Leserstimmen zu
Die Frau des Kaffeehändlers

Susanne Rubin

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In den letzten Monaten habe ich das Genre rund um historische (Liebes-)Romane für dich entdeckt, weswegen ich sehr gespant auf dieses Buch war. Dieses Buch spielt in zwei Zeitebenen. Es beginnt in der Gegenwart, aber es wechselt immer mal wieder in die Vergangenheit. Auch wenn in der Gegenwart Melina ihr Leben nachgegeht, geht sie auch der Frage nach, was ihre Großmutter mit der Familie Magnussen zu tun hat. Der Schreibstil ist super leicht und angenehm zu lesen. Tatsächlich hat vor allem der Schreibstil dazu geführt, dass ich das Buch innerhalb eines Tages verschlungen habe, weil es sich einfach so leicht lesen lässt. DIe Geschichte hat dazu natürlich auch beigetragen. Es wird zwischen den Sichten der Charaktere gewechselt, was ich ganz spannend fand, da man so verschiedene Sichten zum selben Ereignis erhält. Negativ kann ich hier höchstens anmerken, dass ich einige Dialoge als nicht so natürlich empfunden habe. Die Handlung beider Zeitebenen gehen recht schnell voran, das Tempo ist also sehr hoch. Man möchte natürlich das Geheimnis aufdecken, was die treibende Kraft in der Handlung ist. Total vorhersehbar ist das Geheimnis nicht, was ich gut finde. Mir hat tatsächlich die Ebene der Vergangenheit am besten gefallen, zumindest der erste Teil in der Vergangenheit. Dort wird das Zusammenkommen von Amalia und Paul berichtet, was ich sehr spannend fand. Es hat bei mir auch sehr viele Emotionen hervor gerufen, weil ich ganz schrecklich fand, was Amalia alles erleben musste. Es passiert keine körperliche Gewalt oder Ähnliches, aber auf emotionale Ebene finde ich es einfach schrecklich. Ich musste tatsächlich ein paar Tränchen vergießen. Umso traurig war ich dann, dass dieser Teil der Geschichte recht schnell abgeschlossen war und nicht weiter in die Tiefe ging. Ich hätte gerne mehr über Amalias und Paul Leben aus erster Hand erfahren. Die anderen Sprünge in die Vergangenheit konnten mich emotional leider nicht mehr so mitnehmen. Vor allem zu Amalia konnte ich keine Verbindung aufbauen, weil sie einfach ein komplett andere Frau geworden ist und ich diese Wandlung nicht mehr mitbekommen habe. Die Ebene der Gegenwart hat mir auch ganz gut gefallen, aber da hat es mir definitiv an Tiefe gefällt. Es passiert alles sehr schnell und es passt einfach alles zu einfach zusammen. MIr ist klar, dass es eine fiktive Geschichte ist, aber das Glück, das Melina hier wiederfährt, würde im echten Leben wirklich nicht passieren. Die Beziehung, die sich hier aufbaut, fand ich zwar schön, aber da es so schnell ging, konnte mich auch das emotional nicht komplett mitnehmen. Die Charaktere haben mir trotzdem alle gut gefallen und ich konnte mich mit allen anfreunden. Am besten hat mir aber auf jeden Fall die jüngere Amalia gefallen, danach gefällt mir Melina am besten, die ich als Hauptprotagonistin betiteln würde. Für Fans dieses Genres kann ich "Die Frau des Kaffeehändlers" trotzdem empfehlen, da es mir wirklich einige schöne Lesestunden geschenkt hat.

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Kaffee

Von: Anni.Booklover

02.05.2020

Klappentext: „ Das Erbe einer Familiendynastie. Das Schicksal dreier Generationen. Eine ergreifende Liebesgeschichte. Hamburg, 1896: Um vom Bankier Ferdinand Claasen einen Kredit zu erhalten, willigt der ehrgeizige Kaufmann Paul Friedrich Magnussen ein, dessen älteste Tochter Amalia zu heiraten. Amalia ist eine kluge Frau und mit ihrer Hilfe gelingt es Paul, seinen Kaffeehandel zu einem florierenden Unternehmen auszubauen. Doch Amalia ahnt nicht, dass er sich eigentlich von Anfang an zu ihrer schönen Schwester Helene hingezogen fühlte … Über ein Jahrhundert später entdeckt Melina Peters in der Hinterlassenschaft ihrer Großmutter Hinweise auf eine Verbindung zu der Kaffeehändler-Dynastie. Sie bewirbt sich bei P.F. Magnussen und wird die Assistentin des faszinierenden Leonard Magnussen. Von da an taucht sie immer tiefer in die privaten Schicksale ein, die hinter der offiziellen Familiengeschichte im Verborgenen liegen. Sie ahnt nicht, wie sehr diese mit ihrem eigenen Leben verknüpft sind … „ Rezension: Der Roman „ Die Frau des Kaffeehändlers von Susanne Rubin“ spielt auf zwei Zeitebenen ,zum einem rund um das Jahr 1896, zum anderen über ein Jahrhundert später und behandelt das Schicksal dreier Generationen einer großbürgerlichen Familiendynastie. Also ein beliebtes Setting vieler Familenromane. Gleich vorab, lesen lohnt sich. Die Autorin charaktersiert die Protagonisten der Handlung mit Tiefe, ohne aber zu viel Detailverliebtheit, also ohne den Lesefluss zu beschränken. Amalia wird dem Leser als eine sehr kluge und sehr emanzipierte Frau dargestellt. Die Orte der Handlung und vor allem der zeitgeschichtliche Rahmen wird von der Autorin sehr bildreich beschrieben. Das Wechsel zwischen den Zeitebenen ist problemlos, der Leser kann diesen sehr gut folgen. Auch wird der Spannungsbogen sehr gut gehalten, auch wenn die Geschichte leider an manchen Stellen etwas an Logik mangelt, zu glatt, zu märchenhaft wirkt. Fazit: Ich hatte mit diesem Roman viel Freude, er war teilweise märchenhaft, meiner Meinung nach leider zu märchenhaft und dadurch nicht plausibel. Dennoch, dass Buch kann ich allen Frauen empfehlen, wenn sie gerne historischen Liebesromane mit unterschiedlichen Zeitebenen lesen möchten. Ich habe das Buch freundlicherweise vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Dafür bedanke ich mich bei ihr.

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Wenn man über Generationen ein Geheimnis bewahren zu hat, kann man sich denken, dass es in der Vergangenheit nicht immer einfach war. Ich muss sagen, dass ich ein heimlicher Fan von solchen Geschichten bin. Schon alleine die Perspektiven aus verschieden Ebenen zu lesen, lädt mich zum Träumen ein. Damals als kleines Kind habe ich die Geschichten geliebt, die mir mein Großvater erzählt hat. Ob sie alle wirklich stimmen? Das wird nur er wissen. Aber hier, in diesem Buch, ist alles so realitätsnah, dass man sich fragt ob es nicht besser gewesen wäre, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Auch wenn ich wirklich jede einzelne Charaktere in mein Herz geschlossen habe, so siegte doch immer wieder mein Herz, das mir sagte, Geheimnisse über die Jahrzehnte sollten Geheimnisse bleiben. Es könnte Existenzen zerstören, Familien eventuell auseinanderreißen, die Liebe auf die Probe stellen. Wir bekommen zwei selbstbewusste Frauen, die wirklich wissen, was sie wollen. Auch wenn das, was sie erfahren, ihr Herz bricht, so habe ich vorgesorgt mit Unmengen an Taschentüchern. Denn es hat mir das Herz zerrissen, wie mit den Gefühlen gespielt wurde. Man konnte den Handlungsverlauf super nachvollziehen und der Schreibstil war spannend vom Anfang bis zum Ende. Wenn man nun denkt, es muss doch einen Moment geben, an dem es etwas langweilig wurde....nein, ich muss euch sagen der Spannungsbogen wurde sogar, je weiter man in dem Buch kam, sogar noch erhöht. Es war wie eine Sucht, der man sich nicht entziehen konnte. Es war ein absolutes Lesehighlight, und jedem einzelnen, der Geschichten wie diese liebt, leg ich sie ans Herz <3 .

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Als großer Kaffeeliebhaber bin ich mit einer großen Portion Vorfreunde in den Roman eingestiegen. Susanne Rubin hat eine unterhaltsame und relativ leicht lesbare Geschichte verfasst. Auch wenn meine Erwartungen nicht voll und ganz erfüllt wurden, bin ich dennoch mit dem Buch zufrieden. Das Cover ist farblich gestaltet. In der oberen Hälfte erkennt man die Rückansicht einer jungen Frau mit einer blonden Hochsteckfrisur. Die untere Hälfte des Covers zeigt ein opulentes Gebäude, welches mit einem großen Vorgarten an einer Wasserstraße liegt. Der Klappentext beschreibt kurz und prägnant den groben Handlungsrahmen, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Wesentliche Themen des Romans sind Familiendynastie, Liebe, starke Persönlichkeiten und Geschäftsgebaren. Die Haupthandlung des Romans beschreibt die Protagonistin Melania Petersen, welche durch den Nachlass ihrer Großmutter über eine zufällige Begegnung in einem kleinen Kaffeladen, in die Geschäftswelt des renommierten Kaffeeunternehmens P.F. Magnussen eintaucht. Die Story spielt sowohl in der heutigen Zeit (2018), als auch immer mal wieder im Jahr 1897. Dort wird dem Leser die Geschichte des Kaffeehauses in seinen Anfängen nähergebracht. Des Weiteren ist in der späteren Handlung noch ein kurzer Zeitsprung in das Jahr 1944 erkennbar. Trotz der verschiedenen Zeitsprünge sind die beschriebenen Handlungen chronologisch und plausibel für den Leser nachvollziehbar. Wesentliche Hauptdarsteller der Geschichte sind neben Melina Petersen, Leonard Magnussen, sowie in den Zeitsprüngen Amalia. Die Geschichte lebt in erster Linie von den beiden starken Frauen Melina sowie Amalia. Obwohl sie in verschiedenen Jahrhunderten gelebt haben, werden zwei sehr starke und auch vorbildhafte Frauenbilder geschaffen. Beide Persönlichkeiten bestechen durch ihren sehr starken Charakter. Sie überzeugen trotz mancher erlittenen Enttäuschungen und Rückschlägen durch eine beeindruckende Objektivität in bestimmten Geschäfts- und Lebenssituationen. Als kleiner Kritikpunkt ist anzumerken, dass durch die relativ starken Hauptdarsteller, die Nebendarsteller etwas in den Hintergrund gedrängt werden. Mir haben am besten Joachim und Michael, die beiden Kinder von Amalia gefallen. An Ihnen ist ein Handlungsstrang des Romans sehr gut erkennbar. Die Familiengeschäfte sowie der Fortbestand dieser, stehen über den persönlichen Belangen des Einzelnen. Diese Entwicklung ist auch bei anderen Hauptdarstellern erkennbar. Die Spannung der Geschichte lebt von den immer wieder aufkeimenden zusätzlichen Ereignissen, welche gegen Ende der Erzählung, sich wie ein Puzzle sich zusammenfügen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, verständlich und gut lesbar. Verschachtelte oder komplizierte Sätze waren nicht zu erkennen. Als Zielgruppe des Romans kommen aufgrund der verschiedenen Verzweigungen in Ehe- und Beziehungsproblematiken tendenziell Frauen in Frage. Mir hat der Roman von Susanne Rubin relativ gut gefallen. Als weiterer kleiner Kritikpunkt merke ich an, dass der Alltag des Kaffegeschäftes in den Erzählungen nicht weiter vertieft wird, sondern durch die Beziehungsverhältnisse der Protagonisten untereinander etwas in den Hintergrund gedrängt wird. Doch insgesamt bleibt als Fazit festzuhalten, dass der Autorin ein guter und unterhaltsamer Roman gelungen ist. Ich bedanke mich bei der Verlagsgruppe Random House und dem Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars und bei Susanne Rubin für die gute Unterhaltung.

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INHALT: Hamburg 1896: Der Kaufmann Paul F. Magnussen benötigt dringend einen Kredtit. Der Bankier Ferndinand Claasen bietet ihm an, ihm den gewünschten Betrag zu geben mit der Bedingung, dass Paul die älteste Tochter von Ferdinand heiratet. Nach kurzer Überlegung heiratet er dann Amalia Claasen. Amalia ist eine sehr kluge und tüchtige Frau mit dessen Hilfe sein Kaffeehandel zu einem florierenden Unternehmen expandieren kann. Doch Amalia ahnt nicht, das sich Paul die ganze Zeit zu ihrer Schwester Helene hingezogen fühlt. Melina Peters entdeckt ein Jahrhundert später in einem Ordner ihrer Großmutter Hinweise auf eine Verbindung zu der Kaffeehändlerdynastie. Sie taucht in die Geschichte ein und deckt Unerwartetes auf. MEINE MEINUNG: Schon das Cover und der Titel hat mein Interesse geweckt, vom Klappentext war ich dann vollends überzeugt. Es ist mein erstes Buch der Autorin und ich kann sagen, sie hat mich mit ihrem tollen Schreibstil und ihrer Geschichte hier von sich überzeugen können. Wir haben eine Geschichte, die in zwei Zeitebenen spielt, was ich ja immer wahnsinnig interessant finde. Schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich angekommen und habe das Buch nur so aufgesaugt. Beide Zeitebenen haben mir gleichermassen gut gefallen. Besonders interessant fand ich im Vergangenheitsstrang dass wir hier eine sehr starke, selbstbewusster und sehr kluge Frau hatten, die auch keinerlei Unterdrückung erfahren hat. Die Autorin hat die zwei Zeitebenen für mich perfekt miteinander verflochten, besonders der bildhafte und emotionale Schreibstil hat auch dazu beigetragen, dass es eine sehr runde und gut konstruierte Familiengeschichte ergab. FAZIT: Eine Familiengeschichte, die mich begeistern konnte. Vielschichtige Charaktere, bildhafte Beschreibungen und beide Zeitebenen gleichermassen interessant und emotional.

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Hallo allerseits! Nach all dem Fantasy und den historischen Romanen sehnte ich mich mal wieder nach einer schönen Liebesgeschichte, etwas, was mein Herz erwärmen konnte. Tatsächlich war das Buch von Susanne Rubin im ersten Moment wegen des Titels für mich interessant. Ich bin eine leidenschaftliche Kaffee-Trinkerin und das Thema traf mich somit mitten ins Mark. Also her mit dem Buch und hinein in eine spannende Geschichte, die mich mehr als einmal vollkommen die Zeit vergessen ließ. Der Schreibstil ist eingängig und sehr leicht zu lesen. Ich habe das Buch in zwei Tagen quasi inhaliert und war vollkommen versunken in der Geschichte um Amalia, Paul aber auch Melina und Leonard, die alle so lebendig vor meinem inneren Auge auftauchten, dass ich sie recht schnell in mein Herz schloss. Ich genoss die Sprünge zwischen dem späten 19.Jahrhundert und dem Jahr 2018. Jede Zeit hatte ihre eigenen schönen Momente, die mich ein paar Mal leise Seufzen ließen. Natürlich ist die Geschichte teilweise recht vorhersehbar, aber erwarte ich nicht genau das von so einem Roman? Wenn ich einen solchen Liebesroman lese, bestehe ich auf ein Happyend und natürlich ist schon recht früh klar, wer mit wem zusammen kommt. Trotzdem hat das Buch einige spannende Wendungen zu bieten und auch das Ende ist ein bisschen anders, als ich es vermutet habe. Trotzdem ist es kein Buch für jemanden, der hohe literarische Ansprüche stellt, sondern eher etwas für einen entspannten Tag auf der Couch mit einer Decke über den Beinen und (im Optimalfall) einer dampfenden Tasse Kaffee neben sich. Und manchmal ist es genau das, was man zwischendurch braucht. Die Charaktere sind sehr lebhaft beschrieben und man folgt ihnen zu jeder Zeit und hat ein passendes Bild vor Augen. Selbst kleine Rollen, wie Leonards Geschwister oder Amalias Freundinnen finden eine sehr liebevolle Beschreibung, die ihnen Charakter gibt und sie nicht einfach in der blinden Masse untergehen lässt. Alles in allem eine schöne, leichte Lektüre, die schnell verschlungen ist. Ideal für kalte Winterabende, an denen man sich nach ein wenig Wärme sehnt oder Abende auf dem Sofa nach einem langem Arbeitstag um einmal ein wenig abtauchen zu können.

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Seit ich gehört habe, dass es einen neuen Roman von Susanne Rubin gibt, habe ich mich wahnsinnig darauf gefreut. Denn hinter dem offenen Pseudonym steckt die liebe Susanne Schomann, deren Bücher ich verschlungen habe. Wie ihr sehr ist dies schon einige Jahe her und deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, dass es nun etwas neues von ihr gibt. Dieses Buch spielt auf zwei Zeitebenen, einmal im Jahr 1896 und dann über hundert Jahre später. Schauplatz ist Hamburg und es geht um zwei verschiedene Generationen der Kaffeehändler – Familie Magnussen. Mich hat sehr fasziniert, wie die einzelnen Ebenen ineinander greifen und man als Leser ein so umfassendes Bild zweier völlig verschiedener Zeiten erhält. Im Jahr 1896 lernt Paul Magnussen den Bankier Claasen kennen. Er soll ihm einen Kredit gewähren um sein Kaffeekontor auszuweiten. Doch dies bewilligt er nur unter der Prämisse, dass er seine älteste Tochter Amalia heiratet. Natürlich soll der junge Pauk auch angemessen um sie werben und ihr so das Gefühl geben, dass er wirklich aus Liebe eine Verbindung in Betracht zieht. Denn nur dann bekommt er den Kredit. Dass sich Paul eigentlich mehr zu Amalias Schwester Helene hingezogen fühlt darf sich Paul aber nicht anmerken lassen, denn Helene wird Pauls besten Freund heiraten. Schon hier bietet sich ausreichend Konfliktpotenzial um eine große Geschichte zu füllen, doch Susanne Rubin geht einen Schritt weiter, indem sie ein Familiengeheimnis einbaut. Dieses fällt Melina im heutigen Hamburg zufällig im Nachlass ihrer Großmutter in die Hände. Der mysteriöse Ordner weckt ihre Neugier und so macht sie sich daran zu erforschen welche Verbindung ihre Großmutter zum Magnussen-Konzern hatte. Sie sieht es als Wink des Schicksals, dass gerade eine freie Stelle zu besetzen ist und sie so besser nachforschen kann. Als sie für den charaismatischen Leonard Magnussen arbeitet taucht sie immer tiefer in die Familiengeschichte ein. Mit Melina und Amalia hat Susanne Rubin zwei starke Persönlichkeiten geschaffen, die diese Familiensaga wahnsinnig spannend machen. Ich mag Geschichten über starke Frauen und gerade, dass Amalia in ihrer Zeit schon so eine starke Persönlichkeit war gefällt mir wahnsinnig gut. So bin ich beiden Zeitebenen sehr gerne gefolgt und habe mich ganz in diese wundervolle Geschichte fallen lassen können. Beide Ebenen bieten ihre Konflikte, deshalb blieb es stets spannend. Der wunderbare Schreibstil der Autorin hat dazu beigetragen, dass ich die Welt um mich herum ein wenig vergessen konnte und die Lesezeit sehr genossen habe. Fazit: Eine Familiensaga, die eine ganze Familiendynastie Kaffeehändler überspannt. Ich war von Anfang bis Ende gefesselt und habe mitgefiebert und mich von den Wendungen überraschen lassen. Ein wunderbares Buch, das mich überzeugen konnte mit authentischen Figuren, Spannung, Wendungen, Gefühl und gelungen verknüpften Ebenen.

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Unter dem Pseudonym Susanne Rubin hat Susanne Schomann. eigentlich Autorin von Romance Geschichten ihren ersten Roman auf zwei Zeitebenen geschrieben. In diesem Familienroman, der sich über etwa 100 Jahre erstreckt, begleiten wir vorallem die Hamburger Familie Magnussen über drei Generationen, ausgehend vom Jahr 1896 bis in die Gegenwart. Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen. Wir befinden uns zuerst in der Gegenwart und lernen Melina Peters kennen. Sie findet im Nachlass ihrer geliebten Großmutter Käthe einen dicken Ordner mit Zeitungsausschnitten, Briefen und Fotos über die Kaffeeröster-Dynastie Magnussen. Melina ist verwirrt, denn niemand in ihrer Familie hatte je mit den Magnussens zu tun. Da kommt es ihr fast wie Vorsehung vor, als sie nach der Kündigung bei einem Spediteur ein Jobangebot an der Tür ihrer Kaffeehandlung entdeckt. Und tatsächlich bekommt sie einen Job...aufgrund ihrer hervorragenden Ausbildung wird sie jedoch gleich Assistentin der Geschäftsleitung bei Juniorchef Leonard. Mit der Zeit taucht Melina immer mehr in die Geheimnisse der Vergangenheit der Magnussens ein... In der Vergangenheit strebt der junge und ehrgeizige Kaufmann Paul Friedrich Magnussen eine Vergrößerung seines Kaffeekontors an, doch ihm fehlen die finanziellen Mittel. Mithilfe seines besten Freundes Georg wird er dem Bankier Ferdinand Classen vorgestellt und verguckt sich in seine schöne Tochter Helene. Doch diese ist bereits verlobt und zwar ausgerechnet mit Georg. Da macht ihm der Bankier ein Angebot: Wenn er seine ältere Tochter Amalia heiratet, bekommt er den Kredit. Nach einiger Überlegung willigt er ein und erhält mit Amalia eine Frau, die mit Herz und Verstand an seiner Seite steht. Sie bringt den Kaffeehandel erst so richtig in Schwung und hat neue innovative Ideen. Doch eines Tages erfährt sie vom Handel ihres Vaters mit Paul und bald darauf bricht der Zweite Weltkrieg aus... Die Charaktere sind wunderbar lebendig und mit individuellen Eigenschaften ausgetattet. Amalia ist eine intelligente und warmherzige Frau, die Paul aufrichtig liebt und den Kaffeekontor erst so richtig auf Vordermann bringt. Sie hat neue individuelle Ideen und kümmert sich wenig um Konventionen. Ihr Schwester Helene ist sich hingegen ihrer Schönheit und ihrer Wirkung auf Männer bewusst und nutzt dies auch reichlich aus. Helene ist es gewohnt immer im Mittelpunkt zu stehen, während Amalia stets in ihrem Schatten stand. Paul ist ehrgeizig und liebt seine Kaffeerösterei und den Kontor. Er ist ein guter Geschäftsmann und will sich gegen die Konkurrenz durchsetzen. Melina ist ebenfalls eine sehr sympathische und intelligente Frau, die eben erst einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat. Die Schicksale der einzelnen Protagonisten haben mich berührt und ich konnte wunderbar mitfiebern, lachen und weinen. Das Familiengeheimnis wird nach und nach aufgedeckt und auch Melina erfährt schlussenelidch warum Käthe alles über die Familie Magnussen gesammelt hat. Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft und detailreich. Man erkennt die Liebe der Autorin zur Hansestadt. Ich habe Hamburg erst letztes Jahr besucht und war sehr bald mit Melina unterwegs in der Speicherstadt oder der Innenalster. Susanne Rubin hat zu den Hintergründen des damaligen Kaffeehandel großartig recherchiert. Wie fast immer bei Romanen auf zwei Zeitebenen konnte mich der Vergangenheitsstrang etwas mehr überzeugen. Fazit: Eine wunderbare Familiensaga, die sich über drei Generationen einer erfolgreichen Kaffeedynastie erstreckt. Facettenreiche Charaktere und eine bildhafte Beschreibung der Hansestadt Hamburg haben mir die Leseabende versüßt. Ich empfehle den Roman gerne weiter.

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