen. Erst im letzten Drittel wurde es richtig fesselnd und ich konnte das Buch am Schluss nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen, die sich am Ende zu einem verweben. Die verzweifelte Suche von Lelles nach seiner Tochter ist gut dargestellt und man kann gut nachvollziehen wie dieser sich damit selbst zugrunde richtet. Er lebt nur noch für diese Suche und verliert sich in dieser. Im zweiten Handlungsstrang geht es um Meja, die mit ihrer Mutter in diese verlassene Gegend zieht. Man kann gut mit ihr mitfühlen und versteht warum sie nicht schon wieder umziehen möchte und der neuen Beziehung ihrer Mutter skeptisch gegenüber steht. Zwischendurch wird man richtig wütend auf die Mutter, weil man den Eindruck hat, dass ihre Tochter nur eine untergeordnete Rolle in ihrem Leben spielt. Kurz zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Figuren sehr authentisch wiedergegeben worden sind. Auch andere Figuren im Buch sind ausführlich vorgestellt. Die düstere Atmosphäre, die duch das Cover schon vermittelt wird, zieht sich durch das ganze Buch und man hat die dunklen Wälder Schwedens vor Augen. Die Atmosphäre ist düster durch emotionale Momente im Buch und nicht durch körperliche Brutalität. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und es ließ sich flüssig lesen. Es ist keine Geschichte, die wirklich neu ist, aber dennoch hat sie ihre Berechtigung. Ab dem letzten Drittel hatte ich großen Lesegenuss, vorher war mir die Geschichte zu langatmig. Fazit Für mich hat dieses Buch 3,5 Sterne verdient, aufgrund des Endes, der düsteren Atmosphäre und der gut vermittelten Charaktere. Abzug bekommt das Buch aufgrund von einigen Längen im Buch, durch die man sich "durcharbeiten" musste.

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Wenn man das düstere Buchcover mal genau betrachtet, erkennt man eine schnurgerade Straße, die rechts und links dicht bewaldet ist. Dort sieht man einen einzigen Wagen in der Dunkelheit fahren… Wie man später im Buch erfährt, sitzt in diesem Wagen Lelle, der seit drei Jahren jeden Sommer nach seiner verschwundenen – damals 17-jährigen – Tochter Lina sucht... Ein zweiter Handlungsstrang läuft anfangs parallel, verknüft sich aber im Verlauf mit dem ersten. Während der erste Handlungsstrang etwas träge dahinfließt und eine düstere Stimmung vorherrscht, tut sich bei der stetigen Suche durch Lelle eigentlich nichts.. Beim Lesen des zweiten Strangs hatte ich dann schnell eine Idee wie alles zusammenhängen könnte und ich lag richtig... Gut gelungen ist der Einblick ins Seelenleben der Menschen, die mit einem tragischen Verlust zu kämpfen haben oder ein regelrechtes Sozialdrama durchleben. Auch die Wahl der recht düsten Umgebung, die dann der unheilvollen Handlung den richtigen Rahmen gibt, passt zum Romaninhalt. Beide Erzählstränge sind gut zusammengefügt, weswegen ich insgesamt drei von fünf möglichen Punkten vergebe.

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Langsam und ruhig erzählt die Autorin hier einen Kriminalroman. Schaltet einen Gang runter beim lesen. Geniest den Schreibstil und die wirklich fantastische Erzählweise. Nordschweden mit der Mitternachtssonne die Lele dafür nutzt seine verschwundene Tochter zu suchen. Seit 3 Jahren gibt es keine Spur von ihr. Aber er kann nicht los lassen. Meja ist mir ihrer Mutter nach Norrland kommt. Glücklich ist sie darüber nicht. Glücklich war sie auch vorher nicht. Zerrüttete Verhältnisse treiben sie immer wieder raus. Und als es im Dunkel Herbst einkehrt verschwindet ein weiteres Mädchen. Dieses Buch hat mich sehr überrascht. Hatte gar nicht viel erwartet aber das Buch hat mich fasziniert. Vor allem der Schreibstil der Autorin konnte mich überzeugen. Die Story ist gut durchdacht und durch die unterschiedlichen Perspektiven abwechslungsreich. Ohne überzogen zu sein ist die Story glaubhaft geschildert und durch den Ort des Geschehens nochmal was ganz anderes. Kann das Buch sehr empfehlen.

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