Leserstimmen zu
Dunkelsommer

Stina Jackson

(33)
(16)
(6)
(2)
(0)
€ 15,00 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Dunkle Straßen

Von: wal.li

18.09.2020

Vor drei Jahren verschwand die 17jährige Lina. Ihr Vater hatte sie zum Bus gebracht und nicht gewartet bis der Bus kam. Der Busfahrer sagte aus, Lina sei nicht an der Haltestelle gewesen. Lennart, genannt Lelle, macht sich große Vorwürfe und obwohl die Polizei die Ermittlung nach der langen Zeit zwar nicht aufgegeben, aber doch runtergefahren hat, ist es Lelle, der jede Nacht durch die Umgebung fährt und immer weitersucht. Leider war Lelle bisher kein Erfolg beschieden. An Linas Stelle ist ein großes Loch in seinem Leben und auch seine Ehe ist nach dem Verschwinden seiner Tochter in die Brüche gegangen. Eine Tochter verschwindet und ein Vater kann ihren Verlust nicht verwinden, während die Mutter versucht in ihrer Verzweiflung und Trauer nach vorne zu blicken. Aber hin und wieder findet Lelle einen Hinweis, der sich wenigstens neu anfühlt, auch wenn sich dann herausstellt, dass die Polizei dem doch schon nachgegangen ist. Der Polizist Hassan hilft Lelle hin und wieder, doch meist eher zu Lelles Beruhigung als mit handfesten Taten. Jeden Abend zieht Lelle los und überlegt, welche Straßen er noch nicht abgesucht hat. Er hält Augen und Ohren offen und manchmal trifft er auf seltsame Eigenbrötler. Vielleicht hat man vor Kurzem ein Buch mit einem ähnlichen Ansatz gelesen und fragt sich, ob eine weitere Lektüre zu dem Thema neue Impulse bringen kann. Doch die Autorin hat einen spannenden Roman geschaffen. In dem sie dem Vater doch kleine Stücke Hoffnung gibt, macht sie die Suche doch irgendwie erfolgversprechend. Und als Leser wird man, nachdem man sich mit der Unangepasstheit des Vaters abgefunden hat, immer mehr gepackt. Gerade auch wenn die vermeintliche Nebenhandlung an größerer Bedeutung gewinnt. Zusätzlich bekommt man einen gefühlvollen Einblick in die tragische Situation einer Familie, die ihr einziges Kind verloren hat.

Lesen Sie weiter

INHALT Lina verschwand vor 3 Jahren auf dem Weg zum Ferienjob spurlos. Nachdem ihr Vater sie an der Bushaltestelle abgesetzt hat, hat sie niemand mehr gesehen. Die Ehe ihrer Eltern zerbrach an diesem Verlust. Von Schuldgefühlen zerfressen begibt sich Lelle, ihr Vater, jede Nacht auf eine ewig währende Suche nach seiner Tochter. Als ein weiteres Mädchen, das Lelle zum verwechseln ähnlich sieht, verschwindet, kreuzen sich die Wege von Meja, einem Mädchen das erst vor kurzem nach Norrland gezogen ist und auf die Schule geht an der Lelle unterrichtet, und Lelle auf tragische Art. MEINUNG Mal kurz vorneweg, man darf als Leser nicht vergessen, dass das Buch als Roman deklariert ist und nicht als Thriller! Das Buch stand nun schon seit September 2019 in meinem Regal und ich bin schon fast ein wenig traurig es nicht eher gelesen zu haben! Der leicht melancholische Schreibstil schafft eine wunderbar düstere und beklemmende Stimmung beim Lesen, die auch perfekt zu diesem wunderschönen Cover passt. Die Geschichte ist in zwei Handlungsstränge unterteilt, einmal wir einem Lelles Leben näher gebracht und zum anderen das Schicksal der 17 jährigen Meja. Die Charaktere haben alle eine gewisse Tiefe und konnten mich emotional wirklich überzeugen. Sie wirken sehr greifbar für den Leser. Man konnte mitfühlen wie Lelle unter der Ungewissheit, was mit seiner Tochter geschehen ist, leidet und wie ihn das auch teilweise zerstört hat. Auch Mejas Schicksal ergreift einen, mit ihrer unselbstständigen, ekelhaften und gestörten Mutter. Ohne unnötige Ausschweifungen baut sich die Geschichte sachte auf. Man hatte auch viel Spielraum zum miträtseln und grübeln. Das einzige Manko war, dass man doch sehr schnell im Gefühl hatte, wer der Täter ist. Wer Lust auf einen spannenden Roman hat, macht mit Dunkelsommer nichts falsch! FAZIT Ein stimmungsvoller Roman, der spannender ist als so mancher Thriller! Ein wirklich gelungenes Debüt

Lesen Sie weiter

Inhalt: Drei Jahre ist es her, dass Lelles Tochter in einem abgelegenen Teil Nordschwedens spurlos verschwand. Seither fährt er jeden Sommer im düsteren Licht der Mitternachtssonne die Straße ab, an der Lina zuletzt gesehen wurde. Nacht für Nacht sucht er verzweifelt nach seiner Tochter, nach sich selbst und nach Erlösung. Dann kommt eines Tages die siebzehnjährige Meja in der Hoffnung auf einen Neuanfang in Norrland an. Doch als sich die Dunkelheit des aufkommenden Herbstes über das Land legt, verschwindet ein weiteres Mädchen. Und Lelles und Mejas Leben werden durch dramatische Ereignisse miteinander verbunden, die sie nie wieder loslassen werden. Meinung: Stell dir vor, deine Tochter ist verschwunden. Die Verzweiflung, der Schmerz - all das bringt die Autorin wunderbar rüber. Doch auch die anderen Personen haben tiefe und sind gut dargestellt - mit ihren unterschiedlichen Facetten. Auch die Einsamkeit der nordschwedischen Wälder hat die Autorin wunderbar beschrieben - und so eine wunderbar düstere Atmosphäre geschaffen. Der Stil der Autorin ist klar, nüchtern und fließend. Sie erzählt die Geschichte in zwei unterschiedlichen Handlungssträngen, die sich langsam aufeinander zu bewegen. Für mich ein gelungenes Debüt mit einer klaren Leseempfehlung: 4 von 5 Sternen! Danke an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Lesen Sie weiter

"Achtung Spoiler!" In diesem Buch werden zwei Schicksale miteinander verknüpft, die einfach unweigerlich zusammenkommen müssen. Über Jahre sucht der Vater nach seiner spurlos verschwundenen Tochter. Dabei kreuzen sich die Wege zweier Menschen, die beide irgendwie auf der Suche sind. Beide haben viel verloren und durchlebt. Da ist auf der einen Seite Lelle, der seine Tochter verzweifelt sucht und auf der anderen Seite ist da Meja, die sich in einen fremden Jungen verliebt und so versucht ihrem Alltag zwischen der alkoholkranken Mutter und dem fremden Mann an ihrer Seite zu entfliehen. Doch nun beginnt erst das Verhängnis. Das Buch ist gut geschrieben und hat mich auf teilweise gefesselt, jedoch konnte ich bereits zwischen den Zeilen lesen und erahnen, wer hier der Täter ist! Ein schönes Buch, welches wirklich lesenswert ist!

Lesen Sie weiter

Langsam und ruhig erzählt die Autorin hier einen Kriminalroman. Schaltet einen Gang runter beim lesen. Geniest den Schreibstil und die wirklich fantastische Erzählweise. Nordschweden mit der Mitternachtssonne die Lele dafür nutzt seine verschwundene Tochter zu suchen. Seit 3 Jahren gibt es keine Spur von ihr. Aber er kann nicht los lassen. Meja ist mir ihrer Mutter nach Norrland kommt. Glücklich ist sie darüber nicht. Glücklich war sie auch vorher nicht. Zerrüttete Verhältnisse treiben sie immer wieder raus. Und als es im Dunkel Herbst einkehrt verschwindet ein weiteres Mädchen. Dieses Buch hat mich sehr überrascht. Hatte gar nicht viel erwartet aber das Buch hat mich fasziniert. Vor allem der Schreibstil der Autorin konnte mich überzeugen. Die Story ist gut durchdacht und durch die unterschiedlichen Perspektiven abwechslungsreich. Ohne überzogen zu sein ist die Story glaubhaft geschildert und durch den Ort des Geschehens nochmal was ganz anderes. Kann das Buch sehr empfehlen.

Lesen Sie weiter

Das Cover finde ich geheimnisvoll und passend gewählt. Es lässt zusammmen mit dem Titel nicht erahnen um was es gehen könnte. Das übernimmt dann aber der gut gelungene Klappentext. Dies war mein erstes Buch von Stina und ich wurde positiv überrascht. Nicht nur der fliessende Schreibstil gefällt mir, nein auch der stetige Spannungaufbau läd dazu ein das Buch wegzusuchten. Die Schauplatzebeschreibungen verleihen dieses Story das gewisse Etwas. Auch mit den Protagonisten habe ich von Beginn an mitgefiebert . Ich mag die Erzählart hier sehr. Die Atmosphäre die Stina hier erschafft, ist mega. Vom neugierig bis angespannt war meinerseits alles dabei. Doch leider ist das Ende überhaupt keine Überraschung und das ist schade.

Lesen Sie weiter

"Dunkelsommer" von Stina Jackson ist vor kurzem im Goldmann Verlag erschienen, es handelt hierbei um einen Spannungsroman aus Schweden. Als ich das Cover sah wurde ich unglaublich neugierig denn mir gefiel das Cover auf Anhieb zudem passt es einfach perfekt zur Story. Auch der Klappentext machte mich sofort neugierig und ich musste dieses Buch unbedingt lesen. Bevor man sich dieses Buch kauft sollte man aber beachten das dieses Buch kein Thriller ist, sondern ein Roman. Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht denn der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und auch flüssig. Zudem schreibt sie einnehmend, fesselnd und bildhaft. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, im ersten Teil erfährt man ziemlich viel über Lelle und Meja. Kurz zum Inhalt: Lelle, dessen Tochter vor drei Jahren spurlos verschwunden ist, ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Seither fährt er jeden Tag im Sommer durch die Straßen, auf der Suche nach seiner Tochter. Doch so sehr ich sich auch wünscht endlich Gewissheit zu haben, seine Tochter bleibt verschwunden, nicht eine einzige Spur scheint sie hinterlassen zu haben. Meja zieht mit ihrer Mutter nach Nordirland um dort einen Neuanfang zu starten. Anfangs tut sie sich schwer doch als sie einen sympatischen jungen Mann kennen lernt scheint endlich alles einen Sinn zu ergeben. Doch schon bald verschwindet ein weiteres Mädchen, durch ihr Verschwinden wird das Schicksal von Lelle und Meja unwiderruflich miteinander verbunden. Beide Charaktere wurden in meinen Augen authentisch und greifbar gezeichnet. Sie wuchsen mir beide sehr schnell ans Herz. Lelle tat mir unglaublich leid, der Verlust seiner Tochter hat er immer noch nicht verarbeitet und die Ungewissheit zerfrisst ihn geradezu. Das Schicksal von Lelle berührte und bewegte mich sehr, sowas geht an keinem spurlos vorbei. Auch Meja tat mir im Prinzip sehr leid, denn das Zusammenleben mit ihrer Mutter ist alles andere als einfach. Allerdings hätte sie ihre Entscheidungen genauer überdenken sollen... Die Atmosphäre im Buch ist ziemlich bedrückend und düster. Man spürt förmlich das etwas in der Luft liegt. Man spürt das irgendetwas geschehen wird. Im zweiten Teil des Buches nahm die Spannung extrem zu, ich hielt den Atem an und konnte es einfach nicht glauben. Nach und nach setzen sich die Puzzleteile zusammen und alles scheint einen Sinn zu ergeben. Das Ende an sich gleicht einem finalen und überraschenden Showdown, alle Fragen werden beantwortet und auch alles weitere klärt sich auf. Diese Wahrheit ist grausam und ziemlich traurig. Zusammenfassend kann ich sagen konnte mich dieses Buch ziemlich gut unterhalten. Ich wurde hier gut unterhalten, auch wenn ich mir im ersten Teil mehr Spannung gewünscht hätte. Klare Empfehlung. Fazit: Mit "Dunkelsommer" gelingt Stina Jackson ein bewegender und emotionaler Roman der etwas Zeit benötigt um wirklich spannend zu werden. Ein bedrückender und düsterer Roman über Verlust, Schmerz und Loslassen. Von mir bekommt dieses Buch 4 Sterne!

Lesen Sie weiter

Drei Jahre ist es her, als Lelle seine damals siebzehnjährige Tochter auf dem Weg zur Schule an der Bushaltestelle aus dem Auto gelassen hat. Doch in den Bus stieg sie nie ein und seitdem fehlt jede Spur von Lina. Lelle kann einfach nicht aufgeben, nach seiner Tochter zu suchen und so fährt er jede Nacht den Silvervägen ab, durchsucht leer stehende Häuser und hat immer wieder die Hoffnung, seine Tochter zu finden. Vergebens! Gleichzeitig zieht die siebezehnjährige Meja mit ihrer alkohol- und drogensüchtigen Mutter Silje nach Norrland. Sie hofft, dass es ihnen hier endlich gelingen wird, einen Neuanfang zu starten. Doch Silje macht weiter wie immer und als Meja den jungen Carl-Johann kennenlernt, stürzt sie sich viel zu schnell in die Beziehung. Meine Meinung Das düstere Cover passt perfekt zum Inhalt des hochgelobten Spannungsromans aus der Feder der schwedischen Autorin Stina Jackson. Es macht neugierig darauf, ob auch die Geschichte hinter dem dunklen Cover so düster sein wird und ja, die Geschichte hat eine ganz besondere Atmosphäre. Fast von Beginn an schafft es die Autorin, eine sehr tief bedrückende, schwere Stimmung zu erzeugen. Man nimmt an der Suchaktion Lelles nach seiner Tochter teil und ich habe vom ersten Moment an mit dem Vater mitgelitten. Dieses Leid verpackt die Autorin sehr geschickt mit ihren Worten. Es liest sich leicht und einnehmend und wie erwähnt, hat die Autorin ein ganz besonderes Gespür, eine ganz besondere, fast schon ausweglose Atmosphäre zu erzeugen. Das war auf jeden Fall der Part, der mich so richtig begeistert hat an diesem Roman. Ich sage hier auch extra Roman oder, wie es als Genre angegeben ist, Spannungsroman, denn vom reinen Tempo her ist es auf keinen Fall ein Thriller. Die Geschichte besteht aus zwei Teilen, wobei der erste Teil einem eher ruhigen und gleichmäßigem Tempo verfolgt. Dafür gibt es gerade hier sehr viel Tiefgang und man lernt die Hauptcharaktere intensiv kennen. Erzählt werden die Teile aus unterschiedlichen Perspektiven, im ersten Teil stehen abwechselnd Lelle und Meja im Vordergrund, im zweiten Teil des Buches kommt eine dritte Perspektive hinzu, bei der es sich definitiv um ein Opfer handelt. Hier erfährt der Leser mehr zu den Hintergründen, wobei ich dadurch auch eine Idee bekam, in welche Richtung sich die Geschichte wenden wird. Richtig gut gelungen sind die Zeichnungen der Protagonisten Lelle und Meja. Lelle ist Lehrer und der Vater der seit drei Jahren verschwundenen Lina. Als Mutter konnte ich die Gefühle des Mannes nur allzu gut verstehen und ich habe vom ersten Moment an seine Verzweiflung spüren können. Sein Kind zu verlieren, ohne zu wissen, was mit ihm geschehen ist, muss einfach schrecklich für die Familie sein. Interessant ist es, dass Jackson hier einmal den Vater wählt, der seine Tochter nicht loslassen kann, denn in ähnlichen Geschichten steht meist die Mutter im Vordergrund. Auch Mejas Beweggründe konnte ich durchaus nachvollziehen. Auch hier ist es schon ein wenig verkehrte Welt, denn hier ist es die Mutter, die von Meja abhängig ist und das Mädchen hat viel zu viel Last auf ihren Schultern. Das sie sich so schnell auf Carl-Johann, der junge Mann, dem sie im Wald in Norrland begegnet, einlässt, zeigt auch, wie sehr sich das Mädchen nach einem normalen Familienleben sehnt. Diese beiden Charaktere stehen hier absolut im Vordergrund und neben ihnen bleiben die anderen Charaktere deutlich im Hintergrund. Jedoch schafft es Jackson auch bei den Nebencharakteren das gewisse Maß an Tiefgang zu wahren, so dass man als Leser durchaus miträtseln kann, wer oder was hinter Linas Verschwinden stecken kann. Mein Fazit Ein zu Recht hoch gelobtes Buch, dass zwar jetzt von der reinen Handlung her eher ruhig bleibt, dafür aber mit sehr viel Tiefgang und Nähe zu seinen Protagonisten daher kommt. Wer viel Action und Tempo mag, wird sich hier eher verloren fühlen, doch wer düstere Atmosphäre mag und sich gerne tief in die Charaktere hineindenken möchte, wird sich mit diesem Buch sehr wohl fühlen. Lesenswert!

Lesen Sie weiter