Leserstimmen zu
Der Alte muss weg

Carla Berling

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Meine Meinung: Wenn ich bisher noch keine Bücher von Carla Berling gelesen hätte und nicht wüsste, dass sie mich begeistern würde, dann hätte dieses humorvolle Cover und der Buchtitel mich auf jeden Fall dazu verführt, nach dem Buch zu greifen. Außerdem war ich nach dem Lesen der Kurzbeschreibung wirklich sehr gespannt, was die Frauen sich in ihrer Montagsrunde ausgedacht hatten und wie sie es umsetzen wollten. Da ich jetzt nicht weiter auf den Inhalt eingehen möchte, weil ich ja nichts verraten will, kann ich nur ganz allgemein etwas dazu schreiben. Tja, es kommt nicht immer so, wie frau es gerne hätte und manches passiert ganz anders und dann gibt es noch die Variante, puh, gut, dass es anders gekommen ist. Carla Berling hat sich einiges einfallen lassen und ist sehr humorvoll an dieses Thema heran gegangen. Vieles ist durchaus realistisch angehaucht und manch eine Leserin wird jemanden in der Geschichte wieder erkennen, zumindest, was die Gedanken betrifft. 😉 Fazit: Ein humorvolles und unterhaltsames Buch mit ganz besonderen Beteiligten, das ich gerne weiterempfehle.

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Sehr lesenswert

Von: Hilmar aus Weilburg

20.07.2019

Das Buch hat mich sogar als gefährdete Spezie Mann sehr gut unterhalten. Es ist kurzweilig und mit einer großen Portion Humor geschrieben. Ich war so gefesselt, dass ich es binnen zweier Tage zu Ende gelesen hatte. Die Charaktere finde ich sehr gut beschrieben, auch wenn es teilweise etwas schwierig zu lesen war, wenn man nicht in der kölschen Mundart beheimatet ist. Kleiner Kritikpunkt: Das Cover ist zwar ausgesprochen schön und macht Lust auf das Buch, hat aber mit dem Inhalt nichts zu tun. Stimmiger wäre gewesen, die Frauen an dem Tisch zu sehen. Aber dies ist Jammern auf höchstem Niveau. Alles in allem war es ein Genuss, das Buch zu lesen.

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VORSICHT SPOILER!!! Der Einstieg ins Buch liest sich gut, flüssig und interessant und die Geschichte gefällt mir gut. Es ist so toll geschrieben, dass ich mehr als einmal schmunzeln, sogar lachen musste und es nicht aus der Hand legen konnte. Ich finde die Protagonisten sehr toll, alle auf ihre Art verschieden, aber wenn diese Gruppe sich trifft, dann passt es einfach. Steffi fühlt sich festgefahren in Ihrer Ehe und hinterfragt plötzlich alles. Sie überlegt sogar ihren Mann zu ermorden, weil sie einfach nur Leben will und raus aus dem Trott. Dies deutet sie in einer Mädelsrunde an und sie erhält viel Zuspruch bzw. die anderen sehen es in Bezug auf ihre Männer ganz ähnlich. An diesem Abend zu Hause, recherchiert Steffi wie sie ihren Mann umbringen kann, die Idee kam ihr am morgen, als sie ein Interview eines Professors gesehen hat, der auf eine Frage bezüglich Mordes eine, für Steffi, hevorragende Antwort geliefert hat. So bestellt sie dann einiges, aber bevor einiges zum Einsatz kommt, stirbt von Elfie der Hund und so nehmen die Ereignisse ihren Lauf. Was am Ende herauskommt, hat mich ein wenig mit dem Kopf schütteln lassen, denn eigentlich hätte alles ganz einfach geregelt werden können, wenn man nur miteinander gesprochen hätte.

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Steffi führt ein geregeltes Leben mit Mann, Reihenhaus, Job und erwachsenem Sohn. Ausbrüche oder besondere Ereignisse gibt es eigentlich keine. Das einzige Highlight der Woche stellt der montägliche Mädelsabend dar, an dem sich Steffi mit ihren Freundinnen und ihrer Schwester im Brauhaus trifft. Obwohl Steffi eigentlich alles hat, was sie braucht, ist sie unzufrieden und unglücklich. Ihr Leben ist langweilig und festgefahren. Und damit ist sie nicht alleine. Auch ihren Freundinnen geht es ähnlich. Was wäre, wenn sie nochmal neu anfangen würden? Träume verwirklichen könnten? Schwung in ihr Leben bringen würden? Dazu müssten aber die Männer weg. Nur wie? Wie beseitigt man unauffällig den eigenen Gatten? Gemeinsam hecken sie Pläne aus und stellen dabei fest, ganz so einfach ist es dann wohl doch nicht… Das Buch ist ein tolles Gute-Laune-Buch, das bei mir passend zu einer Leseflaute ankam. Schnell hatte ich mich festgelesen. Der Wortwitz der Autorin traf genau meinen Geschmack und so schmökerte ich abends auf der Couch noch lange, ehe mich die Uhrzeit und mein schlechtes Gewissen ins Bett zwangen. Steffi ist eine sympathische Mitfünfzigerin, die in ihrem Leben festgefahren ist. Sie möchte gerne daran etwas ändern, weiß aber noch nicht so recht wie und heckt daher mit ihren Freundinnen und ihrer Schwester einiges aus. Vieles davon geht natürlich schief und bildet damit die Grundlage für viel Situationskomik und einem dauergrinsen bei mir. Im Laufe der Geschichte macht Steffi eine Entwicklung durch, die der Leser verfolgen darf. Nicht nur ihr Äußeres, auch ihre Überlegungen und Gedanken verändern sich. Leicht überzogen, herrlich absurd mit einem Touch warum-denn-nicht?, katapultiert sich dieses Buch einem meiner Sommerhighlights. Der Schreibstil ist locker, flüssig, ironisch und dabei spannend. Langweile kommt definitiv nicht auf, dafür passiert einfach viel zu viel. Fazit: Ein witziges, unterhaltsames und spannendes Gute-Laune-Buch, das mir nicht nur sehr gut gefallen hat, sondern sogar zu einem Sommerbuchhighlight wurde.

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Empfehlenswert, amüsant und tiefsinnig

Von: Susanne Nowak aus Meerbusch

14.07.2019

Das spitz gezeichnete Cover hat mich sofort auf den Roman aufmerksam gemacht und der Klappentext beschreibt die Gedanken, die einem selbst auch so manchmal im Kopf herumspuken… -Der Alte muss weg - ist der erste Roman von Carla Berling, den ich gelesen habe und ich kann sagen, er hat es in sich und verstand es, mich von Beginn an zu fesseln. Locker und leicht geschrieben, mit einer guten Portion Humor und sehr gut gelungenen Situationskomik. Die Charaktere sind überspitzt gezeichnet, dennoch entdeckt der Leser unter Umständen Parallelen zu sich selbst, oder auch Freunden und Bekannten. Die Handlung entbehrt nicht einer gewissen Ironie und was zu Beginn ein lockerer eher sarkastischer Roman ist, entpuppt sich beim weiteren Lesen immer mehr als ein tiefsinniges komödiantisches Drama, bei dem alle Federn lassen müssen und eine der Frauen den anderen auch gerne mal einen Spiegel vorhält… Nichts läuft wie geplant und die so sicher scheinenden perfiden Pläne gehen, Ironie des Schicksals, so nicht auf… und doch sind Opfer zu beklagen, aber auch ein happy-end der etwas anderen Art und Weise. Mir hat der Roman sehr vergnügliche Lesestunden beschert, schwarzer Humor und ein wenig Krimi Feeling inklusive und vielleicht auch ein wenig Wiedererkennen in den einzelnen Figuren. Von mir eine klare Leseempfehlung.

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Mädels, über eines solltet Ihr Euch im Klaren sein. Dieses Buch wirft Fragen auf, wenn „Er“ es auf Euerm Nachttisch entdeckt. Der Männerblick ist unbezahlbar. Bleibt locker und tut so, als würdet Ihr gar nicht wissen, was „Er“ meint. Aufwärtsbewegungen der Mundwinkel sind zu vermeiden! Carla Berlings Roman „Der Alte muss weg“ ist am 8.Juli bei beim Heyne Verlag erschienen. Und täglich grüßt das Murmeltier... In Steffis Alltag hat sich die Gewohnheit breitgemacht. Immer der gleiche Tagesablauf. Steffis Sohn ist längst erwachsen. Der Ehegatte nervt. Keine Spur mehr von Liebe und großen Gefühlen. Einziger Lichtblick in Steffis Leben ist das montägliches Treffen mit ihren Freundinnen im Brauhaus. Alkohol wird zum Retter in der Not. Pläne werden geschmiedet. Steffi möchte die einstige Reihenhausidylle in einen Tatort umwandeln. Der perfekte Mord!? Sie glaubt fest daran, dass danach alles besser wird. Doch die Umsetzung der Pläne gestaltet sich schwierig. Mit ihrem ironisch-witzigen Schreibstil hat mich Carla Berling schnell in den Bann ihrer Geschichte gezogen. Ihre Figuren sind überspitzt inszeniert. Sie bedient sich typischer Klischees. Neben dem Schmunzelfeeling gibt es einen ernsten Unterton, ein Stück Gesellschaftskritik. Zwischen den Zeilen versteckt sich eine Botschaft. Denken wir einmal an uns selbst. Wir drehen täglich unsere Runden im Hamsterrad. Das Pensum muss geschafft werden. Viel Zeit bleibt dabei für die Beziehung nicht. Gewohnheiten schleichen sich ein und irgendwann kommt der Punkt, an welchem wir ausbrechen wollen. Noch einmal neu durchstarten. Aber muss der Alte wirklich weg? Trotz des unterschwelligen Humors ist Berlings Roman tiefsinnig und regt zum Nachdenken an. Besonders amüsant fand ich das illustre Damenkränzchen. Herrlich schräg, schrill und überzogen. Mit Steffis Mann Tom habe ich sympathisiert. Ein cooler Typ. Ich konnte gar nicht verstehen, warum sie ihn loswerden wollte. Wer wissen möchte, ob Steffi letztendlich ihren Plan in die Tat umsetzen kann, ob es noch mehr Tote geben wird und wie der perfekter Mord aussehen könnte, sollte zu Carla Berlings Roman „Der Alte muss weg“ greifen. P.S. Aus Sicherheitsgründen sollte die männliche Leserschaft von diesem Roman ferngehalten werden.

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Carla Berling schreibt seit Jahren erfolgreich als Selfpublisherin ihre Krimireihe rund um Ira Wittekind. Der Weg zu Heyne war goldrichtig und nun wird mit Der Alte muss weg ein weiteres Genre bedient. Die Damen sind alle Mitte fünfzig und haben in ihrem Leben einiges erlebt und hinter sich gebracht. Sie leben, lieben, arbeiten, habe ihre Kinder erzogen und flügge werden lassen. Nun könnte ein toller zweiter Lebensabschnitt folgen, aber die Damen sind festgefahren und fühlen sich eingeengt in ihren Lebensumständen. Protagonistin Steffi langweilt sich und möchte etwas ändern, am liebsten ohne ihren Tom, aber das, was sie all die Jahre über gemeinsam aufgebaut haben, das möchte sie dann doch nicht verlieren. Da hat es die Nachbarin Babette schon erheblich schwerer. Sie muss unter einem widerlichen Ehemann leiden, der seine Ehefrau für ein verpfuschtes Leben verantwortlich macht und kein gutes Haar an ihr lässt. Immerhin hat er eine Vereinbarung mit ihr getroffen, sie darf den Haushalt schmeißen und in der Einliegerwohnung im Keller leben, dafür aber mit anderen Männern ins Bett. Während sich die Freundinnen über die Dreistigkeit des Ehemanns aufregen, hat Babette sich damit abgefunden. Ein paar Klischees werden abgeklopft, das bleibt nicht aus. Aber Berling schafft es mit viel Charme, der Geschichte einen sehr amüsanten Touch zu verleihen und macht dabei deutlich, dass man mit fünfzig vieles ist, aber keinesfalls alt. Lebenslustig erzählt sie von einem eintönigen Leben nahe Köln, lässt immer wieder Lokalkolorit einfließen und natürlich auch den liebenswerten Dialekt. Die Frauentypen sind spitz gezeichnet, man hat die Damen direkt vor Augen und fühlt sich in ihren Kreis aufgenommen, wenn sie von ihren Männern, Affären oder den tristen Jobs berichten.  Der Alte muss weg ist vermutlich der vergnüglichste Roman des Jahres, mit erhobenen Augenbrauen und Zeigefingern, Lachfältchen und der tollen Botschaft: Sei wie Du bist - und rede drüber. Ein absolutes Lesemuss mit höchsten Amüsementfaktor. 

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Bislang kannte ich nur die Krimis der Autorin, aber dieser Roman macht deutlich, dass CARLA BERLING weitaus mehr kann. Nämlich gute Unterhaltung, nein, sehr gute Unterhaltung. Der lockerleichte Schreibstil, die bildhaften Beschreibungen machen es dem Leser einfach, sich in die Protagonistinnen zu versetzen. Manches erscheint nachvollziehbar, anderes einfach wunderbar überspitzt dargestellt. Wer auf Sarkasmus steht, wird diesen Roman lieben und sich vielleicht sogar ein kleines bisschen wiedererkennen. Steckt nicht in jeder von uns eine kleine Steffi?

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