Leserstimmen zu
Der wandernde Wald - Enwor 1

Wolfgang Hohlbein

Skar und Del (1)

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Klappentext ~ Die Satai-Krieger Skar und Del haben bereits viele Schlachten gewonnen. Doch diese nicht! Ihnen bleibt keine andere Wahl, als in die tödliche Nonakesh-Wüste zu fliehen. Dem Verdursten nahe entdecken sie mitten in der Nonakesh einen Wald. Für kurze Zeit glauben sie, in einem Paradies zu sein - doch selbst im Paradies gibt es ungeahnte Schrecken. Cover+Schreibstil Das Cover ist schlicht gehalten aber meiner Meinung nach sieht es wunderschön aus und passt zu der Geschichte. Der Schreibstil von Wolfgang Holbein ist unfassbar ansprechend. Ich habe mich nur zwischen den Seiten verloren. Ich kam sehr gut voran und es hat sich nichts in die Länge gezogen. Er hat sehr detailreich geschrieben, was ich persönlich sehr mochte. ~ Fazit Ich liebe die Charaktere. Skar ist stark, männlich und er weiß, was er will. Er muss erst nachdenken was er sagt, aber trotzdem ist er toll 🤗. Del ist ein tapferer Mann mit ganz viel Kraft und Hoffnung. Ich kann euch das Buch vom ganzen Herzen empfehlen. Ich gebe klare 5 von 5 Sternen 💫💫💫💫💫

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Die Enwor-Saga ist eine von vielen zurzeit wieder veröffentlichten Fantasy-Reihen aus den Siebziger- und Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts. Ähnlich wie Belgariad, die Shannara-Chroniken oder Amber erschienen diese, als die Fantasy im Romansektor noch ein Schattendasein fristete und lediglich Tolkien mit seinem Herrn der Ringe ein Begriff am Büchermarkt war. Gerade deshalb entstanden wohl sehr gute, unverbrauchte und innovative Ideen, deren Qualität heute wiederentdeckt wird und aktuell deshalb viele dieser Bücher neu aufgelegt werden. Der erfolgreichste deutsche Fantasy-Autor, der in dieser Zeit gerade am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere stand, ist Wolfgang Hohlbein. Mittlerweile zum Bestsellerautor avanciert, war er in dieser Zeit bereits erfolgreich im Heftromanbereich und auch in der Belletristik unterwegs. Seinen Durchbruch hatte er mit dem Fantasyroman "Märchenmond" im Jahr 1982. Seither blieb dies sein favorisiertes Genre. Mit seinem Freund Dieter Winkler entwickelte Hohlbein Anfang der Achtziger die Welt Ewor, die auch Elemente aus Science-Fiction und Postapokalypse enthält. Aus "EndWorld", bei dem der Titel schon ein wenig verrät, dass es sich um eine fiktiven Zukunft unserer Erde handelt, wurde schließlich das etwas phantastischer klingende "Enwor". Mit Enwor ging Hohlbein neue Wege in der Fantasy. Es gibt in dieser Welt nicht nur Schwarz und Weiß, klassisches Heldentum oder archetypische Figuren. Somit kreierte er wie schon Terry Brooks und andere Autoren dieser Zeit eine "realistischere" Fantasy, die wir in heutigen Fantasy-Romanen auch oft wiederfinden. Im Inhalt des ersten Enwor-Bandes lernen wir die beiden Satai Skar und Del kennen, die als Angehörige der Kriegerkaste ihr Leben in einer fernen postapokalyptischen Zukunft auf dem amerikanischen Kontinent bestreiten. In ihrem ersten Abenteuer durchqueren Sie auf der Flucht vor einer Horde Quorrl (menschenähnliche Reptilienwesen) die eigentlich unüberwindbare Wüste Nonakesh. Sie überleben nur, da Sie mitten in der Wüste den titelgebenden wandernden Wald von Cearn erreichen. Sie geraten in einen Kampf zwischen den mönströsen, geflügelten Hogern und den Bewohner des Waldes und stehen diesen im Kampf bei. Die Bewohner möchten, dass Skar und Del bleiben und die Cearner in der Verteidigung des Waldes unterstützen. Dabei geraten die beiden in ein Abenteuer, bei dem sie nach und nach tiefer in die Geheimnisse des Waldes und dessen Bewohner eintauchen. Ich habe den ersten Band der Reihe vor langer Zeit bereits einmal gelesen und hatte vieles inzwischen vergessen, bevor ich den neu überarbeiteten Band vorliegen hatte. Und ich muss sagen, dass der Roman mir heute wesentlich besser gefallen hat als damals. Woran dies genau liegt, ist schwer zu sagen. Hohlbeins frühe Romane fand ich schon immer anspruchsvoller und besser geschrieben als viele neue Veröffentlichungen. Damals erzählte er für meinen Geschmack weniger ausschweifend und oft viel interessanter. Genau diese unverbrauchte Art begeistert mich bei diesem Buch. Es gibt durchaus Längen in dem Roman und ein paar Stellen, bei dem man dem Werk sein Alter anmerkt. Alles in allem überwiegt aber der Abenteuerfaktor und ein gut aufgebauter Spannungsbogen mit Wendungen in der Handlung die sehr überraschend sind. Nun werde ich mit der Neuauflage der Reihe auch die weiteren Abenteuer von Del und Skar endlich verfolgen. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für alle die gute Fantasyabenteuer in einer schön konstruierten und durchdachten Welt mögen, oder Hohlbein-Fans die die Reihe bisher verpasst haben.

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