Leserstimmen zu
Dunkelsommer

Stina Jackson

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Packend!

Von: Elizzy

02.08.2019

Meine Meinung Hinter Dunkelsommer steckt so viel mehr, als eine Geschichte über ein vermisstes Mädchen. Die Stimmung mit der Mitternachtssonne kommt auf jeder Seite so intensiv rüber, dass man selbst das Gefühl hat diese Strasse in diesem seltsamen Licht entlang zu fahren. Lelle wirkt von der ersten Seite an verzweifelt und man leidet mit ihm. Man versteht seine Schuldgefühle, hofft und bangt bis zum Ende. Seine Emotionen kamen wirklich stark rüber und versetzten einen noch intensiver in die Geschichte. Meja ist mutig und hilflos zugleich. Sie hat schon unglaublich viel für ihr junges Alter durchgemacht und man wünscht sich für sie endlich ein sicheres zu Hause. Die Geschichten von Lelle und Meja wechseln sich pro Kapitel ab bis sie dann am Ende zusammenfliessen. Diesen Erzählstil fand ich überaus gelungen denn man blieb so lange am Ball und wollte dringend weiterlesen. An einigen Stellen hatte man zwar das Gefühl nicht voran zu kommen, doch dies änderte sich so schnell wieder, dass es nicht weiter störte. So fliegt man durch die Geschichte, hält inne, ist entsetzt und hofft wieder. Wird es gut enden? Wird Lelle seine Tochter finden? Kann Meja ihrem neuen Freund vertrauen? Das Finale des Buches ist das Lesen mehr als wert! Schreibstil & Cover Der Schreibstil ist fesselnd und stimmig. Man erhält das richtige Gefühl für das Land und den Wald. Die Protagonisten sind überaus gut beschrieben und geben einem viele Emotionen mit. Das Cover mag ich sehr und auch der Titel hat es mir angetan! Wie gefällt es euch? Fazit Für mich war dieser Debüt – Roman sehr gelungen und abgerundet. Es ergab am Ende alles Sinn und liess mich zufrieden zurück. Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Herzen. Bewertung Plot ♥♥♥♥♥ (5/5) Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5) Spannung ♥♥♥♥♥ (5/5) Lesevergnügen ♥♥♥♥♥ (5/5)

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Worum geht`s?: Drei Jahre ist es her, dass Lelles Tochter in einem abgelegenen Teil Nordschwedens spurlos verschwand. Seither fährt er jeden Sommer im düsteren Licht der Mitternachtssonne die Straße ab, an der Lina zuletzt gesehen wurde. Nacht für Nacht sucht er verzweifelt nach seiner Tochter, nach sich selbst und nach Erlösung. Dann kommt eines Tages die siebzehnjährige Meja in der Hoffnung auf einen Neuanfang in Norrland an. Doch als sich die Dunkelheit des aufkommenden Herbstes über das Land legt, verschwindet ein weiteres Mädchen. Und Lelles und Mejas Leben werden durch dramatische Ereignisse miteinander verbunden, die sie nie wieder loslassen werden. . Bei diesem Buch bin ich leider ratlos und unentschlossen zurückgeblieben. Insgesamt ist es ein solider Roman. Der Leser erfährt anhand zweier parallel verlaufender Handlungsstränge die Story. Der Beginn ist spannend und lässt fast einen Thriller erwarten. Leider hat sich dies recht schnell relativiert. Nach kurzer Zeit passiert nur noch wenig im Handlungsverlauf, stellenweise stagniert der Plot sogar. Erst gegen Ende nimmt die Handlung wieder Fahrt auf. . Jacksons Schreibstil hingegen ist sehr authentisch. Die Autorin schafft es, mit klaren Worten die Charaktere zu beschreiben & dem Leser das Innerste der Protagonisten verständlich zu machen. Die kurzen Kapitel unterstützen dies. Hinzu kommt die düstere Atmosphäre, die Jackson mit ihrem Schreibstil hervorruft. Die Einsamkeit der Landschaft Nordschwedens kann schön, aber auch angsteinflößend sein. Das Cover des Romans passt ausgezeichnet zur Atmosphäre. . Fazit: Insgesamt handelt es sich um einen soliden Roman. Angeteasert wurde das Buch als bester schwedischer Spannungsroman. Dem kann ich leider nicht ganz zustimmen. Ja, Spannung war da, zwischendurch zog sich die Handlung aber sehr und der Spannungsbogen fiel deutlich ab. Dennoch hat mich Stina Jacksons Stil und ihre erzeugte Atmosphäre überzeugt.

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Die Handlung Lelles Tochter Lina ist bereits seit drei Jahren verschwunden. Damals hatte er seine Tochter an der Bushaltestelle im schwedischen Norrland abgesetzt: Kurz darauf sollte sie in den Bus einsteigen und den ersten Tag ihres Ferienjobs antreten. Der Busfahrer und die Fahrgäste haben Lina allerdings zu keinem Zeitpunkt gesehen. Seitdem begibt sich Lelle tagtäglich auf die Suche nach seiner Tochter. Er fährt die besagte Straße und die gesamte Umgebung mehrmals ab, um neue Informationen zu erhalten. Einige Zeit nach Linas Verschwinden kommt die 17-jährige Meja an den besagten Ort und hofft nach ihrer ereignisreichen, stürmischen Vergangenheit auf einen Neuanfang. Als kurz darauf jedoch ein weiteres Mädchen verschwindet, wird das Schicksal von Lelle und Meja auf besondere Art und Weise miteinander verbunden. Meine Meinung Ab der ersten Seite des Buches war ich direkt begeistert: Norrland wird als ein düsterer, mystischer Ort beschrieben und hat in mir ein sehr unbehagliches Gefühl ausgelöst. Die schwedische Autorin Stina Jackson hat dabei ihr Ziel erreicht, den Ort, an dem sie ihre Kindheit verbracht hat, authentisch zu beschreiben. Wenn ihr auf Amazon die ausführliche Beschreibung zu dem Buch lest, erfahrt ihr mehr über die Hintergründe: Sie verbindet den dünn besiedelten schwedischen Norden mit Einsamkeit, Dunkelheit und Kälte. All diese Punkte kamen für mich in diesem Buch an unzähligen Stellen zum Tragen und ich konnte förmlich sehen und spüren, wie es dort sein muss.  Doch nicht nur die Atmosphäre als solche ist von realen Begebenheiten inspiriert: Die Straße, die Lelle täglich entlangfährt und den Ort darstellt, an dem Lina zuletzt gesehen wurde, ist dem Highway of Tears in Kanadanachempfunden. Auf diesem beziehungsweise in der näheren Umgebung verschwanden und starben seit 1970 unzählige Frauen. Die Verbrechen wurden in den meisten Fällen nicht aufgeklärt. Als ich mich darüber informiert habe, war ich schockiert und verwundert darüber, dass ich noch nie etwas darüber gehört habe. Vielleicht führte diese Hintergrundinformation noch einmal zu einem anderen Beigeschmack der Geschichte. Abgesehen von der Atmosphäre faszinierte mich in dem Buch vor allem die zwischenmenschliche Komponente: Ich konnte mir richtig gut vorstellen, welche Personen gut miteinander können und welche nicht. Ob tiefe, ehrliche Freundschaft, die unerklärliche Sympathie gegenüber nahezu Fremden, falsche Liebesbeziehungen oder natürlich die unerschütterliche Liebe der Eltern zu ihrem Kind: All das wurde abgedeckt und machte Gefühle, die wir vermutlich alle schon einmal erlebt haben, auf unfassbar tolle Weise greifbar. Da ich es liebe, wenn Autoren es schaffen, nicht Sichtbares so zu beschreiben, als hätte man es direkt vor Augen, war dieses Buch wohl auch genau das Richtige für mich. Insbesondere Lelle war für mich ein perfekt gezeichneter Charakter: Seine Verzweiflung, Wut und Hilflosigkeit wurden an vielen Stellen deutlich und trotzdem hat er die Hoffnung niemals aufgegeben. Trotz seiner Zerbrechlichkeit hat er Stärke bewiesen und kam niemals zur Ruhe, die Reise schien nahezu endlos. Handlungstechnisch muss ich zugeben, dass bis auf das Ende nicht allzu viel passiert. Die meiste Zeit begleiten wir Lelle bei der Suche nach seiner Tochter und erfahren mehr über Meja und wie sie sich in Norrland zurechtfindet. Mir persönlich hat das jedoch gar nichts ausgemacht, weil für mich nicht die Handlung als solche zur Spannung geführt hat, sondern vielmehr das dauerhaft unterschwellig bedrohliche Gefühl, das sich nicht nur auf die Protagonisten, sondern auch auf mich als Leserin ausgewirkt hat. Auch so war es für mich ein echter Pageturner. Fazit Für mich ist Dunkelsommer das perfekte Buch für all diejenigen, die atmosphärische Bücher lieben und sich darin verlieren können. Mich persönlich hat es außerdem sehr bewegt, weil in dem Buch auf zwischenmenschlicher Ebene so viel passiert: Ich habe mitgefiebert, gehofft und kam am Schluss zu der Erkenntnis, dass für jeden Menschen zur richtigen Zeit die richtige Person wartet. Was genau ich damit meine, erfahrt ihr, wenn ihr dieses wundervolle Buch lest. Definitiv ein Lese-Jahreshighlightfür mich.

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Das Cover finde ich geheimnisvoll und passend gewählt. Es lässt zusammmen mit dem Titel nicht erahnen um was es gehen könnte. Das übernimmt dann aber der gut gelungene Klappentext. Dies war mein erstes Buch von Stina und ich wurde positiv überrascht. Nicht nur der fliessende Schreibstil gefällt mir, nein auch der stetige Spannungaufbau läd dazu ein das Buch wegzusuchten. Die Schauplatzebeschreibungen verleihen dieses Story das gewisse Etwas. Auch mit den Protagonisten habe ich von Beginn an mitgefiebert . Ich mag die Erzählart hier sehr. Die Atmosphäre die Stina hier erschafft, ist mega. Vom neugierig bis angespannt war meinerseits alles dabei. Doch leider ist das Ende überhaupt keine Überraschung und das ist schade.

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Atmosphärischer, packender Debütroman

Von: books4ever

29.07.2019

Seit seine Tochter Lina vor drei Jahren spurlos an der Bushaltestelle verschwunden ist, fährt ihr Vater Lelle jede Nacht die Landstraßen ab und durchkämmt verlassene Höfe. Immer in der Hoffnung endlich eine Spur seiner Tochter zu finden. Doch vergeblich. Während alle anderen nach und nach ihren normalen Alltag wieder aufnehmen, kann Lelle seine Suche einfach nicht aufgeben. Als eines Tages die 17-jährige Meja mit ihrer Mutter nach Norrland zieht, kreuzen sich die Wege der beiden auf schicksalshafte Weise. Mit „Dunkelsommer“ ist der Autorin Stina Jackson ein grandioser Debütroman gelungen. Die tragische Geschichte rund um Lelle und Meja wird packend geschildert und die Handlung entwickelt mit der Zeit einen regelrechten Sog, der mich dazu gebracht hat, immer weiterlesen zu wollen. Die düsteren Wälder Schwedens, in denen es im Sommer nicht richtig dunkel und im Winter nicht hell wird, schaffen eine beklemmende Atmosphäre und eine unterschwellige Spannung, die sich zum Ende hin immer weiter verdichtet. Die Handlung wechselt hauptsächlich zwischen der Perspektive von Lelle und seiner Suche nach seiner Tochter und Meja, die versucht, sich in ihrer neuen Umgebung einzugewöhnen. So erfährt man einiges über diese beiden Charaktere und kann sich gut in ihre Gedanken- und Gefühlswelt hineinversetzen. Insbesondere Lelles Verzweiflung und seine Besessenheit, endlich das Verschwinden von Lina aufzuklären, während alle anderen um ihn herum zu ihrem Alltag zurückkehren und auch die Polizei ihre Ermittlungen längst eingestellt hat, werden so verständlicher und ich konnte gut mit ihm mitfühlen. Einziger Kritikpunkt ist für mich die Einordnung in das Genre Thriller, da „Dunkelsommer“ in meinen Augen die Kriterien hierfür nicht ganz erfüllt. Die Handlung ist zwar durchaus spannend, da man wissen möchte, was mit Lina geschehen ist. Allerdings flaut die Spannung zwischendurch etwas ab, da nicht sonderlich viel Neues passiert und man hingegen sehr ausführliche Beschreibungen des Alltags von Lelle und Meja erhält. Erst gegen Ende nimmt die Handlung noch einmal deutlich an Fahrt auf und es kommt zu einem packenden Showdown. Alles in allem ist „Dunkelsommer“ ein atmosphärischer und typisch skandinavischer Krimi, der insbesondere durch die detailliert ausgearbeiteten Charaktere und eine packende, tragische Handlung besticht. Von mir gibt es trotz kleinem Kritikpunkt 5 von 5 Sternen!

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“Dunkelsommer” von Stina Jackson ist wie einer dieser ARD- oder ZDF-Krimis aus den 90er Jahren. Die Bilder sind schön, die Handlung ein bisschen vorhersehbar und ständig wird geraucht*. Düstere Helligkeit In Nordschweden herrscht im Sommer ewiger Tag, die Sonne geht nicht unter. Doch obwohl alles gut sichtbar ist, verschwindet ein Mädchen spurlos. Das ist drei Jahre her und immer noch sucht der Vater in seiner Verzweiflung wie ein Besessener nach seiner Tochter. An jedem hellen Tag des Jahres durchstreift er abgelegene Bauernhöfe, kämpft sich durch Waldstücke, in denen lange kein Mensch mehr war, und versucht jeden zu befragen, den er fassen kann. Die Atmosphäre von Verzweiflung, Einsamkeit, Rastlosigkeit und Abgeschiedenheit hat das Buch wirklich gut eingefangen. Trotz der immerwährenden Helligkeit wirkt alles trostlos und düster, in dieser Hinsicht macht der Name “Dunkelsommer” Sinn. Stilistisch ist der Roman nichts besonderes, er “liest sich schnell weg”. Das kann je nach Genre und Buch ein Lob oder eine Beleidigung sein, für sommerliche Krimis finde ich es gerade recht. Die ganz große Begeisterung kann der einfache Erzählstil der Autorin bei mir aber leider einfach nicht entfachen. Offensichtlich Versteckt Überhaupt erweckt der Roman den Eindruck von Ideenlosigkeit. Die Figuren sind die “üblichen Verdächtigen” dieser Art von Krimi. Und auch ganz konkret: als die Figur auftaucht, die mit dem Verschwinden des Mädchens unmittelbar zu tun hat, könnte ihr Name auch mit Leuchtstift markiert worden sein. Es werden die üblichen Klischees ausgepackt. Der verstockte Einzelgänger, dieser besonders böse beziehungsweise irre Blick. Sogar die körperlichen Merkmale schreien geradezu die Schuld der Figur heraus. Das hat mich ein bisschen an die Zeit des Nationalsozialismus denken lassen, in der man anhand der Form der Augenbrauen versuchen wollte, Mörder zu erkennen. Ich habe wirklich gehofft, dass das Finten sind, mit denen die Autorin uns aufs Glatteis führen will. Ich liebe es, wenn in Krimis so lange falsche Fährten gelegt werden, bis man vor lauter Wald die Bäume nicht mehr sieht. In diesem Fall war es leider keine clever gestrickte Ablenkung, sondern alles entwickelt sich so, wie man es dann auch schon erahnt. Ist das Kunst oder kann das weg? Vielleicht war es auch die Hauptfigur, mit der ich mich einfach nicht identifizieren konnte. Der Vater durchleidet den Verlust seiner Tochter schon sehr glaubhaft, reagiert aber eben wie man es vom Protagonisten eines ARD-Krimis erwartet. Er raucht zu viel, trinkt zu viel, fängt Schlägereien an und windet sich in seiner Pein. So hat “Dunkelsommer” dann insgesamt ein doch eher schales Gefühl bei mir hinterlassen. Ein Roman, der sich leider für meinen Geschmack zu wenig von anderen Titeln dieser Art abhebt, obwohl da erzählerisch und durch die Wahl des Settings mehr drin gewesen wäre. * Es wird wirklich ständig, von allen und in jeder Situation geraucht. Wenn jemand mal bei seiner Lektüre mitzählen könnte, würde mich die Gesamtsumme gerauchter Zigaretten wirklich interessieren. Für mich ist die Lektüre untrennbar mit dem Geruch von Zigaretten verbunden, der hat sich durch die ständigen Beschreibungen einfach in meinen Kopf gedrängt.

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Von: Daniela Anders

26.07.2019

Ich durfte diesen Roman vorab testlesen - ganz lieben Dank dafür, das waren zwei ganz spannende Tage :-) Allein die Tatsache, dass ich dieses 351 Seiten umfassende Buch innerhalb von nicht einmal 2 Tagen gelesen habe, sagt eigentlich schon alles. Dieser schwedische Spannungsroman hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen und war kein einziges Mal langatmig oder flach. Ganz im Gegenteil. Von mir eine absolute Empfehlung und 5 von 5 Sternen! Höchste Punktzahl also und ich hoffe, dass wir von Stina Jackson noch ganz viele weitere tolle Romane erleben werden.

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Nachdem mein letztes Buch, welches ich gelesen habe, nicht so der Knaller war, hoffte ich hier auf ganz viel Spannung. Und ja ich habe sie bekommen und meine Erwartungen wurden gänzlich übertroffen. In der Geschichte geht es um Lelle, dessen Tochter Lina seit drei Jahren spurlos verschwunden ist. Seine Ehe zerbrach daran und er kann sein Kind einfach nicht vergessen. Er sucht sie jeden Tag seitdem sie verschwunden ist. Wird er sie irgendwann finden? Das Besondere an dem Buch ist, dass wir die Geschichte aus zwei Perspektiven kennenlernen. Zum einen begleiten wir Lelle auf der verzweifelten Suche nach seiner Tochter, zum anderen erleben wir das kuriose Leben der jungen Meja, die gerade erst in die Gegend gezogen ist, in der Lelle wohnt. Durch die Szenenwechsel entsteht nochmal mehr Spannung, da meist eine Szene unterbrochen wird, wenn es gerade richtig interessant wird. Auch wenn Lelle als ziemlich abgerissen und verbraucht beschrieben wird, so fühlt man ihm sich bereits nach wenigen Seiten sehr nahe. Sein Schicksal ist hart, denn niemand sollte Sorge haben müssen, dass sein Kind verschwunden ist. Ich mochte seine Art und wie er daran glaubt das Rätsel lösen zu können. Ähnlich gebeutelt vom Schicksal ist Meja, deren alkoholkranke Mutter immer nur von einem Ort zum anderen tingelt. Meja will endlich mal ein normales Leben leben wie andere auch. Meja hat mehr als nur typische Teenagerprobleme. Auch sie muss man einfach gern haben. Das Setting in Nordschweden mit Wäldern, reichlich Dunkelheit und Abgeschiedenheit sorgte bei mir für das nötige Gänsehautfeeling. Es handelt sich hier um einen Spannungsroman, der alles hat was gute Unterhaltung braucht: sympathische Figuren, interessante Handlung und eine geniale Auflösung. Ich hatte ja schon fast nicht mehr damit gerechnet, dass es eine Auflösung geben wird. Bis zuletzt tappte ich im Dunkeln. Das Ende war enorm schlüssig und absolut realistisch. Ich glaube die letzten dreißig Seiten habe ich mit offenem Mund und Lauten des Erstaunens gelesen. Das Ende hat mir richtig gut gefallen, gern lese ich zukünftige Bücher der Autorin. Ich habe zu keiner Zeit gespürt, dass es sich hier um ein Debüt handelt. Fazit: Klasse Unterhaltung, die für Gänsehautmomente sorgt. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Spitze!

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