Leserstimmen zu
Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv

Jodi Taylor

Die Chroniken von St. Mary’s (1)

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Mit dem Reihenauftakt in die Chroniken von St. Mary’s hat die Autorin Jodi Taylor absolut meinen Geschmack getroffen. Auf der Suche nach einer Zeitreisegeschichte bin ich über „Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv“ gestolpert. Nicht unbedingt das Cover, aber der Klappentext hat mich sofort angesprochen und ich habe mich sehr auf den Inhalt des Buches gefreut. Die junge Archäologin Madeleine „Max“ Maxwell erhält ein unglaubliches Jobangebot. Sie kann mit Abschluss einer Zusatzausbildung den staubigen Büchern und Museen den Rücken kehren und Abenteuer wie Indiana Jones oder Lara Croft erleben. Wenn das nicht vielversprechend klingt weiß ich auch nicht. Die Autorin hat es geschafft, mich mit ihren bildhaften Beschreibungen völlig in den Bann zu ziehen und das Kopfkino einzuschalten. Für mich wurde das geschriebene Wort nahezu lebendig und ich bin einfach nur durch die Seiten geflogen. Man kann sich in den Geschehnissen rund um historische Artefakte und Ereignisse verlieren und die über 500 Seiten lange Geschichte in jedem Moment genießen. Hierbei kommt es nicht zu unnötigen Ausführungen oder Umschreibungen. Die Autorin verarbeitet alle Inhalte ohne große Umschweifungen und sorgt hierbei für einen durchweg garantierten Lesefluss. Der Spannungsbogen zieht sich durch das komplette Buch und man sucht vergeblich nach langweiligen Passagen. Wirklich grandios gelöst und immer auf dem Punkt! Max ist als Protagonistin absolut genial. Ihre rebellische, unkomplizierte, schlagfertige und verrückte Art hat mir sofort gefallen. Sie ist absolut mit Leidenschaft bei der Arbeit und als Leser spürt man dies mit jeder gelesenen Seite. Sie hat stets einen tollen Spruch auf Lager und ist sich auch nicht zu schade mal selbst das Opfer eines Scherzes zu sein. Ein wirklich gelungener Charakter. Insgesamt konnten mich die Handlung, der Schreibstil und der Charakter der Protagonistin von Anfang an begeistern. Das Buch garantiert Spannung vom Anfang bis zum Ende und lässt die Geschichte wahrhaftig lebendig werden. Ich bin wirklich begeistert und freue mich schon auf die Fortsetzung der Chroniken von St. Mary’s.

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Madeleine Maxwell – von allen schlicht „Max“ genannt – hatte sich ihr Dasein als Archäologin anders vorgestellt, definitiv abenteuerlicher und mit weniger staubigen Büchern. Als sie ein Angebot an St. Mary's Institut zu arbeiten, sieht sie trotz harter Arbeit die Chance, dem eher tristen Arbeitsalltag zu entkommen – ahnt aber noch nicht wirklich, was da alles auf die zukommt. Nicht nur in den Laboren, wo eigentlich immer irgendetwas schiefgeht, sondern auch auf den Zeitreisen, die Max bald antritt... Es gibt Menschen, die erwarten von Büchern einen logisch durchdachten Plot, ein in sich stimmiges Gesamtkonzept und eine Stringenz in der Erzählweise. Diese werden mit dem Debütroman von Jodi Taylor nur wenig anfangen können. Denn „Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv“ ist alles andere als glattgebügelt und wirkt herrlich anarchisch – zugegeben hätte ein guter Lektor aber auch noch mehr aus dem Urban-Fantasy-Roman herausholen können. Beispielsweise, indem er nicht nur den Charakter der Hauptfigur betont hätte, sondern auch ihre Kollegen oder anderen Nebenfiguren mehr Raum gegeben hätte. Diese wirken nämlich ziemlich blass, sodass man keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Im Gegensatz hierzu Max, die mit viel Witz, Charme und einem Hauch zum Chaos sehr lebendig gestaltet ist. Ihr wunderbarer schwarzer Humor und die Fähigkeit, sich irgendwie aus den schwierigsten Situationen zu befreien, machen sie zu einem sehr gelungenen Zentrum der Handlung – umso mehr, da sie aus der Ich-Perspektive erzählt und dem Leser so noch näher rückt. Die Handlung ist nicht gerade fortlaufend, sondern eher eine Aneinanderreihung von vielen Ideen der Autorin. Immer neue Situationen, zahlreiche einzelne Abenteuer, aber kein fortlaufendes Problem, das gelöst werden muss, kein Endgegner mit finsterem Plan, keine Bedrohung für die Menschheit. Das ist zugegeben gewöhnungsbedürftig, aber gerade deswegen ist der Roman auch so anders und bietet ein neues Leseerlebnis, das ausgetretene Pfade verlässt. Und die Atmosphäre ist sehr dicht und immer leicht, oft sogar stark skurril, was die Einzigartigkeit des Romans unterstreicht. So gerne ich es auch würde, ich kann diesem Roman leider nicht die volle Punktzahl geben. Am fehlenden roten Faden liegt es nicht, ich fand es im Gegenteil sogar erfrischend, hier mal Abwechslung geboten zu kommen. Aber bis auf die wundervolle Hauptfigur konnte ich zu keinem Charakter eine Bindung aufbauen, dazu sind alle viel zu blass geblieben und bekommen kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Dennoch ist „Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv“ lesenswert, skurril und äußerst charmant.

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Die junge Archäologin Max bekommt ein unglaubliches Jobangebot. Sie soll Teil einer geheimen Organisation werden und der Geschichte auf die Spur gehen. Um die genauen Aufgaben dieses Jobs wird jedoch ein riesiges Geheimnis gemacht und schon sehr bald erfährt Max warum. Ihre neue Aufgabe ist es, durch die Zeit zu reisen und die größten geschichtlichen Ereignisse live zu dokumentieren. Mit diesem Reihenauftakt hat man die Buchwelt wirklich bereichert. Jodi Taylor versteht es wirklich Geschichte lebendig werden zu lassen. Ihr Schreibstil ist einfach locker und leicht, man fliegt regelrecht durch die Seiten. Wobei das auch eher an der Geschichte an sich liegen könnte. Die Charaktere (und davon gibt es einige) sind einfach sehr besonders. Sie sind alle auf ihre Weise liebenswert und vor allem Max ist total schlagfertig und sympathisch. Sie hat in jeder noch so brenzligen Situation einen coolen Spruch auf lager und nimmt sich nicht selten auch mal selbst auf die Schippe. Die Story fängt beinahe sofort an. Innerhalb der ersten Seiten ist man voll drin und es geht schon mit der Geschichte los. Kein ewiges Vorgeplänkel und kein ewiges Einführen. Das zieht sich durch das ganze Buch und dafür gibt es von mir ganz klare Pluspunkte. Oft hat man ja bei Büchern mit über 500 Seiten das Gefühl, man hätte es um 100 Seiten kürzen können. Bei diesem war das eben nicht der Fall. Da wurde perfekt komprimiert um auf allen 500 Seiten Spnnung zu erzeugen. Dieses ganze Buch war einfach eine Achterbahnfahrt der Gefühle und eine gewaltiges Abenteuer. Es kam mir teilweise so vor, als könnte ich die Dinosaurier wirklich anfassen oder als wäre ich wirklich in der Bibliothe von Alexandria. Ein richtig geniales Buch, das von mir volle 5 Sterne bekommt.

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Ein bisschen kritisch war ich ja. Auf der letzten FBM habe ich das Buch gesehen und irgendwie hat es mich nicht mehr losgelassen, obwohl das Cover mich nicht so sehr angesprochen hat. Der Klappentext klang irgendwie urig und ich dachte nur "hoffentlich hält es, was es verspricht". Und was soll ich sagen, obwohl ich Zeitreisegeschichten eher mit gemischten Gefühlen gegenüberstehe, feiere ich Jodi Taylor einfach. Meine erste Amtshandlung nach dem Beenden der Lektüre war nachzuschauen, wann der nächste Teil erscheint (Frühjahr 2020). Jodi Taylor hat einen wunderbaren, frischen, modernen, witzigen, ironischen, einfach megagenialen Humor, der trotz der über 500 Seiten nicht nachlässt und am Ende noch genauso locker und frisch rüberkommt wie auf der ersten Seite. Dabei finde ich die Geschichte eigentlich keineswegs albern. Obwohl da wirklich reihenweise Leute hops gehen und sämtliche Regeln der Physik und sonstiger Wissenschaften hier lieber nicht hinterfragt werden sollten. In einem hochgeheimen Forschungsinstitut arbeiten ein haufen ziemlich verwirrter und abgedrehter Wissenschaftler, einer weltfremder wie der andere, und freuen sich total dass sie in ihren Zeitreisehäuschen ein paar Millionen Jahre zurück zu den Dinos oder auch nur ein paar 100 oder 100 Jahre zu bedeutenden Ereignissen in der Weltgeschichte reisen können. Die Devise, dass nur beobachtet wird, klappt natürlich hervorragend in der Umsetzung...nicht. Vor allem nicht, wenn Miss Maxell dabei ist, an der die Katastrophen wie Kleister zu kleben scheinen. Trotzdem ist sie ziemlich brilliant und hat einige gute Ideen. Warum sie mir so sympathisch ist? Das Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben (in der Ich-Form), und da sie uns ihre Gedanken freimütig präsentiert, steigt man sehr schnell dahinter, mit was für einem Mensch man es zu tun. Hat. Ich finde, der Autorin ist es hervorragend gelungen, hier einen extrem liebenswerten Charakter zu schaffen - sie hält von sich selbst eigentlich nicht wirklich viel, hat das Leben ziemlich vergeigt und ist eine Vollbluthistorikerin durch und durch. Ein bisschen Liebe fehlt übrigens auch nicht in dieser Geschichte, wer schnulzige Romantik sucht, ist aber eher fehl am Platz, denn auch hier herrscht das Chaos und eine Geschichte voller Missverständnisse. Ein bisschen Drama und Taschentuch-Potential gibt es übrigens auch. Und viel Blut, Feuer und andere eklige Dinge. Die Story ist einfach nur abgedreht. Immer wenn man denkt "und wenn sie nicht gestorben sind..." schaut man wieviel Seiten noch übrig sind und denkt sich "Was denn jetzt noch?" - Jodi Taylor schafft es bis zum Schluss, den Leser immer wieder zu überraschen. Am meisten umgehauen hat mich, dass es am Ende nochmal richtig fantasymäßig zuging. Nein, keine Glitzerzauber oder so.Mehr sage ich nicht dazu, nur dass es ziemlich krass war. Zum Setting sage ich jetzt mal nichts, denn wie Zeitreisen das so mit sich bringen, wechselt das relativ häufig. Nur soviel dazu, die Atmosphäre am St. Marys, dem neuen Arbeitsplatz von Miss Maxwell, ist sehr lebensecht und authentisch beschrieben, sogar beim Lesen habe ich mich wohlgefühlt und hätte am liebsten auch gleich dort angefangen. Nur ohne die Dinosaurier und den Jahrtausendbrand und den vielen Toten. Kurzum - hat mir megagut gefallen und ich freue mich wie Bolle auf Band 2, weil ich selten etwas so geil geschriebenes gelesen habe. Das Buch bekommt von mir 5/5 Sterne und eine 1 A - Leseempfehlung.

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Gleich vorab, ich wollte es mögen. Wirklich. Aber letztendlich war es okay. Von der Rezension einer Bloggerin war ich schon vorgewarnt, dass sich der Anfang zieht. Trotzdem ließ es sich gut lesen. Max' Art und ihre Fähigkeiten sich in jedes Schlamassel reinzureiten, ließ mich des Öfteren schmunzeln. Leider kam bei mir trotzdem nicht die erhoffte Spannung auf. Hin und wieder dachte ich, jetzt geht's los. Dann kamen so viele Sachen auf einmal, dass ich das ein oder andere Mal ziemlich verwirrt zurück gelassen wurde. Und genau so schnell war die Spannung auch wieder vorbei. · Die Geschichte ist nett, aber mehr auch nicht. Selbst das Ende war okay. Für mich hatte es auch keinen schlimmen Cliffhanger, sodass ich den nächsten Teil aller Wahrscheinlichkeit nach nicht lesen werde.

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naja

Von: Yanthara

24.10.2019

Nachdem ich Aufstieg und Fall von D.O.D.O. gelesen hatte und da das Thema Zeitreisen ganz genial fand, wollte ich diesem Buch auch eine Chance geben, zu mal es auch sehr spannend klang.  Die Story entwickelte sich zwar in einem guten Tempo und es macht Spaß die Geschichte zu lesen. Aber irgendwie hat mir etwas gefehlt. Die Charakter hätten ein bisschen tiefgründiger sein können und an manchen Stellen hätte die Story ausgefeilter sein können. Gerade was Max angeht, sie hätte als Charakter doch etwas mehr Tiefgang haben können und nicht so oberflächlich sein sollen. Sie hat echt einen ziemlichen MarySue-Charakter. Es gab allerhand witzige Momente gab es in der Story, sodass es etwas Auflockerung gab, was vielleicht auch an der Mary Sue lag. Es gab aber auch einige Dinge die nicht ganz schlüssig waren: wenn Max als Historikerin im Schwerpunkt griechische und römische Antike arbeitet, warum wird sie zu den Dinosauriern geschickt oder in die Zeit des Weltkrieges? Das hat mir bei dem Aufstieg und Fall des D.O.D.O. sehr gefallen, dass da alles sehr schlüßig war und die Charakter auch besser waren.   Irgendwie habe ich bei dem Buch gemischte Gefühle, es hat seine Stärken, aber auch seine Schwächen. Vor allem die Übersetzung finde ich nicht immer gelungen, ich denk im englischen macht das Buch viel mehr Spaß! Allein schon der Titel klingt interessanter  'Just One Damned Thing After Another'. Leider steht und fällt mit einer Übersetzung sehr viel. Im englischen wird das Buch sicher noch um einiges witziger sein.

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●◉✿ 𝐑𝐄𝐙𝐄𝐍𝐒𝐈𝐎𝐍 ✿◉● Reziexemplar, unbezahlte Werbung ______________________________ ✿  𝐁𝐔𝐂𝐇𝐃𝐄𝐓𝐀𝐈𝐋𝐒 ✿ 𝐓𝐢𝐭𝐞𝐥: Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv (Band 1) 𝐀𝐮𝐭𝐨𝐫𝐢𝐧: Jodi Taylor 𝐕𝐞𝐫𝐥𝐚𝐠: @blanvalet.verlag 𝐆𝐞𝐧𝐫𝐞: SciFi Roman mit historischen Elementen 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧: 510 𝐏𝐫𝐞𝐢𝐬: 9,99€ ✿ 𝐙𝐈𝐓𝐀𝐓 ✿ Und grün. Alles war grün. Grün, soweit das Auge reichte. Ich war so gebannt davon, dass ich ganz vergaß, den örtlichen Göttern zu danken, mich nicht im inneren eines Berges oder auf dem Meeresgrund materialisiert zu haben - oder in diesem Fall am Bodes eines Moores. [Kapitel 8, Seite 198] ✿ 𝐌𝐄𝐈𝐍𝐔𝐍𝐆 ✿ 𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐬𝐭𝐢𝐥: Die Story wird aus der Perspektive der Protagonistin erzählt. Die Erzählweise ist sehr detailiert und mit viel Humor & Sarkasmus ausgeschmückt. Das Erzählte wirkt dadurch sehr locker und der Leser wird angenehmer durch die etwas längeren Kapitel geführt. 𝐂𝐡𝐚𝐫𝐚𝐤𝐭𝐞𝐫𝐞: Sowohl die Protagonistin als auch die Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen. Miss Maxwell sorgt mit ihrem ausgelassenen Humor immer wieder dafür, dass der Leser schmunzeln muss. Entweder damit oder mit der Tatsache, dass sie sich immer wieder in Schwierigkeiten begibt. Jeder weitere Charakter hat seinen Platz in der Story und der ein oder andere sorgt mit seinem Verhalten oder seinen Geheimnissen für unerwartete Wendungen. 𝐒𝐭𝐨𝐫𝐲: Eine geheime Organisation, die Zeitreisen zu Forschungszwecken nutzt und sich dabei immer wieder in Lebensgefahr begibt. Klingt doch gut, oder!? Und das ist es auch! Besonders gut hat mir gefallen, dass das Zeitreisen als etwas ganz normales dargestellt wurde und auch die einzelnen Abläufe glichen einem normalen Alltag. Dennoch war die Story an sich immer wieder sehr spannend und unvorhersehbar. 𝐖𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐞𝐬: Anfangs war die Story etwas zäh und in die Länge gezogen. Sie war zwar interessant, doch mir fehlte die Spannung. Zum Glück hat sich das nach ca 150 Seiten schlagartig geändert, sodass ich mich schon sehr auf die Fortsetzung freue. 𝐂𝐨𝐯𝐞𝐫: Mal was anderes und sehr passend zum Inhalt des Buches ✿ 𝐁𝐄𝐖𝐄𝐑𝐓𝐔𝐍𝐆 ✿ Sehr gut ⭐⭐⭐⭐ 4/5 Sterne

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Als Doktor Madeleine Maxwell einen Brief von ihrer ehemaligen Lehrerin Sibyl De Winter erhält, die sie zu einem Jobinterview in St Mary's, einem geschichtlichen Forschungsinstitut einlädt, ahnt sie noch nicht, in was sie da hineingestolpert ist. Bei ihrem Rundgang durch das Institut fallen der Frühgeschichtlerin einige merkwürdige Sachen auf. Wozu braucht man hier beispielsweise einen Hawking Hangar? Und warum sind alle Mitarbeiter so verhalten, wenn sie erfahren, dass sie ihr Interview noch nicht hinter sich gebracht hat? Schließlich liefert Frau De Winter sie bei Direktor Bairstow ab und das Vorstellungsgespräch beginnt. Sie scheint einen guten Eindruck zu machen, doch als sie fragt, was in St Mary's wirklich vorgeht, muss sie erst einen Stapel Verschwiegenheitserklärungen unterzeichnen, bevor ihr Doktor Bairstow antwortet. Im Institut erforscht man die Geschichte, indem man sie besucht und mit eigenen Augen beobachtet. Eine nicht ganz ungefährliche Methode, denn die Geschichte wehrt sich gegen Eingriffe und so manches Forschungsteam ist von seiner Reise nicht zurückgekehrt. Bevor sie jedoch mit ihrer Forschungsarbeit anfangen kann, müssen sie und eine Handvoll weiterer Rekruten das Ausbildungsprogramm hinter sich bringen. Für Madeleine heißt es nun wieder die Schulbank drücken, ihr Doktortitel ist erstmal nichts mehr wert, sie ist nur noch Max. Das Programm ist hart, die Prüfungen schwer und die Durchfallquote ist hoch. Nach und nach scheiden immer mehr Rekruten aus. Irgendwann nähern sich die Abschlussprüfungen und für Max steht die erste Zeitreise an. Es soll sich nur um einen Testsprung nach Shrewsbury im fünfzehnten Jahrhundert handeln. Die Zeitmaschine zählt den Countdown runter, alles wird weiß und dann ist da nichts, was Madeleine auf ihren Monitoren entdecken kann. Sie erblickt lediglich eine karge, kalte Landschaft, anstelle des englischen Dorfes. Da ihr keine direkte Gefahr droht, beschließt sie, die sechs Stunden auszusitzen. Erneut beginnt der Countdown der Zeitmaschine zu zählen. Doch als er im einstelligen Bereich angekommen ist, stoppt er plötzlich und der Computer schaltet sich aus. Nun ist Madeleine gestrandet. Sie weiß weder wo noch wann und wahrscheinlich weiß das auch niemand in St Mary's, wo man sie in Shrewsbury erwartet. So langsam macht sich bei ihr Panik breit. Anfangs scheint es so, als würde es in den Chroniken von St. Mary's darum gehen, dass Max und ihre Kollegen in die Vergangenheit reisen, die Geschichte beobachten und dabei aufpassen müssen, nicht bei einem Unglück zu sterben. Für eine ganze Reihe klang das jedoch wenig vielversprechend und kaum spannend umsetzbar. Doch nach einer Weile wird klar, dass es noch andere gibt, die in der Zeit herumreisen und kein besonderes Interesse daran haben, die Geschichte unberührt zu lassen. Diese Gruppe stellt eine große Gefahr dar. Immer wieder versuchen sie die Missionen von St Mary's scheitern zu lassen, so dass das konkurrierende Programm eingestellt wird. Dabei schrecken sie auch nicht vor Morden zurück, wie Max am eigenen Leib erfahren muss. Während man in St Mary's kaum etwas Genaues über diese mächtigen Gegenspieler weiß, haben diese jedoch schon das Forschungsteam infiltriert. Im späteren Verlauf erreicht die Handlung dann ein hohes Tempo. Jedes Mal, wenn die Hauptcharaktere sich auf die Routine einer Aufgabe eingelassen haben, passiert eine Katastrophe und es sterben Menschen. Irgendwie bin ich mit Max nicht warm geworden, mit der Geschichte an sich jedoch schon, so dass ich auch den nächsten Band der Reihe lesen werde, um herauszufinden, wie es weiter geht. Es sind noch viele Fragen offen, jedoch bin ich mir nicht sicher, dass diese in den weiteren Bänden noch adressiert werden. Max hatte eine traumatische Kindheit, man erfährt aber nicht, wieso. Das Buch spielt in der nahen Zukunft, allerdings ist unbekannt, wann genau. St Mary's verfügt über Zeitreisetechnologie, aber es wird mit keiner Silbe erwähnt, nach welchem Prinzip diese funktioniert oder womit sie betrieben wird. Die Zeitmaschinen scheinen nie das Problem zu haben, dass ihnen der Strom ausgeht. Wenn Zeitreise in anderen Büchern oder Filmen auftaucht, ist sie meist mit großen technischen Problemen und extremen Energieaufwänden verbunden. Hier scheint das bisher nicht der Fall zu sein. Dass Paradoxa bei ihrer Arbeit entstehen, wird hingenommen und Max auf ihre Nachfrage diesbezüglich damit vertröstet, dass darüber nachzudenken nur Kopfschmerzen verursachen würde. Vielleicht eine gezielte Taktik der Autorin, die entweder selbst keine Erklärung hat und einfach ihre Geschichte präsentieren möchte oder die gezielt den Fokus mehr auf das Leben der Charaktere legen möchte. Dies ist sehr emotional, gewalttätig und häufig auch schnell vorbei.

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