Leserstimmen zu
Jane Eyre

Charlotte Brontë

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Jane Eyre von Charlotte Brontë gehört wohl zu einem der bekanntesten Romane der Welt. Die Geschichte um das Waisenmädchen Jane und ihre unübliche Liebe, den Kampf sich selbst treu zu bleiben und gleichzeitig einen Platz in der Gesellschaft zu finden, ist in vielen Filmen, Büchern und Theaterstücken aufgegriffen worden. Zum 200. Geburtstags Brontës ist nun ein neues Hörspiel erschienen, welches versucht 400 Seiten Buch in vier Stunden zusammenzufassen. Zur Handlung von Jane Eyre Die in drei Teilen erzählte Geschichte, handelt von Jane Eyre, deren Eltern früh gestorben sind. Zu ihrem vollen Unwillen wächst sie bei der Familie ihres Onkels – Mr. Reed – auf. Von ihrer Tante verachtet und ihren Cousinen und ihrem Cousin getriezt, wächst sie unglücklich und ungeliebt aus. Ihr Leben beginnt sich erst zum positiven zu wenden als sie in das kalte und von strengen Lehrern geführte Internat Lowood geschickt wird. Zwar erlebt sie dort sehr düstere Episoden ihres Lebens, dennoch erfährt sie dort das erste Mal was Freundschaft ist und lernt, dass es nicht ihre Schuld ist, dass ihre Tante sie nicht geliebt hat. Nach dem Abschluss beginnt sie selbst als Lehrerin zu arbeiten und erhält bald eine Stelle als Gouvernante in einem Privathaushalt bei dem Adelige Mr. Rochester. Schon bald entwickelt Jane Gefühle für den sonderbaren Herrn von Thornfield, den sie weder attraktiv findet, noch als angenehme Person wahrnimmt. Und dennoch ertappt sie sich immer wieder dabei, wie sie ihm heimliche Blicke zuwirft und in Episoden der Eifersucht schwelgt. Auch fragt sie sich ob er für seine kleine, unscheinbare und vollkommen verarmte Hauslehrerin nicht auch mehr empfindet als er ihr verraten möchte. Schon bald beginnt für Jane eine dritte Episode in ihrem Leben, in der sie zu sich selbst finden muss um der Person, die sie liebt, ebenbürtig gegenüber treten zu können, ohne sich selbst zu verlieren. Eine gelungene Hörspieladaption Gerade bei klassischen Romanen, ist es oft eine sehr große Herausforderung die vielen Themen und Ideen in eine gekürzte Fassung zu übertragen, ohne sie vollständig zu verlieren. In den letzten Jahren haben viele Regisseure und Drehbuchautoren dies probiert. Eines der bekanntesten Beispiele dafür ist die neuste Verfilmung mit Michael Fassbender und Mia Wasikowska aus dem Jahre 2011. In zwei Stunden wurde versucht möglichst viel der Stimmung des Buches einzufangen und vor allem durch große Bilder zu untermalen. Sehr zu Lasten von Janes Entwicklung, die eher am Rande stattfindet. Mit fast vier Stunden Laufzeit hat das Hörspiel von Christian Ohaus, der schon früher Klassiker vertonte, doppelt so viel Zeit um Jane eine Charakter-Entwicklung einzuräumen. Zudem setzt er keinen Ausschließlichen Fokus auf die Thornfield-Episode, wie es so oft geschieht um die Liebesgeschichte vollkommen in den Vordergrund zu rücken, sondern erzählt in jeweils gleich langen Episoden von Janes Kindheit, ihrem Leben bei Mr. Rochester und ihrer Selbstfindung. Erzählt wird die Geschichte, wie schon der Roman, aus Sicht Jane Eyres, gesprochen von Theaterschauspielerin Sascha Icks. Um eine Atmosphäre zu schaffen, die den Zuhörer direkt ins 19. Jahrhundert versetzt, wird die Erzählung immer wieder mit Posaunen und Percussion untermalt. Außerdem werden die Stimmen der anderen Romanfiguren entweder als klassischer Dialog oder im Hintergrund als Echo erklingende Stimme eingespielt. Dies geschieht vor allem wenn die junge Jane spricht oder die Erzählstimme ein bestimmtes Ereignis noch einmal reflektiert. Besonders der Stimme von Icks kann man sehr gut folgen. Ihre ausdrucksstarke Stimme belebt die Figur der Jane Eyre und macht aus ihr eine selbstbewusste junge Frau, die lieber auf Liebe verzichtet, als sich selbst zu verraten. Auch Christian Redl überzeugt in seiner Rolle als Mr. Rochester. Die meisten anderen Figuren erscheinen immer eher kurz am Rand oder geben einige der bekannteren Zitate des Romans zum besten. Im Vordergrund bleibt dabei immer wieder Jane Eyre mit ihren Gedanken. Sehr schönes Hörspiel für ruhige Abende Ich weiß, dass ich mich in diesem Punkt wiederhole, aber Hörspiele sind einfach eine der besten Möglichkeiten um sich vollkommen zu entspannen. Dieses Hörspiel stellt da keine Ausnahme. Die angenehmen Stimmen der beiden Hauptsprecher und die leise Untermalung mit wenigen Instrumenten, bilden eine sehr harmonische Einheit, der man gut lauschen kann. Gleichzeitig werden alle Hauptthemen des Romans aufgegriffen und gleichsam ausführlich und spannend dargestellt. Damit zeigt dieses Hörspiel, dass es durchaus gelingen kann einen Klassiker ein wenig einzukürzen ohne die wichtigen Themen vollends zu verlieren. Vor allem zeigt dieses Jane Eyre-Hörspiel, dass es in dem Roman von Charlotte Brontë um mehr als nur eine ungleiche Liebe geht, sondern um die Entwicklung einer jungen Frau, die zu sich selbst findet. Das Hörspiel ist erstmals 2005 als Koproduktion des SR, Deutschland Radio, NDR und Radio Bremen erschienen. Zum 200. Geburtstag von Charlotte Brontë wurde das Hörspiel von dem Hörverlag auf CD und als Download herausgegeben. Jetzt bei Amazon kaufen. Das Hörspiel wurde mir von Der Hörverlag zur Verfügung gestellt. Dies hat nicht meine Meinung beeinflusst.

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Jane Eyre ist die Geschichte einer Frau, die ihrer Zeit voraus war, geschrieben von einer eben solchen Frau. Teils autobiographisch verarbeitet Charlotte Brontë wichtige Ereignisse in ihrem wahrscheinlich wichtigsten Roman. Mit leidenschaftlicher Stärke tritt Jane für ihre Meinung ein, lässt sich von niemandem unterkriegen oder bevormunden. Unabhängig davon wie viele Steine ihr das Leben auf den Weg legt. Der Klappentext: Der wunderschöne Klassiker in unter 4 Stunden „Ich bin kein Vogel, und kein Netz umgarnt mich, ich bin ein freier Mensch mit einem freien Willen – das werde ich zeigen, indem ich Sie verlasse“, sagt Jane Eyre zu dem Mann, den sie liebt. Christiane Ohaus hat den romantischen Klassiker in ein akustisches Universum verwandelt, mit genialer Leichtigkeit greifen Musik, Geräusche und schauspielerische Gestaltung ineinander. Mit Sascha Icks als Jane Eyre, die sich zwischen ihrer Liebe und ihrer Selbstständigkeit entscheiden muss, mit Christian Redl als mürrisch-liebenswertem Landedelmann und Sylvester Groth als seinem Konkurrenten bleibt auch der kleinste Zwischenton von Charlotte Brontës großem Roman bewahrt. Der Inhalt: Das Leben von Jane Eyre Jane ist ein Waisenkind und wächst nach dem Tod ihrer Eltern bei Verwandten auf. Doch die angeheiratete Tante behandelt Jane alles andere als gut. Immer wieder gerät Jane unfreiwilligerweise in Konfliktsituationen. Auch hilft es nicht, dass Jane häufig Widerworte erteilt, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlt. So auch nach einem Streit mit ihrem Cousin. Die Tante, die einzig Jane für die Auseinandersetzung verantwortlich macht, sperrt das Mädchen in das rote Zimmer, in welchem Janes Onkel starb. Jane hat eine blühende Fantasie und glaubt den Geist ihres Onkels gesehen zu haben. Sie schreit und weint bitterlich, dass man sie herauslassen solle. Doch niemand hört ihre Schreie. Jane fällt in Ohnmacht. – Der Apotheker Mr. Lloyd schlägt der Tante vor, Jane auf ein Internat zu schicken. Jane erhofft sich einen Neustart und ein schöneres Leben und ist überglücklich als die Tante einwilligt. Doch auch im Internat wartet alles andere als Glück auf sie. Die Jahre vergehen, mal ist es schlimmer, mal wird es besser. Und als Jane Jahre später eine Stelle als Gouvernante antritt, da hat sie noch keine Vorstellung davon, dass so bald keine Ruhe in ihr Leben einkehren wird. Die Aufmachung: Wunderschönes Design Ich habe selten so ein wunderschönes Design gesehen. Die Farbkombination, die Texturen und Muster. Selbst die Schriftart hinterlässt bei mir positive Gefühle. Ich bin wirklich nicht einfach zu begeistern. Tendenziell würde ich ein schlichtes Cover stets vorziehen, da bei bunten Designs häufig das Risiko besteht, dass es zu schnell überfüllt wirkt. Es ist einfach ansprechend fürs Auge. Ob die Leichtigkeit der Gestaltung zu dem Inhalt passt? Wohl eher nicht. Muss es das? Nein, wieso auch. Von mir gibt’s volle Punktzahl fürs Design. Das Fazit: Da kommen Erinnerungen hoch Ich war 15 Jahre jung als ich das erste Mal diesen Roman in den Händen hielt. Damals war ich im Auslandssemester in den USA und habe mich hauptsächlich aus den Bücherregalen meiner Gastschwestern bedient. Binnen weniger Tage hatte ich das Buch verschlungen. Die verschachtelten Sätze und die Detailverliebtheit bei den Beschreibungen waren es, die mich fesselten. Es war als würde Charlotte Brontë mir die Geschichte aufmalen. Jedes Wort hatte eine Bedeutung für den Rest der Geschichte. Als ich mich Jahre später noch einmal an Jane Eyre wagte, musste ich recht zügig feststellen, dass mir alles zu langatmig war. Ich erwischte mich immer wieder dabei, wie ich ganze Halbsätze und manchmal Paragraphen überspringen musste, um das Buch nicht sofort aus der Hand zu legen. Ich war mir nicht 100-prozentig sicher, ob ich mich an dieses Hörspiel wagen sollte. Ich muss gestehen, dass ich kein riesiger Fan von Hörbüchern bin. Von Hörspielen eigentlich noch weniger. Aber vor allem in den letzten Wochen und Monaten stellte ich immer wieder fest, wie ich vor allem auf dem Weg nach Hause ein Hörbuch hörte. Mit 3 Stunden und 50 Minuten ist dieses Hörspiel wirklich kompakt. Aber ich hatte nie das Gefühl etwas zu vermissen. Die Stimmen waren toll gewählt, die musikalische Untermalung fand ich passend. Ich war wirklich positiv überrascht und überglücklich diesen Roman auf diese Weise noch einmal „gelesen“ zu haben. Ich kann es vor allem jenen empfehlen, die Jane Eyre schon immer einmal lesen wollten, aber nie so richtig den Zugang finden konnten. Jane Eyre von Charlotte Brontë erhält von mir vier von fünf möglichen Herzchen.

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Nici

Von: Nicis Buchecke

19.06.2016

Zur Zeit interessiere ich mich für die Klassiker der Literatur. Das liegt sicherlich auch daran, dass immer wieder die Werke der Brontë Schwestern und Jane Austen in aktuellen Romanen Erwähnung finden. Es hat funktioniert und meine Neugier war geweckt. Und da ich lieber Hörspiele als Hörbücher höre war "Jane Eyre" meine erste Wahl. Was denke ich also über Jane Eyre ? Ich muss sagen die Geschichte an sich fand ich schon spannend. Dieses kleine dickköpfige Mädchen, welches so ein Schicksal widerfahren ist, fand ich sofort sympathisch. Auch wie sie dann ihr Leben in die Hand nimmt, sich nicht unterkriegen lässt und ihren eigenen Weg geht fand ich wirklich faszinierend. Sie beugt sich nicht dem damaligen Denken jener Zeit, dass eine Frau verheiratet zu sein hat und dann nur noch als Hausfrau ihr Leben fristen muss. Allerdings hätte ich ihr schon mehr Glück im zwischenmenschlichen Bereich gewünscht. Man merkt das sie sich nach Nähe und einem zu Hause, in dem sie geliebt wird sehnt. Ich kann allerdings nicht sagen, ob ich das Buch durchgelesen hätte. Denn ich kann mir schon vorstellen, dass es sich zieht. Dann noch die Sprache jener Zeit dazu stelle ich mir eher langatmig vor. Teilweise kam es mir auch schon beim Hörspiel etwas langgezogen vor. Aber ich bin froh, dass ich dieses Werk und diese starke Persönlichkeit, die Charlotte Brontë hier geschaffen hat, kennen lernen durfte. Nun aber zu der Umsetzung mit Hilfe der Sprecher. Die Sprecher fand ich in diesem Hörspiel wirklich ausdrucksstark und sei haben die Emotionen und Handlungen wirklich gut verdeutlicht. Mehr als störend empfand ich aber die musikalische Untermalung. Denn diese war wirklich alles übertönend, so dass man das Gesagt kaum verstand. Auch war es immer wieder ein und die selbe Musik, in Form einer Trompete oder ähnlichem, die teilweise gar nicht zur Stimmung passte. Bei freudigen Ereignissen kam diese traurig schaurige Melodie. Ich wollte sogar zeitweise abbrechen, denn es war einfach nur noch nervig. Ich verstand die Sprecher kaum und die Emotionen und Handlungen wurden durch diese Musik keineswegs verstärkend unterstützt. Ich hatte auch das Gefühl, dass diese Melodie zeitweise wahllos und ohne einen Effekt erzeugen zu wollen eingesetzt wurde. Das fand ich sehr schade. Denn Sascha Icks, die hier Jane Eyre spricht, hat wirklich eine angenehme Stimme und die Betonung hat mir wirklich gut gefallen. Die einzige Stimme, die ich etwas unpassend fand, war die von Jane´s Cousin. Er soll Anfang oder Mitte Zwanzig sein klingt aber eher wie Ende 30. Äußerst passend und wirklich markant fand ich die Stimme von Mr. Rochester. Auch die Betonung und die emotionalen Belange kamen dank dieses wunderbaren Sprechers sehr gut zu Geltung. Alles in allem fand ich es ein interessantes Stück über eine wirklich starke Persönlichkeit. Und dank dieses Hörspiels machen Klassiker auch richtig Spaß.

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Charlotte Bronte Jane Eyre Erscheinungstermin: 25. Januar 2016 Hörspiel Gelesen von Sylvester Groth, Sascha Maria Icks, Christian Redl „Ich bin kein Vogel, und kein Netz umgarnt mich, ich bin ein freier Mensch mit einem freien Willen – das werde ich zeigen, indem ich Sie verlasse“, sagt Jane Eyre zu dem Mann, den sie liebt. Christiane Ohaus hat den romantischen Klassiker in ein akustisches Universum verwandelt, mit genialer Leichtigkeit greifen Musik, Geräusche und schauspielerische Gestaltung ineinander. Mit Sascha Icks als Jane Eyre, die sich zwischen ihrer Liebe und ihrer Selbstständigkeit entscheiden muss, mit Christian Redl als mürrisch-liebenswertem Landedelmann und Sylvester Groth als seinem Konkurrenten bleibt auch der kleinste Zwischenton von Charlotte Brontës großem Roman bewahrt. (3 CDs, Laufzeit: 3h 50) Nach all den spannenden und fantastischen Büchern und Hörbüchern hatte ich mal Lust auf etwas Ruhigeres. Jane Eyre ist für mich ein Klassiker aus meiner Kindheit und so war ich gespannt auf das Hörspiel. Zum 200.Geburtstag von Charlotte Bronté am 21. April 2016. Es ist wirklich gut umgesetzt und die Gefühlswelt von Jane fast greifbar. Erzählt es die Lebensgeschichte einer starken Frau mit vielen Höhen und Tiefen. Aber immer bleibt sie sich treu. Emanzipation pur! Eine großartige, starke Frau, der man zustimmend auf die Schulter klopfen mag. Die Stimmen sind wirklich passend zu den Charakteren ausgesucht. Meine einzige Kritik gehört der musikalischen Untermalung. Die ist zum Teil so dominant, das es wirklich störend ist. Irgendwie passt die Art nicht zur Geschichte. Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen. Anmerken möchte ich noch, das ich das Digipak unglaublich schön finde. Wirklich gelungen und passend. Danke an "Der Hörverlag" für dieses wunderbare Rezensionsexemplar.

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,Dieser im Jahr 1847 unter dem Pseudonym Currer Bell erschienene und mit autobiographischen Zügen ausgestattete Roman von Charlotte Brontë, gehört zu den Klassikern der victorianischen Literatur. Jane Eyre, das wohl berühmteste Kindermädchen des 19.Jahrhunderts, war durch ihre emanzipierte Haltung für damalige Verhältnisse revolutionär. Daher musste ich die Gelegenheit rechtzeitig zum 200. Geburtstag der Autorin nutzen, das Hörspiel genießen zu dürfen, beim Schopfe packen. Der Originaltitel „Jane Eyre. An Autobiography“ gibt nicht nur den Hinweis auf die Erzählperspektive der Ich-Erzählerin Jane Eyre, sondern impliziert aus meiner Sicht auch, dass die Autorin eigene Erlebnisse und Erfahrungen verarbeitet hat. Die Protagonistin Jane Eyre erlebt eine schwere Kindheit. Nach dem frühen Tod ihrer Eltern wächst das Waisenmädchen zwar im Haushalt ihres Onkels, dem Bruder ihrer Schwester, auf Gateshead auf; jedoch behandeln sie die inzwischen verwitwete Tante, Mrs. Reed und die hochnäsigen, verwöhnten Cousinen sowie der unsäglich freche und dreiste Cousin dermaßen schlecht, dass Jane mehr als deutlich spürt, dass sie nicht wirklich dazu gehört. Trotz ihres Wohlstandes stellen die Reeds Jane auf eine niedrigere soziale Stufe. Durch Janes Intelligenz, ihren inbrünstigen Gerechtigkeitssinn sowie ihre offene und direkte Art wird sie für Mrs. Reed ein immer größerer Dorn im Auge. Als die Situation schließlich eskaliert, wird das Kind in das Mädchenpensionat Lowood geschickt, das unter der strengen, aber zweifelhaften Führung des widersprüchlich-heuchlerischen Mr. Brocklehurst steht, der Bescheidenheit, Demut und Keuschheit predigt, jedoch selber mit seiner Frau und Tochter ein luxuriöses Leben in Pomp führt. Doch trotz Hunger, Kälte und Erniedrigung bietet das Pensionat Jane eine Chance auf Bildung und zudem den Kontakt zu wertvollen Menschen, wie der Mitschülerin Helen Burns und der Lehrerin Miss Temple. Von der fleißigen, gebildeten und äußerst intelligenten, aber auch sehr frommen Helen lernt die impulsive Jane Geduld und Demut kennen, denn Helen erträgt die ungerechten Behandlungen im Internat geradezu stoisch. Schließlich stirbt sie an der Schwindsucht ohne je mit ihrem Schicksal zu hadern. Die liebevolle und fürsorgliche Miss Temple wird zu einer Art Mentorin für Jane. Schließlich ermöglicht sie der begabten Schülerin sogar selber Lehrerin in Lowood zu werden. Doch als Miss Temple schließlich heiratet und das Internat verlässt, sucht Jane sich eine Stelle als Hauslehrerin und Gouvernante. Auf Thornfield Hall kümmert sie sich um das französisch stämmige Mündel des Hausherren Mr. Rochester, den Jane allerdings zunächst nicht zu Gesicht bekommt. Die alte Hauswirtschafterin, Mrs. Fairfax, ist vorerst ihre Ansprechpartnerin. Die spätere Begegnung mit dem zuweilen bärbeißigen Mr. Rochester ist sowohl eine Herausforderung als auch Bereicherung für Janes Leben, fordert er doch ihren Intellekt und respektiert sie trotz seiner eigenwilligen Umgangsformen als gleichwertigen Gesprächspartner. Schnell wird klar, dass sich zwischen der jungen Frau und dem wesentlich älteren Gutsherren eine enge Beziehung entspinnt. Allerdings wird diese durch unheimliche Vorkommnisse im Haus und ein durch Rochester veranstaltetes Verwirrspiel auf die Probe gestellt. Die leiderprobte Jane trifft nach einem dramatischen Ereignis wieder einmal die Entscheidung sich selber treu zu bleiben und verlässt Thornfield Hall, um sich mittellos in eine unbekannte Zukunft zu begeben. Das Schicksal führt sie in das Pfarrhaus von St. John Rivers, wo ihre Persönlichkeit und Selbständigkeit weiter heranreift und ihr Schicksal schließlich eine weitere entscheidende Wendung erfährt. Dieser revolutionäre Roman befasst sich neben der Liebe mit den spannenden Motiven der sozialen Klasse, den Geschlechterrollen und der Religion, die für Jane zu Beschränkungen und Herausforderungen werden. Jane setzt sich damit auseinander und überwindet alle drei mit Willens- und Charakterstärke, aber auch mit eigenem Glück und dem unglücklichem Schicksal anderer. Die Umsetzung als Hörspiel ist grundsätzlich geglückt. Während mir die ausgebildeten Sprecher, wie Sascha Icks als Jane Eyre, Christian Redl als Mr. Rochester oder Witta Pohl als Mrs. Fairfax – um nur ein paar zu nennen - in diesem Hörspiel sehr gut gefielen, empfand ich die musikalische Untermalung in ihrer teilweise dominant einfältigen Art jedoch eher als störend und ablenkend bis irritierend, denn als Bereicherung. Vor allem die einfachen Posaunentöne muteten für mich mehr nach Sendung mit der Maus an – wobei ich diese sehr mag (!), als nach klassischer und anspruchsvoller literarischer Unterhaltung an. Die akustische Untermalung ging meiner Meinung nach nicht mit Text und Inhalt einher. Fazit: Interessante und hörenswerte Umsetzung des Literaturklassikers um die charakterstarke und Unabhängigkeit suchende Jane Eyre.

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Ein Klassiker, den man sich nicht entgehen lassen darf. Hörbuch 3 CD’s – Gesamtlaufzeit ca. 3h 50min. Rezensionsexemplar von Bloggerportal.de & Randomhouse Verlag Ausgabe; der Hörverlag – Bearbeitung & Regie; Christiane Ohaus Inhalt „Ich bin kein Vogel, und kein Netz umgarnt mich, ich bin ein freier Mensch mit einem freien Willen – das werde ich zeigen, indem ich Sie verlasse“, sagt Jane Eyre zu dem Mann, den sie liebt. Christiane Ohaus hat den romantischen Klassiker in ein akustisches Universum verwandelt, mit genialer Leichtigkeit greifen Musik, Geräusche und schauspielerische Gestaltung ineinander. Mit Sascha Icks als Jane Eyre, die sich zwischen ihrer Liebe und ihrer Selbstständigkeit entscheiden muss, mit Christian Redl als mürrisch-liebenswertem Landedelmann und Sylvester Groth als seinem Konkurrenten bleibt auch der kleinste Zwischenton von Charlotte Brontës großem Roman bewahrt. Hintergrund Infos Charlotte Brontë wurde am 21. April 1816 als älteste der drei berühmten Schwestern in Thornton, Yorkshire, geboren. Schon als Kind begann sie zu schreiben, arbeitete jedoch zunächst einige Jahre als Lehrerin und Gouvernante, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Wie ihre Schwestern veröffentlichte sie ihre Werke unter einem männlichen Pseudonym; die wahre Identität der Autorinnen gab sie 1850 in einem Vorwort zu Emily Brontës ›Wuthering Heights‹ preis. Neben ›Jane Eyre‹ hinterließ Charlotte Brontë drei weitere Romane sowie einen gemeinsam mit ihren Schwestern publizierten Gedichtband. Sie starb 1855 in Haworth, Yorkshire. Zusammengefasst Jane Eyre wächst als Weise bei ihrer Tante auf. Dort wird sie leider schlecht behandelt und muss sich immer wieder gegen ihren Cousin wehren. Später wird sie von ihrer Tante in eine strenge Schule gesteckt und muss sich dort zurechtfinden. Als Jane Eyre als Erwachsene Lehrerin wird, findet sie schnell Arbeit als Gouvernante bei den Rochesters. Obwohl Jane Eyre nicht sonderlich hübsch ist, findet Mr. Rochester, der Hausherr, schnell gefallen an ihr und sie verliebt sich sogar in ihn. Neben vielen kuriosen Dingen, die im Hause Rochester so vor sich gehen, erfährt Jane Eyre, am Sterbebett ihrer Tante noch ein ganz besonderes Geheimniss… Klang, Stimmung und Länge Ich mag Hörbücher im Allgemeinen sehr gerne und war begeistert, als ich dieses klassische Hörspiel in die Hände bekam. Sascha Icks die Stimme der Jane Eyre, hat mir richtig gut gefallen und war absolut harmonisch, genau so wie die Stimme von Edward Rockester, die von Christian Redl gesprochen wurde. Die einzelnen Kapitel wurden immer von sehr stimmungsvoller Musik untermalt und liessen einen in diese düstere Welt eintauchen. Ich hatte teilweise sogar Gänsehaut und meine Stimmung war so bedrückt, dass ich im Nachhinein wieder ganz beeindruckt war, wie viel Musik ausmacht. Die Länge des Hörspiels war ideal, nicht zu lang und auch nicht zu kurz. Man kann sich das Hörspiel gut an einem Sonntagnachmittag durchhören, oder so wie ich es gemacht habe, jeden Abend eine CD zum Einschlafen hören. Meine Meinung Ich liebe die Bücher der Brontë Schwestern, und wer meinen Blog schon länger liest, weiss dass ich ein absoluter Fan von Sturmhöhe bin. Doch auch Jane Eyre gehört zu meinen Klassiker Favoriten! Zu dieser Zeit waren Frauen nicht hoch angesehehn, wenn sie keinen adeligen Ruf hatten. Und eine Stimme hatten sie erst recht nicht. Doch Jane Eyre ist eine starke, selbstbewusste und kluge Frauenfigur – was zu dieser Zeit beinahe unvorstellbar war, erschuff Charlotte Brontë in nur einem Buch. Fazit Wer Klassiker mag, wird sich bei diesem Hörspiel absolut wohl fühlen. Ein kurzweiliges Vergnügen, dass einen für einen Moment ins England des 18ten Jahrhunderts entführt. Vielen Dank an Randomhouse Verlag für das Rezensionsexemplar! With Love E.

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Titel: Jane Eyre Autorin: Charlotte Bronte Verlag: derHörverlag Format: Hörspiel Dauer: ca. 3 h 50 min Preis: 19,99 € Inhalt: Es geht um Jane Eyre, die ihre Lebensgeschichte erzählt. Sie ist eine junge selbstbewusste Waise, die erst nirgendswo einen Platz für sich findet und gefundene Heimat wieder verliert. Sie hält sich nicht an die Konventionen des viktorianischen Englands, da sie nichts zu verlieren hat. Man wird mitgenommen auf eine faszinierende Reise auf der Suche nach einem zu Hause. Meine Meinung. Das Cover gefällt mir unglaublich gut und die gesamte Außengestaltung des Hörspieles ist sehr schön. Die Sprecher haben ihre Rollen gut und verständlich gesprochen und haben mich mit in die Geschichte genommen. Ab und zu hat es etwas gerauscht und die stimmen waren etwas zu leise, aber das kam nur an ein zwei kurzen Stellen vor und es war vermutlich Absicht. Manchmal haben zwei Stimmen parallel zu einander gesprochen, aber man konnte beide immer noch gut verstehen und kam nicht durcheinander. Die Geschichte hat mir auch gut gefallen und man kann gut die Persönlichkeiten der Figuren nachvollziehen. Die Figuren haben Tiefe, die von den Sprechern auch gut umgesetzt wird. Ich habe mit Jane gefühlt, obwohl sie an manchen Stellen etwas kalt rüber kommt. Im laufe der Geschichte beginnt sie doch mehr Gefühle - außer Wut und Enttäuschung - zuzulassen. Sie verliebt sich und kämpft dann selber gegen diese Liebe. "Ich bin kein Vogel, und kein Netz umgarnt mich, ich bin ein freier Mensch mit einem freiem Willen - das werde ich zeigen, indem ich Sie verlasse.", sagte Jane Eyre zu dem Mann, den sie liebte." Dieses Zitat aus dem Klassiker beschreibt Jane meiner Meinung nach sehr gut und hier zeigt sich auch ihre Unabhängigkeit, die sie bis zum Ende beibehält, obwohl sie sich letztendlich doch bindet. Insgesamt hat mir das Hörspiel also unheimlich gut gefallen und ich hätte noch länger hören können. Bewertung: * * * * (*) - 4,5 von 5 Sterne

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Ja, ich liebe diese Geschichte! Denn im Gegensatz zu 'Stürmische Höhen' konnte sie mich auch jetzt noch packen und ich habe mit der armen Jane Eyre mitgelitten, mich köstlich über die frechen Dialogen amüsiert und fand die ganze Handlung spannend, interessant und schrecklich romantisch - trotz der unterkühlten Engländer. Ich denke, das ist einer der ganz großen Klassiker für mich, der mich immer wieder faszinieren kann - auch in dieser 'Hörspiel-Fassung'. Warum es als Hörspiel bezeichnet wird, ist mir ein wenig fragwürdig, denn es werden die verschiedenen Rollen zwar von verschiedenen Sprechern gesprochen, es gibt aber keinerlei bemerkenswerte oder störende Hintergrundgeräusche wie Tassenklirren oder so. Einzig ein wenig Hundegebell. Das macht meiner Meinung nach noch kein Hörspiel aus, sondern geht eher in Richtung szenische Lesung. Aber das ist wahrscheinlich Ansichtssache. Allerdings: wer nicht so auf Hörspiele steht, weil ihn gerade die zusätzlichen Geräusche eher kindisch vorkommen, der kann hier beruhigt zugreifen. Im Gegenteil wirkt 'Jane Eyre' hier sehr kunstvoll und lebendig, auch, wenn innere Dialoge dargestellt wreden. Absolut hörenswert. Wer allerdings auf die Idee gekommen ist, diese Art von Musik zur Untermalung zu wählen, hat meiner Meinung nach genau die falsche Art gewählt. Zu modern, zu dissonant, für mich absolut nicht stimmig kommt die Untermalung daher und hat mich richtig genervt. Zeitweise grenzte es an zahnschmerzenerzeugend, gegen Ende hatte ich mich fast schon daran gewöhnt. Aber auch das ist natürlich Geschmackssache. Die Sprecher versöhnen fast damit, denn sie lesen wunderbar, einfühlsam und geben den Protagonisten mit ihrer Stimme auch sehr viel an 'Aussehen'. So hatte ich mit 'Rochester' immer ein Problem, da ich ihn mir doch sehr viel jünger vorstellte, als er wirklich sein sollte. Das Problem hat Christian Redl komplett für mich gelöst. Auch schaffen sie es allesamt, die Geschichte sehr lebendig und emotional ergreifend darzustellen, sodass das Kopfkino leicht in Schwung kam und auch blieb. Mir hat dabei besonders gut gefallen, dass man so einen leichten Zugang zu diesem Klassiker hat, die knapp vier Stunden vergehen wie im Fluge und vermitteln das Gefühl, aus schwerer Kost eine eher leichte Variante zu bekommen, die man gerne des Öfteren genießen kann. Irgendwie 'Jane Eyre' to go. Fazit? Ein ganz großer Roman meisterhaft umgesetzt - wenn bloß die Musik nicht wäre!

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