Leserstimmen zu
Blood Orange - Was sie nicht wissen

Harriet Tyce

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Gelungenes Debut um eine junge Anwältin!

Von: sir.gerry.liest

23.12.2019

Mit „Blood Orange Was sie nicht wissen“ ist der englischen Autorin Harriet Tyce ein gutes Debut gelungen! Der erste Mordfall ihrer Karriere verlangt Anwältin Alison alles ab. Umso erstaunlicher ist es, dass sie sich phasenweise nicht im Griff hat, zu viel trinkt und der Affäre mit einem Kollegen kein Ende setzen kann. Doch die gute Ehefrau und Mutter in ihr gewinnt immer wieder die Oberhand. Außerdem will Alison das Schuldeingeständnis ihrer Mandantin nicht anerkennen. Ein untrügliches Gespür sagt ihr, dass die seit Jahren körperlich und seelisch misshandelte Frau ihren Mann nicht erstochen hat. Und so treffen zwei Frauen aufeinander, die etwas gemeinsam haben. Doch sie wissen es nicht. Noch nicht … Allerdings habe ich zu Beginn des Buches so meine Schwierigkeiten mit Alison gehabt. Denn sie ist nicht die erwartete Heldin, die mit Scharfsinn und Logik einen Mordfall aufklärt und die Mandantin freibekommt. Auch spielt der Mordfall an sich keine große Rolle und auch das Mandatsverhältnis ist hier nicht so ausschlaggebend. Denn wenn auch in einzelnen Passagen juristische Kniffe und Feinheiten dargestellt werden, ist das nicht das Hauptthema des Buchs. Mir war Alison anfangs unsympathisch. Sie ist verheiratet und hat eine kleine Tochter. Abends geht sie mit Kollegen in die Kneipe und ersäuft den beruflichen Alltag und Frust in Alkohol und kann dann nicht anders, als an Patrick zu denken und mit ihm harten Sex zu haben. Die erwartete Heldin gibt es so nicht. Denn sie ist eine labile und zerbrechliche Person, was ihr Privatleben betrifft. Doch je länger ich gelesen habe, umso intensiver habe ich an ihrem verkorksten Leben teilgenommen und umso mehr wollte ich erfahren wie es mit ihr weitergeht Das Buch hatte insoweit einen gewissen Suchtfaktor. Wie entwickelt sich die Beziehung zu Patrick, wie geht sie mit Carl um, da sie die Ehe eigentlich retten will, wie kann sie der Mandantin helfen? Es gibt dann unvorhergesehene Wendungen in ihrer Beziehung zu Patrick und Carl und alles entwickelt sich anders als gedacht. Das macht den Reiz dieses Buchs aus. Dabei fehlt es gegen Ende des Buchs auch nicht an Spannung. Die letzten Kapitel habe ich dann auch fast durchgelesen. Es war sehr interessant wie sich alles entwickelt hat und wie am Ende das Buch eine unerwartete Lösung anbietet. Ich war lange am Überlegen wie ich es bewerten soll, denn zum einen ist es kein Thriller wie ich sie normalerweise lese, andererseits kann ich nicht fassen, was alles mit Alison geschieht, wie sie damit umgeht und wie das Ganze endet. Ich gebe dem Buch 4 Sterne geben. Denn 3 würden dem Buch doch nicht gerecht. Wer mal einen etwas anderen Thriller lesen möchte, dem kann ich das Buch nur empfehlen. An dieser Stelle danke ich noch Random House dafür, dass ich als Testleser dieses Buch lesen durfte.

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Blood Orange - Was sie nicht wissen Klappentext: Der erste Mordfall ihrer Karriere verlangt Anwältin Alison alles ab. Umso erstaunlicher ist es, dass sie sich phasenweise nicht im Griff hat, zu viel trinkt und der Affäre mit einem Kollegen kein Ende setzen kann. Doch die gute Ehefrau und Mutter in ihr gewinnt immer wieder die Oberhand. Außerdem will Alison das Schuldeingeständnis ihrer Mandantin nicht anerkennen. Ein untrügliches Gespür sagt ihr, dass die seit Jahren körperlich und seelisch misshandelte Frau ihren Mann nicht erstochen hat. Und so treffen zwei Frauen aufeinander, die etwas gemeinsam haben. Doch sie wissen es nicht. Noch nicht … Nur noch eine Nacht, dann höre ich auf. Ich beobachte dich. Und weiß, was du tust. Anwältin Alison hält ihr Leben mühsam zusammen - bis ihr der erste Mordfall völlig den Boden unter den Füßen wegzieht … Meine Meinung: Der Prolog des Buches hat mich sehr verwirrt. Ich habe einige Zeit gebraucht in das Buch zu finden und die teilweise sehr verworrenen Zusammenhänge des Prologs zu entwirren. Dies hat meiner Lesefreude leider etwas geschadet. Der Plot an sich ist gut durchdacht und es steckt Potential in der Geschichte. Allerdings haben die Banalitäten und Obszönitäten des Buches gestört. Wir lernen Alison kennen, die scheinbar unzufrieden ist und ihren Weg im Leben neu suchen muss. Sie stürzt sich in eine Affäre. Ihr Mann Patrick kümmert sich um die gemeinsame Tochter. Alison scheint den Anschluss an das Familienleben verloren zu haben. Ihre Karriere ist auf dem Höhepunkt angelangt und der Mordfall den sie lösen soll, zeigt einen narzisstischen und gewalttätigen Ehemann, der seine Frau unterdrückt hat und auch vor seinem Sohn nicht Halt gemacht hat. Alison als Protagonistin ist kein einfacher Charakter und wurde so dargestellt, dass sie sehr unsympathisch und emotionslos rüberkommt. Diese Antipathie wirkt sich leider auf den Spaß beim Lesen aus. Die Handlung ist stellenweise vorhersehbar. Am Ende des Buches ergibt der Prolog einen Sinn und der Kreis scheint sich zu schließen. Dennoch habe ich sehr lange an diesem Buch gelesen und wurde von der Spannungen ie man beim Lesen eines Thrillers erwartet, enttäuscht. 3 von 5 Herzen

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Spannender Thriller

Von: Tanja

23.12.2019

Zu erst konnte ich mich sehr schlecht einlesen, weil ich lange kein Buch mehr in der ersten Person Singular gelesen habe. Sehr spannend waren auch die Plot Twist die man nicht unbedingt erahnen konnte. Einziger Nachteil die vulgäre Sprache an manchen Stellen das hat mich ein bisschen gestört ansonsten kann ich das Buch nur empfehlen

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Blood Orange

Von: izzy050

22.12.2019

Ich bin mit dem Buch, der Geschichte und den Charakteren leider nicht warm geworden. Alison war mir gleich zu Beginn unsympathisch und ihre Eskapaden nervten und langweilten mich sehr schnell. Auch die Wendung am Ende, die bestimmt spannend und überraschend sein sollte, konnte mich nicht mitreißen. Ich habe das Buch zünde gelesen, um meiner Rolle als Testleserin gerecht zu werden. Unter anderen Umständen hätte ich das Buch schon bei ca. Seite 85 abgebrochen.

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Ein fantastisches Erstlingswerk

Von: Lena

22.12.2019

Das Buch Blood Orange von Harriet Tyce hat mich gepackt und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Die Story ist gut recherchiert und durch ihre frühere Tätigkeit als Prozessanwältin, waren auch die rechtlichen Teile der Geschichte klar und nachvollziehbar. Ich denke die Autorin hat in gewisser Weise die Schwierigkeiten ihres früheren Lebens als Anwältin in diesem Buch verarbeitet. Die Geschichte rund um Allison hat mich mit genommen, ich habe mit ihr mitgefühlt und gelitten, aber auch habe ich ihre Entscheidungen bezüglich ihrer Affäre nicht nachvollziehen können. "Vorsicht Spoiler" Die Geschichte rund um den Mordfall war für mich relativ schnell geklärt und auch die Tatsache, dass der Sohn der Angeklagten der Mord vollführt hat war für mich nicht sonderlich überraschend. Allerdings hat mich der Teil mit der Vergewaltigung durch Carl etwas überraschend getroffen, dennoch hat es sehr gut zur Geschichte gepasst. Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch und seine Geschichte mir auf sämtlichen Ebenen gefallen hat und mich vollends überzeugt hat. Ich hoffe in der Zukunft mehr von dieser Autorin zu lesen und weitere fantastische Werke von ihr lesen zu können.

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Leider nur ein mittelmäßiger Thriller

Von: Bibi2707

22.12.2019

Das Cover des Buches hat mir sehr gut gefallen, die Gestaltung empfinde ich als sehr gelungen. Den Grund für die Titelvergabe erfährt man erst ganz am Ende. Der Klapptext erschien mir sehr spannend und ich habe mich auf ein spannenden Thriller gefreut. Leider lies die Spannung etwas auf sich warten, wirklich spannend wurde es leider erst gegen Ende. Es handelte leider weniger vom Mordfall, viel mehr wurden die Probleme der leider etwas unsympathisch erscheinenden Hauptfigur Alison, die eine Affäre hat und sich mehr schlecht als recht um ihre Tochter kümmern kann, thematisiert. Jedoch fand ich den Schreibstil sehr angenehm und im letzten Drittel war dann auch die erhoffte Spannung vorhanden, der Schluss ist meiner Meinung nach auch gelungen! Fazit: Man kann das Buch lesen, ich würde es aber nicht als "muss man gelesen haben" empfehlen.

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Der Thriller „Blood Orange“ von Harriet Tyce war nicht nur mein erstes Buch der Autorin sowie auch mein erster Thriller überhaupt als Buch. Das Cover und der Klappentext sind vielversprechend gestaltet und beschrieben („nur noch einmal, dann…“) womit mein Interesse, nicht nur wegen des Genrewechsels, geweckt war. Die Geschichte wird aus Sicht von Alison erzählt. Sie ist nicht nur Anwältin, Ehefrau und Mutter sondern auch gleichzeitig Geliebte. Durch den leichten Schreibstil der Autorin sowie der „ständigen“ Szenenwechsel zwischen Familie, Job und Affäre blieb für mich die Spannung erhalten und wurde in gewisser Hinsicht gesteigert. Ebenfalls konnte ich mich in die Protagonistin gut hineinversetzen, ihr Leidensdruck als Hauptverdienerin und vernachlässigte Ehefrau wurde überzeugend dargestellt. Alison und ihr Mann Carl führen schon zu beginn des Buches eine eher schlechte Ehe und geraten immer weiter in die Ehekrise hinein. Carl ist hingegen eher unsympathisch, herrisch und unverständnisvoll. Patrick scheint der typische Frauenheld zu sein, lässt anfangs nur körperliches zu und handelt nach seinem Willen bzw. Verlangen. Mein Bild der Protagonistin schwankte im Verlauf des Buches zwischen Rabenmutter, Luder, Alkoholikerin, liebender Mutter und Ehefrau sowie Arbeitstier. Durch den Einfluss verschiedener Genre (Roman, Erotik und Thriller) würde ich in meiner Neugierde auf das Buch bestätigt und keinesfalls enttäuscht. Einzig ein Protagonistenwechsel zwischen dem Ehemann Carl und dem Liebhaber Patrick wären aufgrund ihrer 180°C-Wendung gegen Ende interessant gewesen. Zuletzt kann ich dieses Buch denjenigen weiterempfehlen die, wie ich, etwas neues zum Lesen ausprobieren wollten. Jedoch darf man die einfließende Thematik von häuslicher Gewalt und Vergewaltigung nicht herunterspielen und sollte viel öfter in Büchern Gehör finden! #Me too & #nein heißt nein!

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Sehr gelungenes Debüt

Von: Jens Löffler

22.12.2019

Eine blutüberströmte Frau sitzt schwer alkoholisiert mit dem Messer in der Hand neben der Leiche ihres Mannes, welche multiple Stichwunden aufweist. So stellt sich der erste Mordfall dar, den Alison als Verteidigerin vor Gericht vertritt. Ihre Anwaltskarriere nimmt damit eine der letzten Hürden auf dem steilen Weg nach oben. Doch nicht alles an dem Fall ist so eindeutig, wie es auf den ersten Blick wirkt. Zwiegespalten ist auch Alisons eigenes Leben. Auf der einen Seite ihr Mann, der eine immer größere Distanz zu ihr wart, zusammen mit ihrer Tochter, und auf der anderen Seite ist da der Alkohol und Patrick, ein gutaussehender Rechtsberater, welche eine leidenschaftliche Kombination darstellen. Doch irgendjemand kommt hinter ihr kleines Geheimnis und das mitten in dem wichtigsten Prozess ihres Lebens. Das Debüt von Harriet Tyce ist nicht der klassische Thriller. Es ist viel mehr ein spannendes Drama um eine Frau in den besten Jahren, die sich zu sehr von ihrer Realität entfernt und dafür in die beruhigende Welt des Alkohols geflüchtet hat. Eine Frau, die um ihre eigenen Schwächen weiß, aber wie ein Süchtiger dennoch nicht von den Verlockungen los kommt. Tyce gelingt es sehr gut, dass Drama der Protagonistin mit dem von ihr vertretenen Mordfall parallel zum großen Finale hin zu steigern. Dabei hat der Leser so seine Probleme sich selbst positiv mit der Protagonistin zu identifizieren, denn in vielen Situationen ist sie nicht die liebenswerte oder heldenhafte, souveräne oder witzige Person, mit der sich ein Leser gerne „verbrüdert“. Viel mehr scheint sie am Rand der Gesellschaft zu stehen, nur akzeptiert von Ihresgleichen, von allen anderen im günstigsten Fall belächelt. Die Wandlung, die Tyce Alison durchmachen lässt, die Momente, in denen sie an ihrem Lebensstil zweifelt und für einen Moment klar sieht, sind gut gesetzt und ebenso dosiert. Sehr gelungen empfinde ich auch das Cover. Es impliziert etwas völlig anderes, doch nach dem Lesen des Buches ist es nahezu genial gewählt, wobei das Geniale für mich in dem Subtilen steckt. Es ist aber vor allem toll zu sehen, wie ein kleines Detail des Inhalts sich im Cover wiederfindet, etwas, was man von den meisten Buchcovern nicht behaupten kann. Stilistisch gefällt mir das Debüt von Tyce sehr gut. Ich mag es, dass sie keine Skrupel hat auch Klartext zu schreiben, dabei aber auch nicht über die Strenge schlägt. Es sorgt gleichzeitig dazu, dass das Buch quasi keine Längen aufweist, obwohl es vollkommen ohne Rasanz oder ähnlichem auskommt. Ich würde von dieser Autorin gerne mehr lesen und kann mir gut vorstellen, dass ein breitgefächertes, erwachsenes Publikum das ähnlich sieht oder meiner Meinung nach zumindest ähnlich sehen sollte.

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