Leserstimmen zu
Der zweite Schlaf

Robert Harris

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Hörbuch gestartet und geärgert..... ca. 1470, es wird Tabak geraucht und Columbus hat den Seeweg nach Amerika noch nicht gefunden. es gibt eine Pendeluhr, die erst 200 Jahre später erfunden wird, Ein feste Burg wird gesungen und Luther ist noch nicht geboren, in einer Schublade liegt ein Taschenfernrohr, dass gut 150 Jahre später erfunden wird, ja spinnt denn der Harris total???? Ich hatte nicht den Klappentext gelesen sondern sofort losgehört.... Harris dreht dem Hörer/Leser eine lage Nase, denn erlässt die Geschichte 1470 nach einer großen Katastrophe in der Moderne spielen! Danke Mr. Harris, was für ein erneutes Vergnügen, ihnen zuhören zu können! Mehr! Mehr! Mehr!

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Ganz stark!

Von: unclethom

14.01.2020

Das Buch fühlt sich zunächst an wie ein historischer Roman aus England während des Mittelalters. Doch das Buch ist viel mehr, denn das Buch spielt in Großbritannien etwa 1470 Jahre nach dem Untergang der modernen Zivilisation wie wir sie kennen. Es bleibt offen wie es zum Ende unserer Zivilisation gekommen ist, aber in kurzen Rückblenden wird angedeutet was geschehen sein könnte. Die Neuzeitliche Zivilisation beruht auf dem christlichen Glauben und birgt Züge von Inquisitorischen Verfolgungen. Alles Moderne ist verteufelt, oder besser gesagt, die Technik aus der Zeit vor dem Untergang. Und jede Forschung nach den vergangenen Vorfahren und deren Technologie ist verboten und wird von der Kirche verfolgt und streng bestraft. Robert Harris ist ein Buch gelungen wo der Leser eigentlich ständig überlegt, was wäre wenn… Wie würde sich die Menschheit nach dem Untergang denn wirklich organisieren? Wäre die Kirche denn tatsächlich wieder so dominant werden wie einstmals im Mittelalter? Oder würden sich die Menschen neu organisieren und versuchen den Status von vor dem Untergang wieder herzustellen? Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und ständig denkt man tatsächlich was denn wäre wenn. Die Figuren sind interessant beschrieben und sie wirken eigentlich durchweg sehr authentisch. Die Beschreibung der Schauplätze erscheint echt und man hat sofort beim Lesen ein Bild vor Augen wie es dort aussehen könnte. Die Spannung steigt von der ersten Seite immer mehr an und es gipfelt in einem dramatischen Finale. Es fällt insgesamt sehr schwer das Buch aus den Händen zu legen und offen gestanden hat mich das Buch einige Stunden Schlaf gekostet. Denn irgendwann ist der Point of no Return erreicht und man muss einfach weiterlesen. Die Frage die sich mir stellte, ist ob die Geschichte denn nun zu Ende erzählt ist, oder ob da evtl. noch eine Fortsetzung zu erwarten ist. Ich würde es mir wünschen, denn ich denke, dass die Story noch Potential für weitere ein bis zwei Bücher hat. Für mich ist das Buch gut für 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung!

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Auch wenn ich finde, dass dieses Buch schwächer ist als "Konklave", habe ich mich doch gut unterhalten gefühlt und konnte gar nicht aufhören mit Zuhören, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht. Der Sprecher gefällt mir übrigens sehr gut, ich höre gerade "Vaterland" vom gleichen Autor, das aber -leider- von einem anderen Sprecher gelesen wird - Frank Arnold gefällt mir da um Welten besser! Allerdings stimme ich den Kritikern zu, dass vielleicht etwas zu viele Personen eingeführt werden - die stumme Nichte der Pfarrhaushälterin hätte er sich z. B. sparen können aus meiner Sicht, aber insgesamt fand ich die Story schlüssig konstruiert und - ich wiederhole mich - wirklich spannend. Zur Geschichte selber kann ich Dir nicht allzu viel erzählen, ohne zu spoilern, aber sie hat mich schon auch zum Nachdenken gebracht. Beschrieben wird - wie schon im Klappentext erwähnt- eine post-apokalyptische Welt im ländlichen England, die Zustände sind in etwa wie im Mittelalter, was mich eigentlich hätte abschrecken sollen, denn mit Mittelalter hab ich's nicht so - ist mir "zu historisch". Ich habe dann aber ziemlich schnell mitbekommen, dass es nicht im Mittelalter spielt. Und "post-apokalyptisch" könnte ja auch "grausam" oder "brutal" heißen, ebenfalls ein No-Go für mich- aber auch das war es nicht, auch wenn schon einige Tote vorkommen. Allerdings - ich muss den Kritikern zustimmen, dass der Schluss ein bissle schwach ist, man könnte in der Tat auf die Idee kommen, das Harris nicht so recht wusste, wie er die Geschichte zu einem sinnvollen Ende bringen kann. Auch der Titel erschließt sich mir nicht ganz - von dem Konzept, dass man - vor der Einführung von elektrischem Licht nach den ersten 4-5 Stunden Schlaf in den ersten Morgenstunden ein paar Stunden wach war und dann zum "Zweiten Schlaf" nochmal geschlafen hat, habe ich zwar schon mal gelesen, und diese Schlafpause wird im Buch auch ein paar Mal erwähnt - aber wichtig ist es aus meiner Sicht nicht - vielleicht nur eine weitere Mittelallter-Anspielung? Nichtsdestotrotz: Für mich ein empfehlenswertes Buch, ich vergebe 4 von 5 Sternen und gehe jetzt mal gucken, welches laut Goodreads Harris' stärkstes Buch ist. Ich fürchte, das werden die Cicero-Romane sein, die im alten Rom spielen - das wäre mir dann auch wieder mal zu historisch, glaube ich - aber frau kann auf Audible ja mal reinhören.

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"Der zweite Schlaf" ist für mich das erste Buch von Robert Harris. Ich war schon vorher sehr gespannt auf das Buch, weil ich viel Gutes über den Autor gehört habe. Der Einstieg in das Buch gelingt mir dann auch sehr gut, obwohl ich erst etwas überrascht war, dar ich mich mehr auf einen historischen Roman eingestellt habe, wofür Robert Harris ja auch bekannt ist. Dieses Buch spielt jedoch in der Zukunft, erinnert jedoch stark an einen historischen Roman. Das liegt daran, dass nach einem Katastrophe sich die Gesellschaft in das Mittelalter zurückgesetzt hat. Diese Idee hat Robert Harris sehr gut und sehr authentisch umgesetzt. Besonders der Protagonist Fairfax kommt dabei sehr authentisch rüber und es ist wirklich spannend den inneren Kampf des jungen Pfarrers zu verfolgen. Auch, wenn streng genommen das Buch eine Dystopie ist und die Apokalypse im Vordergrund stehen müsste würde ich das Buch eher Lesern von historischen Romanen empfehlen. Was mir zu diesem Buch tatsächlich sehr gefallen würde ist eine Verfilmung. "Der zweite Schlaf" eignet sich dafür nämlich sehr gut und das wäre auf jeden Fall ein Film, den ich mir ansehen würde. Wie ich gehört habe ist dies bei Büchern Robert Harris auch gar nicht ungewöhnlich. Einen Kritikpunkt habe ich jedoch: Das Ende hatte so viel Potenzial, doch das hat der Autor wirklich verspielt. Ich war nach den letzten Kapiteln wirklich enttäuscht und hätte mir ein viel spannenderes und kreativeres Ende gewünscht. Doch auch wenn das Ende nicht wirklich perfekt war, bin ich alles in allem mit dem Buch zufrieden und werde in nächster Zeit noch weitere Bücher von Robert Harris lesen. Abschließend kann ich auf jeden Fall sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Robert Harris schafft es wirklich sehr gut die Leser in seine Welt zu entführen.

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Nach "Konklave" war ich großer Fan des Autors. Der neue Titel hat mich sehr gefesselt und ich habe ihn gleich mehrmals zu Weihnahten verschenkt.

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Wir befinden uns in England und lernen den Priester Fairfax kennen, der junge Mann wurde in ein Dorf entsandt und soll dort einen Pfarrer unter die Erde bringen, der mysteriös ums Leben kam. Wir gehen zurück in vergangene Zeiten, erleben, wie viele Dinge auftauchen, die verboten sind und waren. Der Tote hatte sie zusammengetragen .... was kann das mit seinem Sterben zu tun haben ??? Leseprobe: ========= "Also gut, Hochwüren, wenn der Bischof Euch schickt, dann kommt mit . Aber nur Ihr." Er hielt Quycke mit ausgestrecktem Arm auf. "Ihr wartet hier." ... Ich finde, das Buch ist mein einem extrem gespannten Spannungsbogen versehen, der von Beginn an vorliegt und bis zum Ende erhalten bleibt. Gut konstruiert und vor und nach der Katastrophe wird gut dargestellt. Alles ist sehr lebendig geschrieben, sodass man sich die Handlung sowie die Charaktere sehr gut vor Augen führen kann. Man kann sich sehr gut in die Handlung hinein versetzen. Sie ist glaubwürdig geschrieben und so, dass man sie dem Autor abnimmt. Hat mir insgesamt sehr gut gefallen, da auch die Charaktere in gut und böse sehr detailliert beschrieben sind in ihren Handlungen und Beweggründen, ohne langatmig zu wirken. Buch ist in 27 Kapitel gegliedert, die nicht allzu umfangreich sind, liest sich wirklich locker und fesselnd.,Wir befinden uns in England und lernen den Priester Fairfax kennen, der junge Mann wurde in ein Dorf entsandt und soll dort einen Pfarrer unter die Erde bringen, der mysteriös ums Leben kam. Wir gehen zurück in vergangene Zeiten, erleben, wie viele Dinge auftauchen, die verboten sind und waren. Der Tote hatte sie zusammengetragen .... was kann das mit seinem Sterben zu tun haben ??? Leseprobe: ========= "Also gut, Hochwüren, wenn der Bischof Euch schickt, dann kommt mit . Aber nur Ihr." Er hielt Quycke mit ausgestrecktem Arm auf. "Ihr wartet hier." ... Ich finde, das Buch ist mein einem extrem gespannten Spannungsbogen versehen, der von Beginn an vorliegt und bis zum Ende erhalten bleibt. Gut konstruiert und vor und nach der Katastrophe wird gut dargestellt. Alles ist sehr lebendig geschrieben, sodass man sich die Handlung sowie die Charaktere sehr gut vor Augen führen kann. Man kann sich sehr gut in die Handlung hinein versetzen. Sie ist glaubwürdig geschrieben und so, dass man sie dem Autor abnimmt. Hat mir insgesamt sehr gut gefallen, da auch die Charaktere in gut und böse sehr detailliert beschrieben sind in ihren Handlungen und Beweggründen, ohne langatmig zu wirken. Buch ist in 27 Kapitel gegliedert, die nicht allzu umfangreich sind, liest sich wirklich locker und fesselnd.

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Der junge Priester Fairfax soll in einem Dorf das merkwürdige Ableben seines Kollegen aufklären, dessen Unfalltod ebenso ein heimtückischer Mord sein könnte. Bei seinen Untersuchungen findet er bald heraus, dass dieser sich mit unerlaubten Dingen aus der Vergangenheit beschäftigt. Besonders Gegenstände aus Plastik scheinen es ihm angetan zu haben. Fairfax weiß, dass er sich auf einem sehr schmalen Grat befindet, ist aber ebenso fasziniert von dieser längst vergangenen Zeit... Robert Harris war bislang vor allem für seine sehr gut recherchierten historischen Romane bekannt, hat für „Der zweite Schlaf“ aber den genau gegenteiligen Weg gewählt und die Handlung einige hundert Jahre in die Zukunft versetzt. Die Grundstimmung ist dabei äußerst dystopisch, der Untergang der modernen Zivilisation und die Rückkehr zu einer sehr rigiden Gesellschaftsform wissen den Leser gleich zu fesseln. War Harris bei seinen früheren Werken in das Korsett tatsächlicher Ereignisse und historischer Gegebenheiten eingeengt, konnte er sich hier in den Grundzügen frei entfalten und nutzt dies auch aus. Der Leser wird durch seine lebendigen, detaillierten Beschreibungen in die düstere Welt hineingezogen und erlebt dabei auch einen Blick auf die heutige Gesellschaft aus einer ganz anderen Perspektive. Ein großer Teil der Handlung konzentriert sich auf eben diese Aspekte, der eigentliche Kriminalroman tritt dabei häufig in den Hintergrund. Das macht auf mich zwar einen tempoarmen, aber immer noch sehr unterhaltsamen Eindruck. Zu lesen, wie sich Harris die Welt in einigen Jahrhunderten vorstellt, hat mich sehr überzeugt. Weniger gelungen fand ich hingegen das letzte Drittel des Romans, der in einem viel zu hohen Tempo und mit einigen Logiklücken versehen nicht die hohe Dichte des Szenarios halten kann. Die einzelnen Elemente kommen nicht so recht zur Geltung, ebenso wie die vorher so sorgsam aufgebauten Charaktere zu Statisten zu werden scheinen und völlig hinter das Konstrukt der Handlung zurücktreten. Das ist umso bedauerlicher, da auch die Stimmung deutlich nachlässt – bei mir als Leser wurden einfach andere Erwartungen geweckt, ich wollte eher tiefer in die Welt eintauchen, als ein so schnell wirkenden Ende präsentiert zu bekommen. Start und Mittelteil sind dem Autor wirklich sehr gelungen, ausgerechnet zum Finale scheint ihm aber die Luft auszugehen. Der Roman wirkt dann so, als hätte Harris die Geschichte noch schnell zum Ende bringen wollen, wobei noch einige lose Fäden übrig geblieben sind. Deswegen hat „Der zweite Schlaf“ eher zwiespältige Gefühle in mir geweckt, da der überwiegende Teil aber sehr lesenswert für mich war, bin ich insgesamt eher positiv gestimmt.

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Science Fiction von der Art wie ich sie gerne mag. Die Welt befindet sich auf dem technologischen Stand des Mittelalters weil aufgrund einer zunächst unbekannten Katastrophe die gesamte Zivilisation zusammengebrochen ist. Nach einer sehr finsteren Periode, in der die Menschheit stark dezimiert wurde, schreibt man nun das Jahr 1468 Unseres Auferstandenen Herrn und die Kirche hat die Macht übernommen. Die Erforschung der Vergangenheit wird als Blasphemie betrachtet, obwohl es gar nicht schwierig ist, jede Menge Artefakte aus der technischen Welt zu finden. Der Protagonist der Geschichte ist ein junger Priester, der in einen Strudel von Ereignissen gerät, die sein ganzes Leben umkrempeln und in Frage stellen. Ich fand die Geschichte spannend, mit einigen unerwarteten Wendungen. Das Ende hätte für mich allerdings etwas genauer ausgeführt sein können, mit mehr Information zu der Katastrophe. Viele Details an der Geschichte haben mir gut gefallen, zum Beispiel, dass zwar so gut wie alle Gebäude der Vorfahren also des technischen Zeitalters zerstört und zerfallen sind, die viel älteren Steinkirchen aber immer noch stehen, ebenso wie der Hadrianswall hinter dem im Norden Englands die Nachfahren der IS-Kämpfer noch leben. Etwas mysteriös blieb die Bezeichnung „zweiter Schlaf“. Vielleicht ist es eine Metapher auf ein zweites dunkles Zeitalter der Menschheit, obwohl das Mittelalter so dunkel ja nicht war. In der Geschichte wird erwähnt, dass die Menschen die Gewohnheit hätten, den Nachtschlaf in zwei Teile zu teilen. Davon habe ich noch nie gehört, was nicht heißt, dass es diese Gewohnheit nicht irgendwann, irgendwo gegeben haben kann. Insgesamt haben mir Geschichte und Autor gut gefallen und ich habe bereits für Nachschub an weiteren Romanen von Robert Harris gesorgt.

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