Leserstimmen zu
Die Toten von Inverness

G.R. Halliday

Monica Kennedy (1)

(15)
(7)
(3)
(2)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Ich hatte mir von dem sehr reißerischen Klappentext und dem Titel und Aufmachung des Buches etwas anderes erwartet. Dadurch das ein Schottland Krimi ist hab ich mehr malerische Landschaftsbeschreibungen vorgestellt. Doch die Landschaft wurde zumeist einfach nur sehr düster und mit ständig verhangenen Himmel. Das mag zur Stimmung des Buches passen, doch es hat mich zugegeben etwas enttäuscht. Ebenso waren die Protagonisten der Geschichte mir zu kalt und distanziert. Sehr gut hat mir dagegen die Beschreibungen aus Sichtweise des Täters und der Opfer gefallen. In die Opfer konnte man sich richtig hinein füllen, vor allem die Gänsehaut und das "sich beobachtet fühlen" Gefühl, dass wir doch alle irgendwie kennen, kam richtig gut rüber. Anfangs empfand ich die Handlung als sehr zäh, doch gegen Ende wurde es noch mal richtig spannend. Leider hat mich aber wiederum die Auflösung des Ganzen nicht richtig zufrieden stellen können. Aus meiner Sicht blieben zu viele offene Fragen.

Lesen Sie weiter

DI Monica Kennedy ermittelt mit ihrem Kollegen DC Crawford, vor der unwirtlichen Kulisse der winterlichen, schottischen Highlands, in besonders grausamen Morden: gefolterte männliche Teenager, die in bestimmter Pose und mit einem schwarzen Stein in der Kehle aufgefunden werden. Alle Teenager verschwanden über Nacht aus ihren Elternhäusern. Die Geschichte wird aus der Sicht dreier Personen erzählt: Monica Kennedy, Michael Bach und dem Beobachter. Monica Kennedy ist eine erfahrene Kommissarin, die unter ihrer - für eine Frau ungewöhnlichen - Körpergröße leidet und seit ihrer Kindheit den Spitznamen die Hünin hat. Sie ist alleinerziehende Mutter einer Tochter und steht im ständigen Konflikt zwischen Beruf und Kind. Sie ist sich bewusst, dass sie ihre Tochter zu oft in der Betreuung ihrer Mutter lässt, weiß aber auch, dass sie nicht loslassen kann, wenn sie sich in einen Fall verbissen hat. Sie hat eine mysteriöse Vergangenheit, die im Laufe des Buches teilweise aufgeklärt wird. Michael Bach ist ein kettenrauchender, Katzen liebender Sozialarbeiter, der mit seinen eigenen Problemen kämpft. Auch seine Vergangenheit kommt im Laufe der Geschichte zu Tage. Michael verfolgt einen eigenen Strang der Geschichte, der sich jedoch immer wieder mit dem von Monica überschneidet. Der Beobachter kommentiert das gesamte Geschehen aus seiner Sicht. Das Buch ist in Tage gegliedert, beginnend mit Sonntag: dem Tag, an dem die erste Leiche gefunden wird; die Kapitel sind fortlaufend. Mir hat diese Tagesgliederung gut gefallen. Ich war von Anfang an gefesselt von der Geschichte, denn sie ist spannend und gut erzählt. Vor allem war sie für mich absolut nicht vorhersehbar. Gerade, wenn man denkt, man sei auf einer richtigen Spur, dreht sich die Handlung, und man ist wieder am Anfang. Auf den letzten 100 Seiten nimmt es nochmal richtig Fahrt auf, sodass ich an meinen Nägeln kauen wollte. Persönliches Fazit: Meiner Meinung nach eine absolut empfehlenswerte Story mit glaubwürdigen Protagonisten sowie spannenden Wendungen - und das alles vor der großartigen Kulisse der Highlands. Es soll einen zweiten Teil geben. Ich freue mich schon jetzt darauf, vor allem DI Monica Kennedy noch näher kennenzulernen.

Lesen Sie weiter

Die Toten von Inverness wird hauptsächlich aus zwei Perspektiven erzählt. Zuerst wäre da DI Monica Kennedy. Sie ist eine starke und intelligent Person, die aber stets bemüht ist nicht zu perfekt oder gar brillant zu erscheinen. Im Laufe des Buches versteht man warum das so ist und ich fand das schon recht ärgerlich und brachte mich dazu, ihr einen gewissen Vertrauensvorschuss zu geben. Dabei ist sie erst mal nicht so der Sympathieträger schlechthin :-) Ein bisschen Mystery Die zweite Sichtweise stammt von Michael Bach, einem sehr engagierten Sozialarbeiter. Er ist auf der Suche nach einer seiner Klientinnen, die verschwunden ist. Grundsätzlich ist sein Charakter eher das Gegenteil von DI Monica Kennedy, dadurch ergänzen sie sich ganz gut. Auch er hat so seine Probleme und ist eher für den leichten Mysteryanteil des Buches zuständig. Ihn mochte ich eigentlich auf Anhieb. Übersichtliche Struktur Die Struktur des Buches ist sehr übersichtlich gestaltet. Jedes Kapitel ist in fortlaufende Tage unterteilt und diese Tage bilden jeweils den Titel des Abschnittes. So behält man ganz gut den zeitlichen Überblick über die Ereignisse und  Ermittlungen. Auch die Anzahl der handelnden Personen ist vergleichsweise übersichtlich und lässt sich dadurch recht gut überblicken. Auch die Aufteilung zwischen sympathisch und nicht sympathisch ist recht ausgewogen, allerdings bleiben alle Nebencharaktere bisher recht blass. Düster und unheimlich Insgesamt ist Die Toten von Inverness eine eher düstere, leicht unheimliche Geschichte. Manchmal ist sie sicherlich auch ein bisschen grausam und durchaus auch ein bisschen gruselig, aber ich persönlich fand das jetzt nicht so schlimm. Mir sind da durchaus schon blutigere Geschichten begegnet und mein Magen ist recht stabil :-) Die Geschichte nahm auch immer mal wieder eine neue Richtung und so blieb sie bis zum Schluß spannend. Mein Fazit: Die Toten von Inverness ist für mich ein sehr gelungener Start in eine neue Serie. Die Charaktere sind durchaus ausbaufähig, was bei einer Serie ja auch wünschenswert ist und die Highlands bieten noch jede Menge Platz für weitere spannende Storys. Ich freu mich auf mehr :-)

Lesen Sie weiter

Das Cover vermittelt einen stimmungsvollen Eindruck der schottischen Highlands und hat mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Die Hauptermittlerin ist hier Kommissarin Monica Kennedy – mit ihren fast 1,90 m Körpergröße flößt sie nicht nur ihren männlichen Kollegen ordentlich Respekt ein. Monica hat eine kleine Tochter, die aufgrund ihres Jobs ständig zu kurz kommt und daher viel von ihrer Großmutter betreut wird. Das war für mich während des ganzen Buches nicht nachvollziehbar. Es wird zwar ständig erwähnt wie schlimm es für Monica ist kaum Zeit mit ihrer Tochter verbringen zu können, ihr Job steht bei ihr dennoch stets an erster Stelle. Sie ist ständig auf Abruf und kann nicht einmal im Kino ihr Handy ausmachen. Die Story an sich war sehr interessant und die Spurensuche und unerwarteten Wendungen sind zwar interessant, aber es wurde zu sehr in die Länge gezogen. Ich fand es sehr mühsam wirklich dranbleiben und hatte zwischendurch keine Lust mehr weiterzulesen. Nachdem ich mich letztendlich doch noch durchgerungen hatte, war ich froh endlich durch zu sein. Dieser Krimi war leider bisher mein persönlicher Flop des Jahres.

Lesen Sie weiter

„Die Toten von Inverness“ erzählt einen spannenden Kriminalfall, ohne Zweifel. Auch als Verfilmung könnte ich mir dieses Buch sehr gut vorstellen. Aber um es vorwegzunehmen: ich bin der Meinung, man hätte diese Story auch gut und gerne auf 100 Seiten weniger erzählen können. Es ermittelt die Kommissarin Monica Kennedy – mit fast 1,90 m eine wahre Hünin, die ihren männlichen Kollegen schon aufgrund ihrer körperlichen Präsenz ordentlich Respekt einflößt. Monica hat eine Tochter, Lucy, die sie allerdings aufgrund ihres Jobs viel zu oft vernachlässigt und statt dessen ihre Mutter einspannt, um die Kleine zu betreuen. Hier bin ich auch schon bei einem meiner persönlichen Kritikpunkte: Dadurch, dass Monica ihre Arbeit ständig ihrer kleinen Tochter vorzieht, wurde sie für mich als Leser zu einer Figur, der ich wenig Sympathie entgegenbringen konnte. Zwar wird ihr innerer Konflikt oft thematisiert und auch, wie schwer es ihr fällt, ihrer Kleinen immer wieder sagen zu müssen, dass Oma sich um sie kümmern wird – aber letztlich entscheidet sie sich in jeder Situation gegen das Mädchen und für ihre Arbeit. Sogar im Showdown trifft sie, was dieses Thema angeht, eine für mich absolut nicht nachvollziehbare Entscheidung. Das konnte ich ihr irgendwie nicht verzeihen und Monica war für mich keine Buchheldin, mit er ich mitgefiebert habe. Dazu kam, dass aus meiner Sicht teilweise recht ausschwei-fend erzählt wird – ich brauchte etwas Durchhaltevermögen. Mein Test ist immer, mal für ca. 5-10 Seiten nur die ersten zwei, drei Sätze eines Absatzes zu lesen sowie die persönliche Rede und dann zu schauen, ob ich der Handlung noch folgen kann. Konnte ich ohne Probleme. Also: für mich zu ausschweifend erzählt mit viel „drumrum“, wo man – gerade in einem Krimi – doch eher auf den Punkt kommen sollte. Der Fall an sich war aber gut gestrickt und in sich schlüssig, auch die falschen Fährten waren gut gelegt, so dass ich mir bis zum Schluss nicht sicher war, wer denn nun tatsächlich der Mörder ist. Was mich aber etwas irritierte, war die Sache mit den schwarzen Steinen, die man jeweils im Hals der Opfer fand und den Bisswunden. Zwar wird der Zusammenhang am Schluss aufgeklärt, aber meines Wissens wird die Motivation des Täters dafür nicht so recht deutlich. Ebenso ging es mir mit den Bissspuren. Man erfährt letztlich wo sie herkommen, aber die Motivation dafür blieb mir rätselhaft. Ich hatte eher den Eindruck, hier wurde etwas konstruiert, um den Fall zu Beginn des Buches besonders spektakulär wirken zu lassen. Wenn ich nun abwäge und die solide Struktur und die interessante Entwicklung der Story gegen den etwas ausufernden Erzählstil und meine Abneigung gegen die Protagonistin stelle, komme ich im Ergebnis auf passable drei Sterne.

Lesen Sie weiter

Charakterstark

Von: Pinguin

17.02.2020

Der Krimi hat mir sehr gut gefallen. Er war spannend, hat Haken geschlagen, die Leser an der Nase herumgeführt und tief in die Seelen seiner Protagonisten geblickt. Die Charaktere des Buches passen zu der Landschaft, in der die Geschichte spielt: schroff, einsam, unnahbar, aber doch von einer ganz eignen Liebenswürdigkeit. Monica Kennedy ist Ermittlerin in der Mordkommission von Inverness. Sie ist alleinerziehende Mutter, fällt mit ihrem Aussehen auf und muss mit Gerüchten über ihre Vergangenheit in einer örtlichen Gang kämpfen. Gemeinsam mit ihren beiden jungen, unerfahrenen, aber eifrigen Kollegen muss sie eine Mordserie aufklären, bei der junge Männer perfide gequält und ermordet werden. Dabei hilft ihr außerdem noch ein Sozialarbeiter, der eigentlich erst einmal sich selbst helfen sollte. Die Geschichte bedient sich dabei gekonnt der unwirtlichen Landschaft in den Highlands und kreiert eine düstere Atmosphäre, der man sich als Leser nur schwer entziehen kann. Die Handlung passt dazu und überrascht immer wieder mit 180 Grad Wendungen, die das Lesen zu einem Vergnügen machen. Es ist kein freundliches Buch, aber ein spannendes und ein charakterstarkes. Der Autor zeigt eine ganz eigene Handschrift und macht den Krimi damit zu etwas Besonderem.

Lesen Sie weiter

Nachdem ich selber bereits in Inverness und in den schottischen Highlands unterwegs war, war ich natürlich sehr gespannt auf diesen Krimi. Und wurde absolut nicht enttäuscht. Bereits das Cover vermittelt ein eindrucksvolles Bild, das eine düstere Stimmung abgibt und aus meiner Sicht perfekt zu dem Buch passt. Und diese Stimmung spiegelt sich auch in den gesamten Krimi wieder - ich habe mich direkt zurückversetzt gefühlt in die Abende in den Highlands. Der Krimi an sich ist sehr spannend geschrieben und hat mich durchweg überzeugt. Durch die verschiedenen Wendungen in dem Buch kommt keine Langeweile auf, was bei mir dazu geführt hat, dass ich "Die Toten von Inverness" nicht aus der Hand legen konnte. Gleichzeitig sind die Wendungen nicht "chaotisch" oder so umfangreich, dass man nicht mehr folgen kann. Aus meiner Sicht also genau richtig! Die Protagonistin hat mich mit ihrem ungewöhnlichen Charakter ebenfalls voll überzeugt und es hat einfach Spaß gemacht ihr bei ihren Ermittlungen zu folgen. Aus meiner Sicht ein durchweg gelungener Auftakt der neuen Krimireihe aus Schottland und eine 100%ige Leseempfehlung!

Lesen Sie weiter

Toller Jahresanfang

Von: Daria

08.02.2020

Die Highlands wie man sie sich vorstellt, rauh ein wenig unnahbar und doch wunderschön, übertragen sich in allem. Durch die verschiedenen Blickwinkel ist das Buch für mich ein absolutes Highlight des neuen Jahres gewesen. Schön zu lesen interessant und doch immer wieder auch überraschend. Liebevoll erdachte Protagonisten die einen sehr nahe kommen.

Lesen Sie weiter