Leserstimmen zu
Das Haifischhaus

Rüdiger Barth

(29)
(29)
(9)
(3)
(0)
€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

Sind Tennisspieler Haie?

Von: Verena

26.10.2019

Ein Bild eines Tennisscourt auf dem Cover und der Titel „Das Haifischhaus“ versprechen eine interessante und doppelte Anspielung auf das Thema Tennis, Leistungsdruck und Gefangenschaft im Spiel wie auch in sich selbst. Diese Eindrücke bestätigen sich beim Lesen des Buches. Der ehemalige Tennisspieler Toto Berger – auch Mount Berger genannt – war ein berühmter Tennisspieler, und für einige Zeit die Nummer 1 der Welt. Durch sein Talent erlangte er schnell Ruhm und Reichtum, aber ebenso rasch folgte sein tiefer Fall – samt Alkohol und Medikamentensucht. Doch nun ruft das Schicksal ihn aus der Versenkung: Die jetzige Nummer 1 am Tennishimmel fordert ihn zu einem Match auf. Nimmt er diese Herausforderung trotz Krankheit, Unsicherheit und Lebenskrise an? Nach und nach wird klar, was das Haifischhaus ist. In seinem 16 Kapitel umfassenden Erstlingsroman versteht es der ehemalige STERN-Reporter Rüdiger Barth sehr gut, die Geschichte um Toto Berger bildhaft und atmosphärisch dicht zu erzählen, auch wenn der Stil zunächst holprig daherkommt. Wie in einem Tennismatch gibt sich dieses Gefühl mit der Zeit. Man kommt immer besser in den Spiel- bzw. Lesefluss und spürt von Satz zu Satz bzw. Kapitel zu Kapitel die steigende Dramaturgie. Es erstaunt nicht, dass der Autor, Rüdiger Barth, selbst Tennis spielte (und wahrscheinlich noch immer spielt). Entsprechend authentisch sind die Beschreibungen vom Geschehen auf dem Spielfeld. Doch es gelingt ihm auch die Menschen hinter dem Spieler kenntlich zu machen – mit allen Stärken, Schwächen und Zweifeln, die einen im Haifischhaus und auf dem Court des Lebens begegnen. Ein gelungener erster Aufschlag.

Lesen Sie weiter

Totos Spiel

Von: manu63

25.10.2019

Das Haifischhaus ist ein Roman des Autors Rüdiger Barth und spielt in der Welt des Tennis. Wobei man als Leser kein Kenner dieses Sports sein muss um sich in das Buch zu vertiefen. Es werden nur wenige Fachbegriffe genutzt und die kann man sich leicht erklären. Toto Berger war mal die Nummer 1 des Tennissports und ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere überraschend zurück getreten. Die Gründe dafür sind nicht bekannt. Drei Jahre danach liegt Totos Leben in Scherben und dann erreicht ihn die Herausforderung der aktuellen Nummer 1, es geht um ein hohes Preisgeld und was Toto im Laufe des Trainings erkennt, auch um seine Zukunft. Der Einstieg ins Buch ist mir nicht ganz leicht gefallen, die teilweise extrem kurzen Kapitel und die Sprünge von Vergangenheit zur Gegenwart waren gewöhnungsbedürftig. Aber bereits nach kurzer Zeit war ich im Buch angekommen. Geschildert wird alles aus der Perspektive von Toro Berger und Liv Hansen, wobei der Hauptanteil bei Toto liegt. Seine langsame Erkenntnis was sich bei ihm ändern muss, wird gut dargelegt. Seine Befindlichkeit und seine Stimmungen lassen sich gut nach vollziehen und geben ein stimmiges Bild des Charakters ab. Die Nebendarsteller sind tief genug gezeichnet, so das sie eine gute Ergänzung zu Geschichte geben. Was mir beim Buch nicht gefallen hat ist das plötzliche Ende, das mich unzufrieden zurück ließ. Mir fehlte da doch ein Teil der Geschichte, auch wenn man sie als Leser durchaus selber weiter spinnen kann. Da hätte der Autor für mich noch einige wenige Kapitel dran hängen können. Der Schreibstil selber ist knapp und direkt. Schachtelsätze und endlose Beschreibungen werden vermieden und der Autor schaffte es die Atmosphäre mit wenigen Worten rüber zu bringen.

Lesen Sie weiter

Das Buchcover ist sehr gelungen, der Titel wirkt im ersten Moment für mich allerdings nicht passend zum Thema. Er erweist sich aber im Laufe der Story doch als sehr zutreffend . Anfangs fand ich es etwas schwer mich in die Geschichte einzufinden. Die Erzählung ist ziemlich langatmig, viele Fachbegriffe aus der Tenniswelt fallen, wenn man aber selbst kein Tenniscrack ist, muss man sich beim Lesen schon sehr konzentrieren oder evtl. sogar nachschlagen. Zudem gibt es jede Menge beteiligte Personen und es dauerte wirklich etwas länger bis ich mich orientiert hatte und die Zusammenhänge verstand. Mit jeder Buchseite wird das Leben des Toto Berger jedoch klarer, der einstige Star und der große Fall. Zu verlockend ist es nochmal auf den Platz zurückzukehren, eine große Geldsumme wartet auf den Gewinner und diese könnte Toto sehr helfen. Aber nicht alles läuft wie geplant! Man erfährt zudem auch einiges über die privaten Beziehungen von Toto und erlebt hier unter anderem sogar einen Schuss Romantik. Die Geschichte entwickelt sich wirklich gut, ab der Hälfte war ich an das Buch regelrecht gefesselt. Den Ausgang fand ich überraschend und nahezu grandios! Die gesamte Geschichte enthält soviel Wahrheit und bietet interessante, aber auch traurige Einblicke in die Welt des Profisports. Der Schreibstil von Rüdiger Barth ist flüssig, angenehm und verständlich. Das Buch ist, nach einem etwas holperigen Beginn, ein wirklich gelungenes Debüt!

Lesen Sie weiter

Nie aufgeben

Von: MK262

25.10.2019

Toto Berger ein absolutes Tennisass Er hat alles erreicht was man so erreichen kann. Das ganze Geld und auch die Berühmtheit tut Ihm leider aber nicht immer gut. Und so kommt es wie es leider kommen muss. Er verwickelt sich in die Hölle der unguten Sachen im Leben die Ihm die Beine wegziehen. Medikamente und Alkohol kann eine tödliche Mischung sein das musst Er bitter am eigenen Leib erfahren. Es trifft Ihn wie einen Blitz! Gib nochmal Alles auf dem Platz der früher dein Leben bedeutet hat. Spiele Selber kein Tennis bis aber mit Unseren deutschen Zwei Besten zu meiner Jugend aufgewachsen. Das Titelbild sticht einem sofort ins Auge. Der Schreibstill war zu Anfang ein bisschen eigen und war neues für mich aber man gewöhnt sich ganz schnell dran. Der Autor bringt es Super hin das man sich sofort so fühlt als wäre man auch mit dabei. Man kann sich richtig gut in Totos Lage versetzten. Wenn du ganz Oben bist hast du viele Freunde und auch Neider aber wenn du ganz Unten bist kennt dich keiner oder will dich nicht mehr kennen. Wie es schon jeder mal am eigenen Leib erfahren hat. Als es dann dem ende zu ging waren mir dann die ganzen Tennisbegriffe ein bisschen zuviel da bin ich einfach zu wenig im Geschehen drin. Aber sonst echt Spitze wie es der Autor schafft den Leser die Meeresbriese spüren zu lassen. Ein Roman der den Lesern ein bisschen mehr abfordert als normal und genau das macht Ihn aus. Wünsche weiterhin viel Erfolg.

Lesen Sie weiter

Das „Haifischhaus“ist ein bemerkenswertes Buch,das nicht oberflächlich ist,sondern sich mit dem Menschen ,in diesem Fall ,einem Sportler,mit seinen ganzen Höhen und Tiefen auseinander setzt. Das Leben anzuerkennen,Gefühle zuzulassen,das Glück,was so naheliegt,zu begreifen.Sich langsam ranzutasten,um den Augenblick nicht zu verpassen,um es festzuhalten. Ob es ihm gelingt? Dämone müssen bekämpft,der Weg zu sich selbst gefunden werden. Nebenbei noch ein Comeback in den „Tenniszirkus“ zu starten,wo es nicht nur um das Spiel geht. Kann er seiner „neuen“ Rolle,als Vater,Sportler,Freund gerecht werden? Und all dies im „Haifischhaus“,in dass ich persönlich sofort einziehen würde. Rüdiger Barth ,diesen Namen sollte man sich merken,denn er macht Lust darauf,dass man noch mehr von ihm lesen möchte.Da er die Dinge beim Namen nennt und er einen leichten erfrischenden Schreibstil hat. Danke,dass ich dieses Buch testlesen durfte. Es ist wirklich eine Bereicherung

Lesen Sie weiter

„Das Haifischhaus“ von Rüdiger Barth Klappentext Toto Berger war die gefeierte Nummer eins des Welttennis. Bis er überraschend zurücktrat, schwer krank, medikamentenabhängig. Ein Geheimnis, das niemand wissen durfte. Drei Jahre danach liegt sein Leben in Trümmern. Da fordert ihn die neue Nummer eins zu einem letzten Duell. Vor 30.000 Zuschauern auf Schalke. 10 Millionen Preisgeld. All or nothing. Noch einmal versammelt Toto Berger in einem einsam gelegenen Haus an der Ostsee seine Gefährten von einst um sich. Darunter die Frau, die er schon lange liebt. Und sein Sohn, den er stets verleugnet hat. Noch einmal bringt er sich in Form. Bis er begreift: Bei diesem Spiel muss er nicht seinen Rivalen besiegen, sondern sich selbst. Buchcover Der Tenniscourt in schönem Grün und ein paar Bällen…. passt perfekt zum Buch! Für jeden Tennisinteressierten ein Blickfang. Mein Fazit Eine tolle fesselnde Story über einen einstigen Weltstar, welcher nach drei Jahren wieder durch eine Provokation der jetzigen Nummer 1 der Tennisspitze zu einem letzten Match bereit ist. Toto Berger ist mit Mitte 30 am Tiefpunkt seines Lebens angekommen, krank und gezeichnet vom Leistungssport. Allerdings noch ein letztes Match, noch einmal im Rampenlicht stehen und noch einmal bis ans Äußerste zu gehen, reizt den ehemaligen Profi. Er trommelt das alte Team zusammen und auch sein 17-jähriger Sohn, dem er nie ein Vater war, ist plötzlich Teil seines Lebens. Man begleitet als Leser den harten Trainingskampf im Haifischhaus, die heimliche Liebe zu seiner Managerin Liv, das mit Vorwürfen geprägte Verhältnis zu seinem Sohn und die Vorbereitung zum Event des Jahres. Ich fieberte im entscheidenden Match mit Toto mit, als wäre ich Teil seines Teams und live dabei. "Das Haifischhaus“ ist ein wunderbares Buch, nicht nur für Tennisfans, denn dieser Roman lässt einen Leser hinter die Fassade des Profisportlers blicken. Es zeigt die Höhen und Tiefen eines Spitzensportlers und lässt sich wunderbar lesen! Von mir gibt es 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

Lesen Sie weiter

Blick in die Seele eines Profisportlers

Von: Stefan Kleinknecht

23.10.2019

Ein Tennisplatz mit grünem, safrigen Rasen. Schon das Cover hat mich gleich gepackt und Lust auf das Buch gemacht. Der Einstieg in das Buch fiel mir zwar etwas schwer. Erst zieht sich der Anfang etwas und man braucht Zeit, um hineinzufinden. Doch dranbleiben lohnt sich. Denn dann bekommt man eine spannende, tolle Geschichte über einen Profisportler, der eigentlich raus aus dem Profigeschäft ist und nicht so richtig weiß, was er mit seinem Leben jetzt anfangen soll. Dann jedoch rafft er sich für ein ganz besonderes Duell gegen die neue Nummer eins auf. Und dann baut sich die Spannung immer weiter und weiter auf bis zum großen, alles entscheidenden Match. Neben der spannenden Geschichte ist für mich jedoch das eigentliche Highlight des Buches der Blick hinter die Kulissen. Rüdiger Barth lässt nämlich ganz tief in die Seele eines Profisportlers hineinblicken. Er beschreibt eindrucksvoll die Einsamkeit, die Suche nach Sinn im Leben, über zerbrochene Beziehungen und Verlust an Vertrauen. Es zeigt auf, dass man nur mit purem Egoismus nach ganz oben kommt und wirft gleichzeitig die Frage auf: Ist es das dann wirklich wert? Fazit: Packende Story, in einem tollen Schreibstil geschrieben und regt sehr zum Nachdenken über Profisport und menschliche Bedürfnisse an.

Lesen Sie weiter

Das Haifischhaus von Rüdiger Barth

Von: Gianni Vomberg

23.10.2019

Drei Jahre ist es her, dass Toto Berger nach einem verlorenen Match die große Tennisbühne verlassen hat. Von einem Tag auf den anderen hat er dem Spitzensport den Rücken gekehrt. Für seinen damaligen Gegner war das Match jedoch ein Sprungbrett – Frédéric Lamenteau ist mittlerweile die Nummer eins im Tennis und gilt als so gut wie unschlagbar. Rüdiger Barth ermöglicht dem Leser mit seinem Debüt „Das Haifischhaus“ einen etwas anderen Blick auf den Spitzensport und gibt dem strahlenden Glanz, den man als Außenstehender wahrnimmt, damit einen ziemlich matten Anstrich. Toto Berger hatte als ehemalige Nummer eins eigentlich alles erreicht und ist dann hart auf dem Boden der Realität aufgeschlagen - nach fast 20 Jahren im hellen Licht sieht er drei Jahre nach seinem Karriereende nur noch dunkle Wolken – Toto Berger ist mit Mitte dreißig am Tiefpunkt seines Lebens angekommen. Seine Zeit als Profisportler hat ihm alles abverlangt. Hat ihn ausgelaugt und kaputt gemacht. Physisch wie psychisch. Seine Ehe ist am Ende, er hat Schulden, ist tabletten- und alkoholabhängig. Als Lamenteau ihn provoziert und ein letztes großes Duell vorschlägt, nimmt Toto die Herausforderung an. Noch einmal im Mittelpunkt stehen und das Gefühl von Bedeutung und Beachtung spüren, reizt Toto dabei fast noch mehr, als das Preisgeld von zehn Millionen Dollar. Im Haifischhaus mit Blick auf die Flensburger Förde, dem Domizil seines früheren Trainers, schlägt Toto sein Camp auf und versammelt seine ehemaligen Weggefährten um sich. Auch sein 17-jähriger Sohn Nils, den er eigentlich kaum kennt, sowie seine heimliche Liebe Liv Hansen - mittlerweile verheiratet und Mutter - sind an seiner Seite. Von dem Moment an, als Toto die Aufforderung seines ehemaligen Rivalen annimmt und mit den Vorbereitungen beginnt, hat mich die Geschichte ganz und gar in ihren Bann gezogen. Gespannt verfolge ich Totos Bemühungen, wieder fit zu werden. Fiebere mit ihm dem Wettkampf entgegen und erlebe seine Vorfreude genauso mit wie seinen Frust und die Selbstzweifel. Diese Sogwirkung hält bis zum letzten gespielten Ballwechsel an. Und auch über die letzte Seite hinaus hat mich Toto Bergers Geschichte noch einige Zeit nicht losgelassen. Auch wenn es sicherlich von Vorteil ist, mit dem Tennisvokabular vertraut zu sein, kann man dieses Buch auch als Nicht-Tenniskundiger ganz wunderbar genießen, denn Tennis ist in diesem Roman nur die Plattform für ein viel größeres Thema: Was ist mit dem Menschen hinter dem Profisportler (oder auch jeder anderen Berühmtheit)? Was bleibt, wenn das letzte Match gespielt, der letzte Vorhang gefallen ist? Welchen Preis muss man für die Momente im hellen Licht zahlen? „Das Haifischhaus“ hat mir sehr gut gefallen – ein mitreißender Roman, der die Höhen und Tiefen im Leben eines Profisportlers beleuchtet.

Lesen Sie weiter